Experiment Ultralangzeitbelichtung

Diskutiere Experiment Ultralangzeitbelichtung im Architektur Forum im Bereich Bildbesprechungen; Ich habe mich mal daran gemacht, ein Haus mitten in der Nacht 30s lang zu belichten. Einfach weil ich neugierig bin, was da raus kommt. Das...
  • Experiment Ultralangzeitbelichtung Beitrag #1
Try
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Ich habe mich mal daran gemacht, ein Haus mitten in der Nacht 30s lang zu belichten. Einfach weil ich neugierig bin, was da raus kommt.
Das Problem war, es war so dunkel, dass man die Schärfe nicht richtig einstellen konnte.
Und bei der Bearbeitung hinterher hat mich gestört, dass beim Hellermachen der Himmel extrem anfing zu rauschen, also habe ich den weichgezeichnet und jetzt sieht es möglicherweise zu künstlich aus.

IMG_2973-2a.jpg

Hier habe ich mal noch ein bisschen übertriebener auch den Garten weichgezeichnet.
IMG_2973-2b.jpg

Und dann habe ich mich mal an einen ganz drastischen Zuschnitt gewagt, da mich sowohl das Auto als auch das weiße Haus störten.
IMG_2973-3a.jpg

Hier ist auch noch das Original, nur in RawTherapee zu jpg konvertiert und verkleinert.
Hätte ich die Farben noch anders entwickeln sollen bzw. gibt es noch einen Ausschnitt, der vielleicht besser aussieht als meine oben gezeigten Versionen?IMG_2973-1.jpg


Und gibt es noch andere Möglichkeiten, wie man im Stockdustern scharfstellen kann? Vielleicht im Hellen voreinstellen und Kamera so liegen lassen? Oder doch lieber in der Dämmerung mit etwas kürzeren Zeiten aufnehmen, wenn man noch etwas sieht?

Naja, so Langzeitbelichtungen machen jedenfalls Spaß, auch wenn ich an den Ergebnissen noch etwas tüfteln muss.
(Ach ja, und jedesmal von vorne anfangen, wenn mir ein Auto durch die Aufnahme fährt und alles überstrahlt.)
 
  • Experiment Ultralangzeitbelichtung Beitrag #2
Mir gefaellt das Original. Limks beschnitten un des schaut gut aus in meinen Augen.
 
  • Experiment Ultralangzeitbelichtung Beitrag #3
f/8 hätte gereicht ISO auf 100 und dann im Liveview Modus einen hellen Punkt auf dem Monitor vergrößern und manuell scharf stellen.
Aller anfang ist schwer ;)


mfg der Fritz
 
  • Experiment Ultralangzeitbelichtung Beitrag #4
Ich habe mir mal erlaubt an deinem Original ein bisschen rumzufeilen ;)
Unscharf bleibt es trotzdem.

IMG_2973-1.jpg

mfg der Fritz
 
  • Experiment Ultralangzeitbelichtung Beitrag #5
Ja, unscharf bleibt es trotzdem :(
Du hast aber schon ziemlich krass nachgeschärft, oder?

Ich glaube, in dem Fall hätte ich noch etwas anders zugeschnitten, eher mehr von der Straße weg und eben mehr Himmel, der gefällt mir besser als Teerboden.

Gut, über LiveView könnte ich noch einmal probieren.
Ich glaube, ich hatte hier Blende 11, weil ich mir dachte, wenn ich es schon nicht scharf kriege, ist vielleicht etwas mehr Tiefenschärfe ganz gut. :rolleyes:
Aber wenn ich dann die Blende um eine Stufe (von 11 auf 8) aufdrehe, den ISO aber um drei Stufen (von 800 auf 100) runterschalte, dann fehlt mir irgendwo Licht. Soll ich dann noch länger belichten? Oder lieber die Blende noch etwas weiter auf?

