Aber wenn jemanden die Eier fehlen ist es meist schwer mit ihm einen normale Konversation zu führen, da er lieber auf sein Recht und Standpunkt behart.....
PeterS,
versuch es doch mal mit Niveau. Du kennst das "Fremdwort"? Ist nicht nur etwas für sog. "Möchtegernstudenten". Anstelle das Forum hier in die Bochumer Bronx zu verwandeln, solltest Du Dich vielleicht lieber inhaltlich mit den Dingen beschäftigen, die Du hier in die Welt setzt.
Du hast Dinge postuliert, die schlichtweg so nicht korrekt waren.
Einer wissenschaftlichen Erörterung gehst Du aus dem Weg -es sei Dir unbenommen- und übergibst Dich stattdessen mit Unverschämtheiten. Deine völlige Uneinsichtigkeit passt leider in den Gesamteindruck. So etwas hatte ich befürchtet.
Wie auch immer.
Ich finde es jedenfalls vernünftig, dass der GröFaZ (Größte Fotograf alle Zeiten), aka PeterS, hier erst einmal genug (rumgesaut) hat und nun sich "wichtigen" Dingen wie Geldverdienen, Eiern in Hosen oder was auch immer widmen will.
Das ist ok. Ich finde das toll. Bitte halte Dich einfach dran! Ich kann gut darauf verzichten, in Dieser Suhle aus Verbalergüssen zu waten und pflege liebend gerne besseren Umgang.
---------------------------------
@Linda:
Es tut mir wirklich Leid, dass Dein Thread hier so aus den Rudern gelaufen ist. Ich habe eine Weile mitgelesen und überlegt, ob ich etwas zu diversen Äußerungen schreiben soll - und mich letztlich dafür entschieden, als ich gesehen habe, dass auch andere (fortgeschrittenere) Nutzer (Thomas), trotz aktiver Rückfragen und Zweifeln, auf die falsche Spur gesetzt werden, siehe Post #22.
PeterS hat es nicht eingesehen, sieht es immer noch nicht ein, der Rest ist hier offen einsehbar. Sparen wir uns Weiteres. Das bringt überhaupt nichts.
***************************
***************************
Im Folgenden werde ich gerne versuchen, Dir die für Dich relevante Essenz des "Fachchinesisch", dass ich im Rahmen der direkten Diskussion mit PeterS gepostet habe, möglichst anschaulich darzustellen.
Das was Du zum Verstehen der grundlegenden fotografischen Zusammenhänge eigentlich nur brauchst, ist die Kenntnis der Begriffe
Blende und Verschlußzeit. Der Rest folgt Schritt für Schritt daraus.
Verschlußzeit:
Die Verschlußzeit gibt vor, wie lange Dein Sensor belichtet werden soll. Ein Schlitz direkt vor dem Sensor öffnet sich, der Sensor registriert Licht für eine gewisse Zeit, der Schlitz schließt sich.
Mit einer kurzen Verschlußzeit frierst Du bewegte Objekte ein. dafür sieht Dein Sensor aber auch nur kurz Licht (was entsprechend Auswirkungen hat).
Anders herum sieht Dein Sensor länger Licht (=mehr "Futter"), dafür werden aber bewegte Objekte mit Bildfeld verschmiert.
Schöne Beispielbilder zur Wirkung der Verschlußzeitwahl findest Du hier
http://de.wikipedia.org/wiki/Verschlußzeit
Einfach nur die Bilder ansehen.
Blende:
Die Blende ist ein optisches Element in Deinem Objektiv und funktioniert ähnlich wie die Iris in Deinem Auge.
Licht tritt durch Deine Pupille - die kreisringförmige Iris steuert, wie groß das Durchtrittsloch Pupille sein soll - je nach Bedarf.
Genauso funktioniert es im Objektiv: Mit der Wahl der Blende steuerst Du die Größe des Durchtrittslochs für das Licht (durch Dein Objektiv). Mal größer, mal kleiner.
Größeres Durchtrittsloch (="offenere Blende") = kleiner Blendenwert.
Z.B. Blende 2,8.
Die Blende "offener" zu machen nennt sich aufblenden
Kleineres Durchtrittsloch (="geschlossenere Blende") = größerer Blendenwert.
Z.B. Blende 16.
Die Blende "kleiner" zu machen nennt sich abblenden
Hier findest Du eine Skizze, wie so etwas prinzipiell in Deinem Objektiv aussieht:
http://de.wikipedia.org/wiki/Aperturblende
Mit der Wahl der Blende steuerst Du folgende zwei wichtige Eigenschaften Deiner Aufnahme:
1)Die sogenannte Schärfentiefe und
2)Die Lichtmenge
1) Schärfentiefe (= wie tief die Schärfe vor und hinter den durch Dich anvisierten Fokuspunkt reicht):
Wenn Du mit der Kamera auf Deine Kornblume scharfstellst passieren je nach Blendenwahl folgende Dinge:
Nehmen wir mal an, Dein Objektiv kann Blenden(zahlen) zwischen 2,8 und 32 darstellen.
Mit größeren Blendenzahlen (z.B Blendenwert 11 anstelle von 2,8) wächst die Schärfentiefe.
