Klaus-R
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Hallo zusammen,
Aufnahme MEOPTA Flexaret VIa auf FOMAPAN 400 (Entwicklung KODAK D76 1+1)

ich stelle die MEOPTA FLEXARET VI vor ... ganz genau habe ich hier eine Flexaret VIa .... das kleine "a" kennzeichnet ein etwas selteneres Exportmodell, bei dem anstelle des "normalen" METAX Zentralverschluss' ein westdeutscher GAUTHIER Prontor SVS verbaut wurde.
Letzterer war damals verkaufsfördernd "angesehener" und schaffte (erstmalig in einer Flexaret) auch die 1/500s (METAX nur 1/400s).
Nun hatte ich in 2022 ja schon meine Flexaret IVb hier vorgestellet......
LINK:
Meopta Flexaret IV .... Ein Kameraportrait
... so dass ich nur eben auf die Unterschiede und den "Weiterentwicklungsstand" zur Flexaret IV (1957) eingehen will.


Aufnahme MEOPTA Flexaret VIa auf FOMAPAN 400 (Entwicklung KODAK D76 1+1)
Die Flexaret VI kommt in einem neuen "modischen" Frack um die Ecke. Der "hellgraue CHIC" wirft für mich die
Frafge auf, ob das noch Kamerabau oder schon "Architektur
" ist??? Im Ernst .... ich finde die Kamera einfach
BILDSCHÖN .... und das dachten damals sicher schon andere auch.
Wie ich ja zur Flexaret IV schon schrieb, der größte Entwicklungsschritt war sicherlich der Übergang von der Flexaret
III zur IV, als der automatische Filmtransporststop mit Doppelbelichtungssperre und neu entwickelte Optik
eingeführt wurde. Eben daran hat sich auch nichts mehr geändert ... bist zum Produktionsende der Baureihe 1971
Die Änderungen:

Die kürzesete Verschlusszeit ist jetzt 1/500s (nur Exportmodell VIa)
Hier die 1/300s der Flexaret IVb


Aufnahme MEOPTA Flexaret VIa auf FOMAPAN 400 (Entwicklung KODAK D76 1+1)
Der Auslöser wurde modernisiert und mit einer Auslösesperre ausgestattet:

..... und ersetzte so den etwas "klobigeren" Auslöser der Flexaret IV


Aufnahme MEOPTA Flexaret VIa auf FOMAPAN 400 (Entwicklung KODAK D76 1+1)
Der Blitz-Synchron-Kontakt wurde vom Verschlussgehäuse in das Kameragehäuse verlagert:

Zuvor Flexaret IV:


Aufnahme MEOPTA Flexaret VIa auf FOMAPAN 400 (Entwicklung KODAK D76 1+1)
Die vielleicht wichtigste Änderung ist, die Filmtransport/Verschluss-
Aufzugskopplung:
Bei der Flexaret IV musste der zentralverschluss noch am Objektiv selber
mit einem Spannhebel vorgespannt werden:

Eben dieser Hebel entfällt jetzt bei der Flexaret VI. Der Verschluss
wird automatisch beim Filmtransoport mitgespannt.
Optisch hat sich bei Beiden Modellen ganu gar nichts geändert:
Aufnahmeoptik ist das sehr gute BELAR 80mm/F:3,5 und als Sucheroptik bleib
es beim "Anastigmat 80mm F:3,0"....
Flexaret VI:


Flexaret IV:


Aufnahme MEOPTA Flexaret VIa auf FOMAPAN 400 (Entwicklung KODAK D76 1+1)
Seitenansichten:

FAZIT:
Beide Kameras überzeugen mit ausgezeichnet guter Bildqualität, sind gut gefertigt und gehen (für mich) als gute
Alternative zur beliebten Rolleiflex TLR.
Kriitikpunkte sind bei den Flexaretten die etwas dunkelen Sucherbilder (Mattscheiben leider ohne Schnittbildindikatoren
aber gute Sucherlupen).
Ferner lassen beide Modelle Sucherparallaxenausgleich vermissen! Man muss also (im Nahbereich unter 1,5m Motivabstand) die Kamera etwas nach oben ankippen, um bei Portraits nicht versehentlich den oberen Bildrand etwas abzuschneiden.
Insgesamt ist die Flexaret VI eine sehr gute und schön bedienbare TLR-Kamera, die viel Spaß macht, klein und leicht ist und
natürlich gut abliefert.
Mein Favorit bleibt aber die Seagull 4A, die bei vergleichbar guter Bildqualität einfach besser ausgestattet ist und die oben genannten
Kritikpunkte nicht bietet.
Grüße und viel Spaß mit Film
Klaus
Aufnahme MEOPTA Flexaret VIa auf FOMAPAN 400 (Entwicklung KODAK D76 1+1)

