Neues von der H3D

Diskutiere Neues von der H3D im Sonstige Kamerasysteme Forum im Bereich Digitalkamera Hersteller; Nun habe ich die H3 schon eine Weile und habe rund 1000 Aufnahmen mit ihr gemacht. Das ist für eine Mittelformatkamera, wie ich mir habe sagen...
  • Neues von der H3D Beitrag #1
fotom
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Nun habe ich die H3 schon eine Weile und habe rund 1000 Aufnahmen mit ihr gemacht. Das ist für eine Mittelformatkamera, wie ich mir habe sagen lassen, eine ganze Menge in der kurzen Zeit und daran merke man, dass es sich um einen schnöde digitale Kamera handelt.

Dass man mit einer digitalen Hasselblad nicht Everybody´s Darling ist habe ich zu Genüge erfahren, es interessiert mich aber nicht mehr.

Denn die Bildergebnisse und das Arbeiten mit der Kamera, insbesondere mit den entsprechenden Objektiven, ist eine Welt für sich die sich nicht mit egal welcher Canikon oder Sontax erzielen lässt. Egal, welche Lichtstärke man dem Objektiv vorne dran gönnt.

Was macht den besonderen Reiz dieser Kamera aus? Einiges: Das extreme Spiel mit der Schärfe und der Unschärfe. Das alles schon bei Blendenwerten, bei denen man bei einer Kleinbildkamera zu viel und mit DX brutale Schärfe von vorne bis hinten erhält.

In diesem Fall, mit dem 50MP Rückteil, kommt die extreme Auflösung und eine bisher nie gesehene Schärfe auf der Fokusebene hinzu. Bei Vergrößerungen hat man nie das Gefühl ein zermatschtes Handybild geschossen zu haben. Das ist kein Vergleich zu den Aufnahmen einer Nikon D800. Die Bilder, die man aufnimmt, kann man getrost auf ein erheblich kleineres Mass zuschneiden ohne dabei an Schärfe einbüssen zu müssen. Ein Vorteil, den mir ein analog fotografierender Mittelformatnutzer einmal näher legte und mit einer ganzen Menge an Bildern unterstrich.

Konzentriert angewandt erhält man mit der Kamera Aufnahmen, die eine ungewohnte Fülle an Informationen enthält. Dazu zählen auch die Farben. Per se nimmt sie in 16Bit Farbtiefe auf und die Möglichkeiten der Nachbearbeitung, die sich dadurch ergeben, sind sehr vielfältig. In Verbindung mit der hauseigenen Software Phocus ergibt sich ein Workflow, an den man sich zugegebenermassen erst einmal gewöhnen muss, wenn man ihn aber verinnerlicht hat und die Möglichkeiten der Software mal in Aktion gesehen hat, dann zieht einen die Faszination dieses Formates leider vollends in den Bann.

Was auch die Frage aufwirft, ob ich mir generell Mittelformat und speziell diese Kamera noch einmal zulegen würde.

Ehrlich gesagt... ja. Es gibt durchaus Alternativen zu einer Hasselblad. Da sind Phase One, Mamiya, Pentax und einige alte Rolei/ Sinai/ Leaf zu nennen. Die Pentax wäre preislich eine absolute Alternative, denn das Gehäuse kann man neu mit einer wahnsinnigen Cashback Option alle Nase lang bekommen und Objektive, selbst ausgesprochene Spezialisten, sind zu fast schon erschwinglichen Preisen zu bekommen. Von Mamiya gibt es die alte ZD mit 22MP als geschlossene Kamera gebraucht mittlerweile für den Preis einer digitalen Spiegelreflex im Semipro Segment neu. Die Objektive sind auch noch erschwinglich. Dagegen ist Hasselblad eine Apotheke.

Womit wir bei den negativen Aspekten der Hasselblad und vielleicht auch allen anderen MF- Kameras angekommen sind. Wer sich die Teile aus dem Kopf reden muss/ will/ soll, kann hier eine Menge Argumente erhalten.

1. Mittelformat ist teuer. Die Gehäuse/ Rückteile kosten ein Vermögen.
2. Mittelformat ist teuer. Die Objektive kosten ein Vermögen.
3. Mittelformat ist teuer. Das Zubehör kostet ein Vermögen.
4. Mittelformat ist teuer. Es gibt keine Zubehörteile oder Objektive von Drittherstellern.
5. Mittelformat ist teuer. Nein, es gibt nicht einmal einen Akku von einem Dritthersteller. Zumindest nicht für die H3.
6. Mittelformat ist schwer. Selbst mit der universellen 80er Festbrennweite schleppt man sich einen Wolf.
7. Mittelformat ist langsam. Man kann die Kiste nicht einfach mal so aus dem Schrank zerren und Bilder der spielenden Kinder machen. Klappt nicht.
8. Mittelformat hat einen langsamen Autofokus. Und nur einen zentral gelegenen Sensor. Zumindest die H3.
9. Mittelformat ist nichts für Point and Shoot.
10. Mittelformat ist nichts für die Kirche. Der Spiegelschlag gleicht einem Kanonenschlag.