Konkret: Wenn Du auf exakt auf den Blütenstempel fokussierst, wird mit größerer Blendenzahl, d.h. mit größerer Schärfentiefe eine größere Zone vor- und hinter Deinem Scharfstellungspunkt (Fokuspunkt) ebenfalls scharfgestellt.
Mit kleineren Blendenzahlen schrumpft diese Zone vor und hinter dem Schärfepunkt. Solche Dinge kann man gezielt in der kreativen Fotografie zu Nutze machen (z.B. Portraits).
Hier findest Du Beispiele dazu:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schärfentiefe
Spar Dir das "Fachchinesisch" und schau Dir einfach die Beispielfotos und Ihre Kommentierungen an.
2) Lichtmenge
Wenn Du die Blende öffnest oder schließt, veränderst Du, wie bei der Iris Deines Auges, die Durchtrittsfläche des Lichtes durch das Objektiv.
Je weiter die Blende geöffnet wird, desto mehr Licht kann durchtreten. Dein Auge macht sich das bei Dunkelheit zunutze. Die Iris öffnet die Pupille, mehr Licht dringt durch die (größere) Fläche - und Du siehst besser bei Dunkelheit.
Genau dasselbe gilt für die Blende im Objektiv. Schließt Du die Blende, kriegt alles im Objektiv dahinterliegende weniger Licht mit. Auch Dein Sensor.
Belichtung:
Die Belichtung ist nichts anderes als das Ergebnis des
Zusammenspiels von Blendenwahl und Verschlußzeitwahl.
Dein Sensor braucht schließlich genug Licht, um ein gutes Bild zu erzeugen. Ähnlich wie Dein Auge.
Die optimale Belichtung stellt sich durch die Länge der Belichtung (Verschlußzeit) und die Lichtmenge die durch das Objektiv treten kann (=Wahl der Blende) ein.
Die Kombination macht's:
Du kannst viel Licht in kurzer Zeit (größere Blendenöffnung + kürzere Verschlußzeit)
oder
wenig Licht über längere Zeit (kleinere Blendenöffnung + längere Verschlußzeit)
zum Sensor lassen.
Sofern Du bisher in der Programmautomatik "P" oder Motivprogrammen gearbeitet hast, hat Dir die Kamera dieses Zusammenspiel von Blende und Verschlußzeit, sprich die Belichtung, vollständig abgenommen.
Da Deine Kamera aber nichts über das Motiv und Deine fotografischen Absichten weiß, sind Ergebnisse in der Programmautomatik nicht immer optimal.
Dein Beispiel:
Du stellst auf den Blütenstempel scharf. Die Blütenblätter vor und hinter dem Blütenstempel hättest Du aber auch gerne scharf abgebildet (und nicht nur den Stempel).
Dies kannst Du erreichen, in dem Du die Blende schließt, denn
je mehr Du die Blende schließt, desto größer wird der Schärfentiefebereich (= der Bereich, der vor und hinter dem Blütenstempel noch scharf abgebildet wird).
Deine Kamera (der Computer darin) wählt aber im "P-Modus" irgendeine (z.B. mittlere) Blende und die passende Verschlußzeit. So kann es sein, dass das Bild mit einer Blenden-Verschlußzeit-Kombination aufgenommen wird, bei der die Blende nicht genug geschlossen wurde und der Schärfentiefebereich zu klein war, um auch die Blütenblätter (nicht nur den Blütenstempel) vollständig scharf abzubilden.
Wie kannst Du Dir helfen? In dem Du die Kamera in den
Modus "A" (=Blendenprioriät) stellst.
In diesem Modus entscheidest einzig und allein DU, wie stark die Blende geöffnet/geschlossen werden soll - ganz nach Deinen Bedürfnissen. Den Rest, d.h. die Wahl der passenden Verschlußzeit, erledigt Deine kamera für Dich. "A" ist also ein halbautomatisches Programm. Du die Blende (nach Geschmack), die Kamera die Verschlußzeit.
Wählst Du eine kleine Blende, z.B. Blendenwert 11, tritt weniger Licht durch das Objektiv. Die Verschlußzeit wird dann die Kamera "länger" wählen, damit als Gesamtes noch genug Lichtmenge auf den Sensor fällt.
Hierbei musst Du aufpassen: Je länger die Verschlußzeit wird, desto länger musst Du die Kamera ruhig halten, um das Bild nicht zu verwackeln. Wird die Verschlußzeit zu lang (um ruhig zu halten), musst Du Dir mit einem Stativ o.ä. helfen.
Anders herum: Du wählst die Blende sehr groß, z.B Blendenwert 2,8. Viel Licht geht durch die Blende, die Verschlußzeit kann kürzer gehalten werden. Die Gefahr für Verwackler wird geringer. Durch die große Blende ist aber der Schärfentiefebereich gering. Das kann auch sehr reizvoll sein, z.B. bei Portraits, wo der Hintergrund schön verschwimmen (=unscharf abgebildet werden) soll.
Weiterhin gibt es auch noch andere Programme (das halte ich mal knapp). So z.B.
