Waldschrat
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Alte sogenannte "Computer"-Blitzgeräte gibt es wie Sand am Meer, und für
wenig Geld nachgeworfen. Selbstverständlich lassen sich auch heutzutage
damit schöne Bilder fertigen!
Unser Klaus-R hat hier z.B. umfangreiches Material zu zwei älteren Metzblitzen
zusammengetragen und Erfahrungen zum Besten gegeben:
http://www.bilderforum.de/t187-metz-32-ct-3-der-preiswerte-koenner.html
http://www.bilderforum.de/t228-metz-32-ct-7-hightech-antike.html
Gestern fiel mir im Rahmen einer Wohnungsauflösung ein alter Braun 320BVC-
Blitz in die Hände. So ein Teil schwirrt hier bei mir schon über 10 Jahre herum.
Bereits damals in der "Farbdia-Film-Phase" störte mich, dass das Gerät im
Automatikmodus nur 2 Blenden steuern kann. Bei ISO100 ist werksmäßig
die Arbeitsblende 4 oder 11 im Angebot. Der Abstand von 3 Stufen erscheint gewaltig.
Blende 11 nützt bei indirektem Blitzen ohnehin gar nix. Dafür ist er zu schwach,
der Blitz. Die Arbeitsblende 4 erwies sich in der Praxis doch eher als Blende 2,8.
Ein bisschen mehr Schärfentiefe war wünschenswert.
Was tun?
feil: Der alte analog-Computer ließ sich äußerst einfach neu
"programmieren".
Über den Sensor wurden mittels Klebestreifen bunte
Folienstückchen drapiert, die in der Summe annähernd grau sind, und die
etwa 50% Licht schlucken. Der Sensor "denkt" nun also, es käme nur
halbsoviel Licht zurück. Dadurch haut der Blitz bei Computerblende 4, die in
Wirklichkeit eher 2,8 war, nun das Licht heraus, welches bei Blende 4 (und
indirekter Beleuchtung) wirklich korrekte Belichtung ergibt.
Sehr Praxis-gerecht für Schnappschüsse im Wohnraum.
Durch unterschieben eines weiteren Folienstapels, der wiederum ca.
50% = 1 Stufe Licht schluckt, lässt sich auch Arbeitsblende 5,6 nutzen.
Wenn diese Idee Jemand hilft, einen alten Computerblitz sinnvoll
einzusetzen, würde es mich freuen.
Grüße vom Waldschrat!
Braun 320BVC-Blitz, links Originalzustand, rechts auf +1EV "programmiert"

_
wenig Geld nachgeworfen. Selbstverständlich lassen sich auch heutzutage
damit schöne Bilder fertigen!
Unser Klaus-R hat hier z.B. umfangreiches Material zu zwei älteren Metzblitzen
zusammengetragen und Erfahrungen zum Besten gegeben:
http://www.bilderforum.de/t187-metz-32-ct-3-der-preiswerte-koenner.html
http://www.bilderforum.de/t228-metz-32-ct-7-hightech-antike.html
Gestern fiel mir im Rahmen einer Wohnungsauflösung ein alter Braun 320BVC-
Blitz in die Hände. So ein Teil schwirrt hier bei mir schon über 10 Jahre herum.
Bereits damals in der "Farbdia-Film-Phase" störte mich, dass das Gerät im
Automatikmodus nur 2 Blenden steuern kann. Bei ISO100 ist werksmäßig
die Arbeitsblende 4 oder 11 im Angebot. Der Abstand von 3 Stufen erscheint gewaltig.
Blende 11 nützt bei indirektem Blitzen ohnehin gar nix. Dafür ist er zu schwach,
der Blitz. Die Arbeitsblende 4 erwies sich in der Praxis doch eher als Blende 2,8.
Ein bisschen mehr Schärfentiefe war wünschenswert.
Was tun?
"programmieren".
Folienstückchen drapiert, die in der Summe annähernd grau sind, und die
etwa 50% Licht schlucken. Der Sensor "denkt" nun also, es käme nur
halbsoviel Licht zurück. Dadurch haut der Blitz bei Computerblende 4, die in
Wirklichkeit eher 2,8 war, nun das Licht heraus, welches bei Blende 4 (und
indirekter Beleuchtung) wirklich korrekte Belichtung ergibt.
Sehr Praxis-gerecht für Schnappschüsse im Wohnraum.
Durch unterschieben eines weiteren Folienstapels, der wiederum ca.
50% = 1 Stufe Licht schluckt, lässt sich auch Arbeitsblende 5,6 nutzen.
Wenn diese Idee Jemand hilft, einen alten Computerblitz sinnvoll
einzusetzen, würde es mich freuen.
Grüße vom Waldschrat!
Braun 320BVC-Blitz, links Originalzustand, rechts auf +1EV "programmiert"

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