Mein klitzekleines Labor

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  • Mein klitzekleines Labor Beitrag #1
mensabrot
mensabrot
Beiträge
97
Hier möchte ich Euch kurz, vielleicht auch als Anregung, mein kleines Fotolabor zeigen.
Aufgebaut in einer ungenutzten Gästetoilette am Ende des Flurs.
Zum Konfektionieren von Filmen und deren Entwicklung reicht es komplett aus.
IMG_20260125_171012.jpg
 
  • Mein klitzekleines Labor Beitrag #2
Davon kann ich die nächsten Jahre nur träumen!!! Film mach ich im Bad, Abzüge im Schlafzimmer. Meinem zukünftigen Labor mit 25qm steht meiner Oma ihr Bügelzimmer im weg. Daneben ist der Heizungskeller- drei Rohre durch die Wand und los gehts!!!
 
  • Mein klitzekleines Labor Beitrag #3
Nett! 😊

Im Grunde kannst Du da sogar vergrößern!

wichtig ist ein Raum, der ganzjährig zwischen 15 und 25 Grad gehalten werden kann (ohne kurzzeitign Heizlüftereinsatz!) und dass
der Raum nicht FEUCHT werden kann! Das Thema FEUCHT und ZU KALT ist der grundsätzliche Nachteil vieler Kellerräume!

Ich finde es total praktisch, wenn ich z.B. für SW-FILM-Entwicklungen nicht temperieren muss!

Die genauen 20 Grad Standardtemperatur müssen nämlich gar nicht sein ... man kann für 14-27 Grad nämlich problemlos die
Entwicklungszeiten anpassen. Sobald man nämlich versucht, die besagten 20 Grad exakt herzustellen, wird es zeitintensiv und teuer.
Es reicht ja eben nicht, den Entwickler zu temperieren ... die komplette Hardware muss ja eben auch auf 20 Grad gebracht werden, wenn man meint, dass das zwingend so sein muss (es ist NICHT so!😊)

Kellerräume (wenn unbeheizt) müssen dann leider doch für die Laborarbeit geheizt werden und es dauert dann lange, bis eben auch die Entwicklungsdose und alles andere auf Zieltemperatur ist.

Wenn Du vor hast, "WARM" mit offenen Schalen zu arbeiten, dann brauchst Du Belüftung in dem kleinen Raum!

Wenn Du das Mantelbad (stickbeheizt) für C41/E6 nutzt, dann empfehle ich zusätzlich einen GENAU einstellbaren Wasserkocher, mit dem Du ca. 40 Grad warmes Wasser zum Vorwässern von C41/E6 Filmen herstellen kannst!

Dieses Warm-Vorwässern aus einem Wasserkocher hat den Vorteil dass Du so GLEICHZEITIG mit dem Vorwässern Deine Entwicklungsdose warm kriegst und dass Du keine Wasserstandsänderung im Mantelbad hast, die du hast, wenn Du das Vorwässerwasser im Mantelbad erwärmst ... (Du nimmst es heraus und der Wasserspiegel fällt dann stark ab wegen wegfallender Verdrängung!)

Ich entwickele Farbe übrigens mit nur 250ml angesetzter Chemie ... mit meiner selbstgebauten WARM-Rotationsentwicklungsmaschine - COLORPROZESSOR😂😂).

Kein Quatsch ... da reichen 250ml aus Pulver angesetzter Farbchemie völlig aus ... auch für Rollfilme! So kann ich
preisgünstig auch mal einen einzigen Farbfilm preiswert und ganz fix entwickeln!

Anhang anzeigen 177941-bc6188fd55c2e4bc6a64b9d92e7d2add.mp4

Meine Maschine rotiert JEDE BELIEBIGE DOSE!!!😊

Grüße und viel Spaß

Klaus
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Mein klitzekleines Labor Beitrag #4
Die Gästetoilette ist in der Wohnung, trocken und mit relativ gleichbleibender Temperatur, Altbau, dicke mauern, EG.
Bilder will ich dort nicht abziehen, das ist mir, insbesondere für Farbe zu viel Aufwand.
Mit dem Wasserkocher mache ich genauso, allerdings dann Kippentwicklung, Rotation selten, eher dann wenn ich SW sehr ausgleichend also langsam entwickeln möchte.
Selbst bei Farbentwicklung (ich bevorzuge Calbe C-41, Adox C-tec 41und Rollei neu C-41 sind derselbe) passt das gut, ich temperiere dann die Lösung auf ca. 31°C, (bei soll 30°C) und kippe die dann ganz gemütlich bei Raumtemperatur (etwa 20 bis 22°C). Am Ende sind es dann knapp unter 30° C. Hat bisher bestens funktioniert.
Ich bin da etwas verschwenderischer, ich rühre 300ml an ;-)
Aber Deine Rotiermaschine sieht sehr interessant aus sehe ich richtig, die Dose schwimmt im temperierten Wasser und das Rad treibt sie an. Richtig so, einfach und simpel...
 
