SD1 und Schärfe, ich dreh' am Rad. (50 mm F2,8 EX DG Makro)

Diskutiere SD1 und Schärfe, ich dreh' am Rad. (50 mm F2,8 EX DG Makro) im Sigma Digitalkameras Forum im Bereich Sigma Forum; Hat das Objektiv keine Springblende? Sucherbild darf sich doch nicht verändern wenn du abblendest?
  • SD1 und Schärfe, ich dreh' am Rad. (50 mm F2,8 EX DG Makro) Beitrag #101
  • SD1 und Schärfe, ich dreh' am Rad. (50 mm F2,8 EX DG Makro) Beitrag #102
Hab schon gegoogelt, das Zeiss ist ein MF Objektiv das du mittels Adapter angebracht hast, daher keine Springblende, aber ich versteh noch immer nicht was du jetzt damit beweisen hast wollen?
 
  • SD1 und Schärfe, ich dreh' am Rad. (50 mm F2,8 EX DG Makro) Beitrag #103
... was du jetzt damit beweisen hast wollen?

...ganz einfach: dass man manuell (dadrauf kommt es mir an, der AF ist für mich nur ein Notwerkzeug) ein lichtstarkes Objektiv exakt fokussieren kann. Genau das wird ja regelmäßig (nicht nur hier) angezweifelt.

Die Demonstration gilt natürlich nur für die Sigma SD1 und Lichtstärken bis 2,0. wobei davon auszugehen ist, dass es bei 1,4 auch nicht generell anders ist.

Wie der Autofokus arbeitet, ist damit noch nicht bewiesen. Eine Blende hinter dem Spiegel und vor dem AF-Sensor könnte dessen Apertur und damit auch Genauigkeit begrenzen (Deine letzte Frage).

Die AF-Apertur ist unabhängig von der Sucherapertur und natürlich immer gleich oder kleiner als die Objektivlichtstärke.

Andreas
 
  • SD1 und Schärfe, ich dreh' am Rad. (50 mm F2,8 EX DG Makro) Beitrag #104
Ersteinmal eine ganz schnelle Antwort:

Wenn das Objektiv keinen Fokusshift durch sphärische Abberation hat, dann kann man auch problemlos fokussieren.
Das stand nie im Zweifel.

Dirk
 
  • SD1 und Schärfe, ich dreh' am Rad. (50 mm F2,8 EX DG Makro) Beitrag #105
Wenn das Objektiv keinen Fokusshift durch sphärische Abberation hat, dann kann man auch problemlos fokussieren.

Dirk

...und keine eingeschränkte Sucherapertur. OK. Das war ja auch nur der Praxisbeweis :).

Den AF-Test liefere ich irgendwann einmal nach :ups:
Die AF-Apertur der SD1 kriegen wir auch noch raus!

Andreas

P.S.: das letzte Testbild sollte zeigen, dass auch bei einer eingeschränkten Sucherapertur (simuliert durch die Arbeitsblende 5,6) ein exaktes Fokussieren möglich ist - mit 'meiner' Interpolationstechnik. Natürlich auch hier unter der Voraussetzung 'kein merklicher Fokusshift'.

Übrigens: wenn man ganz genau hinsieht, erkennt man im Bild 5 schon eine Winzigkeit Verschiebung. Aber das dürfte in der Praxis ohne Bedeutung sein. Ein Objektiv mit Fokusshift hat auch keine optimale Abbildungsqualität - eben weil dieser ja auf einem Abbildungsfehler beruht.
 
  • SD1 und Schärfe, ich dreh' am Rad. (50 mm F2,8 EX DG Makro) Beitrag #106
AF-Apertur SD1

Es hat mir doch keine Ruhe gelassen.

2 Objektive:
2,8/17-50 Lichtstärke bei 50 mm: 2,8
3,5-6,3/18-200 Lichtstärke bei 50 mm: 5,0

Dimmbaren LED auf Zimmerdecke, Kamera mit 17-50 auf Schranktür.
Licht solange reduziert, bis AF bei Objektiv-Lichtstärke 2,8 gerade noch den Fokus findet (Holzmaserung).

Objektiv gewechselt, Autofokus fokussiert auch bei Objektiv-Lichtstärke 5,0 ohne zu suchen.

