Kooperation zwischen Sigma, Leica und Panasonic

Diskutiere Kooperation zwischen Sigma, Leica und Panasonic im Sigma Objektive Forum im Bereich Sigma Forum; Ich kann und will nicht glauben, dass man bei Sigma (und der Foveon-Abteilung) mit dem letzten Sensor so zufrieden war, dass man ihn einfach auf...
  • Kooperation zwischen Sigma, Leica und Panasonic Beitrag #21
Allerdings ist davon auszugehen, dass Sigma mittlerweile fertigungstechnisch zu tief im Quattro steckt, als dass dieser jetzt wieder einfach ausgemustert werden könnte.... "Tetris-Artefakt-Ultramegapixel-Monster" braucht niemand.

Bleibt also zu hoffen, dass die den Sensor tief und grundlegend überarbeiten, um dessen Nachteile zu beseitigen/abzumildern.

Ich erwarte dennoch nichts weniger als das Schlimmste (was den Sensor betrifft).

Ich kann und will nicht glauben, dass man bei Sigma (und der Foveon-Abteilung) mit dem letzten Sensor so zufrieden war, dass man ihn einfach auf FF hochskaliert. :eek:
Ich denke, selbst mit dem 4:1:1 Sensor sollte eine bessere Bildqualität möglich sein, wenn man die Pixel des Top-layers wieder vergrössert.
Möglicherweise liegen die Schwächen gar nicht so sehr an diesem Prinzip, sondern am Fertigungsprozess des Sensors/Silikons?
Vielleicht hat man hier einfach zu sehr gespart?
Und wieviel hat die Umwandlung in SPP damit zu tun, welche, so scheint es, auf maximale Auflösung, statt auf eine saubere Darstellung mit weichen Farbübergängen getrimmt ist...

Wie dem auch sei; Sigmas Zukunft vorauszusagen war bis anhin sehr schwierig. Sie haben uns immer wieder überrascht. (positiv und negativ)
Dass Yamaki-san einen Vollformat Sensor ankündigt, darf aber als aussergewöhnlicher Schritt angesehen werden.

Den Quattro habe ich nun ausgesessen, wenn der nächste Sensor kein Wurf wird, dann wars das definitiv für mich. Die Alternativen an Spitzenkameras werden im Jahr 2019 sehr, sehr zahlreich sein.
 
  • Kooperation zwischen Sigma, Leica und Panasonic Beitrag #22
Ich denke, selbst mit dem 4:1:1 Sensor sollte eine bessere Bildqualität möglich sein, wenn man die Pixel des Top-layers wieder vergrössert.
Möglicherweise liegen die Schwächen gar nicht so sehr an diesem Prinzip, sondern am Fertigungsprozess des Sensors/Silikons?
Vielleicht hat man hier einfach zu sehr gespart?

Ich denke auch, dass beim Quattro weit mehr geht. Sollte diese Erkenntnis bei Sigma angekommen sein und es Foveon gelingen, eine verbesserte Version des Sensors zu entwickeln, so wäre das sehr zu begrüßen.

Abwarten und Tee trinken. :)

Gruß,
Oz
 
  • Kooperation zwischen Sigma, Leica und Panasonic Beitrag #23
Mein Stein wunschgemäß. :D



Lieber Oz, ich weiß nicht wann Du das letzte mal ein Quattro-Bild gemacht und im aktuellen SPP entwickelt hast. Das ist weder Käse noch Tetris-Artefakt-Ultramegapixel-Sonstwas was da rauskommt.


Bild:
DP3Q0949f.jpg


100%
DP3Q0949Crop100f.jpg


Da ist feines, "analoges" Rauschen, weit gefälliger als Bayer-Rauschen. Und es ist immer noch die besondere Foveon-Bildwirkung, die ich bei bestimmten Motiven nicht missen möchte:


HD_DP3Q1066Cf.jpg


Obwohl ich seit meinem A7-Ausflug mitt FF nichts mehr am Hut habe, bin ich mit Dir einig zu sagen: FF-Foveon mit moderaten MP und größerem Pixelpatch und damit vielleicht besserem ISO-Verhalten macht vielleicht Sinn.