  • Mein klitzekleines Labor Beitrag #5
Du bringst mich da auf Ideen, mensabrot. Eine ungenutzte Gästetoilette hätte ich a auch noch ....
 
  • Mein klitzekleines Labor Beitrag #7
Dann war der Beitrag ja schon sinnvoll ;-)
Dieses Forum ist das sinnvollste und kooperativste mir bekannte!😊👍👍

Meine Rotationsmaschine ist auch kein Geheimnis .... und für fast KOSTNIX einfach selber zu bauen:



Die Rotationsentwicklung ist MHO allein deswegen schon GENIAL, weil grundsätzlich nicht mehr "bedeckend" entwickelt werden muss! Das spart tatsächlich (übrigens auch SW!) erheblichee Chemikalienmengen .... insbesondere auch für Rollfilme, die größere Füllmengen für eine Kippentwicklung benötigen (schon gerade bei Deinen Paterson Tanks, die höhere Füllmengen als meine JOBOs brauchen.)

WICHTIG ist bei dermaßen KLEINEN Füllmengen NUR, dass der Kram vorher exakt vorgewärmt ist! Kippt man nämlich nur
250ml Arbeitslösung in eine kalte Dose, dann kühlt eine so geringe Flüssigkeitsmenge natürlich viel stärker und UNZULÄSSIG ab, als eine größere! Ebenso unerlässlicch ist dann das Warmhalten im Mantelbad! Mit "Abkühlungsausgleich - ist ohnehin nur Notlösung-)"
während einer C41-Entwicklung ist da nix mehr möglich!


Maximale Agitation macht zum 30s Kipprhytmus praktisch KEINEN Unterschied .... nix erzählen lassen sondern die guten YT-Videos zum Thema von Asriel Knight gucken ... er zeigt, dass das so ist ... Im Großlabor wird NUR mit Daueragitation entwickelt ... Durchlaufmaschinen können es nicht anders!

Die einzige Ausnahme, die ich mache, ist die SW-Umkehrentwicklung, die ich HIER thematisiere:



Da ist tatsächlich eine GEFÜHLVOLLE Kippentwicklung SACHE, da starke Agitation hier zu Emulsionsablösung führen kann!!!

Grüße und viel Spaß 😊

Klaus

P.S. Wenn Nachbauinteresse an meiner Warm-Rotationsmaschine bestehen sollte, kann ich das tatsächlich auch mal in einem
eigenen Faden zerlegen .... aber bitte nur dann, wenn jemand wirklich Interesse daran hat, sowas zu bauen ... denn das ist wieder erheblicher Aufwand für mich.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Mein klitzekleines Labor Beitrag #9
Sehr schön! Ein tolles Gerät!😊

Tipp: Links die Fliesen reflektieren zu viel Licht! Dieses "Parasitäre Licht" reduziert den Kontrast der Ausbelichtung. Ich empfehle entweder eine schwarze Pappe zur Abdeckung oder den KAISER etwas weiter in die Mitte zu schieben .... letzteres ist sowieso besser, weil Du sonst den Vergrößerungsrahmen nur eingeschränkt verschieben kannst.
Ansonsten wünsche ich Dir ganz viel Spaß!

Klaus

Wenn Du noch Empfehlungen für Mess- und Schaltgeräte oder anderes Zubehör benötigen solltest ... immer gerne .... hier im Forum vergrößern ja inzwischen mehrere Kollegen begeistert ... nicht NUR ich.


Grüße und viel Spaß😊
Klaus

P.S. Du siehst selber, dass das Gerät im Bereich der Negetivbühne "parasitäres" Licht "verliert". Das tun alle Geräte mehr oder weniger .... Man kann es entweder "gelassen" sehen, oder mal gucken, wo dieses Licht dann "bleibt" und ggfls. genau dort die Wände mit schwarzer Pappe verkleiden, um das Licht so "einzufangen". Das ist der Grund, warum "Extremisten🤣" invöllig "schwarzwandigen" Dunkelkammern arbeiten .... ich sehe das aber locker.
 
  • Mein klitzekleines Labor Beitrag #10
Ich sehe nochwas!

Deine Laborlampe (Safelight) ist im Grunde klasse ... von diesem Modell habe ich mehrere! VORSICHT aber mit dem Orangefilter!!!
Wenn Du das günstige, gute und sehr günstige FOMA-Multigrade Photopapier verwendest, dann ist ORANGE nicht mehr SAFE!
Da liegt Orange schon im sensibilisierten Spektrum ... das Papier verschleiert.

ROT ist da Mittel der Wahl! ROT geht IMMER und ist das sicherste Safelight auch wenn Orange natürlich angenehmer erscheint.
Wie gesagt ... mit anderen Multigrade Papieren auch orange ... nicht mit FOMA!

Grüße

Klaus

P.S. Die Filter kannst Du einzeln z.B. bei Fotoimpex ordern.
 
  • Mein klitzekleines Labor Beitrag #11
sowas ähnliches hatte ich in den 70er Jahre zusammen mit meinem Bruder auch. Unsere Vergrößerungsgeräte hießen "Axomat" und "Manufoc II" . In der Dunkelkammer gab es nur Rotlich.
 