Fazit: AF-Apertur wohl tatsächlich auf 5,6 begrenzt. Höhere Objektivlichtstärken bringen keinen Gewinn an AF-Empfindlichkeit.

Das widerspricht meinem bisherigen Praxisgefühl - kann man sich so täuschen? :confused:

Der nächste Test müsste jetzt sein: Wie präzise fokussiert das Objektiv bei Objektiv-Lichtstärken, die wesentlich höher sind als als die AF-Apertur.

Andreas
 
  • SD1 und Schärfe, ich dreh' am Rad. (50 mm F2,8 EX DG Makro) Beitrag #107
Also ich hab jetzt versucht den diversen Links zu folgen aber so richtig schlau bin ich nicht geworden, was soll "Sucheraperture" sein?
Und wo ist das ernsthaft belegt dass der AF bei f= 5,6 misst?

Wo ich sofort zustimme ist die mögliche Mangelhaftigkeit der Mattscheiben,
was ich ziemlich schräg finde ist als Beispiel für Suchereigenheiten eine E 330 heranzuziehen, was ich mich erinnern kann war das ja eine sehr spezielle Konstruktion.

Ich wär echt dankbar wenn mir jemand einigermaßen nachvollziehbar erklärt worum genau es jetzt hier geht?^^

Zum Einlesen siehe einmal hier:



und hier (Stichwort Blendendifferenz)



Dirk
 
  • SD1 und Schärfe, ich dreh' am Rad. (50 mm F2,8 EX DG Makro) Beitrag #108
beim ersten Link gestatte ich mir Zweifel an der Seriosität des Verfassers, er vergleicht einfach ein Bild vom Sensor mit einem Bild, das er offensichtlich vom Sucher abgeknipst hat, ich hab nix gefunden wo er die Optik der dazu verwendeten Kamera irgendwie mitkalkuliert hat, also was soll das Ganze bitte sein?
Beim zweiten Link gehts darum, dass schlechte Mattscheiben und schlechte Optiken ( sphärische Abberation haben Qualitätsprodukte eher nicht )
zu Fehlern führen können; was ja eigentlich der Grund dafür ist dass ich gute Qptiken und seit den F3 Tagen gezielt gut geeignete Mattscheiben verwende.


Es gibt viele Leute, die mit dem Internet Geld verdienen und/oder Anerkennung finden wollen und dazu versuchen, auf von ihnen betriebenen Seiten "traffic" zu erzeugen. Dazu nehmen sie dann Begriffe, die sie irgendwo aufgeschnappt haben und ohne durch allzuviel Fachwissen belastet zu sein aus einer Mücke einen Elefanten machen und als Sensation verbraten. Also bitte glaubts nicht unreflektiert jeden Blödsinn der irgendwo im Netz auftaucht.:daumen:
 
  • SD1 und Schärfe, ich dreh' am Rad. (50 mm F2,8 EX DG Makro) Beitrag #109
Hallo Balkanese,

Deine Posting ist unsachlich und auch von der Formulierung einfach nicht in Ordnung. Noch dazu wird es auch auf persönlicher Ebene nicht akzeptabel.
Du argumentierst an der Sache völlig vorbei.
Bevor Du die Argumente abtust, solltest Du Dich mal inhaltlich mit Physik, Optik und dem Design von optischen Instrumenten beschäftigen, so wie ich es getan habe und auch der Ersteller der zitierten Webseite. Die Aussagen der Webseite kann ich durch eigene Experimente bestätigen, und dem Ersteller der Seite gebührt der Respekt, diesen Effekt einmal systematisch erfaßt und dargestellt zu haben.

Zweitens hast Du die Aussage in dem verlinkten Artikel der Fa. Zeiss nicht verstanden. Dort geht es zwar auch um den Einsatz verschiedener Mattscheiben. Aber dort wird auch die Aussage bestätigt, daß der AF meistens bei 5,6 mißt und folgedessen bei vorliegender sphärischer Abberation bei Aufnahmen mit großen Blendenöffnungen niemals die korrekte Schärfe finden kann. Beschäftige Dich bitte mal mit den Effekten der sphärischen Abberation, bevor Du auch hier argumentierst. Dieser Linsenfehler kommt häufiger vor, als man denkt.