Ich denke aber, der Einstieg in die L-Allianz hat für Sigma 2 Gründe: Hochwertige (und hochpreisige) Optiken für hochwertige Kameras zu Verkaufen (Panasonic, Leica) und einen ebenfalls hochwertigen (und hochpreisigen) Body für bestimmte Nischenanwendungen zu verkaufen für eine ganze Palette Objektive (Leica, Panasonic, Sigma). Die Nische heißt vielleicht aber auch "viele Foveon-Megapixel bei Low-ISO" und nicht größere Pixel.

So hart das klingt, das ist m. E. nicht mehr für "alte Sigmarianer" gedacht, die mit möglichst preiswertem Equipment erstaunliche Resultate erzielen wollen...



Ansonsten: Wenn ich besonders feine Bilder möchte, greife ich zu meinen DPQs.
 
  • Kooperation zwischen Sigma, Leica und Panasonic Beitrag #24
Ich hoffe auch sehr, dass sie wieder das klassische 1:1:1 Konzept angehen, gerne mit moderater Pixelzahl. Denke aber, dass sie beim Quattro-Prinzip bleiben werden.
Nach zwischenzeitlicher Euphorie machte sich bei mir doch wieder etwas Ernüchterung bezüglich der Quattro breit. Zwar liebe ich die Handhabung, die Farbwiedergabe und die Tasache, meine Altlinsen an der Kamera nutzen zu können, aber meine SD1 vermisse ich doch gewaltig. Für mich ist die Quattro eine reine ISO 100 Kamera. Außerdem bleibt etwas am Look der Quattro-Bilder, das mich stört. Diese „Tetris“-Sache ist leider - zwar nicht mehr so extrem - so aber dennoch wahrnehmbar vorhanden.

Ich bin gespannt auf die neue Kamera.
 
  • Kooperation zwischen Sigma, Leica und Panasonic Beitrag #25
Mein Stein wunschgemäß. :D

Dankeschön. :D

Das ist weder Käse noch Tetris-Artefakt-Ultramegapixel-Sonstwas was da rauskommt.
...

Da ist feines, "analoges" Rauschen, weit gefälliger als Bayer-Rauschen.

Bitte erlaube mir, Dir mit einem Wattebauschwurf zu antworten.:D

2018-10-02_202046.jpg

Das ist kein "analoges" Rauschen -für mich-. Sondern Tetris -für mich-.
Und ich sehe das auch schon bei 100%, weil es ganz einfach an den Fransen bei dem an sich butterweich verlauenden Hintergrundbokeh erkennbar ist.

Ich finde es aber völlig ok und respektwürdig, wenn es Dich nicht stört.
Weiterhin gibt es auch Sachen mit denen der Quattro seine Patzer gutzumachen versucht. Mir gefallen die lebendigen Quattro-Farben und der saubere Weißabgleich sehr gut.

Dennoch würde es mir als 1:1:1 Foveon-Liebhaber (alle Modelle:)) nicht einfallen, mich mit den o.g. Einschränkungen zufriedenzugeben.

Zur A7: Ich nutze beruflich die A7R Mk. II. Gerne in finsterster Extrem-Umgebung (bei der Inspektion von Großanlagen). Die rauscht in solcher Extremumgebung selbst bei ISO800 -gar nicht-. Gar nicht.

Die Zeiten des Bayer-Rauschens sind vorbei. Ohne AA-Filter ist es zudem einfach, die Bilder crispy auszuarbeiten.

Sigma wird beim Quattro bleiben. Für den FF-Sensor hoffe ich, dass er überarbeitet wird. Einen einfachen Aufguß des bestehenden Quattro(-H) in noch höherer Auflösung (="Tetris-Artefakt-Ultramegapixel-Monster") braucht m.E. niemand.

Schaun' mer mal...;)

Gruß,
Oz
 
  • Kooperation zwischen Sigma, Leica und Panasonic Beitrag #26
Viel neues bringt die Diskussion ja nicht. Aber bitte, welchen Sinn haben denn auf 200% aufgeblähte Crops eines JPEG-Bildes?????


