Wann benutze ich feste Brennweiten ?

Diskutiere Wann benutze ich feste Brennweiten ? im Digitalkamera Objektive & Zubehör Forum im Bereich Digitalkamera Forum / DSLR Forum; Moin moin Tut mir leid, ist ne Anfängerfrage :o Bei der Suche nach weiteren Objektiven stoße ich häufig auf solche mit fester Brennweite. Bei...
  • Wann benutze ich feste Brennweiten ? Beitrag #1
Mücke
Mücke
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96
Moin moin

Tut mir leid, ist ne Anfängerfrage :eek:

Bei der Suche nach weiteren Objektiven stoße ich häufig auf solche mit fester Brennweite.
Bei Makroobjektiven, wo ich einen geringen Abstand nur wenig verändern brauche, sehe ich ja noch einen Sinn, aber sonst.....:confused:

Was mir allerdings aufgefallen ist, das diese Objektive oft über eine sehr hohe Lichtstärke verfügen. Liegt darin der Sinn ?
 
  • Wann benutze ich feste Brennweiten ? Beitrag #2
Festbrennweiten haben den Vorteil das man mehr beim Bild denken muss/sollte.
Man zoomt nicht haltlos hin und her und drückt dann ab wenn man glaubt es passt.

Festbrennweiten schärfen den Blick für die Situation.
FB haben hoffentlich hohe Lichtstärken, das ist nicht nur ein Vorteil wenn das Licht ausgeht sondern auch ein sehr guter gestalterischer Vorteil. Man kann einfach besser das Motiv freistellen und so die Bildaussage massgeblich beeinflussen.
FB haben normalerweise auch durch die einfachere Berechnung weniger Abbildungsfehler und weniger Verzeichnungen, das ist aber weniger wichtig.

Wenn ich ein befreiteres Hobbybudget hätte, würde ich unter 100mm nur Festbrennweiten einsetzen.
 
  • Wann benutze ich feste Brennweiten ? Beitrag #3
Hej Jörg,

ich hab auch lange gehadert bis ich mir mein momentanes Lieblingsimmerdraufobjektiv gekauft hab. Das 50er 1,8.

Sauscharf, Saugute Freistellung, Sauleicht und Saubillig.

Für rund 100€ erwirbst du den "Joghurtbecher". Wie sagt die Reklame? Gut und Günstig.

Lies mal und . Alle Fotos von mir sind damit gemacht.
 
  • Wann benutze ich feste Brennweiten ? Beitrag #4
Festbrennweiten haben den Vorteil das man mehr beim Bild denken muss/sollte.
Man zoomt nicht haltlos hin und her und drückt dann ab wenn man glaubt es passt.

Festbrennweiten schärfen den Blick für die Situation.
FB haben hoffentlich hohe Lichtstärken, das ist nicht nur ein Vorteil wenn das Licht ausgeht sondern auch ein sehr guter gestalterischer Vorteil. Man kann einfach besser das Motiv freistellen und so die Bildaussage massgeblich beeinflussen.
FB haben normalerweise auch durch die einfachere Berechnung weniger Abbildungsfehler und weniger Verzeichnungen, das ist aber weniger wichtig.

Wenn ich ein befreiteres Hobbybudget hätte, würde ich unter 100mm nur Festbrennweiten einsetzen.

Danke Peter :daumen:

Kannst du mir das mit der Lichtstärke bitte auch erklären :eek:
 
  • Wann benutze ich feste Brennweiten ? Beitrag #5
Danke Peter :daumen:

Kannst du mir das mit der Lichtstärke bitte auch erklären :eek:

Es gibt FBs die haben Blende 2.8 oder größer. Das finde ich für FBs nicht zielführend.
Eine FB soll gestalterisch wirken und das geht mit großen Blendenöffnungen.
Also je größer das Loch vorne ist, desto mehr Licht kommt rein und desto weniger Schärfebereich ist zu sehen.

Ich empfehle dringend den Zusammenhang zwischen Blende, Zeit und ISO-Einstellung zu verstehen, darauf aufbauend kann man sich dann um den Rest kümmern wie Tiefenschärfe und was man mit dem ganzen Wissen eigentlich fotografieren will.

z.B. es gibt da noch mehr:
 
  • Wann benutze ich feste Brennweiten ? Beitrag #6
Danke Peter, Danke Andre

Ich merke, das ich noch eine ganze Menge lernen muss ;)
 
  • Wann benutze ich feste Brennweiten ? Beitrag #7
Hallo,

die wesentlichen Vorteile/Unterschiede von Festbrennweiten zu Zooms wurden ja schon genannt.
Da zum einen die Brennweiten an sich, also beispielsweise 28 oder 50mm, und auch die Objektive eines Herstellers ihre "Eigenheiten" haben kann es sogar interessant sein einen Brennweitenbereich mehrfach zu besetzen um dies als Stilmittel einzusetzen.
Oftmals sind ja auch die "alten" Gläser nicht wirklich kostspielig und richtig gut. Ich sehe es auch so dass es sehr interessant und lehrreich sein kann mit ausschließlich einer Festbrennweite auf Fototour zu gehen!
 
