Klaus-R
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Hallo zusammen,
Sie gilt als der "Urknall" der TTL-Belichtungsmessung! 1964 kam dieser wunderschöne Klassiker in die Hände
begeisterter Photographen und heute ist sie ein geliebter und inzwischen sehr gesuchter KLASSIKER der
Spiegelreflex-Geschichte. Sie ist an anderer Stelle ganz sicher auch noch ein Kameraportrait wert, aber
darum soll es hier gar nicht gehen!
Dieser Kamera droht GEFAHR durch Zerstörung bei falscher Handhabung bei der Suche nach Batterie-
Ersatz für heutige Verwendung.
Im Netz steht zu diesem Thema leider schlimmer und dummer Unfug, der zur Zerstörung der empfindlichen
Belichtungsmesser führen wird, wenn man den Quatsch glaubt und umsetzt.
Wie es tatsächlich geht, nämlich mit modernen und erhältlichen Batterien diese schönen Kameras heute
zu benutzen, das möchte ich hier mal zeigen und meine Lösung vorstellen.

Was man wissen muss:
Alle frühen Pentax Spotmatic Modelle nutzten heute nicht mehr verfügbare 1,35V Quecksilber Batterien!
Das Problem aber ist, dass es viele Missverständnisse gibt, weil verschiedene Modelle verschiedene Batterietypen
nutzen:
SPOTMATIC SP 1964 PX 400 Mallory
SPOTMATIC SP II 1971 PX 400 Mallory
Pentax SP 1000 PX 400 Mallory
Pentax SP 500 PX 400 Mallory
ELEKTRO SPOTMATIC 1972 Eveready 544 (4LR44) 6V
SPOTMATIC F 1973 PX 625
Gute Nachrichten in Sachen Batterie-Ersatz für die Spotmatics .... Es gibt kein 1,5V Problem! Alle
1,35V Quecksilber Batterien können also ohne Schwierigkeiten oder Fehlmessungen durch
moderne 1,5V-Ersatzlösungen ersetzt werden!
Im Einzelnen:
KEINE PROBLEME:
Spotmatic ES: Kein Problem! Batterie ist lieferbar: Nennt sich inzwischen 4LR44.
Alle Modelle für die bekanntere PX 625 Mallory können (wie ich das schon
mehrmals gezeigt hatte) entweder mit der gehäusegleichen Varta V 625 U (teuer) oder
mit einer LR44 (mit Gummiring ummantelt und preiswert) ersetzt werden.
SCHWIERIGKEITEN:
Die UR-Spotmatic (ab 1964) und die anderen Modelle, die ich oben für die PX 400 Mallory nenne,
benötigen eine aufwendigere Batterie-Ersatzlösung WIE FOLGT:
Die sehr seltene Quecksilberzelle PX 400 ist schon seit fast 30 Jahren nicht mehr im Verkauf und
leider gibt es keine gehäusegleiche Ersatzbatterie, wie für die gebräuchlichere PX 625.
Diese Knopfzelle hatte eine Besonderheit, nämlich, dass sie genau andersherum gepolt war, als übliche
Batterien.
NORMALERWEISE ist das Batteriegehäuse aller Knopfzellen PLUS und der Kontakt ist MINUS.
Bei der PX 400 war das leider andersherum ... das Gehäuse war MINUS und der KONTAKT war PLUS.
Solche Knopfzellen gibt es heute gar nicht mehr!!
Einzige Möglichkeit ist nun, eine "normale" Knopfzelle andersherum einzubauen!
Die Schwierigkeit ist nun, das Batteriegehäuse gegen das Batteriefach zu isolieren!!!
Bei der UR Spotmatic SP ist also der Kontakt PLUS und das Batteriefachgehäuse (auch der Kamerabody)
MINUS.
Leider sind PLUS und MINUS bei der Spotmatic NICHT beschriftet ... GRUND ... man konnte die PX 400
damals nicht falschherum einlegen, weil ihr Gehäuse das verhinderte!
Heute muss man das wissen:
Batterieersatz für alle Spotmatics für PX 400 Zellen (vgl. Liste oben):
Ich war erfolgreich mit einer AG3 Uhrenbatterie, die man wie folgt einbauen kann:
Das leere Batteriefach! Hier ist (UNÜBLICHERWEISE) der Kontakt PLUS und nicht MINUS,
wie man das kennt. Der Kontakt des Batteriefaches muss also jetzt Kontakt mit dem
Batteriegehäuse bekommen, das man gleichzeitig gegen das Batteriefach und den
Kamerboden isolieren muss!!!!
In anderen Worten: Die Batterie darf das Batteriefach nicht berühren, MUSS aber den
Mittenkontakt berühren! der Kontakt der Batterie MUSS den Schraub-Deckel berühren!