Was mich wurmt, ist, dass ich es schon einmal besser geschafft habe, als ich damals mal eine 350D zur Probe hatte. (Ich verlinke mal ausnahmsweise extern, weil ich zu faul bin, das Bild zu verkleinern, das ist mein Blog.)
Das war mit Offenblende, und LiveView hatte die Kamera nicht mal. Irgendwie habe ich da völlig durch Zufall eine wesentlich bessere Schärfeebene hingekriegt. Und seitdem versuche ich, rumzutüfteln und das Bild zu optimieren, aber stattdessen wird es jedesmal schlechter.
Das sind übrigens die Originalfarben, das hab ich da in jpeg aufgenommen.
img_7346b.jpg
 
  • Experiment Ultralangzeitbelichtung Beitrag #6
Das Motiv hat doch helle Stellen, warum stellst Du nicht darauf scharf?
Du kannst doch zwischen verschiedenen Autofokuspunkten wählen?
Oder den mittleren nehmen und dann verschwenken?
Oder das Motiv zur Fokussierung mit einer Taschenlampe anleuchten?

Und ganz ehrlich? Ich finde es nicht gut, dass Du ein Bild verlinkst, auch wenn es "ausnahmsweise" ist. Das steht nun wirklich oft genug hier im Forum dass und warum es unerwünscht ist. Ich empfinde es durchaus als eine Form der Höflichkeit, wenn man sich die Mühe gibt, ein Bild für das Forum zu verkleinern, wenn man möchte dass andere sich die Mühe machen sollen, es zu bewerten!
 
  • Experiment Ultralangzeitbelichtung Beitrag #7
Das externe Bild soll ja nicht bewertet werden. Das ist eher so zur Ansicht, falls es jemanden interessiert, welches Bild ich im Hinterkopf habe, was ich verbessern will mit meinen neuen Versuchen (die ja ärgerlicherweise nicht besser werden).
Also um Bewertungen geht es mir wirklich nur bei den zuerst eingestellten Bildern.

Den Autofokus kann man übrigens vergessen bei dieser Dunkelheit. Egal auf welche Stelle ich anvisiere, auch die hell beleuchteten Fenster, der fährt immer nur hin und her und kann sich nicht entscheiden. Und eine Taschenlampe habe ich keine, die stärker ist als die Lampen im Haus.

Ich muss also auf jeden Fall manuell fokussieren, außer, ich verändere eben das Setting und mach meine Aufnahmen schon in der Dämmerung. Allerdings gefallen mir gerade diese totalen Nachtaufnahmen.
Mit der LiveView-Idee von Fritz habe ich evt. noch eine Chance, allerdings bin ich mir da auch nicht so sicher, weil ich irgendwie in Erinnerung habe, dass das Bild viel zu dunkel ist, das der Bildschirm anzeigt, um überhaupt etwas zu sehen.

Vielleicht war der Unterschied bei der älteren Aufnahme auch, dass noch Schnee lag, oder der Mond schien, so dass es insgesamt eben doch heller war.
Ich muss das mal beobachten.
 
  • Experiment Ultralangzeitbelichtung Beitrag #8
Wie du auf deinem verlinktem Bild selber erkennen solltest fressen die Lichter schneller aus wenn du die Blende mehr öffnest.
Also länger belichten, ein Fernauslöser ist da Hilfreich.


mfg der Fritz

P.S.: und nicht vergessen wenn Kamera auf Stativ den Wackeldackel (bei Nikon VR) abzustellen.
 
  • Experiment Ultralangzeitbelichtung Beitrag #9
Stimmt, ich glaube wegen den Lichtern unter anderem probiere ich auch gerade mit geschlossenerer Blende. Glaube ich. Und halt wegen der Schärfe.
Als ich heute das Bild verlinkt habe, ist es mir zum Beispiel nicht aufgefallen. Nur dass ich das Bild noch nicht ganz optimal fand. Aber als ich da schonmal länger drüber nachgedacht hatte, war es mir durchaus bewusst.
Manchmal vergesse ich noch, auf diese ganzen Details zu achten. :ups::rolleyes: Also durchgehend. Sie fallen mir auf, aber wenn es drauf ankommt, denke ich doch nicht dran. Weil es noch nicht so ganz automatisiert ist. Ich glaube, wenn man das lange macht, registriert man das schon fast automatisch, oder?

Einen "Wackeldackel" (ich hab Canon, da heißt das IS) habe ich eh nicht, also muss ich da praktischerweise nicht drauf achten :D
Gut, wenn mir nochmal danach ist, probiere ich es mit ISO 100 und Blende 8 und der dazu passenden Zeit.
 
