Janni
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Hier mal eine kleine Vorstellung dieses Objektivs :
Das "Canon TS-E 24mm 1:3,5 L II" gehört (wie der Name schon sagt) zu den Tilt- und Shiftobjektiven, daher
vorn das "TS" statt "EF", wobei EF für "electro fokus" steht
Einen Autofokus sucht man vergebens, hier wird alles manuell eingestellt und das ist mit dem breiten Fokusring
sehr bequem und feinfühlig machbar !
Früher fand ich diese TS-Objektive recht eigenartig und mir kam das ganze Verstellen recht kompliziert vor,
daraus folgte dann die übliche Denkweise : "Wat der Bauer nich kennt......."
In letzter Zeit interessierte ich mich dann doch mal für diese ganze Architekturfotografie, hatte im Urlaub
ein Buch über diesen Bereich gelesen und einige Erfahrungen konnte ich in den letzten Jahren hin und wieder
immer mal sammeln indem ich Gebäude oder andere Bauten fotografierte, der eigentlich Zündfunke sprang
vermutlich auch bei diesen Kran-Häusern in Düsseldorf über, da hat es mir Spass gemacht die ganzen Linien-
führungen und Perspektiven abzulichten.
Da ich auch von Natur aus schon keine schiefen Horizonte oder stürzenden Linien mag, schaute ich mir doch
mal diese TS-Objektive näher an, das Web ist ja voll von Infos und bei "youtube" gibts gute Erklärungen und
Beispiele für diese Dinger.
So wurde ich also richtig heiss für diese Sache und es war nur noch eine Entscheidung der Brennweite die ich
treffen musste....17mm oder 24mm war hier die Frage !
Die günstige Konkurrenz aus dem Hause "Walimex" oder "Samyang" fiel bei mir eh durch da ich schon viele Jahre
aus eigener Erfahrung und eigentlich nach dem Motto handle : "wer billig kauft, kauft 2x", womit ich bisher
immer gut gefahren bin....macht sich bei einem späteren Verkauf dann natürlich auch wieder bemerkbar
Das muss und sollte aber jeder für sich selbst entscheiden.....
Nach vielen Tagen der Überlegung über die Brennweite fiel die Entscheidung dann auf das 24mm-Objektiv, der
Grund war das beim 24mm der Tilt-Bereich etwas prägnanter ausfällt, d.h. die Wirkung der verkürzten- oder der
erweiterten Schärfeebene fällt etwas eindeutiger aus da der Tiltbereich hierbei ± 8,5° beträgt, beim TS-E17mm
fällt er mit einem Bereich von ± 6,5° nicht ganz so heftig in den Bildern aus...erkennbar ist er natürlich trotzdem
Ausserdem ist ein extrem geshiftetes Bild bei 17mm auch ein wenig gewöhnungsbedürftig da diese geraden Linien
eines hohen Gebäudes doch schon erstmal merkwürdig aussehen weil das Gebäude optisch oben genauso dick und
breit ist wie am Boden, und das sieht eigentlich im Nahbereich nicht normal aus (obwohl die Linien alle gerade
nach oben verlaufen). Beim 24mm Brennweite fällt dieser "Effekt" von daher nicht ganz so heftig aus wie bei
einer Brennweite von 17mm im Nahbereich.....
Nun aber zum Objektiv !
Verkauft wird es wie bei den L-Objektiven typischerweise mit einer Streulichtblende, die aber wohl nicht allzuviel
bringen kann wenn man sie draufsetzt, sie ist ziemlich schmal und die Sonne muss schon sehr genau im bestimmten
Winkel einfallen damit sie einen Blendeffekt verhindert
Da die Linsenvergütung eh schon sehr gut ist, laut Canon eine "Sub-Wavelength Structure Coating und Super-
Spectra-Vergütung" und dadurch solche Lens-Flares recht gut verhindert, ist diese schmale Streulichtblende also
nicht ganz so wichtig (finde ich).
Weiterhin gibts einen tollen Lederbeutel dabei indem man das Objektiv transportieren kann. Auch ist ein kleiner Beutel
mit grösserem Einstellrad und Minischraube enthalten, dieses Rädchen kann man oben auf dem Shift-Verstellknopf als
"Durchmesser-Vergrösserung" anbringen. Das hat den Grund das man bei Verwendung einer APS-C-Kamera diesen
dickeren Knopf nicht verwenden kann da er beim Drehen der Shift-Achse an den aufklappbaren integrierten Spassblitz
von den APS-C Kameras kommt. Beim Vollformat gibt es diesen Klappblitz nicht und deshalb habe ich Ihn direkt auf den
vorhandene kleineren Shift-Knopf oder Shifträdchen draufgesetzt, bzw. geschraubt !
Weitere Besonderheiten bei diesem Objektiv ist die kreisrunde Blende, d.h. das das Bokeh wohl recht rund und an-
genehm erscheinen soll (verursacht durch spezielle abgerundete Formen der Blendenlamellen im Objektiv).
Auch ist die Schärfe- oder Abbildungsleistung bei diesen TS-Objektiven bis in den Ecken vorhanden, wo andere gute
Objektive im Randbereich bei der Schärfe- und Kontrastleistung normalerweise leicht abfallen, sind die TS-Objektive
immernoch recht gut bis in den Ecken hinein.....für Architektur ist das auch nicht ganz unwichtig
Die Verzeichnung fällt bei den Objektiven aus sehr gering aus, es gibt trotz der geringen Brennweite also kaum tonnen-
oder kissenförmige Verzeichnung die bei Architektur nicht grad erwünscht ist
Genug geschrieben, jetzt erstmal ein paar Bilder vom eigentlichen Objektiv :
Das Objektiv mit Streulichtblende und den üblichen Abdeckkappen (den Stoffbeutel habe ich im Originalkarton gelassen)

