Makro mit Retroadapter?

Diskutiere Makro mit Retroadapter? im Makro Forum im Bereich Bildbesprechungen; (Sollte dieses Thema in der falschen Rubrik stehen bitte verschieben) Ich habe mich im Rahmen des Jugendkunstpreises etwas über Makrofotografie...
  • Makro mit Retroadapter? Beitrag #1
Hepac
Hepac
Beiträge
408
(Sollte dieses Thema in der falschen Rubrik stehen bitte verschieben)

Ich habe mich im Rahmen des Jugendkunstpreises etwas über Makrofotografie informiert und auch nach preisgünstigen Möglichkeiten geguckt.
Hierbei bin ich immer wieder bei der Variante des Retrofilters gelandet.

Was haltet ihr davon?
Welche Vor- und Nachteile hat das Ganze?
Könntet ihr mir einen für die Nikon D3200 empfehlen?

Ich besitze ein 18-55mm Kitobjektiv und ein Tamron 28-200mm (das aber schon etwas älter und somit auf der D3200 nur manuell zu fokussieren ist)
 
  • Makro mit Retroadapter? Beitrag #2
Ich habe so einen Adapter (für Canon), habe ihn aber nicht so oft benutzt.


Das große Problem ist, dass du a) viiiiiel Licht brauchst und b) der Schärfentiefebereich extrem schmal ist.

Als kleine Spielerei find ich das Ding wirklich gut, aber ich habe mittlerweile zu viel Angst, dass mir was innen ins Objektiv kommt, da das ja frei liegt. ;)
 
  • Makro mit Retroadapter? Beitrag #3
Hallo zurück,

der Begriff "Retrofilter" ist so nicht richtig ... was Du meinst ist ein sog, Retroadapter.

Ein Retroadapter ermöglicht es, das verwendete Objektiv einfach umzudrehen und so zum Makroobjektiv zu machen. Die Bilderbenisse sind im Regelfall sehr gut.

Bei der Verwendung miderner AF Objektive treten aber erhebliche Probleme deswegen auf, weil mit den billigen Kauf-Adaptern keine Datenübertragung zwischen Objektiv und Kamera möglich ist. Den AF benötigst Du sowieso nicht.

Leider kannst Du Dein 18-55mm Objektiv ohne Datentransfer zum Kameragehäuse aber nicht einmal abblenden,

Ich habe für SIGMA-SA Kameras/Objektive einen solchen Adapter mit Verkabelung gebaut und hier beschrieben:



Der Bauaufwand ist allerdings erheblich.

Ich empfehle i.d.R. andere Wege, die auf sog. Zwischenringen basieren.

Für Nikon gibt es sog AF-Zwischenringsätze: (ich habe nicht den günstigsten Preis ermittelt!)



So lässt sich jedes NIKON-F AF Objektiv in den Makrobereich verlagern.

Die billigen NON-AF Zwischenringe sind nichts anderes, als Schrott ... aus den genannten Gründen ... abblenden nicht möglich!

Alternativ geht es mit preisgünstigen manuellen Altobjektiven auch so:



Wie ich dort aber schreibe, ist der M42-Weg für NIKON zwar für den Makro-Bereich kein Problem ... worum es ja hier geht. Man kann diese Gläser dann aber leider auch NUR für MAKRO nutzen. Auf unendlich lassen sie sich nie fokussieren.

Alternativ sollte man Ausschau nach preiswerten manuellen Altgläsern für das NIKON-F Bajonett Ausschau halten, die sich manuell abblenden lassen.

Dafür reicht tann tatsächlich ein billiger Zwischenringsatz, ohne Datenübertragung ... wie z.B. dieser.

http://www.amazon.de/gp/product/B003QXE180/ref=pd_lpo_k2_dp_sr_2/277-2186635-8291060

Die Frage, ob die NIKON D3200 zeitautomatische Belichtung mit manuellen Objektiven unterstützt, sollte ein NIKON-Kenner beantworten.

Leider ist das bei NIKON nicht für alle Modelle selbstverständlich (wie z.B. bei allen CANON Modellen). Immerhin bliebe dann noch manuelle Belichtung.

Grüße und schöne Photos

Klaus
 
  • Makro mit Retroadapter? Beitrag #4
Hallo Artelanas,

in einem anderen Beitrag, wo wir uns über den Retroadapter Unterhalten haben, hatte ich erwähnt das Deine Ängste Unbegründet sind.
Du kannst den Anschluss "ALT" mit einem Filter und einer Gegenlichtblende so Verschließen das es genau so Dicht ist wie bei einer Normalen Nutzung eines Objektives. Dieser Aufbau ist in mehreren Beschreibungen im Internet Erwähnt, und kann nach der Ansicht dieser Beiträge sehr Gut Nachgearbeitet werden.
Zum einen Behälst Du durch das Festhalten der Schärfetaste die Voreingestellte Blende, und kannst nach dem Umgedrehten Objektiv mit der Vorher Eingestellten Blende weiter Fotografieren. Wie Du es auch schon zu Recht erkannt hast, ohne viel Licht, und auch nur ohne dem Stativ sind Leider die Ergebnisse Dementsprechend.
Ich wünsch Dir viel Erfolg, und weiterhin tolle Fotos.

