Überflug der ISS

  • Autor des Themas Janni
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softdown1

softdown1

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Hi zusammen,

Du meinest einen Polsucher?

Was hast Du Dir denn für eine Montierung zugelegt, wenn ich fragen darf?
Ich hoffe mir nun nicht ganz die Blöße zu geben, aber ich bin mir halbwegs sicher, dass ich einen Leuchtpunktsucher habe :).

Meine Montierung sammt Teleskop ist folgendes:
https://www.celestron-deutschland.de/product.php?CatID=328&ProdID=1410

Quasi ein Komplettpaket für absolute Frischlinge wie mich, die so mehr oder weniger garkeine Ahnung haben. Montierung, GoTo, Leuchtpunktsucher und natürlich Teleskop. Oh - nicht zu vergessen zwei Okulare (25 und 50-fach wenn ich das nun richtig im Kopf habe).

[...] der Astrokollege macht übelste Aufnahmen von der ISS.
Das ist mal wirklich übel. Ich hatte bereits ein paar Fotos der ISS gesehen, die schon recht viele Details zeigten, aber das ist wohl als normalsterblicher nur schwer bis garnicht zu toppen.

Mike kannst ja mal ein wenig zu deinem Equipment sagen, dann kann ich dir unter die Arme greifen.
Wenn einen das Astrofieber gepackt hat ist auch abschied nehmen von seiner Geldbörse angesagt :D
Welches Equipment ich habe hatte ich ja nen' Stück drüber verlinkt. Dazu einen entsprechenden Adapter auf M42 um halt meine Kamera drannhängen zu können. Mehr ist es bisher nicht (mit der bedeutungsschweren tiefen Stimme - NOCH nicht).
Finanziell hätte es da sicherlich bessere Kombinationen gegeben, aber die Möglichkeit das via Wlan mit Handy oder Tablet zu steuern hat mich eiskalt erwischt und ich konnte nicht nein sagen. In relativ mobil ein "Observatorium" zu haben und auch direkt etwas darüber zu lernen, worauf man da gerade schaut finde ich ein tolles Extra Feature zu dem fotografieren.
Bis 5 Kilo soll die Montierung laut Werbung schaffen. Gehen wir mal realistisch von der Hälfte aus - da dürfte neben dem aktuellen 4" sicherlich ein 5" wenn nicht gar 6" möglich sein. Das sind sicherlich keine Welten, aber für bezahlbares Geld kann ich da (ich spinne mal ganz optimistisch) aufrüsten auf Basis meiner bestehender Ausrüstung.

Wenn Du mir sprichwörtlich unter die Arme greifen kannst - aber liebend gerne :D. Ich gestehe, dass das Thema sehr weitläufig ist und als Laie hat man nur zwei Möglichkeiten - Lehrgeld zahlen und einfach anfangen, oder ewiger Theoretiker bleiben. Wenn sich das Lehrgeld reduzieren lässt bin ich alles andere als traurig :klatschen:.

Wie das endet wenn einen das Astrofieber packt habe ich (leider :p) via google auf diversen Seiten gesehen. Schon alleine vom stationären Aufbau her. Gartenlaube mit Loch im Dach, zwei Kameras zum nachführen, Astro-Software auf dem Laptop und nen Rohr was vermutlich mit dem Kran an die Stelle gepflanzt wurde. In den Konstrukten überhaupt noch eine Kamera zu finden (sic!) ist in der tat schon eine Aufgabe. Schönerweise kommt man bei sowas auch garnicht mehr auf den Gedanken zu fragen, was das gekostet hat :D.

In dem Sinne beste Grüße in die Runde,
Mike
 
oz75

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Bevor ich mir das Video angucke hol ich mir ein 15000k Monti und spare 25min Zeit :D
Ja, das habe ich auch vor - jedoch ist die Strumpfmaske für das "Bank-Gespräch" noch nicht angekommen. :eek::D

---

Herr Legault setzt auf Qualität bei der ISS-Jagd::D

Takahashi EM 400: (10 k€)
wahrscheinlich ein 14" Celestron EdgeHD (9 k€)
sonstiges Gedöns (geschätzt) (3 k€)

Hi zusammen,



Ich hoffe mir nun nicht ganz die Blöße zu geben, aber ich bin mir halbwegs sicher, dass ich einen Leuchtpunktsucher habe :).

Meine Montierung sammt Teleskop ist folgendes:
Der Fehler ist ganz meinerseits. Offenkundig hast Du da einen Leuchtpunktsucher dabei.

