Kamerahaltung .....
Hallo zusammen,
der Vorteil von alten Langtele- Festbrennweiten ist, dass sie mit viel weniger Linsen in weniger Gruppen auskommen, als moderne kurzbauende Telezooms.
Die teilweise beachtliche Baulänge (knapp unter ihrer Brennweite) erlaubt es, mit Linsen kleiner Brechzahlen zu arbeiten, was die typischen sphärischen und achromatischen Abbildungsfehler minimiert.
Solche Objektive zeichnen sehr reflexarm, kontrastreich und mit wundervoll weichem Bokeh, bei erstaunlicher Bildschärfe und minimaler Verzeichnungsanfälligkeit. Dazu kommt, dass solche Altgläser (bei mäßiger Lichtstärke) oft federleicht sind, was sie für Geduldsphotos aus der Hand in besonderer weise qualifiziert.
Nachteile sind der fast immer beachtlich lange Mindestfokus, den man aber mit Zwischenringen (leider umständlich) in den Griff kriegt.
KAMERAHALTUNG:
Die SLR natürlich in der rechten Hand. Ich fasse dann den Tubus des Teleobjektives mit der linken Hand ganz vorne an (ist ja kein Problem ... man muss ja nicht am Handgriff fokussieren, weil ja der gesamte vordere Tubus zum Fokussieren mitdreht. Den linken Ellbogen stütze ich dann auf der Brust ab. So ergibt sich ein Dreieck, das die Kamera-Teleeinheit maximal ruhig abstützt.
Bei kritischen Verschlusszeiten, die Luft kurz anhalten und zwischen zwei Pumpenschlägen auslösen (kein Witz ... bei Supertelebrennweiten siehst Du den Puls im Sucher) alles andere ist Glück!
1/60s (ohne optische Bildstabilisierung bei 500mm Brennweite aus der Hand) kann klappen ... aber nicht allzu häufig ... das bleibt Massel.
Grüße und schöne Photos
Klaus