Hier der selbe Ausschnitt in SPP mit gleicher Einstellung auf SHI entwickelt:


DP3Q0949SHI.jpg


und auf doppelte Größe:


DP3Q0949Doppelt.jpg


Über dieses Rauschen kann man gerne diskutieren und es kann die Geister scheiden. Aber nicht über ein künstlich schlechtgerechnetes Beispiel.



Ich beurteile Bilder immer danach, was ich damit machen will. Für 2...4k-Ansichten und auch größere Drucke liefert der im Vergleich preiswerte Quattro exzellente Ergebnisse auf einfachste Weise direkt aus SPP. Und das ist mittlerweile fixer als Silkypix.
Aber ich respektiere natürlich auch andere Sichten und Vorlieben. Nur Pauschalkritiken und nicht korrekte Beispiele ärgern mich.


Zurück zum Thema: welchen Weg SIGMA einschlägt, ist wirklich spannend. Entscheidet es doch darüber, ob es weiter Foveon Kameras geben wird.


Also, schaun mer mal. ;)
 
  • Kooperation zwischen Sigma, Leica und Panasonic Beitrag #27
Hallo Uwe,

zunächst mal zeigst Du da zwei wirklich schöne und technisch zweifelsfrei gute Aufnahmen, die nicht aus einer minderwertigen Kamera stammen können.:daumen:

Unbrauchbare Kameras gibt's IMHO schon seit vielen Jahren nicht mehr ...
SIGMA liefert definitiv auch keinen Schrott!:ausrufezeichen:

Die kleinen Unterschiede, die es dennoch gibt muss man inzwischen wirklich pixelpiepen .... wobei man dann aber (wenn man es schon tut!) auch ehrlich sein sollte.;)

Der Quattro macht nun wirklich GENAU da kleine "Schwierigkeiten", wo alle vorangegangenen Foveon Kameras ihre explizite Stärke hatten. Detailwiedergabe in kontrastschwachen Bildarealen ... noch genauer gesagt ... Feinzeichnung in Bereichen, wo benachbarte Pixelbereiche nur geringe Luminanz- oder RGB-Abweichungen aufweisen. Da, wo feinste Farb- oder Luminanz-Übergänge gezeichnet werden sollen, da gibt es wirklich erkennbare "Problemchen", die es zuvor (bis Merrill) wirklich nicht gab.

Meine persönliche Überlegung in Sachen SD-Quattro ist ganz einfach die Frage, was sie denn definitiv besser kann, als eine moderne Bayer EVIL oder D-SLR für vergleichbares Geld?

Über die Foveon Nachteile müssen wir nicht reden, die kennt fast jeder!
Die Foveon Vorteile (zumindest bei ISO 100) sollten -damals wie heute- dann aber eine Kaufentscheidung rechtfertigen.;)

Ich habe gerade mal gelünkert .... eine SD Quattro H kann ich nagelneu inzwischen für weniger als 1.200,-€ kaufen.
Optik brauch' ich nicht dafür ... ich habe alles und noch mehr hier vorliegen .... von 10mm bis 400mm stapeln sich bei mir die SIGMA SA Linsen.
Ich seh' nur wirklich den Vorteil nicht (mehr).

Die SD Merrill ist bildqualitativ (natürlich bei LOW-ISOs) ein Traum ... geht für mich nur wegen ihrer RAW "verinselung:eek:" und wegen ihrer zwingend erforderlichen Korrekturprofile nicht.

Irgendwie ist für mich da leider nichts Ersehntes rausgekommen.....:eek:

Inzwischen habe ich mich so lange mit CANON (und SONY) getröstet, dass ich da inzwischen auch schon wieder mehr als vollverglast bin ... da schwindet die Erwartung noch zusätzlich ...:rolleyes:

Ich seh's inzwischen ähnlich wie Oz .... Die neuen "Bayers" ohne Tiefpassfilter und trotzdem praktisch ohne Farbmoiré Problematik bringen es dermaßen "crisp" auf die Speicherkarte, dass schon sehr foveonähnliche Gefühle aufkommen ... und das, ohne die bekannten Foveon Nachteile "fressen" zu müssen .... alles eben Abwägungssache.