ich stelle die MEOPTA FLEXARET VI vor ... ganz genau habe ich hier eine Flexaret VIa .... das kleine "a" kennzeichnet ein etwas selteneres Exportmodell, bei dem anstelle des "normalen" METAX Zentralverschluss' ein westdeutscher GAUTHIER Prontor SVS verbaut wurde.
Letzterer war damals verkaufsfördernd "angesehener" und schaffte (erstmalig in einer Flexaret) auch die 1/500s (METAX nur 1/400s).
Nun hatte ich in 2022 ja schon meine Flexaret IVb hier vorgestellet......
LINK:
Meopta Flexaret IV .... Ein Kameraportrait
... so dass ich nur eben auf die Unterschiede und den "Weiterentwicklungsstand" zur Flexaret IV (1957) eingehen will.


Aufnahme MEOPTA Flexaret VIa auf FOMAPAN 400 (Entwicklung KODAK D76 1+1)
Die Flexaret VI kommt in einem neuen "modischen" Frack um die Ecke. Der "hellgraue CHIC" wirft für mich die
Frafge auf, ob das noch Kamerabau oder schon "Architektur
BILDSCHÖN .... und das dachten damals sicher schon andere auch.
Wie ich ja zur Flexaret IV schon schrieb, der größte Entwicklungsschritt war sicherlich der Übergang von der Flexaret
III zur IV, als der automatische Filmtransporststop mit Doppelbelichtungssperre und neu entwickelte Optik
eingeführt wurde. Eben daran hat sich auch nichts mehr geändert ... bist zum Produktionsende der Baureihe 1971
Die Änderungen:

Die kürzesete Verschlusszeit ist jetzt 1/500s (nur Exportmodell VIa)
Hier die 1/300s der Flexaret IVb


Aufnahme MEOPTA Flexaret VIa auf FOMAPAN 400 (Entwicklung KODAK D76 1+1)
Der Auslöser wurde modernisiert und mit einer Auslösesperre ausgestattet:

..... und ersetzte so den etwas "klobigeren" Auslöser der Flexaret IV


Aufnahme MEOPTA Flexaret VIa auf FOMAPAN 400 (Entwicklung KODAK D76 1+1)
Der Blitz-Synchron-Kontakt wurde vom Verschlussgehäuse in das Kameragehäuse verlagert:

Zuvor Flexaret IV:


Aufnahme MEOPTA Flexaret VIa auf FOMAPAN 400 (Entwicklung KODAK D76 1+1)
Die vielleicht wichtigste Änderung ist, die Filmtransport/Verschluss-
Aufzugskopplung:
Bei der Flexaret IV musste der zentralverschluss noch am Objektiv selber
mit einem Spannhebel vorgespannt werden:

Eben dieser Hebel entfällt jetzt bei der Flexaret VI. Der Verschluss
wird automatisch beim Filmtransoport mitgespannt.
Optisch hat sich bei Beiden Modellen ganu gar nichts geändert:
Aufnahmeoptik ist das sehr gute BELAR 80mm/F:3,5 und als Sucheroptik bleib
es beim "Anastigmat 80mm F:3,0"....
Flexaret VI:


Flexaret IV:


Aufnahme MEOPTA Flexaret VIa auf FOMAPAN 400 (Entwicklung KODAK D76 1+1)
Seitenansichten:

FAZIT:
Beide Kameras überzeugen mit ausgezeichnet guter Bildqualität, sind gut gefertigt und gehen (für mich) als gute
Alternative zur beliebten Rolleiflex TLR.
Kriitikpunkte sind bei den Flexaretten die etwas dunkelen Sucherbilder (Mattscheiben leider ohne Schnittbildindikatoren
aber gute Sucherlupen).
Ferner lassen beide Modelle Sucherparallaxenausgleich vermissen! Man muss also (im Nahbereich unter 1,5m Motivabstand) die Kamera etwas nach oben ankippen, um bei Portraits nicht versehentlich den oberen Bildrand etwas abzuschneiden.
Insgesamt ist die Flexaret VI eine sehr gute und schön bedienbare TLR-Kamera, die viel Spaß macht, klein und leicht ist und
natürlich gut abliefert.
Mein Favorit bleibt aber die Seagull 4A, die bei vergleichbar guter Bildqualität einfach besser ausgestattet ist und die oben genannten
Kritikpunkte nicht bietet.
Grüße und viel Spaß mit Film
Klaus
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