Dampflokwerk Meiningen ...

Diskutiere Dampflokwerk Meiningen ... im Technik & Industrie Forum im Bereich Bildbesprechungen; Bei weitem nicht alle.;) Die von dir weiter oben gezeigte 41er z.B. hatte in der Ursprungsversion (Einheitslok, erstes Baujahr 1937) nen...
  • Dampflokwerk Meiningen ... Beitrag #21
...Eine Dampflok hat einen Kessel-Höchstdruck von ca. 14 bar...

Bei weitem nicht alle.;)

Die von dir weiter oben gezeigte 41er z.B. hatte in der Ursprungsversion (Einheitslok, erstes Baujahr 1937) nen Betriebsdruck von 20 bar. Die Reko- (DR) bzw. Umbau- (DB) Maschinen erhielten Neubaukessel unter Beibehaltung des Fahr- und Triebwerkes. Diese Neubaukessel hatten immerhin noch 16 bar Betriebsdruck. ;)



Es gab auch Versuche mit noch höheren Kesseldrücken, die aber nicht von Erfolg gekrönt waren.
 
  • Dampflokwerk Meiningen ... Beitrag #22
Mir war gar nicht klar, wie lebenswichtig der einwandfreie technische Zustand einer Dampflok ist. Insbesondere die Kesselinspektionen sind unverzichtbar wichtig.
...
1951 gab es in Meiningen eine schlimme Dampfkessel-Explosion mit 11 Toten.:eek::eek::eek:

...


Ja, das ist nicht ohne. :eek:
Bei einem Druck von z.B. 14 bar siedet Wasser erst bei 195°C.
Entsteht ein Leck/Riss/Loch im Kessel, sinkt der Druck innen schnell auf
den normalen Atmosphärendruck von 1 bar. Durch die Druckabnahme
sinkt der Siedepunkt des Wassers schlagartig auf die vertrauten 100°C,
und es gibt eine blitzartige Verdampfung des Wassers unter
explosionsartiger Volumenzunahme.
Dieser Effekt macht die Sache so gefährlich und in dieser
blitzartigen Volumenzunahme liegt die Druckwelle begründet, die
tonnenschwerde Kessel 100m weit durch die Luft werfen kann,
und ganze Gebäude von innen zerreißt.

Deshalb hat sogar der hiesige Espressobereiter mit seinen 200ml (?) Wasser
ein Sicherheitsventil, damit der Druck nicht beliebig steigen kann. ;)



Grüße vom Waldschrat
u.a. gelernter "Metaller", und in seinen jungen Jahren
jahrelang als Hochdruckkesselwärter tätig... :)




_
 
  • Dampflokwerk Meiningen ... Beitrag #23
Hi Klaus, die Bilder sind wunderbar!!
:klatschen::klatschen::klatschen:
Ich war schon oft dort, allerdings immer nur zu den Dampfloktagen und da war dann entsprechend was los.
Die Details sind spitze, das 50er Zeiss scheint eine Hammer-Linse zu sein!

Klasse Bilder, Klaus. :klatschen:

Muß gleich nochmal in Ruhe schauen. Ungewöhnlich allerdings Bild #25: Ne E-Lok (E44?) im Dampflokwerk. ;)

Das ist E75 09 die beim Brand des Lokschuppens in Nürnberg total zerstört wurde. Sieht schon wieder ganz gut aus, 2012 war sie noch ein erbärmlicher Haufen Schrott.
Die DB AG hat nach dem Feuer beschlossen, diese Maschine wieder rollfähig herzurichten und museal zu erhalten. Das RAW Meiningen ist dafür der genau richtige Ort :) Die blaue E18 war auch schon dort.
Bei diesem Brand wurden viele historische Loks völlig zerstört.
 
  • Dampflokwerk Meiningen ... Beitrag #24
Ja, das ist nicht ohne. :eek:
Bei einem Druck von z.B. 14 bar siedet Wasser erst bei 195°C.
Entsteht ein Leck/Riss/Loch im Kessel, sinkt der Druck innen schnell auf
den normalen Atmosphärendruck von 1 bar. Durch die Druckabnahme
sinkt der Siedepunkt des Wassers schlagartig auf die vertrauten 100°C,
und es gibt eine blitzartige Verdampfung des Wassers unter
explosionsartiger Volumenzunahme.
Dieser Effekt macht die Sache so gefährlich und in dieser
blitzartigen Volumenzunahme liegt die Druckwelle begründet, die
tonnenschwerde Kessel 100m weit durch die Luft werfen kann,
und ganze Gebäude von innen zerreißt.