Gruß

Hermann ;)
 
  • Makro mit Retroadapter? Beitrag #5
Makro ist ein schwieriges Spezialgebiet. Neben der passenden Ausrüstung braucht es vor allem viel Übung und Erfahrung, sowohl beim Fotografieren als auch in der Nachbearbeitung.

Das Thema des Wettbewerbs ist doch "Close Up"?

Wer sagt denn dass es ein Makro sein sollte? Das Thema kann man auch ganz anders interpretieren, versuche mal etwas "um die Ecke" zu denken.
 
  • Makro mit Retroadapter? Beitrag #6
Zu dem Wettbewerb hatte ich daran gedacht eine Collage aus vielen Nahaufnamhen, in deren Mitte dann durch dunklere Bilder Close-UP stehen soll, einzureichen.

Das Tamron 28-200mm hat eine per Rad einstellbare Blende und wäre somit auch mit Zwischenring nicht weniger komfortabel oder funktionell...

In wieweit ist denn so ein Zwischenring denn sinnvoll? Lohnt sich das?

Gruß
Hepac
 
  • Makro mit Retroadapter? Beitrag #7
Also ich finde "Retro" gar nicht so schlecht.

Das Sigma 18-200 (non OS) Retro:
500k_SDIM5925_stitch3.jpg

Das Sigma 10-20 Retro:
500k_SDIM5982_filtered.jpg

500k_SDIM5995_filtered.jpg

Da geht für ganz kleines Geld -mit ein wenig Übung- ganz viel.

Gruß,
Oz
 
  • Makro mit Retroadapter? Beitrag #8
Ja. Als ich das gesehen habe fand ich die Idee auch nicht gerade schlecht.
Für das "Altglas" mein Tamron dürfte das genial sein.

Was ist denn eher empfehlenswert? Ein Zwischenring oder ein Retroadapter?


Gruß
Hepac
 
  • Makro mit Retroadapter? Beitrag #9
Jaapp :daumen::daumen: das geht mit dem 18-200 kann auch auch bestätigen.

LG

Rico
 
  • Makro mit Retroadapter? Beitrag #10
Ja. Als ich das gesehen habe fand ich die Idee auch nicht gerade schlecht.

Ich komm' nicht ganz mit. Was meinst Du damit?

Was ist denn eher empfehlenswert? Ein Zwischenring oder ein Retroadapter?

Es geht beides - und beides gut.

Ein Retroring (den Du passend für den Filterdurchmesser des retro zu verwendenden Objektivs - und natürlich für Dein Bajonett wählen musst) kostet in etwa einen Zehner.

Nikon AF-Zwischenringe liegen, soweit ich das erkennen kann, in der Region 75€+.

Zu den Zwischenringen hat Klaus alles gesagt. Komfortabel und sicher flexibler als ein einfacher Retroadapter.

Aber man kann auch AF-Objektive abgeblendet retro verwenden - wie man an meinen Beispielen (Sigma 18-200, 10-20 EX HSM) unschwer erkennen kann. Im normal montierten Zustand die Abblendtaste gedrückt halten und das Objektiv abmontieren -> in Retrostellung anbringen. Die zuvor gewählte Blende bleibt erhalten.

Für beide Methoden brauchst Du ein vernünftiges Stativ und einen Fernauslöser.

Der Rest ist Übungssache.
 
  • Makro mit Retroadapter? Beitrag #11
  • Makro mit Retroadapter? Beitrag #12
Ich meinte oben die Idee einen Retroadapter zu verwenden, die ich gut fand.

Naja da sprechen ja wohl die Preise für sich.
10 Euro klingen für den Anfang mit soetwas ziemlich gut...

Zum Thema Stativ: gibt es da unter 50 Euro etwas brauchbares?
Der Fernauslöser ist ja auch durch Selbstauslöser zu ersetzen.

Gruß
Hepac
 
  • Makro mit Retroadapter? Beitrag #13
Der Fernauslöser ist ja auch durch Selbstauslöser zu ersetzen.

Nur wenn Du den Selbstauslöser mit der Spiegelvorauslösung koppeln kannst.

Zum Thema Stativ: gibt es da unter 50 Euro etwas brauchbares?

Nein. Nichts mit dem Du dauerhaft zufrieden sein wirst.

Am ehesten das Sirui T-005K (76€). Da ist der Kugelkopf dabei und man kann das Teil später immer noch als leichtes Reisestativ verwenden, wenn mal irgendwann ein hochwertiges, schweres dazukommen sollte.
 