Fehlt noch was? Dann bitte ergänzen.
 
  • Neues von der H3D Beitrag #2
Ja, die Rollei Hy6 nicht vergessen. Die kann man derzeit in der Analogvariante günstig bei DHW kaufen und sie ist mit vielen Rückteilen kompatibel.
Analog in Kombination mit Mittelformat hat ebenfalls durchaus noch seinen spezifischen Reiz. Allerdings sollte man einen Trommelscan mit einplanen.
Ich habe hier gerade ein Angebot für eine H4D-31 inkl. HC 2,8/80 inklusive Handgriff für 5600,– € neu. Wenn man bedenkt, dass man dafür gerade mal eine 4D ohne Objektiv bekommt, könnte man schon schwach werden.
Ich habe aber noch Bedenkzeit.

Gruß

Frankg
 
  • Neues von der H3D Beitrag #3
Dieses Angebot für Lehrer und Studenten? Das ist ein sehr verlockendes Angebot von dem ich ich in irgendeinem Newsletter neulich gelesen hatte. Die Zeit ein wenig zurück gedreht dann hätte ich vermutlich nur diese Kamera mit dem 80er Objektiv... oder vielleicht doch das 100er noch dazu... ich weiss es wirklich nicht. Aber tauschen wollte ich das 50er Rückteil nicht mehr...

Edit: Und ja, die Hy6 von Leaf ist ein sehr attraktives Werkzeug. Allein der Preis OHNE ein Rückteil ist allerdings eine Hausnummer für sich.
 
  • Neues von der H3D Beitrag #4
Genau dieses Angebot.
Die Hy6 ist natürlich eine Rolleikonstruktion:), auch wenn die Firma jetzt DHW heißt. Ich habe mit diversen Analog Rolleis nur beste Erfahrungen gemacht. Vor allem mit der SL66. Daher finde ich die Hy6 schon sehr interessant, zumal sie extrem kompakt ist und gut durchdacht scheint. Leider kostet sie ohne Rückteil ungefähr soviel die H4D-31.
Gruß

Frankg
 
  • Neues von der H3D Beitrag #5
Hatte da mal ein Angebot mit einem 22er PhaseOne (meine ich) für schlappe 9000 Euro samt einigen Objektiven. Die Kamera ist traumhaft. Weiss gar nicht, warum ich das nicht genommen hatte... :fragezeichen:
 
  • Neues von der H3D Beitrag #6
Jetzt fällt es mir wieder ein: Weil keine AF- Objektive dabei waren...

Habe die Dicke heute mal wieder gereinigt. Ein weiterer Pluspunkt für diese riesigen Trümmer...
 
  • Neues von der H3D Beitrag #7
Die Liste an Punkten gegen eine H3 lässt sich ein wenig fortführen:

Mittelformat ist anspruchsvoll bei der Bildgestaltung. Wenn man sich zu sehr auf einen bestimmten Bildausschnitt konzentriert und der am Ende Mist ist dann war´s das trotz Potential zum Schneiden.

Bei einem Schwenk des Schärfepunktes kann eine einzige kleine Bewegung aus der Schärfe heraus alles an Schärfe zunichte machen. Zumindest dieses Problem haben auch andere Fotografen mit anderen Sensorgrößen...
 
  • Neues von der H3D Beitrag #8
Das leidige Thema Akku und Dritthersteller... nachdem ich nun den zweiten neuen Akku von Hasselblad wieder zurück schickte weil die Kamera den Griff nicht erkannte habe ich heute einen LiPo mit 7,4 Volt, ein paar andere Brocken und einen Anschluss für den DC Handgriff besorgt. In einem Probeaufbau werde ich das zusammen stecken und damit die Kamera ausprobieren. Wenn das klappen sollte, dann bröckele ich mir noch ein Gehäuse mit Umschaltung zurecht, in das ich dann 5 Akkus á 5000mAh einsetze und damit dann stundenlang draussen rumeiern werde... zu einem Preis der immer noch UNTER einem (1!) originalen von Hasselblad liegt... grmpf... :mad:
 
  • Neues von der H3D Beitrag #9
Da ich die Preise ja kennengelernt habe, kann ich Deine Bastelwut gut verstehen :rolleyes::D
 
  • Neues von der H3D Beitrag #10
Im Moment lädt der Akku noch. Ich bin selbst gespannt wie ein Flitzebogen. Sicher hat sich Hasselblad da auch noch was einfallen lassen damit diese Lücke nicht klappt...
 
  • Neues von der H3D Beitrag #11
Mission accomplished... Es funktioniert.