Deshalb hat sogar der hiesige Espressobereiter mit seinen 200ml (?) Wasser
ein Sicherheitsventil, damit der Druck nicht beliebig steigen kann. ;)



Grüße vom Waldschrat
u.a. gelernter "Metaller", und in seinen jungen Jahren
jahrelang als Hochdruckkesselwärter tätig... :)




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War das in Meiningen mit der Kesselexplosion?
Interessant, habe vor noch nicht all zu langer Zeit ein Video darüber gesehen.
Geplatzt ist da eine 01-5 die zu wenig Wasser im Kessel hatte und das beim scharfen Bremsen im Bahnhof nach vorn schwappte. Dadurch fing die Decke der Feuerbüchse an zu glühen und als die Maschine zum Stehen kam und das Wasser wieder zurück schwappte verdunstete schlagartig so viel Wasser, das die Überdruckventile diese enorme Dampfmenge nicht mehr ablassen konnten. Der Kessel platzte oberhalb der Feuerbüchse und wurde vor die Lok ins Gleisbett geschleudert.
 
  • Dampflokwerk Meiningen ... Beitrag #27
(...)
Und in Meiningen ist auch eine Lok explodiert?? :eek::eek:

Ja leider!



1951 starben bei einem schweren Kesselzerknall einer Lok der Baureihe 95.66 im Anheizhaus zehn Beschäftigte sowie eine Passantin auf einer nahe gelegenen Straße. Der Kessel flog rund 150 m bis in den Garten des benachbarten Georgenkrankenhauses.

Quelle:



Grüße und schöne Photos

Klaus
 
  • Dampflokwerk Meiningen ... Beitrag #28
Die #20 war mir neulich schon aufgefallen.
Ist das eine vertikal arbeitende Drehmaschine?
 
  • Dampflokwerk Meiningen ... Beitrag #29
Die #20 war mir neulich schon aufgefallen.
Ist das eine vertikal arbeitende Drehmaschine?

Üblicherweise ist es i.d.T. ja so, dass sich bei Drehmaschinen das Werkstück dreht und das Werkzeug (der Drehmeißel /Drehstahl) relativ zur Schnittbewegung eben nicht bewegt.

Hier scheint es sich um eine Maschine zu handeln, bei der das Werkzeug rotiert. Anders kann man ja die Gleitlagerbohrung eine Treibstange nicht ausdrehen ... man kann ja nicht die komplette Treibstange rotieren lassen.

Gesehen habe ich eine solche Maschine zuvor aber auch noch nicht ... hier war sie ja leider nicht im Betrieb.:eek:

Grüße und schöne Photos

Klaus

P.S Ich habe gelesen, dass einige der Spezial-Werkzeugmaschinen in Meiningen mehr als 70 Jahre alt sind und schon seit Jahrzehnten nicht mehr hergestellt werden (mangels weiterem Bedarfes). Um so unersetzbarer sind sie ja dann auch.;)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Dampflokwerk Meiningen ... Beitrag #30
Hallo zusammen.

Nur so als kleine information ....

Zufällig bin ich darüber gestopert.
Im Dampflokwerk Meiningen liegt zur zeit ein schweizer "Krokodil" (CE 6/8 III 14305, Baujahr 1926) Diese Elektrolok hatte auf der Rückreise aus Schweden wo sie die Hauptatraktion auf einem Jubiläumsanlass eines Eisenbahnmuseums in Schweden war, technische Probleme, da ein Lager heiss gelaufen war.

Aus diesem Anlass, und weil eine Revision sowieso anstand, ist sie zur Zeit in Meiningen.

Einige Forenten gehen ja regelmässig nach Meiningen zu den "Dampfloktagen". Ich würde sagen dass die Chancen sehr gut stehen um das Krokodil dieses Jahr dort anzutreffen, was nicht oft vorkommen sollte da diese Elektrolok ausserhalb der Schweiz sonst keine Fahrgenemigung hat ( glaube ich jedenfalls zu wissen )

Also, "Avis aux Amateurs" :daumen:
 
  • Dampflokwerk Meiningen ... Beitrag #31
Danke für diesen Hinweis.

Wer Zeit und Muse hat sollte eine private Werksführung organisieren.
An den Meiniger Dampfloktagen ist dieses Werk total überlaufen.
Fotografieren nur mit Hindernissen.
So mein Erlebnis im Jahr 2015.
 
  • Dampflokwerk Meiningen ... Beitrag #32
Ja, es ist schon sehr voll dort, zu dn Dampfloktagen.
Am sinnvollsten ist es am Samstag direkt um 9:00 Uhr dort zu sein. Da ist es noch relativ leer und man kann die Maschinen noch weitestgehend menschenfrei ablichten. :)

Die Achsen aus Bild 12 und 13 liegen übrigens immer noch dort..
War im April zuletzt mit einem Sonderzug da, inkl. Werksführung.
 
  • Dampflokwerk Meiningen ... Beitrag #33
..... es ist wirklich ein Erlebnis .... dort ist die Zeit wirklich so ein bisschen stehengeblieben ... je älter ich werde, desto mehr genieße ich solche Momente.;)

Grüße und schöne Photos

Klaus
 
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