  • Mein klitzekleines Labor Beitrag #12
Der MANUFOC ist etwas heute sehr Seltenes ...kenne ich leider gar nicht!
Die MEOPTA Geräte aus Tchechien sind hervorragend! Gerade der kleine AXOMAT (nur Kleinbild) ist ein sehr gutes, sehr kompaktes
und fast geschenktes Gerät, das ich sehr empfehlen kann. Aufpassen muss man nur mit den ganz alten Axomaten, die noch keine
Filterschublade haben. Es gibt heute kaum noch fest graduiertes Photopapier, so dass man das Vergrößerungslicht farbfiltern
können muss! Für solche Altgeräte ohne Filterschublade gibt es aber von ILFORD auch ein Multigrade (unter Optik) Filterset.

Grüße

Klaus
 
  • Mein klitzekleines Labor Beitrag #13
sowas ähnliches hatte ich in den 70er Jahre zusammen mit meinem Bruder auch. Unsere Vergrößerungsgeräte hießen "Axomat" und "Manufoc II" . In der Dunkelkammer gab es nur Rotlich.
Meinst du mit Magnufoc vielleicht den Magnifax von Meopta? Tippfehler?

Dass du in den 1970ern rotes Dukalicht hattest, wundert mich. Damals machte das doch nur Sinn für orthochromatischen Planfilm. Das übliche Dukalicht für das gängige festgraduierte (unsensiblisierte) Papier war gelbgrün und sehr angenehm.

Heute brauchst du Rot für Foma Variant, oder Orange für Ilford, wie Klaus schon schrieb. Rot empfinde ich als eine so unangenehme Zumutung, dass ich lieber mehr Geld ausgebe und Ilford kaufe. Beim PE-Papier hat Ilford auch eine deutlich bessere Qualität als Foma.
 
  • Mein klitzekleines Labor Beitrag #14
Ich sehe nochwas!

Deine Laborlampe (Safelight) ist im Grunde klasse ... von diesem Modell habe ich mehrere! VORSICHT aber mit dem Orangefilter!!!
Wenn Du das günstige, gute und sehr günstige FOMA-Multigrade Photopapier verwendest, dann ist ORANGE nicht mehr SAFE!
Da liegt Orange schon im sensibilisierten Spektrum ... das Papier verschleiert.

ROT ist da Mittel der Wahl! ROT geht IMMER und ist das sicherste Safelight auch wenn Orange natürlich angenehmer erscheint.
Wie gesagt ... mit anderen Multigrade Papieren auch orange ... nicht mit FOMA!

Grüße

Klaus

P.S. Die Filter kannst Du einzeln z.B. bei Fotoimpex ordern.
Danke für die Tipps. Weiter so :)
Ich habe schon rote Folie da, wird noch dahinter geklemmt. Das sollte dann ausreichen - sehe Nachts ja noch relativ gut.
Schwarze Abdeckung kommt noch - das hatte ich auch vorgesehen.
LG
Afred
 
  • Mein klitzekleines Labor Beitrag #15
  • Mein klitzekleines Labor Beitrag #16
Oha. Wieder was gelernt, kannte ich noch nicht. Danke!
 
  • Mein klitzekleines Labor Beitrag #17
Danke für die Tipps. Weiter so :)
Ich habe schon rote Folie da, wird noch dahinter geklemmt. Das sollte dann ausreichen - sehe Nachts ja noch relativ gut.
Schwarze Abdeckung kommt noch - das hatte ich auch vorgesehen.
LG
Afred
VORSICHT!

eine "rote Folie" kann zwar rot aussehen ... was aber nie bedeutet, dass die NUR das safe ROTE Spektrum durchlässt und nicht auch andere Wellenlängen! Ich würde da wirklich das passende Filter bestellen!

Grüße

Klaus
 
  • Mein klitzekleines Labor Beitrag #18
Du kannst die Wirksamkeit der Folie testen, indem du dir die Reflexion des Lichts auf einer CD-Oberfläche anschaust. Das entlarvt auch den oft unerwartet hohen Grünanteil bei roten LEDs.
 
  • Mein klitzekleines Labor Beitrag #19
VORSICHT!

eine "rote Folie" kann zwar rot aussehen ... was aber nie bedeutet, dass die NUR das safe ROTE Spektrum durchlässt und nicht auch andere Wellenlängen! Ich würde da wirklich das passende Filter bestellen!

Grüße

Klaus
Ja, weiß ich, aber ich gehe davon aus, dass eine LEE PAR64 Filter 106 gut genug ist, aber den folgenden Tipp mit der CD werde ich einmal machen. Ich berichte die Tage :)
 
  • Mein klitzekleines Labor Beitrag #20
Ich empfehle entweder eine schwarze Pappe zur Abdeckung
Sorry das ich grad mit einer ganz anderen Frage dazwischenplatze, wie heißt der schwarze Karton den es früher zum Maskieren gab, bzw. was nimmt man in der heutigen Zeit?
 
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