Klaus-R
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Hallo zusammen,
das Duell....

Hier hatten wir zuletzt diskutiert, dass die Preise für antike DDR Optik inzwischen deutlich angestiegen sind. Das gilt insbesondere auch für
Altglas aus dem Hause Pentacon ... eigentlich traditionell sehr preisgünstige
Sachen, die noch zu DDR-Zeiten im Westen kein besonders gutes Image hatten. Wer für weniger Geld Gutes kaufen wollte,
hatte schon in den 1960er und 70er Jahren gar keine Angst vor der "Zonenoptik" und auch die Kameras waren viel besser, als ihr Ruf.
Inzwischen hat sich unter Sammlern und Benutzern herumgesprochen, dass so manches aus DDR-Zeiten sogar richtig gut ist und die Preise steigen an.
Stimmt's aber wirklich? So mancher Hype hatte ja schon wenig mit der Realität zu tun.
Ich habe gerade für vergleichsweise viel Geld ein Pentacon 200mm/F:4,0 MC AUTO Teleobjektiv gekauft und möchte jetzt mal wissen,
was es im Vergleich mit meinem ALBINAR 200mm/F:3,5 so kann, das halb so viel Geld gekostet hatte.
Die Kontrahenten:



Das Pentacon 200er ist das letzte Modell, das bis zur Wiedervereinigung gebaut wurde. Im Gegensatz zu einer früheren Version, die mit Vorwahlblende
(15 Blätter) gebaut wurde, hat diese Version eine 6-Blatt Springblende. Das Design ist eine sehr hochwertige Metallausführung mit butterweich laufender Fokussierung
und gerasterter Blendenstellung. Besonders hübsch ist die eingebaute ausschiebbare Streulichtblende, auf die das Albinar verzichten muss.
Der Mindestfokus des Pentacon liegt bei 2,7m, der des Albinars bei 3,5m.
Das ist nicht gerade wenig, so dass man gut daran tut, für beide Objektive auch M42 Zwischenringe zur Hand zu haben, um hier ggfls. verkürzen zu können.
Beide Objektive sind in sehr gutem Zustand, mit glasklar sauberen Linsen und kaum sichtbaren Gebrauchsspuren. Das Pentacon ist vielleicht noch einen Tick besser erhalten,
was aber optisch nicht relevant wird.
Lichtstärke:
Eigentlich sollte das Albinar Tele mit einer Offenblende von 1:3,5 eine knappe halbe Blende lichtstärker sein, als das Pentacon Pendent.
Es zeigt sich aber, dass das Albinar ein wenig schummelt und auf keinen Fall eine Halbblende besser kann. Die Testkamera (CANON EOS 1Ds)
zeigt bei beiden Objektiven und gleichem Motiv die selbe Verschlusszeit an. Blendet man das Albinar dann auf F:4,0 ab, ergeben sich etwas längere Verschlusszeiten
als beim Pentacon und offener Blende F:4,0 .... das Albinar schummelt also etwas.
Für die Testbilder habe ich aber trotzdem am Albinar auf F:4,0 abgeblendet, um Vergleichbarkeit zu haben ... kurz ... es macht den Kohl nicht fett!
Testmotiv:
Ich habe eine Sprudelflasche mit weißem Label im Sonnenlicht bei ca. 4m Motivabstand gewählt. Dann habe ich exakt fokussiert
(Die Kamera hat eine Schnittbildmattscheibe, so dass da keine Fehlbedienung möglich ist.)
Das weiße Label mit der dunkelen Schrift ist insofern ideal, weil es chromatische Abberationen (Farbsäume) geradezu provoziert, bzw. schonungslos
aufdeckt, wenn man wirklich wissen will, was IST.
Die allermeisten wirklichen Motive sind da sehr viel gnädiger bzw. unkritischer aber ich will ja sehen, was los ist.
Ich wähle eine Vollformat bzw. Kleinbild-SLR um auch mal in die kritischen Bildecken des Ausleuchtungskreises gucken zu können.
Klar ist, dass bei fast allen Tele-Motiven gerade die Bildecken nicht wirklich wichtig sind ... aber ich will's ja wissen.
Testmotiv also:



