OT an:
Dat Ding taucht er´s wat wenn man zu ihm sagen kann
"Tee, Earl Grey, heiss !"
Er´s dann nennt man dat Ding "Replikator" und nich mehr 3D-Drucker
OT aus !
Genau auf den Gag habe ich schon gewartet!

Freut mich, dass das Thema so gut ankommt.
Oh mann - wie kann man Dich unterstützen? :fragezeichen:
Was kost'n so'n 3D-Drucker, der auch was taugt und wie schnell ist man mit dem soweit, daß da was brauchbares rauskommt?
Unterstützen? Nein, mir ist nicht zu helfen.
Ich werde die zu integrierenden Komponenten sauber vermessen und die Maße dann in ein CAD-Modell integrieren. Das CAD-Modell selbst ist nicht 3D-Druck-tauglich, so dass im Anschluß ein Polygonnetzmodell (Stereolithograpy-Format) erstellt werden muss. Dabei ist zu achten, dass es "wasserdicht" ist, sprich Rapid-Prototyping-tauglich.
Das STL-Modell wird übrigens in eine sogenannte Slicer-Software eingeladen, in der die Parameter für den Druck eingestellt werden. Hierbei ist wiederum eine Abstimmung an das Druckmaterial wichtig. ABS muss man anders drucken als PLA, sowohl was die Bettemperatur betrifft als auch die Extrudertemperatur. Am "einfachsten" ist es mit PLA.
So richtig habe ich mich z.B. mit Polyvinylalkohol (PVA) auf die Nase gelegt. Ein Experiment, das mich knapp 40,-€ (Filament-Fehlinvestition) gekostet hat.

PVA ist ein wasserlöslicher (und hygroskopischer

) Kunststoff, den man im Falle von Dual-Extrudern (zwei Druckköpfe parallel) im zweiten Extruder neben PLA/ABS verwenden kann. Hört sich super an!
Nur: Das Zeug haftet so ganz und gar nicht und macht häßliche Kunststoffknäuel. Zumindest bei mir. Gehe ich mit der Temperatur hoch, um die Haftung zu erhöhen, suppt der Mist unerwünscht aus dem Extruder. Ein Material für schmerzresistente Experimentierfreaks. Ich habe es erst einmal frustriert weggepackt und drucke weiterhin PLA-Stützkörper - auch wenn das vielleicht etwas weniger schön aussieht. Bei "Laune" wird damit dann weiterexperimentiert. Aber vorher kommt das Zeugs trotz Silicagel-Lagerung zur Sicherheit in den Backofen, um die Feuchte im Material herabzusetzen.
Zu 3D-Druckern...
Um es ganz klar zu sagen: Wer glaubt, er stellt sich so ein Ding hin und es liefert per Knopfdruck ab wie ein Papierdrucker, der irrt.
Die Geräte im "Preissegment für Normalsterbliche" sind zurzeit noch etwas experimentierfreudige Technikfreaks, die sich wirklich intensiv mit dem Gerät beschäftigen (wollen/müssen), um optimale Konstellationen zu erarbeiten. Erst dann läuft es - was nicht heißt, dass es keine Misserfolge gibt.
Ich kenne mich etwas mit Makerbots bzw. einem Makerbot-Klon (den habe ich) aus. Einen großen Makerbot habe ich aus beruflichen Gründen angeschafft und bin bei dieser Diva in die Lehre gegangen. Fast 8000,-€ teuer, hat das Dingen uns einen guten Monat auf Trab gehalten, bis meine Kollegen und ich das Dingen halbwegs in den Griff bekommen haben.
Will sagen: Der Preis garantiert noch lange keinen reibungslosen Betrieb.
Ich persönlich habe einen CTC 3D. Kostenpunkt zurzeit im Sub-500€-Bereich. Meines Erachtens die absolute Untergrenze. Dafür gab es keine Anleitung, ich musste alle Schrauben des Holzlaminatgehäuses sowie die fast abgefallenen End-Kontaktschalter nachziehen und bei der Inbetriebnahme feststellen, dass die Treiber-SD-Karte keinen Treiber enthielt. Zum Download gibt es den übrigens nicht!
Einmal sauber justiert, bin ich bisher mit dem Drucker soweit zufrieden.

Die beim großen Bot gemachten Erfahrungen -auch mit der Slicer-Software- zahlen sich aus.
CTC ist übrigens ein Hersteller aus China, der das Makerbot Replicator-Design (ein Open Hardware/Source Projekt) legal kopiert hat.
Soweit zum Equipment und zur Vorgehensweise bei der Modellerstellung.
Grüße,
Oz