Finally ... Ich denke nicht, dass Oguzhan hier irgendwas künstlich schlechtrechnen will. Ich bin mir sicher, dass er Deinen 100% Crop wirklich nur vergrößert hat, um die Problematik (wenn's denn eine ist?) zu verdeutlichen. Ich seh' das Problem wirklich auch schon bei Deinem 100% Crop im Vorpost.
Übrigens .... das andere Bild (Astern und Schwebfliege) ist weit weniger betroffen ... vermutlich, weil die Übergänge härter (kontrastreicher) sind.

Looking Forward! ;) Gucken wir mal, was da bald von SIGMA an den Start gebracht wird.

Grüße

Klaus
 
  • Kooperation zwischen Sigma, Leica und Panasonic Beitrag #28
Sorry, Uwe, wenn ich Dein jpeg herangezogen habe. Das X3F hatte ich gerade nicht zur Hand.

Über dieses Rauschen kann man gerne diskutieren und es kann die Geister scheiden. Aber nicht über ein künstlich schlechtgerechnetes Beispiel.

Vielen Dank noch einmal für die nachgereichten Beispiele.

Ich erlaube mir da mal zu sagen, dass dies jetzt künstlich schön(?)/weichgerechnete Beispiele sind. Und in etwa so crispy, wie das Wattebäuschchen, dass ich erwähnte.

Das sind dann ein Ergebnissniveau, bei denen sich mir -rein rhetorisch- die Frage stellt, wo sich der Unterschied zu einem modernen Bayer-Sensor darstellt.

Aber ich respektiere natürlich auch andere Sichten und Vorlieben. Nur Pauschalkritiken und nicht korrekte Beispiele ärgern mich.

Du weisst, dass mehr als dies im Forum dargelegt wurde. Insofern ist das, mit Verlaub, eine Pauschalschelte Deinerseits. Ich habe damit kein Problem - jedem seine Meinung. Auch nicht damit, dass es bei manchen hohen Blutdruck hervorruft, dass am Quattro sachliche Kritik geäußert wird.

Dass Patterns, die von der obersten Sensorlage ausgehen (es steht jedem offen, die Monochrom-Daten der Sensorlagen separat per RawDigger zu begutachten), d.h. jener Lage, die weit weniger als die darunterliegenden von Rauschen beeinflusst ist, als feines "analoges" Rauschen bezeichnet werden, nenne ich inkorrekt.

Es steht aber jedem frei, sich diesbezüglich in die Irre zu führen.

Ich habe mir noch einmal das Stimmungsbarometer auf dpreview angesehen. Dort sprechen sich 70% der Nutzer für den 1:1:1 aus. Es wird Gründe hierfür geben - trotz aller dortigen Verbaltotschläger, die sich dort trollen und wüst auf jeden eindreschen, der Kritik äußert.

Die 6.6.1er SPP habe ich mir mal installiert. Zunächst einmal ist es sehr positiv, dass das Programm sehr viel zügiger läuft als noch die 6.5.0.
Betrachte ich mir damit ein Quattro-X3F, ist die Grundbasis meiner Beobachtungen unverändert. Da ist alles da, was ich nicht sehen möchte.

Wie auch immer: Die Diskussion bringt bekanntermaßen nichts. Ich kenne Dein Anwenderszenario, respektiere es. Schließlich reichen Dir 2-4k-Projektionen, oder ähnliche Ausbelichtungen, grundsätzlich aus.

Was Sigma mit dem Quattro machen wird, und die Kundschaft aus Sigma (Camera), wird sich zeigen. Mit neuem Bajonett und einem Bestands-Quattro "in groß" eine neue Nutzerschaft anzusprechen (welche durch die Vorteile der modernen Bayer-Sensoren verwöhnt ist), würde (vermutlich nicht nur) auf mich wie ein schlechter, vorgezogener Aprilscherz wirken.

Zuzutrauen ist Sigma das aber auf jeden Fall.