  • Wann benutze ich feste Brennweiten ? Beitrag #8
"Wann benutze ich feste Brennweiten ?"

einfache Antwort : so oft, wie möglich !
 
  • Wann benutze ich feste Brennweiten ? Beitrag #9
Und - es wurde zwar erwähnt, aber eher nebenbei:
Festbrennweite haben eigentlich immer eine wesentlich höhere Abbildungsqualität als Zoomlinsen.
Meine absolute Lieblingslinsen sind Festbrennweiten:
das 135 2,0
das 50 1,8 ( die Hintergrundunschärfe ist nicht sehr schön, dafür ist es sehr leicht)
und das 300 2,8
 
  • Wann benutze ich feste Brennweiten ? Beitrag #10
Bei Akt und Portrait machen sich Festbrennweiten super gut!
Die Freistellung ist einfach klasse.
 
  • Wann benutze ich feste Brennweiten ? Beitrag #11
Hej Jörg,

ich hab auch lange gehadert bis ich mir mein momentanes Lieblingsimmerdraufobjektiv gekauft hab. Das 50er 1,8.

Sauscharf, Saugute Freistellung, Sauleicht und Saubillig.

Für rund 100€ erwirbst du den "Joghurtbecher". Wie sagt die Reklame? Gut und Günstig.

das kann ich nur bestätigen. Ich geb meins nie nimmer her. :D
 
  • Wann benutze ich feste Brennweiten ? Beitrag #12
Ich besitze nur Festbrennweiten, die Abbildungsleistung überzeugt mich einfach. Da ich gerne mit Offenblende arbeite, bin auch auch von der Möglichkeit der Freistellung schwer begeistert.
Ich habe schon Zooms ausprobiert, die ich dann wieder verkauft habe. Das soll nicht heißen, dass es nicht auch super Zooms gibt, allerdings komme ich mit Festbrennweiten besser klar.
Natürlich habe ich mich auch schon mal geärgert, wenn ich mit Weitwinkel Landschaft fotografieren will und mir springt quasi ein Reh vor die Linse (natürlich zu weg weg für ein Weitwinkel), aber das sind eher Ausnahmen.

Meistens gehe ich gezielt los um etwas zu fotografieren, und ein paar Schritte vor oder zurück sind immer machbar. :)
 
  • Wann benutze ich feste Brennweiten ? Beitrag #13
Lieber Jörg

nun gebe ich auch noch etwas Senf dazu:

Du hast Deine Anfrage eher allgemein gehalten und hast einige klassische Gründe für die Verwendung von FB bekommen. Die haben sicher alle ihre Berechtigung und denen möchte ich auch gar nicht widersprechen.

NUR: das ist so ein klassisches Thema, das erfahrungsgemäss schnell polarisiert und auch etwas weltanschauliches bekommt. Dabei entsteht beim Anfänger schnell der Eindruck, daß nur FB was taugen und Zooms Kompromiss-Schrott seien. Dem möchte ich folgendes hinzufügen:

1. Wir müssen wirklich wissen, von welchen Preisklassen wir reden!! Sonst vergleichen wir Äpfel mit Birnen. Das hier zitierte Canon EF 50mm 1.8 besitze ich auch. Es ist gut aber einem Zoom der L Klasse sicher unterlegen!

2. Sollte klar gesagt werden, daß die riesigen Unterschiede in der Abbildungsqualität ein bißchen in vergangene Zeiten gehören. Heutige Zooms sind hervorragend gerechnet und bauen meist erst an den Enden etwas ab. Allerdings sollte der Zoombereich nicht zu gewaltig sein, die Physik kann man natürlich nicht überlisten.

Ich will damit sagen, daß es zu Beginn nicht zwingend erforderlich ist, nun nur noch auf teure FB zu sparen. Übrigens kann man hier mit alten M42 Optiken +Adapter hervorragend testen, ob man ein FB Typ ist. Denn hier ist natürlich viel mitrumschleppen und Objektiv wechseln an der Tagesordnung. In der Landschaftsfotografie ist es z.B mit dem Schritt vor oder zurück nicht immer getan. Das können auch schon mal 100 Meter werden und dann zoom ich lieber!!