Ich dachte, dass Du eine parallaktische Montierung nutzt (dort nutzt man u.a. Polsucher zum Einnorden). Was Du da gekauft hast, ist eine azimutale Montierung.
Das ist schön für visuelle Himmelsobservation und natürlich auch sehr praktisch für terrestrische Beobachtungen (Tiere...).
Bei der Astrobeobachtung musst Du Dir mit diesem Montierungstyp im Klaren sein, dass es bei der Nachfürung am Objekt über die Zeit zu einer Bildfelddrehung kommt. Dies ist von Belang bei Langzeitbelichtungen - wenn Du z.B. das Teleskop abnimmst und die Kamera mit einer kurzen Brennweite (z.B. 50mm) installierst. Das aufgenommene Himmelsfirmament wird sich über die Aufnahmeminuten (simpel gesagt) "drehen" und die Aufnahme Strichspuren aufzeigen.

Für Beobachtungen (oder auch einfache Aufnahmen) an hellen Objekten wie Mond (und ISS:D) wird es reichen.

Die Steuerung per WiFi ist wirklich nett :daumen: und spart Dir so manchen Frust, wenn es darum geht, eine GoTo-Steuerung an einen Computer anzuschließen (bei mir läuft das via RS-232-Kabel, Adapter, etc...:rolleyes:)



Ich gestehe, dass das Thema sehr weitläufig ist und als Laie hat man nur zwei Möglichkeiten - Lehrgeld zahlen und einfach anfangen, oder ewiger Theoretiker bleiben. Wenn sich das Lehrgeld reduzieren lässt bin ich alles andere als traurig :klatschen:.

Wie das endet wenn einen das Astrofieber packt habe ich (leider :p) via google auf diversen Seiten gesehen. Schon alleine vom stationären Aufbau her. Gartenlaube mit Loch im Dach, zwei Kameras zum nachführen, Astro-Software auf dem Laptop und nen Rohr was vermutlich mit dem Kran an die Stelle gepflanzt wurde. In den Konstrukten überhaupt noch eine Kamera zu finden (sic!) ist in der tat schon eine Aufgabe. Schönerweise kommt man bei sowas auch garnicht mehr auf den Gedanken zu fragen, was das
Tja, so habe ich es auch gemacht. Im Nachgang hätte ich gut getan, eine etwas stabilere Montierung zu kaufen bzw. mich Hobbyastronomen anzuvertrauen...
Meist hat man in der Nähe irgendwo eine Volkssternwarte, deren Mitglieder Anfänger gerne vor den größten Fehlern bewahren -und anders als die Astro-Mafia- auch nicht die Dollarzeichen in den Augen haben. Zumal man da auch einfach mal Sachen ausprobieren kann, ohne direkt was zu zahlen.

Zu Großinvestitionen:
Andreas hat irgendetwas zwischen Grantecan und VLT in seinem Garten stehen. :eek::eek::eek: :D:D:D :daumen::daumen::daumen:

Gruß,
Oz
 
Stone

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Ich hab ja auch mal klein angefangen. Wurde dann immer mehr. Habe auch deswegen fast meine normale Fotografie aufgeben.
Was interessant ist, ist die Skywatcher Staradventure. Kost nicht viel und Nachführung sauber bis, ich sag mal 300mm.
Mit ein wenig Übung kann man da super mir arbeiten. Problem bei der AStrosache ist,
solbad es klar wird muss man was machen..... egal wie Kalt und eventuell aus dem warmen Bett raus :D
Da fehlt es vielen an durchhalte vermögen. Auch super sauberes genaues arbeiten ist angesagt.
Desto besser werden die Bilder.
 
softdown1

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Hi Oz,

Ich dachte, dass Du eine parallaktische Montierung nutzt (dort nutzt man u.a. Polsucher zum Einnorden). Was Du da gekauft hast, ist eine azimutale Montierung.
Das ist schön für visuelle Himmelsobservation und natürlich auch sehr praktisch für terrestrische Beobachtungen (Tiere...).
Bei der Astrobeobachtung musst Du Dir mit diesem Montierungstyp im Klaren sein, dass es bei der Nachfürung am Objekt über die Zeit zu einer Bildfelddrehung kommt. Dies ist von Belang bei Langzeitbelichtungen - wenn Du z.B. das Teleskop abnimmst und die Kamera mit einer kurzen Brennweite (z.B. 50mm) installierst. Das aufgenommene Himmelsfirmament wird sich über die Aufnahmeminuten (simpel gesagt) "drehen" und die Aufnahme Strichspuren aufzeigen.
Irgendeinen Tod stirbt man immer. Mit dem, was ich jetzt habe, habe ich mir ein wenig Luxus sehr teuer erkauft. Das ist mir so halbwegs klar. Mir fehlt in der Nachführung mehr oder weniger eine Achse (quasi die, die kippt damit der Bildwinkel gleich bleibt). Habe ich das so richtig falsch formuliert? :D

Zusätzlich war Celestron so nett und hat dafür gesorgt, dass man händisch nur Vertikal aber nicht Horizontal bewegen kann (zweiteres geht nur via Software und finde ich schon eine gelinde gesagt sehr bescheidene Leistung).

