Grüß Euch,
danke für die Kommentare und Hinweise! Mein persönlicher Favorit ist auch Nummer 1. Der Junge im Radfahrerdress ist zumindest von der Geschichte her für mich sehr wichtig. Er ist tatsächlich Radfahrer, der nach einer mißglückten Flucht von Kuba im Jahr 2008 (Mit einem Haufen anderer Leute nach Florida) zuerst eine Reihe mieser Repressalien zu erleiden hatte, ehe er sich zum gehätschelten Liebkind entwickelte, weil er bei der Vuelta a Cuba (einem jährlichen Radrennen rund um die Insel) für Kuba auf der letzten Etappe den zweiten Platz belegte.
Eins und drei ist dieselbe Person, Yorleykis, ein Boxer aus Guantanamo, der in diesen Tagen seine Mutter, die Vorsitzende des Gesundheitsamtes in Havanna besuchte.
Kopf und Haare abschneiden: Vor allem beim dem Jungen, der am Malecon entlanggeht, war das eher ein Mißgeschick als der Versuch, eine bestimmte Art Foto zu machen. Ich habe ihn aus einiger Entfernung herangezoomt, und wackelte herum, musste abdrücken. Ich hab ihn aufgenommen, weil sein Gehen an der leeren Mauer etwas gespenstisches hat, für mich, weil ich diese Mauer noch nie so leer gesehen hatte. Der Malecon von Havanna ist normalerweise immer voller Menschen, die dort trinken, flirten, tanzen oder einfach zusehen, wie der Tag vergeht. Seine Einsamkeit hatte für mich etwas berührendes.
Ich habe in irgendeinem Magazin in einem Flugzeug mal gelesen, dass das bewusste Abschneiden der Haare dabei hilft, das Gesicht "wichtiger" erscheinen zu lassen. Ich hab damit herumexperimentiert und in meiner Begeisterung wohl auch übertrieben.
Liebe Grüße,
Peter