Vor der Anschaffung von Zooms würde ich immer Tests lesen wie die am langen Ende aussehen. In den ersten zwei Dritteln kann ein gutes modernes Zoomobjektiv locker mit den entsprechenden FB mithalten!


Viele Grüße

Bernhard
 
  • Wann benutze ich feste Brennweiten ? Beitrag #14
Ein Aspekt habe ich beim Überfliegen der bisherigen Posts noch nicht entdeckt, deshalb steuere ich ihn bei... :)


Die in der Regel höhere Abbildungsqualität der Festbrennweiten resultiert auch daraus, dass sie schlicht weniger Linsen als ein Zoom enthalten. Das Licht muss weniger Glas-Luft bzw. Luft-Glas-Flächen passieren.



Dadurch...

- lässt ein festbrennweitiges Objektiv bei gegebener Blende zumindest theoretisch mehr Licht durch als ein Zoom. (Hat Jemand schonmal die Relevanz dessen genauer erkundet?)

- gibt es im festbrennweitigen Objektiv weniger Spiegelungen, welche tendenziell auch dann im Bild "besser aussehen". ;) Hiermit meine ich besonders Situationen, wo helle Lichtquellen im Bild sind (Sonne bei Untergang, Scheinwerfer in der Dämmerung, Straßenlampen, usw...)

- ist der Kontrast der Abbildung bei einer Festbrennweite von Natur aus höher.



Grüße vom Waldschrat! :)
 
  • Wann benutze ich feste Brennweiten ? Beitrag #15
Dadurch...

- lässt ein festbrennweitiges Objektiv bei gegebener Blende zumindest theoretisch mehr Licht durch als ein Zoom. (Hat Jemand schonmal die Relevanz dessen genauer erkundet?)

- gibt es im festbrennweitigen Objektiv weniger Spiegelungen, welche tendenziell auch dann im Bild "besser aussehen". ;) Hiermit meine ich besonders Situationen, wo helle Lichtquellen im Bild sind (Sonne bei Untergang, Scheinwerfer in der Dämmerung, Straßenlampen, usw...)

- ist der Kontrast der Abbildung bei einer Festbrennweite von Natur aus höher.


)

Du meinst die Festbrenner kommen schon so auf die Welt? :D

Da dürften wohl eher die Gründe greifen, die Du selber richtig nennst. Aber um die Relevanz geht es ja gerade. Da ist der Unterschied angesichts der Transmissionen moderner Glassorten doch sehr geschrumpft.

Ich bekenne ganz klar , daß ich zwischen meinem Tamron 70-300mm und dem EF 400mm 5.6 keinen nennenswerten Unterschied sehe. Das mag bei höherer Lichtstärke relevanter sein, dann soll man auch bitte dazu sagen was z.B. ein 300mm 2.8 kostet (vom 400mm 2.8 nicht zu reden).

LG Bernhard
 
  • Wann benutze ich feste Brennweiten ? Beitrag #17
... also sind wir uns einig, dass FBs den Nachteil haben, dass man nicht zoomen kann. Die restlichen Merkmale sind alles vorteile.
 
  • Wann benutze ich feste Brennweiten ? Beitrag #18
...Da ist der Unterschied angesichts der Transmissionen moderner Glassorten doch sehr geschrumpft...

Ich las mich soeben auch nochmal in die Materie ein. :)
Dass eine ordentliche Vergütung auf dem Glas die Reflexion senkrecht eintreffender Lichtstrahlen von den mir seit Jahren im Kopf rumgeisternden ;) ca. 4% bis auf weeeeiiiiit unter 1% vermindert, war mir in dieser Tragweite nicht klar.

Bilderforum bildet mal wieder ganz schön. :cool: :D :daumen:
 
  • Wann benutze ich feste Brennweiten ? Beitrag #19
- lässt ein festbrennweitiges Objektiv bei gegebener Blende zumindest theoretisch mehr Licht durch als ein Zoom. (Hat Jemand schonmal die Relevanz dessen genauer erkundet?)

Entscheidend ist, was für eine Vergütung aufgebracht wird. Man kann grob sagen das pro vergüteter Glasfläche 0,8-1,5% Licht reflektiert werden.
Auch beim Austritt aus der Linse. Danach hat man Streulicht und einen Kontrastverlust. Je mehr Linsen, desto mehr! Wobei sich die Verluste aber nicht addieren sondern anders berechnet werden. Mal abgesehen von der eigentlichen Absorption durch das Material.


Am Schluss ist nicht das Objektiv schuld wenn das Bild nix wurde. :p
 
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