@ThomasRS: Ja, so macht man das, wenn man allen gefallen will. Ist ja auch so schön praktisch, dann kann jeder einen Testsieger fahren, ist für jeden Geschmack was dabei und niemand muß sich beleidigt fühlen, wenn ihm etwas anderes mehr zusagt.
@L*A*B: Da müßte man aber aufpassen, dass die Reviews nicht länger würden als die Comic-Strips - wäre ja fast schon eine Herausforderung.
In Wahrheit ist es ja aber noch viel schlimmer. Nicht dass sich die Leute darauf beschränken würden, einen Comic zu bewerten, nein... Leute, die die Aufmerksamkeitsspanne für einen Drei-Bilder-Strip haben, bewerten Tolstoi oder Dostojewski, indem sie 10 Seite vom Anfang und 10 Seiten vom Ende lesen (ist ja viel für sie) und dann meinen, sie könnten das Gesamtwerk beurteilen.
Da sind mir ja die noch lieber, die einfach den Klappentext abschreiben und es Review nennen.
@Klaus: Ich hab früher sehr gerne Videogames gespielt auch auch diverse Zeitschriften gelesen. Irgendwann fing es an, dass Leute Games reviewed haben, die sie überhaupt nicht mochten. Immerhin haben sie das frei gesagt, so nach dem Motto "ich mag keine Prügelspiele, review das hier aber trotzdem" - da wußte man zumindest, wie man das einschätzen konnte.
Es gab natürlich auch Reviews von absoluten Fans und ich hab dabei auch gemerkt, dass grad die "Fanboys" oft die besseren Reviews schreiben, weil sie trotz aller Begeisterung meistens wissen, was nicht so gut ist an den Sachen oder was anderen nicht gefallen könnten - und das auch fast alle mit reinschreiben.
Man will zwar Leute begeistern, aber nicht um jeden Preis. Dann ist's ja auch irgendwie nicht mehr so "besonders" oder könnte viele frustrierte Leute nach sich ziehen, die über das geliebte Produkt herziehen könnten. Will man ja nicht.
Leute, die etwas allerdings nicht ausstehen können, sind von vorne herein lustlos bei der Sache. Und das merkt man dann an den Reviews. Es kommt selten was gutes dabei raus. Meistens sind da viele sachliche Fehler drin, Sachen werden völlig falsch beurteilt, eigene Bedienungsfehler werden dem Produkt zugeschrieben und so weiter.
Und da geb ich dir absolut Recht. Magazine, die so etwas veröffentlichen und auch nicht reagieren oder es richtig stellen, die braucht man nicht. Denn die werden sowas wahrscheinlich nicht nur bei dem einen Produkt machen. Und nicht immer hat man selber genug Ahnung, dass es einem auffallen würde - und man beurteilt so gesteuert etwas vielleicht schlecht, das eigentlich wirklich gut ist. Braucht keiner.
Viele Grüße,
Jaden