Gruß,
Oz
 
  • Kooperation zwischen Sigma, Leica und Panasonic Beitrag #29
Was Sigma mit dem Quattro machen wird, und die Kundschaft aus Sigma (Camera), wird sich zeigen. Mit neuem Bajonett und einem Bestands-Quattro "in groß" eine neue Nutzerschaft anzusprechen (welche durch die Vorteile der modernen Bayer-Sensoren verwöhnt ist), würde (vermutlich nicht nur) auf mich wie ein schlechter, vorgezogener Aprilscherz wirken.

Ich muss Deine Befürchtung mittlerweile teilen. Ein hochskalierter Quattro scheint wahrscheinlich.
In einem Interview an der Photokina erwähnte Herr Yamaki, dass sie seit 3 Jahren an der Entwicklung des FF Foveon sind. (mehr Infos liess er sich nicht aus der Nase ziehen) Daraus zu folgern, dass es somit ebenfalls ein Quattro sein wird, ist wohl angebracht.
Zwischendurch brachte man dann den APS-H Sensor, möglicherweise, weil es mit der Vollformat-Version noch Probleme gab.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass der APS-H Sensor wirklich von Anfang an geplant war. Dieser ergibt einfach keinen Sinn.
Des Weiteren ist die Farbverschiebung unter Einsatz von Fremdobjektiven unter Quattro sehr stark verbessert worden; Ein Muss, wenn man in Zukunft mit dem L-Mount so einfach Leica und auch Canon Objektive wird adaptieren können.
 
  • Kooperation zwischen Sigma, Leica und Panasonic Beitrag #30
Jenseits vom Pixelpeepen.
Schieb das Fenterchen...

 
  • Kooperation zwischen Sigma, Leica und Panasonic Beitrag #31
Diese Stelle ist ganz besonders interessant, finde ich:


 
  • Kooperation zwischen Sigma, Leica und Panasonic Beitrag #32
Warum habe ich diese Links gepostet? Die Foveon Zukunft interressiert mich wirklich. Sigma gibt immerhin (genau wie Canon, Nikon und Panasonic) sein Bajonett auf, zumindest für Neues.

Ich denke, den Quattro weiter zu verwenden, ist für Sigma durchaus plausibel. Wenn man diesen Sensor mit den AA-Filterlosen Flagschiffen vergleicht, bleiben für die Low-ISO-Fotografie (Landschaft, Architektur, Studio, Produkt...) klar Vorzüge sichtbar. Ich finde die Links zeigen das sehr deutlich. BQ ist nicht nur Pixelpeepen in unscharfen Verlaufskanten. Allein das Moiré im 2. Link...



Wenn man schaut, welche Auflösung ein FF-Quattro hätte:


Canon 5DsR 8.688 x 5.792
Nikon 850 8.256 x 5.504
SDQ H 6,200×4,152 => FF ca. 8.060 x 5.398

Schon jetzt hält der H-Quattro aber locker bei 100 ISO in Sachen Detailauflösung mit den Pixelmonstern mit oder übertrifft sie sogar. Ein echter FF-Quattro, der ggf. noch weiter optimiert wird, sticht sie aus. Die Farbbrillianz und Plastizität des Quattro kann zumindest ICH auch mit großer Mühe aus meiner GX80 (AA-Filterloser Sony Sensor) weder mit Silkypix noch mit Photoshop rauskitzeln. Mit RAW-Therapie geht etwas mehr Mikrokontrast zu basteln, aber sehr mühsam und zu Lasten von mehr Rauschen.


Also, ich denke auch, es läuft einen größeren Quattro hinaus. Zudem: Sigma ist zu klein, um so fix alles neu zu entwickeln. Und wer weiß eigentlich genau und nachweisbar, wie wirtschaftlich die Kamersparte bei Sigma ist? Die Welt ist größer als Fotoforen. Manche leben ganz gut in sehr kleinen Nischen.


