Bei der Diskussion über Superzooms prallen immer die Weltanschauungen aufeinander...
Ich liebe die Teile, wenn man das Glück hat, daß sie zur eigenen Kamera passen. Ich habe bei meinen vielen Kameras jeweils immer ein Superzoom, welches zum entsprechenden Gehäuse paßt.
Meine etwas provokante These: Mit diesen Gläsern gelingen fast immer die deutlich besseren Bilder!!! Wieso? Ganz einfach:
Natürlich sind Festbrennweiten oder kleine Zooms den großen Kanonen meßtechnisch unterlegen. Das wird ja niemand bestreiten. Aber die Ergebnisse der Labormessungen sind häufig in der Praxis für das gelingen eines Fotos ziemlich irrelevant!!!
Das A und O eines guten Fotos ist und bleibt die Kreativität in der Motivwahl und der Bildkomposition. Und gerade bei der Bildkomposition ermöglicht ein Superzoom mit seinem riesigen Brennweitenbereich unendlich viel mehr Möglichkeiten als eine Festbrennweite oder ein kurzes Zoom. Und aus eigener Erfahrung weiß ich, daß man nicht permanent das Objektiv wechselt, um aus dem Motiv das Optimale herauszuholen. Das macht man vielleicht als Profi mit ganz klar umrissenen Aufgabengebiet. Natürlich wird der Portraitfotograf kein Superzoom verwenden......
Als Allroundfotograf mit Faible für Landschafts-und Naturaufnahmen bleiben die Superzooms in der Summe der Eigenschaften für mich nicht nur als Reiseobjektiv die erste Wahl.
Denn die etwas geringere Abbildungsleistung wird durch die deutlich größeren Möglichkeiten bei der Bildgestaltung in aller Regel weit mehr als kompensiert.
Das Argument, warum man dann nicht direkt eine Bridge verwendet, ist sehr wenig überzeugend! Natürlich möchte ich auch weiterhin im Ultraweitwinkel-, Supertele- oder Makrobereich aktiv sein. Und da nützt mich das Supertele oder die Bridge nur wenig.....
Viele Grüße
Dieter