Werde mir nun ein adrettes Case für etwa 5 Akkus a 5000 mAh suchen, das Ganze intern mit einem Schalter und einer Spannungsüberwachung und dann mit einem angepassten Kabel samt Stecker für den Handgriff versehen.

Yeah... manchmal geht es auch ganz einfach...
 
  • Neues von der H3D Beitrag #12
So, einige Brocken sind noch im Zulauf, ein paar weitere, darunter 10.000 mAh (sic!) für... momentchen, muss mir gerade noch einmal den Bon anschauen... 56,25 Euro (da ist noch ein Anschlussterminal dabei für wackere 3,25) habe ich gerade angeschleppt...

Das wären in Hasselblad etwa 1000 Euro... locker... selbst gebraucht...
 
  • Neues von der H3D Beitrag #13
Glückwunsch: Herstellerpolitik sozusagen perfekt ausgetrickst :D
 
  • Neues von der H3D Beitrag #14
Freut mich das du Erfolg hast mit der Bastelei, da scheint ja ordentlich Sparpotential vorhanden zu sein ;)
 
  • Neues von der H3D Beitrag #15
Nimm doch gleich einen richtigen Energiepack für die Kamera.
Den hier zum Beispiel:

180412_ghostbusters_proton_pack_replica_1.jpg


Grüße,
Eule
 
  • Neues von der H3D Beitrag #16
Ich möchte hier mit aller Macht für Eules Idee Stellung beziehen !!!


Thommie ... 10 Ampere in LiPo-Zellen herumschleppen ... ich hoffe Du weisst entsprechend Sorgfalt walten zu lassen ... sonst trägst Du ne Taliban-mässige Bombe mit Dir ...

Dieser Thread wird in kürzester Zeit tausend Klicks erreichen, da unsere Freunde in Übersee eifrig mitlesen.

Also Thommie ... bitte die LiPos nicht mit ins Airplane mitnehmen, das könnte Probleme geben. Ein gutes Ladegerät und ein Balancer sind Pflicht, sonst kommts beim aufladen zu einem kleinen blow-up.
Ich habe auch mit einer Blei-Gel-Zelle an der SD14 gute Erfahrungen gesammelt aber LiPos sind eine angemessene Wahl und der Stand der Technik ist in dem Fall erstrebenswert. Ich finde dein self-made Hassi - Reaktor jedenfalls eine goile Sache und hoffentlich kriegen alle Ungläubigen ein paar Fotos von deiner Arbeit zusehen ... vielleicht hast Du die Hassi mit der längsten Akku-Lebensdauer ...
 
  • Neues von der H3D Beitrag #17
Was spricht gegen ein Taschenatomkraftwerk? Dürfte nicht total anders aussehen und entsorgt wird es mit einem kleinen Tritt in Nachbars Garten.
 
  • Neues von der H3D Beitrag #18
Was spricht gegen ein Taschenatomkraftwerk? Dürfte nicht total anders aussehen und entsorgt wird es mit einem kleinen Tritt in Nachbars Garten.

Wenn nebenan gleich die "Embassy of America" steht ... wieso nicht ... Ein kleiner Nuclear-Reactor mehr oder weniger spielt dort auch keine Rolle mehr ... können Sie gleich ins nächste Sub der Trident-Klasse einbauen. :D

@ Thomas
Hast Du der Umwelt zuliebe schon mal an einen, mit Solarzellen gespickten, Sombrero gedacht ??? Hombre electrico solario esta mui bien !!! Olè !!! :D:D:D
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Neues von der H3D Beitrag #19
Die Idee mit den LiPos hat seine Vorteile. Die Nachteile sind mir durchaus bewusst.

Das Gewicht ist ein relevanter Aspekt, mehr mAh pro Gramm sind derzeit nicht drin. Einen Blei- Gel Akku hatte ich in Erwägung gezogen, allerdings wäre die Schlepperei umfangreicher ausgefallen und ich hätte noch einen zusätzlichen Spannungswandler benötigt. Das alles entfällt hier.

Für die LiPos habe ich einen Schutzbeutel in dem letzten Endes 3 bis 5 Sticks drin sein werden, einzeln jeweils angekoppelt und mit einer Schutzschaltung vor Entladung versehen. Wie das Ganze dann formschön aussehen wird weiss ich noch nicht. Aber Bilder werde ich davon ganz sicher noch einstellen.
 
  • Neues von der H3D Beitrag #20
Nein, da noch kein Endlager für das Plutonium und anderen atomaren Abfall gefunden wurde und ich als Privatperson ohnehin keinen Zugang zu dem Kram habe musste ich auf legale Sachen ausweichen.

Eine Baumstreichlerversion der Stromerzeugung auf dem Sonnendeck hat seinen Charme, aber da ich überwiegend abends mit dem Teil unterwegs sein werde hat Solartechnik eher eine geringere Chance in Betracht gezogen zu werden.
 
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