Ich bin sehr gespannt, was da kommt. Wenn sie schlau sind, kastrieren sie die Kamera auf 400 ISO und lassen 800 nur im Pixelbinning zu. Wäre eine klare Ansage, wofür sie gedacht ist.;)
 
  • Kooperation zwischen Sigma, Leica und Panasonic Beitrag #33
Schöne und interessante Beispiele wo man gern auf jede Stelle im Bild herumschiebt, Uwe :)

Bei s/w-Motiven sehen die Kontraste ja von der sd-Quattro sehr gut und fein aufgelöst aus :daumen:

Finde es für den Vergleich auf dieser Webseite dort immer schade das unterschiedliche Objektive verwendet werden :eek:
Die Sigma-Kamera wurde mit einem 50mm ART getestet, die Canon z.B. mit dem viel älteren 85mm/1.8, und wir wissen alle wie gut feinste Strukturen mit
den ART-Objektiven im 100%-Crop aufgelöst werden, also warum wird dort nicht bei allen Kameras ein ART-Objektiv verwendet ? ;)
Schaut man sich auf anderen Webseiten die Abbildungsleistung der unterschiedlichen Objektive selbst bei der verwendeten Blende 5.6 an, gibt es da auch
teilweise schon sichtbare Unterschiede, und vom Randbereich dieser beiden Objektive möchte ich garnicht erst reden :eek:

Von dieser Webseite hier mal ein Vergleich dieser Kameras bei Studiolicht und auf eine einheitliche Bildgrösse skaliert (comparison), man kann ja auch gern
oben rechts wieder auf "Full" klicken, wird dadurch aber auch nicht besser :




Finde einmal die Hauttöne bei der Sigma schon nicht ganz so angenehm, und die feinen Häärchen am Halsbereich sind dort z.B. teilweise schon nicht mehr
erkennbar, bei der Nikon dagegen schon ;)
Der Helligkeitsübergang im schattigen Halsbereich kommt mir bei der sd-Quattro nicht so angenehm weich vor ?!

Möchte die "sd Quattro H" hiermit keinesfalls "schlechtreden", aber wie man sieht sind solche Auflösungsvergleiche manchmal auch mit zwei paar Schuhen
gemacht worden...

Im Grunde genommen weiss jeder warum er "seine" Kamera hat, das Wichtigste ist das man selber damit zufrieden ist, dann braucht man auch niemanden
davon überzeugen. Mit meiner 5DSR und der A7RIII bin ich z.B. sehr zufrieden wenn es um hohe Auflösungen geht, und wenn ich bei Stillleben oder anderen
statischen Motiven die Pixelshift-Funktion der A7RIII verwende bleibt auch mir der Mund jedesmal offen stehen was da mit dieser Technik alles geht :daumen:

Wünsche jedem weiterhin viel Spass mit seiner Kamera....und ein bisschen Pixelpeepen kann man ab-und-zu gern mal machen :)







Gruss
JAN
 
  • Kooperation zwischen Sigma, Leica und Panasonic Beitrag #34
Meiner Meinung nach ist genau dies das Problem von Sigma, sie wollen auflösungstechnisch mit den grossen mithalten und vergessen dabei, dass Bildqualität eben nicht nur aus Auflösung besteht.
Wer braucht denn wirklich mehr Auflösung als die Merrill sie bietet?
Im depreview Forum hat es einen user, welcher sich auf Quattro-Entwicklung spezialisiert hat und bevorzugt 39MP bis 50MP hochskalierte Bilder zeigt um die Überlegenheit des Quattro zu demonstrieren.
Das geht für mich total am Ziel vorbei. Es reduziert ein Foto auf Linien pro Zentimeter.

Ich habe mich damals nicht in den Foveon verguckt, weil die 4.6MP so unglaublich viele Linien pro Zentimeter darstellen konnten, sondern weil mich das Gesamtpaket von Details, Farben, weichem Bokeh und die Absenz von Artefakten faszinierten.