Einen O-Ring (aus einem Dichtungen-Sortiment) wie gezeigt in den Boden des Batteriefaches
legen:

Einen weiteren (kleineren) O-Ring um die AG 3 Uhrenbatterie legen:

Dann die Batterie mit dem O-Ring und dem MINUS-Kontakt nach OBEN, wie gezeigt
einlegen und den Batteriefachdeckel einschrauben:

Das sieht jetzt zwar "falsch" aus, ist aber genau richtig .....
..... Bei meiner Spotmatic war die Dicke der AG3
genau passend, so dass sie so KONTAKT hatte, wie sie soll. Evtl kann es nötig sein, den Blattfederkontakt
am Boden des Batteriefaches vorsichtig mit einer Pinzette etwas hochzubiegen, damit diese (sehr elegante
und nondestruktive) Lösung die Spotmatic wieder indienst stellen kann.
WICHTIG: Dieses "UMDREHEN" der Ersatzbatterie gilt NUR für die oben genannten Modelle, die eine PX 400
Batterie wollen!!!!
Modelle für die PX 625 brauchen "normal gedrehte"
Batterien, weil da der Kontakt da MINUS und das
Gehäuse PLUS ist.
Sooo ... mir war es wichtig dieses "ewige Problem" mit der Spotmatic endlich mal richtig und differenziert
darzulegen. Zuuuu viel MIST steht da im Netz!
Hilfreich für SICHERE ERKENNTNIS waren übrigens die jeweiligen Bedienungsanleitungen der einzelnen
Kameramodelle, die frei verfügbar sind. Ich verstehe nicht, wie so viele Leute Falsches schreiben können,
ohne sich da mal zuvor eingelesen zu haben.
So mancher Belichtungsmesser könnte noch leben, wenn da mehr Sorgfalt geübt würde!
Kurz zur Technik:
Die oben gezeigte UR-Spotmatic arbeitet eigentlich batterieunabhängig. Nur der TTL-CDS-Lichtmesser
benötigt Batteriespannung, die sich, wie gezeigt auch heute noch DESHALB einfach herstellen lässt, weil
Alle Modelle ab 1964 schon Spannungsanpassungselektronik (Wheatsone-Brückenschaltung) haben.
Übrigens .... Batterietest: Zeitensteller auf B und ISO 100 (ASA 100 oder 21 DIN) einstellen. Belichtungsmesser
einschalten und den Zeiger im Sucher beobachten. Selbiger muss jetzt "schnell" bis zum Anschlag MINUS
ausschlagen .... dann ist die Batterie noch gut ..... bei meiner SPOTTY macht er das jetzt!
Ich hoffe jetzt nur noch, dass möglichst viele Kolleginnen und Kollegen mit diesem Problem diesen
Faden finden, BEVOR die Spotty unnötigen Schaden nimmt!
Grüße und rettet Film
Klaus
Sie gilt als der "Urknall" der TTL-Belichtungsmessung! 1964 kam dieser wunderschöne Klassiker in die Hände
begeisterter Photographen und heute ist sie ein geliebter und inzwischen sehr gesuchter KLASSIKER der
Spiegelreflex-Geschichte. Sie ist an anderer Stelle ganz sicher auch noch ein Kameraportrait wert, aber
darum soll es hier gar nicht gehen!
Dieser Kamera droht GEFAHR durch Zerstörung bei falscher Handhabung bei der Suche nach Batterie-
Ersatz für heutige Verwendung.
Im Netz steht zu diesem Thema leider schlimmer und dummer Unfug, der zur Zerstörung der empfindlichen
Belichtungsmesser führen wird, wenn man den Quatsch glaubt und umsetzt.
Wie es tatsächlich geht, nämlich mit modernen und erhältlichen Batterien diese schönen Kameras heute
zu benutzen, das möchte ich hier mal zeigen und meine Lösung vorstellen.