Und im übrigen bin ich auf das Thema gestoßen, als ich ein Zeiss 85/1,4 Objektiv an meiner Vollformatkamera betreiben wollte und genau die bisher beschriebenen Probleme bekam: Nämlich die eingeschränkte AF-Apertur sowie die eingeschränkte Sucherapertur. Bei 1,4 oder 2,0 war nämlich nie ein Objekt korrekt scharfzustellen. Weder mit AF-confirm noch mit MF. Zunächst vermutete ich einen Fehler an der Kamera, was mich schlaflose Nächte kostete. Erst nach dem Verstehen der Zusammenhänge zwischen Linsenfehler und eingeschränkten Aperturen wurde mir klar, daß man hier nichts machen kann. Man muß den Fehler kennen und bei seinen Photoaktionen mit einkalkulieren.

Also versuch bitte ersteinmal, die Problematik zu vestehen, bevor Du Leute, die auf diese hinweisen, unsachlich angehst.

Viele Grüße

Dirk
 
  • SD1 und Schärfe, ich dreh' am Rad. (50 mm F2,8 EX DG Makro) Beitrag #110
Also ich weiß nicht womit ich "auf persönlicher Ebene nicht akzeptabel" argumentiert habe, wenn du das so verstanden hast tuts mir leid.
Allerdings finde ich, dass du persönlich wirst wenn du schreibst dass ich nicht versuche die Problematik zu verstehen und ich mich mal inhaltlich mit Physik, Optik und dem Design von optischen Instrumenten beschäftigen solle.
Zumindest ist mir aufgefallen dass dein Link zu der Suchergeschichte eine eigenartige Behandlungsweise des Problems aufweist.
Und zu der AF Blende 5.6 Sache: Wenn du, der du dich ja inhaltlich mit Physik, Optik und dem Design von optischen Instrumenten beschäftigt hast, auch weißt, was eine Springblende ist, dann erklär mir bitte in einfachen, auch meinem schlichten Gemüt erfassbaren Worten, wie der AF durch eine offene Blende 2.0 mit Blende 5.6 messen soll, blendet der AF dauernd ab oder wie genau läuft das?
Ich hab jahrelang Dias geschossen, mit Nikon F3 und guten Nikkoren, mit RTS II und guten Zeiss T Gläsern und dann sowieso mit RB 67 und C330 und diese Dias auf dem Lichttisch mit der Lupe betrachtet, wenn sie nicht scharf waren hab ich daneben fokussiert aber es war nie ein Versagen der Ausrüstung. Allerdings haben alle diese Kameras helle Sucher und ich hab gute Mattscheiben verwendet.
Meiner Meinung nach solltest Unzulänglichkeiten des Suchers und der Mattscheibe nicht irgendwelchen phantastischen Ursachen zuschreiben sondern dir eingestehen, dass die SD1 trotz des phantastischen Sensors eine wenig geeignete Kamera ist um damit manuell zu fokussieren.^^
 
  • SD1 und Schärfe, ich dreh' am Rad. (50 mm F2,8 EX DG Makro) Beitrag #111
[*]Sucherapertur der SD1 ist mindestens 2,0. Denn bereits bei geringem Abblenden (1/2 Stufe) dunkelt sich das Sucherbild ab und Details außerhalb der Fokuszone erscheinen schärfer.
Man kann das auch "quick and dirty" selbst abschätzen. Stell die Kamera vor eine große, homogen ausgeleuchtet weiße Wand und schaue von vorn in ca. 1 m Entfernung ins Objektiv. Wenn nur der zentrale Bereich der Pupille des Objektivs ausgeleuchtet ist, kann der Sucher nicht den gesamten Blendenbereich des Objektivs bedienen.
Man sieht dann auch, dass der Randabfall zum Rand hin nicht scharf, sondern kontinuierlich erfolgt. Ein Beispielbild ist auf meiner Internetseite (das mit der Nikon)

[*]Siehe Bilder. Jeweils verstellt, fokusring losgelassen, Hand durchgeschüttelt (um das "Erinnerungsvermögen" der Muskeln zu löschen) und neu fokussiert. Das 5. Bild wurde bei 5,6 fokussiert und bei 2,0 fotografiert. Eingestellt jeweils auf die Marke 150 (= ca. Objektentfernung) auf dem Meterstab. Schärfeverlust durch JPEG-Komprimierung.
[/LIST]
Fazit: Mag sich jeder selber geben.
Also es stimmt tatsächlich, dass man auch mit einem auf sagen wir F4.0 abgeblendeten Sucherbild eine F2.0 Optik manuell fokussieren kann (insbesondere im Nahbereich). Man fährt hin und zurück und stellt es ca. in die Mitte des Schärfenbereichs. In der Realität ist das jedoch ungleich schwieriger, da z.B. kleine Kinder ungern still halten.