  • Experiment Ultralangzeitbelichtung Beitrag #10
So, habe das jetzt einmal umgesetzt mit Blende 8 und ISO 100. Ist ein bisschen zu dunkel geworden, weil 30s wohl noch nicht ganz reichten (ich wollte es trotzdem erst mal so probieren, weil die Kamera länger nicht automatisch kann und ich wollte nicht mit der Stoppuhr daneben stehen, um die wieder anzuhalten), und zum Schluss hat mir ein Auto hineingepfuscht.
Ich hab diesmal Spiegelvorauslösung verwendet (im Gegensatz zum letzten Versuch), musste aber doch durch die Mattscheibe fokussieren, weil man in der LiveView nichts sehen konnte.
So, also statt langem Labern erstmal die Bilder.
Zuerst das Original, viel zu dunkel, oder?
IMG_2977-2.jpg
Und hier dann mein Bearbeitungsversuch.
IMG_2977a.jpg
Geschnitten habe ich noch gar nicht, sondern bloß von vornherein den Ausschnitt etwas anders gewählt.
Sollte ich noch was abschneiden oder ist das so besser?


EDIT: Hier in der Webansicht kommt mir plötzlich meine Bearbeitung zu hell und zu kitschig vor..
EDIT2: Und die Stimmung habe ich immer noch nicht so getroffen, wie ich sie haben will. Aber ich weiß nicht, ob ich da heute noch was dran ändern kann oder einfach auf andere Mondverhältnisse oder so warten muss.
 
  • Experiment Ultralangzeitbelichtung Beitrag #11
Also doch Fernauslöser und Stoppuhr ;) und dann rantasten

mfg der Fritz

P.S.: ich hab ein Handy das hat ne Stoppuhr.:D
 
  • Experiment Ultralangzeitbelichtung Beitrag #12
Hi Try,

ich habe mich auch eine ganze Weile mit dunklen Aufnahmen und Bildern im Dunkeln (insbesondere Stadtaufnahmen) auseinander gesetzt. Man kann solche Aufnahmen machen, muss man aber nicht. Um die Kamera und deren Möglichkeiten kennen zu lernen ist das völlig ok. Aber ich habe festgestellt: Wenn etwas im Dunkeln ist, dann bleibt es das auch nach einer längeren Belichtung noch. Soll ja auch so sein, denn was erwartet man auch als fertiges Ergebnis? Wenn man in den Schatten hineinsehen möchte dann kann man PS bemühen oder nur den Schatten aufnehmen. Dann hat man auch nicht mit den extremen Kontrasten, wie Du sie hier erlebst, zu tun und die Dir Dein erwünschtes Ergebnis vermiesen.

Deine Hausfront ist beleuchtet, von der in einem der Bilder ersichtlichen Strassenlaterne. Der Rest dahinter liegt schon im Dunkeln. Zwischen ganz hell und ganz dunkel klafft also eine arge Lücke. Selbst für das menschliche Auge wird die dunkle Seite nach wie vor dunkel bleiben wenn man sich auf die helle Partie konzentriert.

Mache das doch dann zum Mittelpunkt Deines Bildes. Die Hausfassade eines Hauses, umrahmt von der Dunkelheit des drum herum liegenden nicht beleuchteten Bereiches. Dann gehen immer noch 30s bei ISO100 und Blende 8. Den Fokus kannst Du übrigens auf einen heller erleuchteten Punkt fixieren, Blende 8 wird bei einer kurzen Brennweite schon eine ordentliche Schärfe in der Tiefe erzielen. Ansonsten gehe auf ISO 200 und blende auf 11 ab.

Und dann schau, was passiert...

Ich muss mal nach Beispielbildern kramen damit Du siehst was ich meine. Ich habe mal den Flughafen Frankfurt mitten in der Nacht aufgenommen weil die Lichter der Runways so interessant erschienen. Lieder war der Rest wirklich arg im Dunkeln und die Bilder hatten überhaupt keine Wirkung. Sie liegen jetzt nur noch rum... die Bilder.
 
  • Experiment Ultralangzeitbelichtung Beitrag #13
Habe eines gefunden.

Sehr nichtssagend, oder?

DSC_0251.JPG
 
  • Experiment Ultralangzeitbelichtung Beitrag #14
Eine etwas andere Bedeutung bekommt es erst mit einem anderen Anschnitt und dem Fokus auf den hellen Bereichen.