Für Beobachtungen (oder auch einfache Aufnahmen) an hellen Objekten wie Mond (und ISS:D) wird es reichen.
Dafür war es gedacht. Bei 1250mm (mit Cropfaktor 2) und f10 komme ich sicherlich noch an das eine oder andere Himmelsobjekt. Sicherlich nicht perfekt, aber wie du sagtest -> mal an die wenden, die sich halbwegs auskennen. Solange ich noch zöger auf die Frage "Du meinst doch sicher Polsucher" sollte ich kleine Brötchen backen und erstmal überhaup ein Mondfoto schießen, welches auch nur im Ansatz Anspruch erhebt ein Astro-Foto zu sein (korrektur: werden) :D

Beste Grüße & danke für alle Ratschläge,
Mike
 
oz75

oz75

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Habe ich das so richtig falsch formuliert? :D
Perfekt! :D

Mal Jux beiseite: Mit dem Gerät wirst Du zweifelsohne viel Spaß haben.

... erstmal überhaupt ein Mondfoto schießen, welches auch nur im Ansatz Anspruch erhebt ein Astro-Foto zu sein (korrektur: werden) :D
Zwei Tipps zum Mond noch:
1) Lass den Tubus ordentlich auskühlen. Wenn Du mit dem Gerät aus der warmen Stube in die kalte Nacht hinausgehst, braucht das eine Weile. Bei Nichtbeachtung nimmst Du das Tubus-Seeing (das Flimmern durch Dichteunterschiede in der Luft beim Abkühlen) quasi mit - die Beobachtungen/Aufnahmen werden viel unschärfer als sie sein könnten.
2) Vollmond ist langweilig. Ein fetter, greller Pfannkuchen - ohne Kontraste. :D Spannend ist es (auch photographisch) am Terminator, wo die Krater und Berge richtig spektakuläre Schatten werfen.

Genug geschlaumeiert. Viel Spaß bei diesem tollen Hobby!

Gruß,
Oz
 
softdown1

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Hi Oz,

danke noch für die beiden Tipps. An die Temperaturunterschiede hätte ich nun wahrlich nicht gedacht. Ich stecke gefühlt irgendwie noh im Sommer bei den Temperaturen die teilweise die letzten Tage noch kamen :).

Bei dem Mond meine ich gelesenerweise schon mitgenommen zu haben: kein Vollmond und wenn sind die Bereiche am Rand spannend und nicht das Zentrum. Ob so oder so ziehe ich unabhängig vom Mond mal los. Mich interessiert da mal die Genauigkeit des ganzen Systems. Auch wenn der Mond einfach nur aussieht wie ein großer blasser Käse kann ich dem GoTo ja sagen, er soll mal irgendetwas in der Nähe ansteuern - den Mars oder z.B. (in der Nähe - den Preis für den Wortwitz der Woche verleihe ich mir selber).
Ein wenig Übung mit der App schadet ja auch nicht - sogar die kostenlose Version von dem Ding ist recht umfangreich (SkySafari).

Wenn Interesse besteht werde ich gerne mal von den ersten Eindrücken berichten.

Bisher sind es nur folgende Eindrücke:
- nur die Vertikale Achse kann händisch bewegt werden. Zur Veränderung der horizontalen braucht es Strom und die App (keine Kupplung vorhanden, um vollständig manuell zu bewegen, was ein herber Tiefschlag ist).
- Die verarbeitungsqualität des Akkupacks hat jeden Billigkrams aus China unterboten. Bereits beim einlegen der Akkus ist ein Kabel abgefallen und musste nachgelötet werden.
- Ist die App einmal verbunden funktioniert es tatsächlich wie erwartet. Unter Android ist das verbinden sogar recht problemlos. Das System stellt einen Wlan AccessPoint zur Verfügung, zu dem man verbinden muss (wer also nur mit dem Smartphone unterwegs ist, ist ab dem Zeitpunkt ohne Internet - für mich aber nun nicht so relevant).
- Die Montierung selber ist tatsächlich recht fix aufgebaut.

Beste Grüße,
Mike
 
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