Das "2D" Testchart von dpreview finde ich nicht wirklich geeignet um die Bildqualität einer Kamera zu beurteilen.
Fotos haben eine Tiefe. Elemente im Vordergrund, Elemente in 1KM Entfernung, reflektierendes Sonnenlicht, Umgebungslicht. Wie wird Vegetation vor, innerhalb und ausserhalb der Schärfeebene dargestellt, wie ist der Übergang von Schärfe zu Unschärfe, wie der Übergang zu überbelichteten Elementen. (Highlight clipping)

Quattro ist im Schärfebereich einerseits ultrascharf dass es weh tut, als ob einer das Bild mit Mikrokristallen bestäubt hätte, andererseits ist das Bokeh je nach Einsatz der Rauschreduzierung entweder körnig oder die Rauschreduzierung lässt weiche Übergänge ausfransen und Farbflächen verschmieren. Das wirkt dann wie satiniertes Glas. Es ist ein ewiger Kampf mit den Rauschreduzierungs-Einstellungen und dem Schärferegler.

Selbst der low resolution Modus, welcher theoretisch wieder eine 1:1:1 Sensor-Struktur bietet, kommt nicht an den Pre-Merrill Sensor der SD14/15 heran.
Wir haben stärkeres Rauschen in rot/gelb Bereichen und eine stärkere Rauschreduzierung, welche in Farbflächen einen Posterisations-Effekt hinterlässt.

Dazu vermisse ich den "legendären 3D Effekt". Quattro wirkt für mich einfach flach. Ich habe keine Ahnung warum das so ist. Die Bilder sind teils sehr hoch aufgelöst, scharf, aber flach. Als ob alles auf der selben Ebene läge.
Das ist etwas, was sich bei einem Testchart nicht wirklich äussert.

Möglicherweise wäre ich ohne die Erinnerung an die ersten Quattro Bilder nicht mehr ganz so hart mit meinem Urteil wenn ich heute zum ersten mal ein gut entwickeltes Quattro Bild sähe. Da hat es durchaus ein paar Verbesserungen gegeben. Und Quattro hat, wie hier schon oft gesagt durchaus seine Stärken und Vorteile. Aber das Naturell des Sensors lässt sich einfach nicht komplett verbergen.

Das war jetzt länger als geplant :D
 
  • Kooperation zwischen Sigma, Leica und Panasonic Beitrag #35
Die weichen Übergänge bei den Hauttönen zeigen das angesprochene Problem ja eben:



Die drei anderen Kameras sind sich bei den Hauttönen praktisch einig ... die SIGMA liegt zumindest deutlich anders ... gelber.
Auch das niederfrequente RGB-Rauschen (grüne Klekse) schon bei ISO 100
können ja nicht wirklich überzeugen....

Schon bei ISO 200 geht's gar nicht mehr.....



Dass 'ne Bayer Kamera genau dann mit Farbmoiré reagiert, wenn ich den Pixelpitch mit einer Strichzeichnung überlagere, die ganz leicht schräg dazu liegt, ist eben der Nachteil dieser Sensorbauweise .......



Ich kann mir aber auch eine Stelle unmittelbar daneben aussuchen .....



... und alles ist gut .....


Letztlich kann ich aber auch die Kirche da lassen, wo sie hingehört ... im Dorf!;)

Wenn man sich mal klar macht, wie extrem wir da gerade in die Szene reinzoomen, könnte man auch gleich mal wieder die Sinnfrage stellen!

Mein Fazit bleibt aber dennoch ... wenn ich mal so pixelpiepe ....

Ich sehe den Quattro bei ISO 100 insgesamt nicht vorne (auch wenn er spezifische Stärken natürlich hat.)

Schon bei ISO 200 ist alles ziemlich eindeutig ... da kann wirklich niemand mehr streiten.

Ein KB-Quattro wäre folglich auch für mich keine Option.

Grüße und schöne Photos

Klaus

P.S. Ganz am Rande ... die alte Diskussion .... im Grunde kann ich Crops verschiedener Kameras (wie Jan schon schreibt ... auch die Optik sollte vergleichbar sein) nicht wirklich vergleichen, wenn die Sensorauflösung nicht identisch ist. Ansonsten vergleiche ich nämlich verschiedene Bildausschnitte. Der Crop der niedriger auflösenden Kamera wirkt dann immer schärfer ... die höher auflösende Kamera zoomt ja automatisch weiter in das Auflösungsvermögen der Optik hinein ... schwieriges Problem ... ich vergleiche dann lieber gleiche Bildausschnitte, auch wenn ich skalieren muss .... ist aber Ansichtssache.