DSC_0251.JPG
 
  • Experiment Ultralangzeitbelichtung Beitrag #15
Auch eine Möglichkeit könnte eine HDR- Reihe sein. Also, mehrere Bilder aufnehmen mit einem Belichtungsversatz von wegen mir einer Blende. Die dann zu einem HDR zusammen setzen und schon hat man eine ganz andere Wirkung im Bild. Aber nicht zu sehr an den Farben drehen...:D sonst quietscht es zu sehr. Ziel soll ja ein korrekt belichtetes Bild sein.
 
  • Experiment Ultralangzeitbelichtung Beitrag #16
Übrigens lese ich das jetzt erst: Ultralange Belichtungen sind um einiges länger als 30s...
 
  • Experiment Ultralangzeitbelichtung Beitrag #17
Uff, schwirr, schwirr.
Sind ja doch noch so einige Möglichkeiten, die ich durchtesten kann. :D
Auch wenn vermutlich trotzdem nicht zwingend was Gutes bei rumkommt :rolleyes:
Es scheint mir halt gerade als eine Möglichkeit, ein eigentlich uninteressantes Haus durch seltsame Lichteffekte doch wieder interessant zu machen. (Und ich mag die Farben irgendwie nachts, auch wenn sie nicht so intensiv wie tagsüber sind. Ich hab auch schonmal einen Spaziergang bei Mondlicht gemacht, aber die Kamera hat leider vieles nicht so scharf und stimmungsvoll wie mein Auge gesehen.)
Genau wie mir eigentlich dein zweites Flughafenbild ganz gut gefällt (Ja, es stimmt schon, da müssen tatsächlich die Lichter hervorgehoben werden, so wie auf dem ersten Bild ist es nicht so ansprechend), während ich leere Flugplätze bei Tag, die ja nur hässliche Betonfelder mit ein paar Markierungen sind, ziemlich öde finde (ok, das ist wiederum Geschmackssache, es gibt bestimmt auch Menschen, die das begeistert).
Eine helle Hauswand hervorheben und alles andere im Dunkel verschwinden lassen dürfte ganz gut meinen Geschmack treffen, das werde ich wohl mal probieren. Genau wie es mich zu Anfang meiner DSLR-Zeit so fasziniert hat, wie man da mit großen Blenden mit der Unschärfe spielen kann, statt immer alles langweilig scharf. Und da habe ich glaub ich auch mit der Unschärfe erst übertrieben und fand alles öde, was zu scharf war :ups::D
Man muss wohl alle Extreme mal durchtesten, bevor man dann doch wieder ansprechende Fotos macht, oder so ähnlich.
Vielleicht passieren mir ja dann demnächst mal völlig übertriebene HDRs, bevor ich dann irgendwie herauskriege, wie man den Effekt auch unauffällig nutzen kann, um die Bildquali einfach ein bisschen zu verbessern.
Ich steh einfach mal dazu, dass mir alle möglichen seltsamen Effekte passieren.
Ich hoffe bloß, ich nerve euch nicht damit :ups:

Ach ja, etwas längere Zeit und Stoppuhr könnte ich natürlich auch mal testen.
Oder ein Langzeit-HDR mit 30s und 60s und 120s :p Und dann ganz kräftig an allen Reglern drehen.

Ok, vielleicht mache ich ja doch bald wieder anständige Fotos. Aber ist auch irgendwie ein Spielzeug, so eine Kamera in Verbindung mit einem Computer.



EDIT: Wusste nicht genau, wie ich es nennen sollte. Weil ja so um eine Sekunde rum auch oft schon als sehr lange bezeichnet wird und 30s ist ja noch deutlich länger.
 
  • Experiment Ultralangzeitbelichtung Beitrag #18
Tach Du,

wir kennen uns glaube ich noch gar nicht :)
Also mach ich's mal für meine Verhältnisse
etwas ernster.

Schau mal in das Dings hier:
Da gibt's auch ein kleines Kapitel über Nacht- und Langzeit.

Ein kleiner Tipp vorab:
Was in jede Fototasche gehört ist eine kleine LED-Taschenlampe.
Erstens kannst Du Deine Knippse damit besser bedienen,
zweitens kannst Du damit Einzelheiten im Bild beleuchten, um
damit vernünftig scharf zu stellen. Im Ernstfall die Lampe im
Bild irgendwo hinlegen und darauf einstellen.
Dann Aufofokus ausmachen und gut ist.
Dazu musst Du zwar evtl. etwas hin- und her-laufen, aber
hey, das gehört ab und an dazu :)
 
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