Ich kann das nur aus meiner persönlich erlebten Perspektive schildern: Mit der E-330 und einem 50 mm F1.8 habe ich bei F1.8 selten "im Gefecht" die Schärfenebene getroffen. Mit einer Pentax *istDS mit dem gleichen Objektiv geht das mit F1.8 auf Partys usw. ziemlich gut.


beim ersten Link gestatte ich mir Zweifel an der Seriosität des Verfassers, er vergleicht einfach ein Bild vom Sensor mit einem Bild, das er offensichtlich vom Sucher abgeknipst hat, ich hab nix gefunden wo er die Optik der dazu verwendeten Kamera irgendwie mitkalkuliert hat, also was soll das Ganze bitte sein?
Als Verfasser würde ich darauf antworten.
Bei einer SLR kann man mit einer kleine Kompaktkamera durch den Sucher das Bild der Mattscheibe fotografieren. Die Kompaktkamera muss einen ganz kleinen Sensor und eine kleine Optik haben haben, ich nehme dafür immer eine Olympus µ-mini.

Dein Einwand ist insofern richtig, dass diese Optik natürlich auch einen Einfluss hat. Den kann man abschätzen: Das menschliche Auge hat ca. 17 mm Brennweite, der Pupillendurchmesser beträgt ca. 3 bis 4 mm (bei angenehmer Helligkeit). Daraus resultiert eine Blendzahl von 5,3 bis 4,0. Die Kamera lag mit F4.9 ca. in dem Bereich.

Alternativ kann man bei der E-330 in den "LiveView-A" Modus schalten und das Signal des zweiten Bildsensors im Sucher auf dem Display anzeigen lassen (und von dort abfotografieren). Der LiveView-A-Modus zeigt auch nur das Mattscheibenbild.
Beide Bilder waren ca. gleich, ich habe dann das direkt in den Sucher fotografierte für die Website ausgewählt, das war nicht so pixelig.

Zu deiner Beruhigung: Ich verdiene am Traffic nichts, Werbung gibt's auch nicht. Falls es weitere Zweifel und Einwände gibt, kannst du die gerne (sachlich) äußern.

Den AF-Versuch zum Fokus-Schift kann ich nicht durchführen, ich habe nichts mit kleiner Schärfentiefe, das wesentlich über F3.5 hinaus geht.
 
  • SD1 und Schärfe, ich dreh' am Rad. (50 mm F2,8 EX DG Makro) Beitrag #112
Ich möchte einfach nochmal in die Diskussion werfen, dass
es Klasse ist, dass Ihr der Schärfe mal auf den Grund geht. :daumen:
Sehr inspirierend!

Schwierig zu verstehen finde ich die Sucherapertur und
AF-Apertur nicht. Es ist doch offensichtlich, dass weder
der Spiegel einer (D)SLR, und erst recht nicht der AF-Sensor
den gesamten Strahlengang eines hoch öffnenden Objektives
erfassen, sondern nur einen Ausschnitt aus dem inneren
Strahlenbündel da "rausfischen".

Herzliche Grüße, und: weitermachen! :D




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  • SD1 und Schärfe, ich dreh' am Rad. (50 mm F2,8 EX DG Makro) Beitrag #113
Danke, Schrat.

Und an alle die Bitte um Entschuldigung, wenn ich so stark argumentiert habe.

Übrigens:
Meine Objektive sind erneut aus Rödermark zurück.
Alle haben jetzt an allen Kameras massiven Frontfokus wie noch nie gehabt. Und das an allen bei Sigma Japan feinjustierten Kameras, die ja jetzt die Referenz sein dürften :confused::mad::mad::mad:
Was da passiert ist, ist ein Rätsel.
Also nochmal....