Was man wissen muss:
Alle frühen Pentax Spotmatic Modelle nutzten heute nicht mehr verfügbare 1,35V Quecksilber Batterien!
Das Problem aber ist, dass es viele Missverständnisse gibt, weil verschiedene Modelle verschiedene Batterietypen
nutzen:
SPOTMATIC SP 1964 PX 400 Mallory
SPOTMATIC SP II 1971 PX 400 Mallory
Pentax SP 1000 PX 400 Mallory
Pentax SP 500 PX 400 Mallory
ELEKTRO SPOTMATIC 1972 Eveready 544 (4LR44) 6V
SPOTMATIC F 1973 PX 625
Gute Nachrichten in Sachen Batterie-Ersatz für die Spotmatics .... Es gibt kein 1,5V Problem! Alle
1,35V Quecksilber Batterien können also ohne Schwierigkeiten oder Fehlmessungen durch
moderne 1,5V-Ersatzlösungen ersetzt werden!
Im Einzelnen:
KEINE PROBLEME:
Spotmatic ES: Kein Problem! Batterie ist lieferbar: Nennt sich inzwischen 4LR44.
Alle Modelle für die bekanntere PX 625 Mallory können (wie ich das schon
mehrmals gezeigt hatte) entweder mit der gehäusegleichen Varta V 625 U (teuer) oder
mit einer LR44 (mit Gummiring ummantelt und preiswert) ersetzt werden.
SCHWIERIGKEITEN:
Die UR-Spotmatic (ab 1964) und die anderen Modelle, die ich oben für die PX 400 Mallory nenne,
benötigen eine aufwendigere Batterie-Ersatzlösung WIE FOLGT:
Die sehr seltene Quecksilberzelle PX 400 ist schon seit fast 30 Jahren nicht mehr im Verkauf und
leider gibt es keine gehäusegleiche Ersatzbatterie, wie für die gebräuchlichere PX 625.
Diese Knopfzelle hatte eine Besonderheit, nämlich, dass sie genau andersherum gepolt war, als übliche
Batterien.
NORMALERWEISE ist das Batteriegehäuse aller Knopfzellen PLUS und der Kontakt ist MINUS.
Bei der PX 400 war das leider andersherum ... das Gehäuse war MINUS und der KONTAKT war PLUS.
Solche Knopfzellen gibt es heute gar nicht mehr!!
Einzige Möglichkeit ist nun, eine "normale" Knopfzelle andersherum einzubauen!
Die Schwierigkeit ist nun, das Batteriegehäuse gegen das Batteriefach zu isolieren!!!
Bei der UR Spotmatic SP ist also der Kontakt PLUS und das Batteriefachgehäuse (auch der Kamerabody)
MINUS.
Leider sind PLUS und MINUS bei der Spotmatic NICHT beschriftet ... GRUND ... man konnte die PX 400
damals nicht falschherum einlegen, weil ihr Gehäuse das verhinderte!
Heute muss man das wissen:
Batterieersatz für alle Spotmatics für PX 400 Zellen (vgl. Liste oben):
Ich war erfolgreich mit einer AG3 Uhrenbatterie, die man wie folgt einbauen kann:
Das leere Batteriefach! Hier ist (UNÜBLICHERWEISE) der Kontakt PLUS und nicht MINUS,
wie man das kennt. Der Kontakt des Batteriefaches muss also jetzt Kontakt mit dem
Batteriegehäuse bekommen, das man gleichzeitig gegen das Batteriefach und den
Kamerboden isolieren muss!!!!
In anderen Worten: Die Batterie darf das Batteriefach nicht berühren, MUSS aber den
Mittenkontakt berühren! der Kontakt der Batterie MUSS den Schraub-Deckel berühren!

Einen O-Ring (aus einem Dichtungen-Sortiment) wie gezeigt in den Boden des Batteriefaches
legen:

Einen weiteren (kleineren) O-Ring um die AG 3 Uhrenbatterie legen:

Dann die Batterie mit dem O-Ring und dem MINUS-Kontakt nach OBEN, wie gezeigt
einlegen und den Batteriefachdeckel einschrauben:

Das sieht jetzt zwar "falsch" aus, ist aber genau richtig .....
genau passend, so dass sie so KONTAKT hatte, wie sie soll. Evtl kann es nötig sein, den Blattfederkontakt
am Boden des Batteriefaches vorsichtig mit einer Pinzette etwas hochzubiegen, damit diese (sehr elegante
und nondestruktive) Lösung die Spotmatic wieder indienst stellen kann.
WICHTIG: Dieses "UMDREHEN" der Ersatzbatterie gilt NUR für die oben genannten Modelle, die eine PX 400
Batterie wollen!!!!
Modelle für die PX 625 brauchen "normal gedrehte"
Gehäuse PLUS ist.
Sooo ... mir war es wichtig dieses "ewige Problem" mit der Spotmatic endlich mal richtig und differenziert
darzulegen. Zuuuu viel MIST steht da im Netz!
Hilfreich für SICHERE ERKENNTNIS waren übrigens die jeweiligen Bedienungsanleitungen der einzelnen
Kameramodelle, die frei verfügbar sind. Ich verstehe nicht, wie so viele Leute Falsches schreiben können,
ohne sich da mal zuvor eingelesen zu haben.
So mancher Belichtungsmesser könnte noch leben, wenn da mehr Sorgfalt geübt würde!
Kurz zur Technik:
Die oben gezeigte UR-Spotmatic arbeitet eigentlich batterieunabhängig. Nur der TTL-CDS-Lichtmesser
benötigt Batteriespannung, die sich, wie gezeigt auch heute noch DESHALB einfach herstellen lässt, weil
Alle Modelle ab 1964 schon Spannungsanpassungselektronik (Wheatsone-Brückenschaltung) haben.
Übrigens .... Batterietest: Zeitensteller auf B und ISO 100 (ASA 100 oder 21 DIN) einstellen. Belichtungsmesser
einschalten und den Zeiger im Sucher beobachten. Selbiger muss jetzt "schnell" bis zum Anschlag MINUS
ausschlagen .... dann ist die Batterie noch gut ..... bei meiner SPOTTY macht er das jetzt!
Ich hoffe jetzt nur noch, dass möglichst viele Kolleginnen und Kollegen mit diesem Problem diesen
Faden finden, BEVOR die Spotty unnötigen Schaden nimmt!
Grüße und rettet Film
Klaus
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