Klaus-R
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Hallo zusammen,
ich konnte da die Tage mal an einem CANON AF-Teleconverter nicht vorbeirennen.
Der lag da zu einem sehr verlockenden Preis im "gebraucht" Schaufenster (keine Angst ... diesmal nicht in der Grabbelkiste)
Man liest ja "Gemischtes" über die Teile. Nun hatte ich zwar schon ganz gute Erfahrungen mit dem 2X Converter von SIGMA, den ich für SIGMA SA habe und der an meinem 80-400mm DG OS EX prima Bilder macht. Ferner habe ich so einige M42 Telekonverter, dei je nach Objektiv-Kombination gar nicht schlecht abbilden.
Kurz, der neuwertige Kenko 1,4X Konverter hat mich so überzeugt, dass ich mich dann direkt auch mal um einen 2X Konverter gekümmert habe ... bei EBAY Kleinanzeigen bin ich dann fündig geworden.
Mal einige Sachinformtionen dazu:
Verlängerungsfaktor:
Ein Telekonverter wird zwischen SLR-Kamera (oder Systemkamera) und Objektivmontiert montiert und verlängert die Brennweite des vorgesetzten Objektives um seinen Verlängerungsfaktor.
Ein 1,4X Konverter also um 40%, ein 2X Konverter um 100%.
Lichtverlusst:
Ein 1,4X Konverter verschlechtert das Lichtverhältnis der verwendeten Optik um ca. eine Blendenstufe, ein 2X Konverter um ca. zwei Blendenstufen. Ein 1,7X Konverter (gibt's auch) liegt mit ca. 1,5 Blendenstufen irgendwo dazwischen.
Vorteile:
Ein Telekonverter verwandelt ein preiswertes Standardtele (z.B. 300mm Brennweite) mal ganz schnell in ein kräftiges Supertele (z.B. 600mm Brennweite mit einem 2X Konverter)
Telekonverter sind winzig und man kann sie immer dabei haben. Eine Telekonverter Kombination ist immer enorm leicht und kurzbauend und pendelt am Stativ viel schneller aus, als ein lichtstärkeres Langtele, das eine viel größere Torsionsträgheit hat und zudem eine viel größere Windlast (ebenfalls Stativbetrieb) hat. Diese Argumente nehmen einen Teil der Lichtschwäche den Wind aus dem Segel. Hinzu kommt, dass unsere HIGH ISO starken Kameras Konveterbetrieb da ermöglichen, wo Filmmaterial früher schon lange "raus" war.:daumen:
Nachteile:
-Das ganze geht zu Lasten der Offenblende der angesetzten Optik ... je mehr Brennweite (bzw Verlängerungsfaktor), desto stärker.
-Autofokusprobleme bei lichtschwachen Objektiven:
Hat das verwendete Objektiv eine Offenblende von weniger als 4,0 (also ab ca. 5,6) dann gibt es mit einem 2X Konverter an den meisten Kameras AF Probleme. Nur Spitzenkameras zeigen sich davon dann noch umbeeindruckt. Meine EOS 1Ds z.B. setzt den Fokus auch noch bei F:5,6 offen ... (mit 2X Konverter also Offenblende 11) Manuelles Fokussieren ist natürlich möglich und ich finde es unproblematisch!
Beim 1,4X Converter fallen AF-Probleme erheblich moderater aus!
Original- oder Fremdhersteller?? ...:
Hier mal ein (unvollständiger!) Überblick über mehrere CANON-AF-Telekonverter:
http://www.traumflieger.de/objektivtest/open_test/telekonverter/overview.php
Ich werde weiter unten natürlich noch Testbilder zeigen und später noch aussagekräftigere Aufnahmen hinzufügen, sobald ich welche habe.
Ich gehe aber eigentlich jetzt schon davon aus, dass die "Fremden" den originalen im Grund nicht nachstehen werden, was deren optische Leistungsfähigkeit angeht. Schwierig ist es natürlich, alle "Fremden" mal eben schnell zusammenzufassen ... ich habe nur zwei ... aber es gibt andere Gründe, ein Originalteil zu verwerfen, wobei ich andere Meinungen gelten lasse und gerne diskutiere. Ich kann mit CANON-Original nicht dienen.
Preisargument:
Die ca. Preise sind oben verlinkt ... was CANON da haben möchte, scheidet für mich persönlich (auch gebraucht!) definitiv aus. Das ist halt eben nicht meine Party ... es darf anders gedacht werden.
Kompatibilität:
Auch wenn "Asche" egal ist, muss bedacht werden, dass die Converter von CANON und auch von SIGMA eine stark eingeschränkte Kompatibilität haben.
CANON: Die CANON Converter sind nur mit ausgewählten L-Objektiven verwendbar. Wer Interesse an diesen Konvertern hat, muss also über solches Glas verfügen. Genau dann relativiert sich übrigens auch deren "ambitionierte" Preisgestaltung deutlich.
CANON TELE KONVETER VERWEIGERN IHRE ELEKTRONIK grundsätzlich jedem Fremdobjektiv, auch dann, wenn sie mechanisch passen würden.
SIGMA: Auch die beiden SIGMA Converter verfügen über eingebaute Elektronik, die z.B. auch die EXIF-DATEN übersetzen. Wer also CANON oder SIGMA Conveter benutzt, bekommt wahrheitsgemäße Blendeninformationen an die Kamera vermittelt. Alle anderen Fremdkonverter leiten die Objektivdaten unverändert an die Kamera weiter. Ein Nachteil ist das im Grunde nicht, sollte aber nicht unerwähnt bleiben.
Andere Fremdkonverter:
Konverter von Kenko, Soligor usw. sind so konstruiert, dass keine Bauteile über die Bajonettebene hinausragen. Sie sind daher universell mit allen CANON EOS EF Objektiven kompatibel.
Kein (mir bekannter) Telekonverter ist allerdings mit CANON EF-S Objektiven kompatibel. Sinn würde das ohnehin kaum machen, da die EF-S Objektive i.d.R. sehr kurzbrennweitig sind, sollte aber nicht unerwähnt bleiben. Mit einem EF-S 18-55mm KIT-Objektiv geht also kein Konverterbetrieb.
Mein Tipp geht klar in Richtung "Andere Fremdkonverter" unter Ausschluss von SIGMA.
Bildqualität:
Wäre sehr gute Bildqualität nicht drin, würde ich hier nicht texten! Ich bin hocherstaunt, was mit Sachen geht, die nichtmal teuer sind.
Die Beispielbilder (Traumflieger, oben verlinkt) sind geradezu entmutigend und in ihrer Leistung für mich so nicht akzeptabel. Da ich aber (gerade im Langtelebereich) weiß, dass da enorm viel durch Verwackelungen vermasselt wird, sind schlechte Testbilder für mich nie pauschal glaubhaft.
Geht man nach Internet Testbildern, dann müsste man jede Wundertüte und erst recht das 650-1300mm Samyang-Tele gleich in die Tonne kloppen .. ich habe hoffentlich zeigen können, dass beides prima taugt.
Nun habe ich da einen wohl äußerst seltenen 2X EOS - AF Converter erstanden, der mich enorm überrascht hat:

"I.R. Vision MC 2X C-AF" steht da drauf. Ich konnte absolut nichts weiteres über dieses Teil herausfinden. "Faszinierend" hätte Spock dazu bemerkt.
Und das macht das Dingen (bei Offenblende) aus einem CANON EF 28-90mm Zoom bei Offenblende (5,6) und 90mm Brennweite:
Ergebnis: 180mm / F:11

Sorry ... ich habe NULL Licht bei dem Wetter heute! Um Verwackeln auszuschließen habe ich mit Blitz photographiert.
Jetzt mal das EF-75-300mm mit diesem "NO NAME" 2X-Converter bei Offenblende (5,6)
Ergenis: 600mm Brennweite Blende 11



Jetzt mal die letzte Aufnahmen um eine Blende abgeblendet:

Fazit: Was die mögliche Bildqualität angeht, finde ich einen guten Telekonverter durchaus überlegenswert. Nun sind auch die "Anderen Fremden" normalerweise nicht gerade umsonst (auch gebraucht nicht) ....
aber man kann ja mal Glück gehabt haben ... ich habe wirklich nicht viel bezahlt.
Der Kenko 1,4er ist ebenfalls astrein ... ich zeige mal anständige Photos hier, sobald ich welchen habe ... und davon ist auszugehen.
Grüße und schöne Phortos
Klaus
ich konnte da die Tage mal an einem CANON AF-Teleconverter nicht vorbeirennen.
Der lag da zu einem sehr verlockenden Preis im "gebraucht" Schaufenster (keine Angst ... diesmal nicht in der Grabbelkiste)
Man liest ja "Gemischtes" über die Teile. Nun hatte ich zwar schon ganz gute Erfahrungen mit dem 2X Converter von SIGMA, den ich für SIGMA SA habe und der an meinem 80-400mm DG OS EX prima Bilder macht. Ferner habe ich so einige M42 Telekonverter, dei je nach Objektiv-Kombination gar nicht schlecht abbilden.
Kurz, der neuwertige Kenko 1,4X Konverter hat mich so überzeugt, dass ich mich dann direkt auch mal um einen 2X Konverter gekümmert habe ... bei EBAY Kleinanzeigen bin ich dann fündig geworden.
Mal einige Sachinformtionen dazu:
Verlängerungsfaktor:
Ein Telekonverter wird zwischen SLR-Kamera (oder Systemkamera) und Objektivmontiert montiert und verlängert die Brennweite des vorgesetzten Objektives um seinen Verlängerungsfaktor.
Ein 1,4X Konverter also um 40%, ein 2X Konverter um 100%.
Lichtverlusst:
Ein 1,4X Konverter verschlechtert das Lichtverhältnis der verwendeten Optik um ca. eine Blendenstufe, ein 2X Konverter um ca. zwei Blendenstufen. Ein 1,7X Konverter (gibt's auch) liegt mit ca. 1,5 Blendenstufen irgendwo dazwischen.
Vorteile:
Ein Telekonverter verwandelt ein preiswertes Standardtele (z.B. 300mm Brennweite) mal ganz schnell in ein kräftiges Supertele (z.B. 600mm Brennweite mit einem 2X Konverter)
Telekonverter sind winzig und man kann sie immer dabei haben. Eine Telekonverter Kombination ist immer enorm leicht und kurzbauend und pendelt am Stativ viel schneller aus, als ein lichtstärkeres Langtele, das eine viel größere Torsionsträgheit hat und zudem eine viel größere Windlast (ebenfalls Stativbetrieb) hat. Diese Argumente nehmen einen Teil der Lichtschwäche den Wind aus dem Segel. Hinzu kommt, dass unsere HIGH ISO starken Kameras Konveterbetrieb da ermöglichen, wo Filmmaterial früher schon lange "raus" war.:daumen:
Nachteile:
-Das ganze geht zu Lasten der Offenblende der angesetzten Optik ... je mehr Brennweite (bzw Verlängerungsfaktor), desto stärker.
-Autofokusprobleme bei lichtschwachen Objektiven:
Hat das verwendete Objektiv eine Offenblende von weniger als 4,0 (also ab ca. 5,6) dann gibt es mit einem 2X Konverter an den meisten Kameras AF Probleme. Nur Spitzenkameras zeigen sich davon dann noch umbeeindruckt. Meine EOS 1Ds z.B. setzt den Fokus auch noch bei F:5,6 offen ... (mit 2X Konverter also Offenblende 11) Manuelles Fokussieren ist natürlich möglich und ich finde es unproblematisch!