Gruß

Dirk
 
  • SD1 und Schärfe, ich dreh' am Rad. (50 mm F2,8 EX DG Makro) Beitrag #114
...Alle haben jetzt an allen Kameras massiven Frontfokus wie noch nie gehabt. Und das an allen bei Sigma Japan feinjustierten Kameras, die ja jetzt die Referenz sein dürften ...

Das ist wirklich traurig zu hören, irgendwie ticken die Sigmajungs nicht richtig, mich wunderts ja, dass die überhaupt zwischendurch so richtig gute Teile zusammenbekommen.

...Es ist doch offensichtlich, dass weder
der Spiegel einer (D)SLR, und erst recht nicht der AF-Sensor
den gesamten Strahlengang eines hoch öffnenden Objektives
erfassen, sondern nur einen Ausschnitt aus dem inneren
Strahlenbündel da "rausfischen"...
Ich weiß nicht zu welchen Ergebnissen dieser Gedankengang wirklich führt,
wenn du mit einem 1,5° Spotmeter auf eine gleichmäßig graue Fläche misst erhältst du den gleiche Wert wie bei einer Messung mit einem 15° Spot.

Und zu der Sache mit den Sucheraperturen und den "Beweisfotos", ich halts nach wie vor für wenig aussagekräftig wenn man Bilder aus dem Sensor mit Bildern, die mit einer anderen Kamera durch den Sucher gemacht worden sind vergleicht, zumindest wenn man das nicht wirklich genau umrechnen kann; zu sagen, entspricht halt Blende sowieso ist irgendwie zu wenig um daraus eine "Sucheraperture" beweisen zu wollen. Es hat schon immer hellere oder dunklere Sucher gegeben, je nach Qualität des Gehäuses, die Olympus 3xx waren da ja sowieso speziell.

Ich knips auch mit allem mögliche Zeug und verstehe daher natürlich, dass man sich mit seiner Ausrüstung beschäftigt und sie möglichst genau kennen lernen will, aber man kann daraus nicht all zu verallgemeinernde Schlüsse ziehen.

Ähnliches gilt für Kollegen Dirk, bitte nicht bös sein. Dass eine SD1, was Sucher und AF betrifft, nett gesagt "problematisch" ist weiß ich aus eigener Erfahrung, auch wenn man gute, original passende Sigma- Optiken verwendet. Dass es dann Schwierigkeiten bereitet eine manuelle Linse mittels Adapter zu betreiben kann ich mir gut vorstellen, ich glaub nur nicht dass man daraus allgemein gültige Regeln zur einer "AF-Aperturere" ableiten kann.
 
  • SD1 und Schärfe, ich dreh' am Rad. (50 mm F2,8 EX DG Makro) Beitrag #115
Und zu der Sache mit den Sucheraperturen und den "Beweisfotos", ich halts nach wie vor für wenig aussagekräftig wenn man Bilder aus dem Sensor mit Bildern, die mit einer anderen Kamera durch den Sucher gemacht worden sind vergleicht, zumindest wenn man das nicht wirklich genau umrechnen kann; zu sagen, entspricht halt Blende sowieso ist irgendwie zu wenig um daraus eine "Sucheraperture" beweisen zu wollen. Es hat schon immer hellere oder dunklere Sucher gegeben, je nach Qualität des Gehäuses, die Olympus 3xx waren da ja sowieso speziell.
Wie man jetzt die Bildaufrichtung im Sucher bewerkstelligt, ob über ein Pentaprisma oder ein Porrosucher, ist erst einmal zweitrangig. Das System dient nur dazu, das Bild nicht spiegelverkehrt im Sucher erscheinen zu lassen.

Es auch geht nicht um das "heller" oder "dunkler". Wenn du beide Bilder, das Sucherbild und das mit der E-330 aufgenommene, vergleichst, erkennst du, dass man beim einem den Volvic Schriftzug lesen kann, beim anderen nicht. Die Unschärfe im Hintergrund wird verschieden dargestellt.

Schraub mal ein F1.4er Objektiv vor deine SLR, mache ein Foto (mit defokussiertem, kontrastreichem Hintergrund) und vergleiche das Sucherbild mit dem Foto. Der Unterschied ist dramatisch. Das Kriterium, einen Schriftzug noch lesen zu können, ist dafür ganz gut geeignet. Ich hoffe, dann siehst du das Problem.