"S" (Verschlußzeitpriorität)
...Du wählst die Verschlußzeit (z.B. kurze Verschlußzeiten, um sich schnell bewegende Motive "einzufrieren"), die Kamera kümmert sich um den geeigneten Blendenwert, damit der Sensor noch genug Licht erhält
"M" (Manuell)
Hier bist du der Chef und erledigst alles auf eigene Faust. Der Belichtungscomputer "berät" Dich nur bei der Wahl von Blendenwert/Verschlußzeit.
**********************
**********************
Im Prinzip sind dies die wichtigsten Grundlagen. Den ISO-Wert (Sensorempfindlichkeit) lasse ich hier mal der Einfachheit halber weg.
Die Essenz des Ganzen:
Eine gute Belichtung ist immer ein optimales Zusammenspiel zwischen Blendenwert UND Verschlußzeit.
Betrachtest Du nur einen Teil des Puzzles, z.B. nur die Blende, und versuchst basierend alleine auf diesem einzigen Teil Schlüsse über das ganze Bild zu treffen ("es ist unterbelichtet, weil die Blende zu stark geschlossen war"), kann es leicht zu Fehlinterpretationen kommen.
Wenn es darum geht, Deine Bilder zu analysieren,
fällt auf, dass sie etwas unterbelichtet wirken. Es sieht so aus, als hätte der Sensor im Zusammenspiel Blende/Verschlußzeit zu wenig Licht erhalten, um seine volle Leistung zu entfalten.
Alles wirkt recht flau und kontrastarm. Bitte verstehe dies als konstruktive Kritik.
Man kann auch aus "Fachchinesisch" sagen, der Kontrastumfang (
=Dynamikumfang) des Bildes ist sehr gering.
Im Klartext war Dein Sensor nur imstande, eine vergleichsweise geringe Bandbreite an Hell-Dunkel-Werten zu registrieren. Du siehst es daran, dass die dunklen Partien ziemlich "absaufen" und die hellen Partien im Hintergrund (z.B. im Post #3) blaß-fahl zeichnungsfrei sind.
Was kannst Du dagegen tun?
Es gibt einen Zusammenhang zwischen Belichtung und dem Dynamikumfang eines Bildes.
Wenn es Dir gelingt, eine Aufnahme reichlich zu belichten (etwas mehr als der Belichtungscomputer in der Kamera einfordert), ohne dass Dir Bildpartien "ausbrennen" (sprich: ohne dass Teile Deines Bildes unwiderruflich überbelichtet werden), holst Du das Maximum aus Deinem Sensor heraus. Du erhältst dadurch einen breiteren Dynamikumfang in der Aufnahme.
Also: Reichlich Belichten, ohne Überbelichtung (die Bilder in der Kamera auf Überbelichtung prüfen). Und die Bilder im RAW-Format aufnehmen. Im Nachgang bei der Bildentwicklung entsprechende Anpassungen (Helligkeit wieder etwas runter). Und schon geht deutlich mehr.
Speziell zu Deiner Kamera:
Du kannst so eine gewollte, stärkere Belichtung Deiner Kamera über die Belichtungskorrektur erzwingen. Hinweise hierzu findest Du auf Seite 80 Deiner Bedienungsanleitung.
Konkret sieht das Ergebnis dann z.B. so aus, dass im Proramm "A" bei (durch Dich) fest gewählter Blende, längere Verschlußzeiten durch die Kamera gewählte werden als es sonst geschehen würde.
Weiterhin könntest Du die Dynamikbereichoptimierung in Deiner Kamera (sofern nicht schon geschehen), aktivieren (S. 87).
Die Überprüfung der Belichtung solltest Du noch an Deiner Kamera vornehmen (reichlich Belichten = Gefahr der Überbelichtung). Auf der Seite 101 Deiner Bedienungsanleitung findest Du Hinweise, wie so etwas abläuft. Überbelichtete Partien Deines Bilder werden dann im Kameradisplay entsprechend eingefäbt. Hinweis für Dich, dass Du die Belichtung etwas zurücknehmen musst.
Zu den Ausführungen meines Vorposters:
Es sollte Dir bei genauer Lektüre des durch mich geschriebenen klar geworden sein, dass Du gute Bilder auch mit hohen Blendenzahlenwerten realisieren kannst.
Es ist einfach nicht so, dass durch kleine Blenden die Kontraste leiden (genauer der Kontrastumfang = Dynamikumfang).
Und zwar genau dann, wenn Du bei kleinen Blenden lange genug belichtest, um eine "reichliche Belichtung" zustandezukriegen.
Und genau deswegen schaut man sich Blende und Verschlußzeit hinsichtlich der Belichtung
immer als Paar an.
Also lass Dir bitte das Abblenden nicht ausreden. Es ist -mit Bedacht angewandt- ein sehr wichtiges Stilmittel, um Die Schärfentiefe gezielt nach Wunsch einzustellen. Denk an das Beispiel der Blüte und schau Dich ansonsten im Forum um. Es gibt genug praktische Gegenbeweise (für hohen Blendenzahlenwerte), die das durch meinen Vorredner behauptete widerlegen.
Grüße,
Oz