Hier mit aufgesetzter Streulichtblende

Die Shift-Einheit womit man den Bildwinkel parallel zum Bildsensor um ± 12mm nach oben oder unten "verschieben" kann

Die Tilt-Einheit womit man die Schärfeebene zum Bildsensor hin um ± 8,5° "verschwenken" kann

Die gegenüberliegende Objektivseite wo man die Tilt & Shifteinheiten jeweils unabhängig voneinander festdrehen kann damit sich nix unbeabsichtigt verstellt
Mit dem "Lock" - Schalter kann man die Tilt-Einheit komplett blockieren sodass diese garnicht mehr "verschwenkt" werden kann !
Die anderen beiden kleinen breiten Hebelchen sind zum Lösen einer Sperre damit man die Tilt- oder Shifteinheit jeweils unabhängig voneinander drehen kann,
schliesslich kann man ja beide Gimmicks zusammen anwenden und manchmal möchte man z.B. quer Schwenken oder mal hochkant Schwenken....es geht
natürlich auch stufenlos schräg, halt in allen Richtungen !
Ebenso kann man die Tilt-Einheit unabhängig von der Shifteinheit um die Mittelachse drehen damit man die Schärfeebene entweder senkrecht, waagerecht
oder beliebig schräg gestalten kann, ganz individuell eben
Hört sich alles komplizierter an als es ist....ehrlich

Hier mal an der Kamera der dargestellte Shiftbereich......