@dirk: Bist ja nicht der erste, bei dem der AF nicht wirklich immer richtig liegt. In der SD1 ist doch Sigma-"Kompakt-"kameratechnik. Nimm doch einfach das Live-View.
 
  • SD1 und Schärfe, ich dreh' am Rad. (50 mm F2,8 EX DG Makro) Beitrag #116
Hab dies jetzt eher überflogen.
Ich verstehe ja, dass bei einer unterschiedlich großen Öffnung ein unterschiedlicher Bereich als scharf dargestellt wird. Ist ja nichts anderes, als der bekannte Crop-Faktor unterschiedlicher Sensorgrößen, der zu einem anderen DoF führt.

Das AF-Problem ist aber ein anderes Thema und hätte nur etwas mit Focus-Shift zu tun, wenn ich es richtig verstanden habe? Kontrast und Phasen-AF unabhängig?

Ich bin hierbei irgendwie froh, hauptsächlich mit spiegellosen Systemkameras unterwegs zu sein, bei denen das Bild des Monitors/des Suchers dem Bild hinterher entspricht und die Wirkung der aktuellen Blende bei manuellen Objektiven selbst beobachtet werden kann:)
 
  • SD1 und Schärfe, ich dreh' am Rad. (50 mm F2,8 EX DG Makro) Beitrag #117
Zurück zum Thema:
Ich würde abdrehen wenn es die Kamera nicht schafft per AF scharf zu stellen vor allem bei einem Sensor der dies so sichtbar macht.

Ich hätte das Gelumpe vermutlich schon zum Fenster rausgeworfen, verkäuflich ist es so nicht.
Sensor her oder hin das ist eher ein Leidensweg als Fotofreude.
 
  • SD1 und Schärfe, ich dreh' am Rad. (50 mm F2,8 EX DG Makro) Beitrag #118
Ich weiß nicht zu welchen Ergebnissen dieser Gedankengang wirklich führt,...

Okay, anderer Formulierungsversuch:

Der Umlenkspiegel für die Mattscheibe und der Spiegel für das AF-System
befinden sich *außerhalb* der Brennpunkte des Objektives.
Die Randstrahlen eines hoch öffnenden Objektives gehen daran undetektiert vorbei.

Ob die Randstahlen nun durch die Blende ringsum abgeschattet werden,
oder ob nur ein Teil des Strahlenbündels aus der Mitte herausgefischt
wird, macht füsikalisch keinen Unterschied. So verständlich?

Herzliche Grüße! :)



_
 
  • SD1 und Schärfe, ich dreh' am Rad. (50 mm F2,8 EX DG Makro) Beitrag #119
beim ersten Link gestatte ich mir Zweifel an der Seriosität des Verfassers, er vergleicht einfach ein Bild vom Sensor mit einem Bild, das er offensichtlich vom Sucher abgeknipst hat, ich hab nix gefunden wo er die Optik der dazu verwendeten Kamera irgendwie mitkalkuliert hat, also was soll das Ganze bitte sein?(...)

Referenzierter Link:



Du urteilst hier ohne Not vorschnell.;) Das was hier gezeigt wird hat mich auch erstaunt ist ja aber problemlos verifizierbar ... dauert nur 5 min., die Du ja auch mal hättest investieren können?!;)

Nimm mal ein lichtstarkes 50mm Objektiv an einer APS-C Kamera. Mach mal eine Testaufnahme bei Offenblende und vergleiche (da reicht das Kameradisplay!) Sucheranzeige und Bildergebnis hinsichtlich der angezeigten und der tatsächlichen Tiefenschärfe des aufgenommenen Bildes. Du wirst feststellen, dass Deine "Zweifel an der Seriosität des Verfassers" unangebracht sind.

Mache einen zweiten, sehr simpelen Versuch (ebenfalls an einer APS-C D-SLR), denn da ist der Effek sehr viel deutlicher, als an einer Kleinbild-SLR.

Blende mal die hochlichtstarke 50mm Optik (z.B. von Blende 1,4 auf Blende 3,5) ab.;)

Falls Du eine Optik mit "Springblende" verwendest, dann hast Du ja eine Abblendtaste, um ebenfalls erfolgreich sein zu können.

