Sternbild Orion

Diskutiere Sternbild Orion im Astro Forum im Bereich Bildbesprechungen; Darf ich meine letzten Orionse hier zu Dir sozusagen in einen Kontext stellen?
  • Sternbild Orion Beitrag #21
Darf ich meine letzten Orionse hier zu
Dir sozusagen in einen Kontext stellen?
 
  • Sternbild Orion Beitrag #23
Hab jetzt auch mal probiert die Daten auszuqutschen.
Was normal ist bei Orion und in unseren Breitengraden ist der Gradient.
Der ist für Weitwinkel sehr ausgeprägt.


ori-2.jpg
 
  • Sternbild Orion Beitrag #24
(...)

Genau. Da ist ein Stellmotor verbaut, der die Stundenachse rotiert.

Gruß,
Oz

Auf die Gefahr hin, dass ich nerve ..... ich bin nur bisken was schlauer jetzt ....:eek::eek:

Die "motorische" Stellvorrichtung muss doch irgendwie so eingestellt werden, dass sie die Verschiebung Aufnahmeblickwinkel/Motiv exakt nachstellt??!

Habe ich zumindest richtig verstanden, dass es sich beim Sternenhimmel um (bzw. dessen Kameranachführung) um eine reine Drehung handelt??

Bedeutet das in Folge, dass die Nachführung lediglch 360 Grad in 23h und 56min. zu drehen hat, bzw. den proportional reduzierten Drehwinkel für 5min. Belichtungeszeit??



Grüße

Klaus
 
  • Sternbild Orion Beitrag #25
Hab jetzt auch mal probiert die Daten auszuqutschen.
Was normal ist bei Orion und in unseren Breitengraden ist der Gradient.
Der ist für Weitwinkel sehr ausgeprägt.

Vielen Dank für Deine Mühen!!! :klatschen::klatschen::klatschen:

Inspiriert von Deiner Ausarbeitung habe ich mich auch noch mal an mein Exemplar herangemacht und ein künstliches Flatfield gebastelt und abgezogen, um den Dunst im unteren Bildbereich in den Griff zu kriegen.

Ursprung
2015-02-22_213854.jpg

Flatfield (Ebenenkopie Ursprung, entsättigt, Gaussblur 500px + Malen mit der Sprühpistole)
2015-02-22_213910.jpg

Abzug
2015-02-22_214041.jpg

Ergebnis
500k_processed_10.jpg

@Klaus: Ganz genau!! :)
Präziser kann ich es auch nicht umfassen.

Die Genauigkeit einer solchen motorischen Nachführung der Erdachsendrehung hängt aber entscheidend von einer möglichst genauen Einnordung der Stundenachse ab. Die Stundenachse muss exakt auf den ausgerichtet werden. Ansonsten beginnen die Sterne im Sucherbild umherzuwandern. Schmierige Sternenspuren sind bei der Aufnahme (mit längerer Nelichtungszeit) die Folge.

Zur Einnordung gibt es ganze Philosophien. Vom Einscheinern, über die Kochab-Methode...bis zu Apps. :rolleyes:

Selbst bei einer weitgehend exakten Einnordung gehen die Sterne aufgrund unvermeidbarer Ungenauigkeiten (Schneckenantrieb Stellmotor, o.ä.) auf Drift. Wirklich lange Belichtungszeiten, wie sie z.B. Andreas benötigt, um seine Meisterwerke zu komponieren, wären gerade bei langen Brennweiten unmöglich.

Hier gibt es dann ein ergänzendens Hilfmittel: Guiding.
Eine zweite Kamera (Videokamera), parallel zum Hauptinstrument, nimmt mit geeigneter Elektronik/Software einen Leitstern aufs Korn (ins Fadenkreuz) und sendet an die Stellmotoren entsprechende Kommandos, damit der Leitstern nicht wegläuft (im Fadenkreuz bleibt)

Beim Guiding nach o.g. Methode hat das zur Folge, dass man neben sein "Haupt-"Teleskop ein sogenanntes Leitrohr parallel schaltet, was diese Videokamera versorgt.

Eine Alternative hierzu ist, dass man sich auf ein Teleskop beschränkt, in den Strahlengang ein kleines Prisma einsetzt und eine winzige Portion des gesammelten Lichts um eine rechtwinkling zum Okularauszug angeordnete Guiding-Kamera zu versorgen. Das Prinzip nennt sich dann Off-Axis-Guiding (OAG). Andreas nutzt es, wenn ich nicht irre.

Grüße,
Oz
 
  • Sternbild Orion Beitrag #26
Vielen Dank für Deine Geduld mit mir!;)

Neben sehr viel "Know-How" hört sich der technische Aufwand dann ja auch nach sehr viel Geld an.;)

Aber ..... (wer sagt das doch noch immer) ... "Andere sammeln halt Briefmarken"...:daumen:

Grüße und schöne Photos

Klaus
 
  • Sternbild Orion Beitrag #27
Ich lese hier begeistert mit - danke fürs Teilen eures Knoff-Hoffs ;):daumen:
 
  • Sternbild Orion Beitrag #28
Hallo Sternfreunde!

Sozusagen die erste fotografische Auftragsarbeit meines Lebens war um
das Jahr 1986 (1987?), eine Übersichtsaufnahme des Orion auf Diafilm für
den Astronomie-Unterricht zu fertigen. Wir besprachen anhand dieses
Bildes dann glaube die Spektralklassen der Sterne. :)
Irgendwo muss es dieses Dia hier auch noch geben. :confused:
Soviel zur persönlichen Verbundenheit mit dem Thema. :D


Hier zum Vergleich mit Euch Großmeistern (siehe oben) der Orion mit
minimalen Mitteln und *ohne* Nachführung eingefangen:


2015_01_17_SD15_ISO800_15sec_Takumar_55mm_Orion_Werder_0037_VarC.jpg
SD15, ISO800, 15sec, M42 SMC Takumar 2/55mm @2



Gürtelsterne und Orionnebel
2015_02_25_SD15_ISO800_4sec_180mm_Orion_0020_VarA_DT01_600x900pix.jpg
SD15, ISO800, 4sec, Sigma APO Macro 2,8/180mm @2,8


Solche Fotos sahen damals auf DDR-Orwochrom-Diafilm nicht besonders
prickelnd aus, jedoch später auf dem Kodak EPJ320 definitiv viel schöner, als
die SD15 es imstande ist einzufangen. Okay, ist eben keine Astrokamera. ;)


Schönen Abend, und sternklare Nächte wünscht Euch der Waldschrat! :)



_

 
  • Sternbild Orion Beitrag #29
Frisch gefangen...

... mit der EOS1000D astro (+CLS Filter), ISO800, Sigma 105mm Macro@f/2.8

Nur 8x4 min. Es sollten viel mehr werden - aber dann kam Hochnebel auf...:rolleyes:
500k_proc2_8_filtered.jpg


Grüße,
Oz
 
Thema:

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