P.S.2 Noch viel lieber vergleiche ich gar nicht und photographiere einfach!:daumen::daumen::daumen:
 
  • Kooperation zwischen Sigma, Leica und Panasonic Beitrag #36
  • Kooperation zwischen Sigma, Leica und Panasonic Beitrag #37
Da die Vergleichbarkeit etwas in Frage gestellt wurde doch noch 3 Bemerkungen:


ALLES bei DPR bzgl Quattro stammt aus einem DNG und nicht aus X3F via SPP. Die Einbußen sind bekannt. Selbst das wirklich gute Silkypix verliert bei der X3F Entwicklung gegen SPP.
Das der Quattro bei Kunstlicht erheblich mehr Entwicklungsfeinheit braucht ist auch klar, deswegen hatte ich bei Tageslicht verglichen.
Und: es lag mir fern, die Überlegenheit der SDQ-H gegen FF zu beweisen. Wollte zeigen, dass ein FF-Quattro mit 8000 Px horizontal Potential hat und durchaus für bestimmte Anwendungen sinnvoll sein könnte.


Die Sache mit dem Preis mal ganz außen vor. Wird interessant, was Sigma da aufrufen will.



MIR reichen die 16 MP der GX80 fast immer aus, wegen Croppotential vllt. mal die 20 der GX9. Aber die steigende Auflösung bestimmt der Markt. Kann mich gut erinnern: Full HD??? Braucht kein Mensch! Heute 4k? Braucht auch niemand. Trotzdem wird es in wenigen Jahren Standard sein...


So, hier scheint die Sonne und ich rolle jetzt fotografieren. :)
 
  • Kooperation zwischen Sigma, Leica und Panasonic Beitrag #38
Hallo Uwe :)

Das der Quattro bei Kunstlicht erheblich mehr Entwicklungsfeinheit braucht ist auch klar, deswegen hatte ich bei Tageslicht verglichen.
In meinem Beispiel-Link heisst es "Studio scene" und die Lichttemperatur sollte da auch die Tageslichttemperatur von ca. 5400K haben,
so wie das Licht dort aussieht ist es kein "warmes" Kunstlicht ;)








Gruss
JAN
 
  • Kooperation zwischen Sigma, Leica und Panasonic Beitrag #39
Da muss sogar ich die sdQH etwas in Schutz nehmen. So schlecht wie im dpreview Testbild ist die Quattro nun auch nicht. Dieses Resultat wäre für mich ein Grund die Kamera als Defekt zu retournieren.

Wenn man das X3F lädt und selber entwickelt sieht es schon etwas besser aus. Noch mit Schwächen, aber besser:

Bildschirmfoto 2018-10-05 um 18.14.51.png

Zum Vergleich der Ausschnitt aus dpreview:
Bildschirmfoto 2018-10-05 um 18.05.10.png
 
  • Kooperation zwischen Sigma, Leica und Panasonic Beitrag #40
Ich muss Deine Befürchtung mittlerweile teilen. Ein hochskalierter Quattro scheint wahrscheinlich.
In einem Interview an der Photokina erwähnte Herr Yamaki, dass sie seit 3 Jahren an der Entwicklung des FF Foveon sind. (mehr Infos liess er sich nicht aus der Nase ziehen) Daraus zu folgern, dass es somit ebenfalls ein Quattro sein wird, ist wohl angebracht.

Ich habe auch noch etwas recherchiert. Es geht offenkundig weiter mit dem Quattro.

Das muss nicht schlimm sein, wenn das System gezielt in Bezug auf seine Schwächen überarbeitet wird. Das kann nicht unmöglich sein - schließlich geht das Ganze von der obersten Sensor-Lage aus.

Deine Beschreibungen zum Bestands-Quattro (Mikrokristalle und satiniertes Glas:D) teile ich zu 100%. Landschaftsaufnahmen mit brutalstrukturierter Baumrinde im Vordergrund und impressionistisch-getupften Waldhügeln in der Ferne. :D

Gruß,
Oz
 
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