  • Makro mit Retroadapter? Beitrag #14
Mit welchem Stativ könnte ich denn zufrieden sein und mit welchem Preis muss ich da rechnen? Ein teurer Kopf ist auch nicht wirklich drin... Bin eben Schüler.
Unter 100 Euro wäre ein Stativ mit Kopf und brauchbarer Qualität schon nett.
Ist das Wunschdenken?


Gruß
Hepac
 
  • Makro mit Retroadapter? Beitrag #15
Ist das Wunschdenken?

Eigentlich schon.

Ansonsten mein Tipp:
Am ehesten das Sirui T-005K (76€). Da ist der Kugelkopf dabei und man kann das Teil später immer noch als leichtes Reisestativ verwenden, wenn mal irgendwann ein hochwertiges, schweres dazukommen sollte.

Und ein weiterer Tipp für später: Kauf Dir lieber einmal gebraucht etwas wirklich dauerbeständiges (Manfrotto aufwärts), als mehrfach Geld in billigen Schund zu versenken - und dann schlußendlich doch bei Qualitätsware zu landen.
 
  • Makro mit Retroadapter? Beitrag #16
Hast du denn Empfehlungen für ein Stativ?

Am besten mit Link (auch gebraucht)

Gruß
Hepac
 
  • Makro mit Retroadapter? Beitrag #17
Hast du denn Empfehlungen für ein Stativ?

Am besten mit Link (auch gebraucht)

Gruß
Hepac

Himmel. :D

In der Sub-100€-Klasse das Sirui: http://www.amazon.de/Sirui-T-005K-Reise-Dreibeinstativ-schwarz/dp/B0051TVQLM/ref=sr_1_1

Was gebrauchte Stative betrifft, muss Du Geduld haben. Im blauen Forum wird immer wieder hochwertige Ware inseriert. Die Top-Marken in der Gitzo-Liga kosten dann immer noch sehr viel. Vermutlich viel zu viel.
Du solltest Ausschau nach einem gebrauchten Manfrotto 055XPROB Ausschau halten. Aber dazu brauchst Du immer noch einen guten Kopf. Ware mit guter Preis-Leistung ist hier z.B. das Sirui K30X.

Das Sirui-Set für 76€ sehe ich nicht als Fehlinvestition an, da es sehr leicht und kompakt (und somit optimal für Reisen mit leichtem Gepäck) ist.
Solange Dein Equipment, dass Du darauf schnallst nicht zu schwer wird, sollte es brauchbar sein.
 
  • Makro mit Retroadapter? Beitrag #18
Was hältst du für den Anfang und so als "mal-eben-Kauf" von dem Hama Star 61?
http://www.amazon.de/gp/aw/d/B0000WXD0W

Natürlich nicht als langfristige Lösung...
...aber für den Anfang ist es denke ich garnicht schlecht.

Gruß
Hepac
 
  • Makro mit Retroadapter? Beitrag #19
Was hältst du für den Anfang und so als "mal-eben-Kauf" von dem Hama Star 61?
http://www.amazon.de/gp/aw/d/B0000WXD0W

Natürlich nicht als langfristige Lösung...
...aber für den Anfang ist es denke ich garnicht schlecht.

Gruß
Hepac

Gar nichts.:ausrufezeichen: Weder kurzfristig, noch als "mal-eben-Kauf". :ausrufezeichen:

Das, was Du da zeigst, ist geeignet, um eine Kompaktkamera für das Gruppenfoto auf Tante Erna's Geburtstag zu halten. Ein Mal pro Jahr.

Mal abgesehen davon, dass Du durch die Querstreben nicht bodennah arbeiten kannst (extrem wichtig bei Makros), solltest Du Dir über eine Sache klar werden:

Deine ganze Kombi ist nur so gut, wie das schwächste Element in der Kette. Da nützt dann auch Deine schicke D3200 nichts.

Ein Stativ ist ein hochbelastetes Zubehörteil. Nicht nur wegen der Kameralast, sondern gerade wegen der Dauerbelastung durch äußere Faktoren (mechanischer Stress durch Auf- und Abbau, Transport, etc...).

Ein etwas humoristischer cheapo-Tripod-Test. Sehr sehenswert ;):



Egal wie überspitzt es dargestellt ist: Da ist viel dran.
Es muss natürlich kein Gitzo (=Stativ für's Leben) sein, um Qualität zu erhalten. Beispiele hast Du von mir genannt bekommen.

Und wenn all' die Erklärungen nicht reichen, dann machst Du halt Deine Erfahrungen. Wieder und wieder...:D
 
  • Makro mit Retroadapter? Beitrag #20
Deine Erklärungen helfen sehr wohl.

Es ist nur so, dass ich mit Stativen momentanes Neuland betrete und einfach viele Fragen habe.
Ich verstehe gut was du meinst wenn du sagst, dass die Ausrüstung nur so gut ist wie das schwächste Glied.
Naja dann werde ich gucken dass ich in 2-3 Monaten das Sirui kaufe.
Eben wenn wieder Geld auf dem Konto ist.


Gruß und danke für deine Geduld
Hepac
 
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