Das Motiv wird jetzt mit beiden Objektiven bei den Blenden 4 und 8 jeweils mittig fokussiert und abgelichtet. Anschließend wird die Kamera geschwenkt, um das Label in die Bildecken zu bekommen. Es wird nicht neu
fokussiert, sondern der Mittenfokus beibehalten!
Die Frage also ... lohnt sich das inzwischen nicht mehr ganz so preiswerte DDR-Glas wirklich?
Gucken wir mal auf den Pixel.....
das Duell....
Hier hatten wir zuletzt diskutiert, dass die Preise für antike DDR Optik inzwischen deutlich angestiegen sind. Das gilt insbesondere auch für
Altglas aus dem Hause Pentacon ... eigentlich traditionell sehr preisgünstige
Sachen, die noch zu DDR-Zeiten im Westen kein besonders gutes Image hatten. Wer für weniger Geld Gutes kaufen wollte,
hatte schon in den 1960er und 70er Jahren gar keine Angst vor der "Zonenoptik" und auch die Kameras waren viel besser, als ihr Ruf.
Inzwischen hat sich unter Sammlern und Benutzern herumgesprochen, dass so manches aus DDR-Zeiten sogar richtig gut ist und die Preise steigen an.
Stimmt's aber wirklich? So mancher Hype hatte ja schon wenig mit der Realität zu tun.
Ich habe gerade für vergleichsweise viel Geld ein Pentacon 200mm/F:4,0 MC AUTO Teleobjektiv gekauft und möchte jetzt mal wissen,
was es im Vergleich mit meinem ALBINAR 200mm/F:3,5 so kann, das halb so viel Geld gekostet hatte.
Die Kontrahenten:



Das Pentacon 200er ist das letzte Modell, das bis zur Wiedervereinigung gebaut wurde. Im Gegensatz zu einer früheren Version, die mit Vorwahlblende
(15 Blätter) gebaut wurde, hat diese Version eine 6-Blatt Springblende. Das Design ist eine sehr hochwertige Metallausführung mit butterweich laufender Fokussierung
und gerasterter Blendenstellung. Besonders hübsch ist die eingebaute ausschiebbare Streulichtblende, auf die das Albinar verzichten muss.
Der Mindestfokus des Pentacon liegt bei 2,7m, der des Albinars bei 3,5m.
Das ist nicht gerade wenig, so dass man gut daran tut, für beide Objektive auch M42 Zwischenringe zur Hand zu haben, um hier ggfls. verkürzen zu können.
Beide Objektive sind in sehr gutem Zustand, mit glasklar sauberen Linsen und kaum sichtbaren Gebrauchsspuren. Das Pentacon ist vielleicht noch einen Tick besser erhalten,
was aber optisch nicht relevant wird.
Lichtstärke:
Eigentlich sollte das Albinar Tele mit einer Offenblende von 1:3,5 eine knappe halbe Blende lichtstärker sein, als das Pentacon Pendent.
Es zeigt sich aber, dass das Albinar ein wenig schummelt und auf keinen Fall eine Halbblende besser kann. Die Testkamera (CANON EOS 1Ds)
zeigt bei beiden Objektiven und gleichem Motiv die selbe Verschlusszeit an. Blendet man das Albinar dann auf F:4,0 ab, ergeben sich etwas längere Verschlusszeiten
als beim Pentacon und offener Blende F:4,0 .... das Albinar schummelt also etwas.
Für die Testbilder habe ich aber trotzdem am Albinar auf F:4,0 abgeblendet, um Vergleichbarkeit zu haben ... kurz ... es macht den Kohl nicht fett!
Testmotiv:
Ich habe eine Sprudelflasche mit weißem Label im Sonnenlicht bei ca. 4m Motivabstand gewählt. Dann habe ich exakt fokussiert
(Die Kamera hat eine Schnittbildmattscheibe, so dass da keine Fehlbedienung möglich ist.)
Das weiße Label mit der dunkelen Schrift ist insofern ideal, weil es chromatische Abberationen (Farbsäume) geradezu provoziert, bzw. schonungslos
aufdeckt, wenn man wirklich wissen will, was IST.
Die allermeisten wirklichen Motive sind da sehr viel gnädiger bzw. unkritischer aber ich will ja sehen, was los ist.
Ich wähle eine Vollformat bzw. Kleinbild-SLR um auch mal in die kritischen Bildecken des Ausleuchtungskreises gucken zu können.
Klar ist, dass bei fast allen Tele-Motiven gerade die Bildecken nicht wirklich wichtig sind ... aber ich will's ja wissen.
Testmotiv also:



Das Motiv wird jetzt mit beiden Objektiven bei den Blenden 4 und 8 jeweils mittig fokussiert und abgelichtet. Anschließend wird die Kamera geschwenkt, um das Label in die Bildecken zu bekommen. Es wird nicht neu
fokussiert, sondern der Mittenfokus beibehalten!
Die Frage also ... lohnt sich das inzwischen nicht mehr ganz so preiswerte DDR-Glas wirklich?
Gucken wir mal auf den Pixel.....
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