Beim 1,4X Converter fallen AF-Probleme erheblich moderater aus!
Original- oder Fremdhersteller?? ...:
Hier mal ein (unvollständiger!) Überblick über mehrere CANON-AF-Telekonverter:
http://www.traumflieger.de/objektivtest/open_test/telekonverter/overview.php
Ich werde weiter unten natürlich noch Testbilder zeigen und später noch aussagekräftigere Aufnahmen hinzufügen, sobald ich welche habe.
Ich gehe aber eigentlich jetzt schon davon aus, dass die "Fremden" den originalen im Grund nicht nachstehen werden, was deren optische Leistungsfähigkeit angeht. Schwierig ist es natürlich, alle "Fremden" mal eben schnell zusammenzufassen ... ich habe nur zwei ... aber es gibt andere Gründe, ein Originalteil zu verwerfen, wobei ich andere Meinungen gelten lasse und gerne diskutiere. Ich kann mit CANON-Original nicht dienen.
Preisargument:
Die ca. Preise sind oben verlinkt ... was CANON da haben möchte, scheidet für mich persönlich (auch gebraucht!) definitiv aus. Das ist halt eben nicht meine Party ... es darf anders gedacht werden.
Kompatibilität:
Auch wenn "Asche" egal ist, muss bedacht werden, dass die Converter von CANON und auch von SIGMA eine stark eingeschränkte Kompatibilität haben.
CANON: Die CANON Converter sind nur mit ausgewählten L-Objektiven verwendbar. Wer Interesse an diesen Konvertern hat, muss also über solches Glas verfügen. Genau dann relativiert sich übrigens auch deren "ambitionierte" Preisgestaltung deutlich.
CANON TELE KONVETER VERWEIGERN IHRE ELEKTRONIK grundsätzlich jedem Fremdobjektiv, auch dann, wenn sie mechanisch passen würden.
SIGMA: Auch die beiden SIGMA Converter verfügen über eingebaute Elektronik, die z.B. auch die EXIF-DATEN übersetzen. Wer also CANON oder SIGMA Conveter benutzt, bekommt wahrheitsgemäße Blendeninformationen an die Kamera vermittelt. Alle anderen Fremdkonverter leiten die Objektivdaten unverändert an die Kamera weiter. Ein Nachteil ist das im Grunde nicht, sollte aber nicht unerwähnt bleiben.
Andere Fremdkonverter:
Konverter von Kenko, Soligor usw. sind so konstruiert, dass keine Bauteile über die Bajonettebene hinausragen. Sie sind daher universell mit allen CANON EOS EF Objektiven kompatibel.
Kein (mir bekannter) Telekonverter ist allerdings mit CANON EF-S Objektiven kompatibel. Sinn würde das ohnehin kaum machen, da die EF-S Objektive i.d.R. sehr kurzbrennweitig sind, sollte aber nicht unerwähnt bleiben. Mit einem EF-S 18-55mm KIT-Objektiv geht also kein Konverterbetrieb.
Mein Tipp geht klar in Richtung "Andere Fremdkonverter" unter Ausschluss von SIGMA.
Bildqualität:
Wäre sehr gute Bildqualität nicht drin, würde ich hier nicht texten! Ich bin hocherstaunt, was mit Sachen geht, die nichtmal teuer sind.
Die Beispielbilder (Traumflieger, oben verlinkt) sind geradezu entmutigend und in ihrer Leistung für mich so nicht akzeptabel. Da ich aber (gerade im Langtelebereich) weiß, dass da enorm viel durch Verwackelungen vermasselt wird, sind schlechte Testbilder für mich nie pauschal glaubhaft.
Geht man nach Internet Testbildern, dann müsste man jede Wundertüte und erst recht das 650-1300mm Samyang-Tele gleich in die Tonne kloppen .. ich habe hoffentlich zeigen können, dass beides prima taugt.
Nun habe ich da einen wohl äußerst seltenen 2X EOS - AF Converter erstanden, der mich enorm überrascht hat:

