fotom
- Beiträge
- 3.867
Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit unterschiedlichen Hintergrundsystemen und lese in unterschiedlichen Foren und an Stellen im Internet darüber. Etwas verwirrend sind dabei einige aufgeworfene Aspekte, die sich teilweise widersprechen oder sich schlicht ausschliessen.
Nach meinen Versuchen im Keller mit einem simplen und recht billig anmutendem, leichten Stoff, den ich auf zwei Stativen mit einer Querstange befestigt habe, kommt nun doch ein wenig Licht ins Dunkle. Im wahrsten Sinne des Wortes.
An einigen Stellen konnte ich immer wieder lesen, dass sich so mancher über Falten und Dellen auf dem Hintergrundstoff ärgert. So wie bei mir hier:

Das Problem ist nachvollziehbar, man bekommt es einigermassen in den Griff wenn man unterschiedliche Lösungsansätze verfolgt. Leider wird als Königsweg immer wieder angeführt, dass man die Blende weiter öffnen und/ oder die Brennweite verlängern soll, um den störenden Hintergrund auszublenden. Das ist nicht immer realisierbar. Entweder möchte man mit der eingestellten Arbeitsblende agieren und hat dadurch keine Möglichkeit, notwendige und entgegenwirkende Maßnahmen aus dieser Sicht vorzunehmen oder die Lichtmenge, die ein eingesetztes Blitzlicht abgibt, lässt eine kleinere Blende von vornherein nicht zu. Auch eine Verlängerung der Brennweite und ein gleichzeitig entsprechender Abstand vom Motiv zum Hintergrund ist nicht immer realisierbar.
Eine für mich nun als praktikabel empfundene Lösung ist das Anblitzen des Hintergrundes, um ein rein weisses Ergebnis als Hintergrund zu erzielen. Das Ergebnis soll beim Freistellen die Arbeit erleichtern. Allerdings steht man auch hier vor einem Problem: Unter Umständen ist der Hintergrund so "weiss" geblitzt", dass er auf das aufzunehmende Motiv hinein strahlt und es "von hinten" ausfrisst. So geschehen bei meinem Test für den Threat "Hands on Profoto...". Beim Freistellen zeigt sich, dass ein weisser Hintergrund nicht unbedingt die allerbeste Lösung ist. Vor Allem, wenn sich Anteile der Hintergrundfarbe auch im Motiv befinden.
Bei einem anderen Motiv, das ich im Moment noch nicht zeigen kann, zeigt sich auch, dass bei ähnlicher Farbgebung (Weiss auf Weiss) ein Ausfressen von Details des Motivs auftreten können. Das ist nicht immer störend, spätestens für eine Freistellung ist das aber kontraproduktiv.
Eine für mich in Sicht liegende Lösung wäre nun ein Hintergrund in einer so genannten "Chromakey- Farbe". Bekannt ist das auch als Blue- oder Green- Screen, wie er auch im Fernsehen angewandt wird. Ein schönes Beispiel dafür sind die Wettermoderatoren, die vor einer Wetterkarte stehen.
Bringt die Green- oder Bluescreen Geschichte denn nun einem Fotografen etwas? Je nach Aufgabenstellung durchaus. Auf einer Messe in Hamburg habe ich einigen Leuten vom NDR zugesehen, die Fotos mit einem Greenscreen aufgenommen und später eine andere Kulisse ins Bild eingesetzt haben. Der Greenscreen hatte den Vorteil, dass er in einem Motiv aufgrund seiner extrem grellen Farbe nicht real existent vorkommt. Kein Kleidungsstück ist so "Chroma" wie dieser Hintergrund. Ausser man befindet sich auf einer Ravertechnoparty und alle laufen in Chromafarben herum. Dann ist aber weiss oder schwarz oder schlichtes Grau wieder sehr opportun.
Auf der Messe jedenfalls haben sie ein Programm benutzt, bei dem man den Hintergrund über einen Schieberegler einfach ausblenden konnte. Das Programm war Adobe Premiere. Dies allerdings ist für Fotografen etwas umständlich, was auch die Leute an dem Messestand so empfanden. Unter Photoshop hatten sie aber keinen Weg gefunden, um diesen Hintergrund einfach auszublenden.
Da habe ich nun etwas recherchiert und eine sehr einfache Lösung gefunden, die sogar mit sehr viel älteren Versionen als mein CS4 funktionieren sollte: "Farbbereich". Man nimmt die entsprechende (Hintergrund) Farbe auf und lässt den Radius großzügig weit ausfallen (bis 200 Pixel lässt der Regler zu) und nimmt die Auswahl dann einfach durch Löschen heraus. Das kann bei Motiven, die wenig Kontrast zum Hintergrund bieten, ein wenig rigoros ausfallen (siehe meine kleine Ente im genannten Threat). Es geht aber selbstverständlich mit ein wenig Übung auch ohne grosse Blessuren:

So sieht das dann unter Photoshop aus:

Ich warte nun auf meinen Chromahintergrund und werde dann ein wenig detaillierter recherchieren und die Ergebnisse hier posten. Wenn es denn interessant genug ist.
Nach meinen Versuchen im Keller mit einem simplen und recht billig anmutendem, leichten Stoff, den ich auf zwei Stativen mit einer Querstange befestigt habe, kommt nun doch ein wenig Licht ins Dunkle. Im wahrsten Sinne des Wortes.
An einigen Stellen konnte ich immer wieder lesen, dass sich so mancher über Falten und Dellen auf dem Hintergrundstoff ärgert. So wie bei mir hier:

Das Problem ist nachvollziehbar, man bekommt es einigermassen in den Griff wenn man unterschiedliche Lösungsansätze verfolgt. Leider wird als Königsweg immer wieder angeführt, dass man die Blende weiter öffnen und/ oder die Brennweite verlängern soll, um den störenden Hintergrund auszublenden. Das ist nicht immer realisierbar. Entweder möchte man mit der eingestellten Arbeitsblende agieren und hat dadurch keine Möglichkeit, notwendige und entgegenwirkende Maßnahmen aus dieser Sicht vorzunehmen oder die Lichtmenge, die ein eingesetztes Blitzlicht abgibt, lässt eine kleinere Blende von vornherein nicht zu. Auch eine Verlängerung der Brennweite und ein gleichzeitig entsprechender Abstand vom Motiv zum Hintergrund ist nicht immer realisierbar.
Eine für mich nun als praktikabel empfundene Lösung ist das Anblitzen des Hintergrundes, um ein rein weisses Ergebnis als Hintergrund zu erzielen. Das Ergebnis soll beim Freistellen die Arbeit erleichtern. Allerdings steht man auch hier vor einem Problem: Unter Umständen ist der Hintergrund so "weiss" geblitzt", dass er auf das aufzunehmende Motiv hinein strahlt und es "von hinten" ausfrisst. So geschehen bei meinem Test für den Threat "Hands on Profoto...". Beim Freistellen zeigt sich, dass ein weisser Hintergrund nicht unbedingt die allerbeste Lösung ist. Vor Allem, wenn sich Anteile der Hintergrundfarbe auch im Motiv befinden.
Bei einem anderen Motiv, das ich im Moment noch nicht zeigen kann, zeigt sich auch, dass bei ähnlicher Farbgebung (Weiss auf Weiss) ein Ausfressen von Details des Motivs auftreten können. Das ist nicht immer störend, spätestens für eine Freistellung ist das aber kontraproduktiv.
Eine für mich in Sicht liegende Lösung wäre nun ein Hintergrund in einer so genannten "Chromakey- Farbe". Bekannt ist das auch als Blue- oder Green- Screen, wie er auch im Fernsehen angewandt wird. Ein schönes Beispiel dafür sind die Wettermoderatoren, die vor einer Wetterkarte stehen.
Bringt die Green- oder Bluescreen Geschichte denn nun einem Fotografen etwas? Je nach Aufgabenstellung durchaus. Auf einer Messe in Hamburg habe ich einigen Leuten vom NDR zugesehen, die Fotos mit einem Greenscreen aufgenommen und später eine andere Kulisse ins Bild eingesetzt haben. Der Greenscreen hatte den Vorteil, dass er in einem Motiv aufgrund seiner extrem grellen Farbe nicht real existent vorkommt. Kein Kleidungsstück ist so "Chroma" wie dieser Hintergrund. Ausser man befindet sich auf einer Ravertechnoparty und alle laufen in Chromafarben herum. Dann ist aber weiss oder schwarz oder schlichtes Grau wieder sehr opportun.
Auf der Messe jedenfalls haben sie ein Programm benutzt, bei dem man den Hintergrund über einen Schieberegler einfach ausblenden konnte. Das Programm war Adobe Premiere. Dies allerdings ist für Fotografen etwas umständlich, was auch die Leute an dem Messestand so empfanden. Unter Photoshop hatten sie aber keinen Weg gefunden, um diesen Hintergrund einfach auszublenden.
Da habe ich nun etwas recherchiert und eine sehr einfache Lösung gefunden, die sogar mit sehr viel älteren Versionen als mein CS4 funktionieren sollte: "Farbbereich". Man nimmt die entsprechende (Hintergrund) Farbe auf und lässt den Radius großzügig weit ausfallen (bis 200 Pixel lässt der Regler zu) und nimmt die Auswahl dann einfach durch Löschen heraus. Das kann bei Motiven, die wenig Kontrast zum Hintergrund bieten, ein wenig rigoros ausfallen (siehe meine kleine Ente im genannten Threat). Es geht aber selbstverständlich mit ein wenig Übung auch ohne grosse Blessuren:

So sieht das dann unter Photoshop aus:

Ich warte nun auf meinen Chromahintergrund und werde dann ein wenig detaillierter recherchieren und die Ergebnisse hier posten. Wenn es denn interessant genug ist.

