Ja, der untere Bildteil im letzten Foto ist wohl sehr dunkel, aber mich stört es auch deshalb nicht, ja finde es passend, da das Bild ja einen schon wunderbar malerischen Charakter hat, und da erwartet man eh nicht in erster Linie eine „realistische“ Darstellung, sondern ob der starken Wirkung willen auch nicht so Realistisches, wie in der Malerei eben. Und die Wirkung ist stark!
Und ich finde die Fotografie am interessantesten, wenn die Kamera, die sonst erbarmungslos die Wirklichkeit zeigt, die Neigung hat, auch ein bißchen Malpinsel sein zu wollen.
Im ersten Bild ist mir die Sonne noch zu grell, das Rot zu kräftig, wirkt auf mich insgesamt etwas überhitzt. Geschmacksache wohl, ich mag's halt besinnlich und beschaulich.
Beim zweiten Bild, was sehr stimmungsvoll und von so einem sehr wohltuenden Farbton, stört, wie schon Kucht bemerkte, der ausgefressenen Bereich um die Sonne leider.
Was um so beklagenswerter, da das Foto so eindrucksvoll!
Ist die Frage - ich weiße es nicht, wäre an Aufklärung aber sehr interessiert! -, ob das prinzipiell zu vermeiden gewesen wäre oder ob uns hier in abgemilderter Form das bekannte SD 15-Problem bei Spitzenlichtern begegnet, womit in diesem Falle der Fotograf es wohl nicht besser hätte machen können.
In jedem Falle bemerkt man bei allen Fotos den erfahrenen und leidenschaftlichen Fotografen am Werk, der geduldig dem besten Augenblick auflauert.
Guten Morgen,
Pseudemys