....geht weiter !
Das "Canon TS-E 24mm 1:3,5 L II" gehört (wie der Name schon sagt) zu den Tilt- und Shiftobjektiven, daher
vorn das "TS" statt "EF", wobei EF für "electro fokus" steht
Einen Autofokus sucht man vergebens, hier wird alles manuell eingestellt und das ist mit dem breiten Fokusring
sehr bequem und feinfühlig machbar !
Früher fand ich diese TS-Objektive recht eigenartig und mir kam das ganze Verstellen recht kompliziert vor,
daraus folgte dann die übliche Denkweise : "Wat der Bauer nich kennt......."
In letzter Zeit interessierte ich mich dann doch mal für diese ganze Architekturfotografie, hatte im Urlaub
ein Buch über diesen Bereich gelesen und einige Erfahrungen konnte ich in den letzten Jahren hin und wieder
immer mal sammeln indem ich Gebäude oder andere Bauten fotografierte, der eigentlich Zündfunke sprang
vermutlich auch bei diesen Kran-Häusern in Düsseldorf über, da hat es mir Spass gemacht die ganzen Linien-
führungen und Perspektiven abzulichten.
Da ich auch von Natur aus schon keine schiefen Horizonte oder stürzenden Linien mag, schaute ich mir doch
mal diese TS-Objektive näher an, das Web ist ja voll von Infos und bei "youtube" gibts gute Erklärungen und
Beispiele für diese Dinger.
So wurde ich also richtig heiss für diese Sache und es war nur noch eine Entscheidung der Brennweite die ich
treffen musste....17mm oder 24mm war hier die Frage !
Die günstige Konkurrenz aus dem Hause "Walimex" oder "Samyang" fiel bei mir eh durch da ich schon viele Jahre
aus eigener Erfahrung und eigentlich nach dem Motto handle : "wer billig kauft, kauft 2x", womit ich bisher
immer gut gefahren bin....macht sich bei einem späteren Verkauf dann natürlich auch wieder bemerkbar
Das muss und sollte aber jeder für sich selbst entscheiden.....
Nach vielen Tagen der Überlegung über die Brennweite fiel die Entscheidung dann auf das 24mm-Objektiv, der
Grund war das beim 24mm der Tilt-Bereich etwas prägnanter ausfällt, d.h. die Wirkung der verkürzten- oder der
erweiterten Schärfeebene fällt etwas eindeutiger aus da der Tiltbereich hierbei ± 8,5° beträgt, beim TS-E17mm
fällt er mit einem Bereich von ± 6,5° nicht ganz so heftig in den Bildern aus...erkennbar ist er natürlich trotzdem
Ausserdem ist ein extrem geshiftetes Bild bei 17mm auch ein wenig gewöhnungsbedürftig da diese geraden Linien
eines hohen Gebäudes doch schon erstmal merkwürdig aussehen weil das Gebäude optisch oben genauso dick und
breit ist wie am Boden, und das sieht eigentlich im Nahbereich nicht normal aus (obwohl die Linien alle gerade
nach oben verlaufen). Beim 24mm Brennweite fällt dieser "Effekt" von daher nicht ganz so heftig aus wie bei
einer Brennweite von 17mm im Nahbereich.....
Nun aber zum Objektiv !
Verkauft wird es wie bei den L-Objektiven typischerweise mit einer Streulichtblende, die aber wohl nicht allzuviel
bringen kann wenn man sie draufsetzt, sie ist ziemlich schmal und die Sonne muss schon sehr genau im bestimmten
Winkel einfallen damit sie einen Blendeffekt verhindert
Da die Linsenvergütung eh schon sehr gut ist, laut Canon eine "Sub-Wavelength Structure Coating und Super-
Spectra-Vergütung" und dadurch solche Lens-Flares recht gut verhindert, ist diese schmale Streulichtblende also
nicht ganz so wichtig (finde ich).
Weiterhin gibts einen tollen Lederbeutel dabei indem man das Objektiv transportieren kann. Auch ist ein kleiner Beutel
mit grösserem Einstellrad und Minischraube enthalten, dieses Rädchen kann man oben auf dem Shift-Verstellknopf als
"Durchmesser-Vergrösserung" anbringen. Das hat den Grund das man bei Verwendung einer APS-C-Kamera diesen
dickeren Knopf nicht verwenden kann da er beim Drehen der Shift-Achse an den aufklappbaren integrierten Spassblitz
von den APS-C Kameras kommt. Beim Vollformat gibt es diesen Klappblitz nicht und deshalb habe ich Ihn direkt auf den
vorhandene kleineren Shift-Knopf oder Shifträdchen draufgesetzt, bzw. geschraubt !
Weitere Besonderheiten bei diesem Objektiv ist die kreisrunde Blende, d.h. das das Bokeh wohl recht rund und an-
genehm erscheinen soll (verursacht durch spezielle abgerundete Formen der Blendenlamellen im Objektiv).
Auch ist die Schärfe- oder Abbildungsleistung bei diesen TS-Objektiven bis in den Ecken vorhanden, wo andere gute
Objektive im Randbereich bei der Schärfe- und Kontrastleistung normalerweise leicht abfallen, sind die TS-Objektive
immernoch recht gut bis in den Ecken hinein.....für Architektur ist das auch nicht ganz unwichtig
Die Verzeichnung fällt bei den Objektiven aus sehr gering aus, es gibt trotz der geringen Brennweite also kaum tonnen-
oder kissenförmige Verzeichnung die bei Architektur nicht grad erwünscht ist
Genug geschrieben, jetzt erstmal ein paar Bilder vom eigentlichen Objektiv :
Das Objektiv mit Streulichtblende und den üblichen Abdeckkappen (den Stoffbeutel habe ich im Originalkarton gelassen)

Hier mit aufgesetzter Streulichtblende

Die Shift-Einheit womit man den Bildwinkel parallel zum Bildsensor um ± 12mm nach oben oder unten "verschieben" kann

Die Tilt-Einheit womit man die Schärfeebene zum Bildsensor hin um ± 8,5° "verschwenken" kann

Die gegenüberliegende Objektivseite wo man die Tilt & Shifteinheiten jeweils unabhängig voneinander festdrehen kann damit sich nix unbeabsichtigt verstellt
Mit dem "Lock" - Schalter kann man die Tilt-Einheit komplett blockieren sodass diese garnicht mehr "verschwenkt" werden kann !
Die anderen beiden kleinen breiten Hebelchen sind zum Lösen einer Sperre damit man die Tilt- oder Shifteinheit jeweils unabhängig voneinander drehen kann,
schliesslich kann man ja beide Gimmicks zusammen anwenden und manchmal möchte man z.B. quer Schwenken oder mal hochkant Schwenken....es geht
natürlich auch stufenlos schräg, halt in allen Richtungen !
Ebenso kann man die Tilt-Einheit unabhängig von der Shifteinheit um die Mittelachse drehen damit man die Schärfeebene entweder senkrecht, waagerecht
oder beliebig schräg gestalten kann, ganz individuell eben
Hört sich alles komplizierter an als es ist....ehrlich

Hier mal an der Kamera der dargestellte Shiftbereich......

....geht weiter !