"I.R. Vision MC 2X C-AF" steht da drauf. Ich konnte absolut nichts weiteres über dieses Teil herausfinden. "Faszinierend" hätte Spock dazu bemerkt.
Und das macht das Dingen (bei Offenblende) aus einem CANON EF 28-90mm Zoom bei Offenblende (5,6) und 90mm Brennweite:
Ergebnis: 180mm / F:11

Sorry ... ich habe NULL Licht bei dem Wetter heute! Um Verwackeln auszuschließen habe ich mit Blitz photographiert.
Jetzt mal das EF-75-300mm mit diesem "NO NAME" 2X-Converter bei Offenblende (5,6)
Ergenis: 600mm Brennweite Blende 11



Jetzt mal die letzte Aufnahmen um eine Blende abgeblendet:

Fazit: Was die mögliche Bildqualität angeht, finde ich einen guten Telekonverter durchaus überlegenswert. Nun sind auch die "Anderen Fremden" normalerweise nicht gerade umsonst (auch gebraucht nicht) ....
aber man kann ja mal Glück gehabt haben ... ich habe wirklich nicht viel bezahlt.
Der Kenko 1,4er ist ebenfalls astrein ... ich zeige mal anständige Photos hier, sobald ich welchen habe ... und davon ist auszugehen.
Grüße und schöne Phortos
Klaus
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