Hallo Klaus!
Tolle Aufnahme!
Wozu dient diese große runde Blende vor dem Objektiv?
Grüße, und noch einen schönen Ostermontag!
Die große runde Lochblende lief synchron zur Bildwechsekfrequenz des "Filmtransports"

.
Immer dann, wenn der Film in der Wiedergabe um ein "Einzelbild" witertransportiert wurde, musste die Projektion für eben diese kurze Dauer abgeblendet werden, um einen "Wischeffekt" in der Projektion zu vermeiden. Das Ergebnis war ein mehr oder weniger nicht wahrnehmbares "Flimmern" ... bei damals 24 Bildern/Sekunde wirklich kaum wahrnehmbar!
Bei moderneren Projektor-Konstruktionen wurde diese Blende (unsichtbar) vor das Filmfenster verlegt!
Dies gilt auch heute noch für 35mm Kinnofilm bzw. 16mm Kinofilm für Kleinkinos.
Bei den Amateur-Schmalbildfilmen (Normal 8 Millimeter und später Super-8) wäre aufgrund der reduzierten Bildwechselfrequenzen das "Flimmern" störend geworden!
Normal 8 = 16 Bilder/Sekunde
Super 8 = 18 Bilder/sekunde
Um das Flimmern bei diesen zu langsamen Bildwechselfrequenzen in den Griff zu bekommen bediente man sich eines ganz einfachen Tricks!

man verwendete bei den Projektoren Umlauf-Lochblenden mit einer zusätztlichen Abblendung
während des stehenden Einzelbildes (also nicht NUR während des "Filmtransports"). Im Ergebnis ergab sich so eine Verdoppellung der "Flimmerfrequenz", die dann eine fast "flimmerfreie" Filmwiedergabe ermöglichte .... aber ... natürlich auch eine Reduzierung der Projektionslichtstärke verursachte.
Grüße und schöne Photos
Klaus