Deine Einführungsaufnahme finde ich absolut sehr gut und bin neugierig geworden.:klatschen::klatschen::klatschen:
Ein kleinen Leitfaden gibt es den schon hier im Forum wo zu lesen?
Oder habt Ihr Links für so einen parat?
Danke Dir und Waldschrat für die schon hier gemachten Informationen.
Hallo Jens-Uwe,
auf Wikipedia gibt es einen schönen Artikel:
http://de.wikipedia.org/wiki/Infrarotfotografie ...
Hier wie es bei den Sigmas gemacht wird:
http://www.bilderforum.de/t8540-sd14-infrarot-ein-erster-versuch.html#post97736
Bei den Bayer-Kameras ist es prinzipiell gleich, jedoch durch einen Umstand schwieriger. Das IR-Sperrfilter ist direkt vor dem Sensor verbaut und nur durch Fachkundige zu entfernen (für den Laien nicht reversibel). Solche Kameras sind für herkömmliche Fotografische Anwendungen nicht mehr geeignet (solange man nicht ein Alternativ-Sperrfilter vor das Objektiv schraubt).
Was alles in puncto Umbau geht, sieht man recht gut
hier...
Ohne Umbau sind IR-Aufnahmen ebenfalls möglich, jedoch mit recht hohen Belichtungsdauern verbunden, da das Sperrfilter das begehrte IR-Licht nur in Bruchteilen durchlässt.
Zu den Falschfarben...:
Im
Bayer-Sensor sind die "farbabbildenten" Elemente in einer Ebene nebeneinander angeordnet. Die Sensorschicht registriert in gewohnter Manier die einfallenden (IR-)Strahlen gemäß der Bayer-Matrix ortsabhängig als Farben. Über die Bayer-Interpolation entsteht ein Farbbild, daß zugegeben völlig anders aussieht als ein herkömmliches Farbbild, da die Strahlungsabsorbtion und -emission unserer Umgebung im IR-Bereich
anders gewichtet ist (siehe Wood-Effekt). Der Sensor an sich ist imstande
Strahlung bis ca. 1100-1200nm zu registrieren.
Dennoch ist so ein Bild ziemlich rot-dominiert, wenn man es mit dem automatischen Weißabgleich aufnimmt.
Daher ist es üblich einen manuellen Weißagbleich auf eine
Grünfläche zu setzen (Gras, o.ä.).
Durch diesen Weißabgleich sieht das Rohbild so aus:
In der Fotobearbeitungssoftware tauscht man dann die Farbkanäle. Ein Beispiel:
Im Rotkanal: Rot 0% und Balu 100%
Im Blaukanal: Rot 100% und Blau 0%
Das Ergebnis:
"End"bearbeitet:
Das ist nur
ein Beispiel wie man Kanäle tauschen kann.
Eine ganzes Kompendium hierzu findet sich hier.
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Beim Foveon-Sensor ist die Sache komplizierter. Die Sensorebene ist geschichtet -
alle Farbinformationen werden je Pixel aufgezeichnet, ortsaufgelöst
untereinander: Da ist eine "Blauebene", eine "Grünebene" und eine "Rotebene", die bei verbauten/ausgebauten Sperrfilter eine Empflindlichkeit aufweisen wie sie in nachfolgender Publikation
http://www.dtic.mil/cgi-bin/GetTRDoc?AD=ADA429699
dargestellt ist (S.27, Bild17: Mit Sperrfilter <-----> S.28, Bild18: Ohne Sperrfilter).
Aus diesem Signalwust rechnet z.B. SPP bei klassischen Farbbildern (durch eine entsprechend komplexe Farbkalibrierung) die entspechenden Farbkomponenten des Bildes. Darauf ist SPP ausgelegt.
Die Ebenenempfindlichkeit der einzelnen Lagen im Nah-IR-Bereich ist jedoch nicht besonders different - die vorhandenen Algorithmen ungeeignet. Im Praxisfall scheitert man daher üblicherweise mit einer Falschfarben-Ausarbeitung und landet im Monochrom-IR-Bild.
Die Empfindlichkeit und Durchlässigkeit der einzelnen Sensorlagen ist halt im Nah-IR völlig anders als im sichtbaren Bereich.
Ganz unmöglich sind Foveon-IR-Falschfarben dennoch nicht - jedoch sehr aufwendig, siehe
http://www.dpreview.com/forums/thread/2815601#forum-post-35500453
Manche versuchen es durch die RGB-Zerlegung mit Monoveon (hat bei mir nicht funktioniert), andere durch Spezialfilter, z.B. einem
Wratten 44A wie in o.g. Link beschrieben.
Soweit mein Verständnis zur Sache ohne Anspruch auf Vollständigkeit und völlige Richtigkeit.
Gruß,
Oz