Bilder unscharf oder ohne wau

  • Autor des Themas Franzi
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Towy

Towy

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Es gibt eine Faustformel:
- nie unter dem Kehrwert der Brennweite aus der Hand fotografieren.

Falls Du eine Crop-Kamera hast, dann musst Du noch den Faktor dazunehmen.

Also: 210mm * 1,6 ergibt eine minimale Verschlusszeit (verwacklungsfrei) von 1/337 Sec oder aufgerundet eine 1/400 Sekunde mit der die mindestens hättest fotografieren sollen. Bei der Blende warst Du mit f/5.6 schon am Anschlag und hattest bei ISO 1600 immernoch 1/80 Sekunde. Du hättest für 1/400 Sekunde die ISO gewaltig nach oben drehen müssen, was aber keinen Zweck macht, da dann das Rauschen zu stark geworden wäre (was jetzt schon zu sehen ist).

Lange Rede (kurzer Sinn) - Du hattest zu wenig Licht für Deine Kamera/Objektiv. Wenn das Reh ganz brav still gehalten hätte, dann hättest Du vom Stativ eine Aufnahme mit weniger ISO und längerer Belichtung machen können.

LG Jens
 
Steffen1207

Steffen1207

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Das betrifft das Verwackeln des Fotografen, dazu kommt noch die Bewegungsunschärfe wenn sich das Vieh oder wer auch immer schnell bewegt, das kann dann noch viel kürzere Zeiten erfordern.
Dem ist zuzustimmen! Siehe folgendes Bild: Aufgenommen mit 210mm Brennweite (Objektiv mit Stabilisator). Cropfaktor ist in diesem Fall 1,5 (Nikon DX-Format). Belichtungszeit war 1/320 Sekunde. Für statische Motive hätte das locker gereicht. Bei bewegten Motiven nicht mehr, siehe angehobenes Bein der vorderen Möwe. Um die Bewegung des Beines auch noch "einzufrieren" , wäre eine deutlich kürzere Belichtungszeit nötig gewesen. ;)






comp__DSC5192.jpg
 
Janni

Janni

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@Franzi
Hast Du bei dem Rehbild einen Bildausschnitt genommen, bzw. ist das Bild beschnitten ?
Bei der Verschlusszeit von 1/80 hattest Du sicherlich den Bildstabilisator eingeschaltet, das war dann bei der Brennweite von ca. 211mm noch grad im verwendbaren Bereich :D

Normalerweise gilt genau diese Faustformel die Jens (Towy) schon beschrieben hatte :daumen:
Der Bildstabi dieses Objektives schafft 3-4 Blendenstufen und da wären 1/80 Sek. am "langen Ende" der Brennweite schon die Grenze bei dieser Kamera, besser wäre natürlich
eine etwas schnellere Belichtungszeit ;)
Das mit den Blendenstufen heisst, das man mit dem Bildstabi eine viel längere Verschlusszeit verwenden kann also ohne Bildstabi....solange es um eigene Verwackler geht !

Da hier aber mehr die feinen Details im Fell und im Gras nicht so gut wiedergegeben werden vermute ich mal eine Bildausschnittsvergrösserung :p

Für den Anfang ist das aber schon OK, bei solchen Tieraufnahmen mit dem Tele sind halt immer ein paar technische Grundregeln zu beachten damit das Bild auch gut wird :)
Das kommt alles mit der Zeit von selbst, also immer am Ball bleiben :daumen:









Gruss
JAN
 

balkanese

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Das ist ein sehr gutes Beispiel, Körperteile bewegen sich oft viel schneller, bei Menschen oft die Arme oder Beine, dafür immer die kürzeste Zeit verwenden die machbar ist, schlimmstenfalls ISO rauf bis weh tut und dann entrauschen oder Schwarzweiß machen
 

balkanese

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Und um noch was zum Rehbild zu sagen, die Wildtierfotografir lebt halt auch sehr von der Ausrüstung, man kriegt (bestenfalls) was man zahlt, dh. mit zB einem 300/2.8 können die Bilder auch besser werden, vor allem bei wenig Licht. Das wichtigste ist dass man seiner Ausrüstung nicht zuviel zumutet und nur dann knipst wenn die Umstände entsprechend gut sind.
 

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