Du wirst feststellen, dass sich weder Sucherhelligkeit noch Tiefenschärfe der Sucheranzeige merklich verändern.

Nun liegt die Vermutung nahe (beide Indizien in Verbindung gebracht), dass zur Erzeugung des Sucherbildes NICHT DER KOMPLETTE Strahlengang der Optik verwendet werden kann, der Sucher also eine "abblendende" Wirkung hat, mit den beiden dafür absolut typischen (und beobachtbaren!) Folgen.

Ich füge eine weitere Beobachtungen und eine "unseriöse" Hypothese hinzu...;)

Macht man den selben Versuch mit dem selben 55mm/1,4er Objektiv an einer Vollformat D-SLR, dann sind beide Effekte zwar immer noch beobachtbar (Abblenden von Blende 1,4 bis etwa Blende 2,0 bleibt im Sucher folgenlos!), aber das Sucherbild bei Blende 1,4 ist viel näher an der Realität, als das der APS-C Kamera.

Meine "unseriöse" Vermutung ist nun, dass der viel kleinere Spiegel, der APS-C Kamera zur Abblendwirkung des Suchers (mit all seinen Konsequenzen) führt.

Eine weitere "unseriöse" Vermutung meinerseits ist jetzt die folgende (leider nicht beobachtbar!)

Wenn es nun (beobachtbar!) optisch nicht möglich ist, den kompletten Strahlengang einer Optik zur Erzeugung des Sucherbildes einer SLR zu nutzen (sagen wir, weil die Spiegelfläche begrenzt sei?!), dann erscheint es mir durchaus denkbar, dass dies dem (baugrößenbegrenzten) AF-Syastem auch nicht möglich ist.

Werden nun die Randstrahlen einer lichtstarken und offenblendig genutzten Optik quasi ausgeblendet, dann kann eine Fokusverschiebung, die durch sphärische Abberation verursacht wäre, weder durch das AF-System, noch durch manuelles Fokussieren erkannt werden oder behoben werden.

Und noch eine Anmerkung: Sphärische Abberationen führen zwar zu einer "gefühlten" Fokusverschiebung, weil die Randstrahlen ja stärker gebrochen werden, als achsennahe Strahlen ....;) Dieses Problem ordnet sich aber IMMER dem Problem inakzeptabeler Unschärfe bei Offenblende unter, weil sich ja eben der Brennpunkt achsennaher Strahlen mit dem achsenferner Strahlen nicht trifft. Deswegen verlagert sich praktisch nicht der Fokus, sondern die Mitte der Unschärfe "gefühlter Fokus". Gute Objektive haben i.d.T. nur geringste sphärische Abberationsprobleme, die beim Fokussieren keine Rolle spielen sollten.

Ich finde den oben referenzierten Link klasse! Er beleuchtet eine Thematik, mit der ich mich so noch nicht beschäftigt hatte.:daumen:

Grüße

Klaus
 
  • SD1 und Schärfe, ich dreh' am Rad. (50 mm F2,8 EX DG Makro) Beitrag #120
Um den Bildeindruck durch den Sucher "heller" zu gestalten, besitzen viele Scheiben eine Fresnellinsenriffelung in Kombination mit einer Sammellinse. Den Kernbereich des Suchers heller ausleuchtend, wird der Randbereich stärker abgeschattet.

Wie so etwas prinzipiell aussieht, kann man gut erkennen...

Im äußersten Randbereich wirken diese Scheiben in gewissem Maße wie eine Blende - sie Blenden Randstrahlen etwas stärker aus.

Die Fresnel-Sammellinsen-Kombi ist soweit ausreichend, wenn man nicht wie bei den hochlichtstarken Linsen der ganze Querschnitt des Sucherschachts ausgeleuchtet (d.h. genutzt) wird.

Kommen hochlichtstarke Linsen zum Einsatz, werden die Randstrahlen stärker ausgeblendet, als die Kernstrahlen. Es sind aber gerade die Randstrahlen im Strahlengang, die die Limitierung bei der Schärfentiefe bilden ().

Der Passus "Technische Entwicklung" in folgendem ist ebenfalls interessant. Das Foto von der umgedrehten Fresnel-Scheibe zeigt auch recht gut die Randabschattung.

Gruß,
Oz
 
Thema:

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