Hab jetzt auch mal probiert die Daten auszuqutschen.
Was normal ist bei Orion und in unseren Breitengraden ist der Gradient.
Der ist für Weitwinkel sehr ausgeprägt.
Vielen Dank für Deine Mühen!!! :klatschen::klatschen::klatschen:
Inspiriert von Deiner Ausarbeitung habe ich mich auch noch mal an mein Exemplar herangemacht und ein künstliches Flatfield gebastelt und abgezogen, um den Dunst im unteren Bildbereich in den Griff zu kriegen.
Ursprung
Flatfield (Ebenenkopie Ursprung, entsättigt, Gaussblur 500px + Malen mit der Sprühpistole)
Abzug
Ergebnis
@Klaus: Ganz genau!!

Präziser kann ich es auch nicht umfassen.
Die Genauigkeit einer solchen motorischen Nachführung der Erdachsendrehung hängt aber entscheidend von einer möglichst genauen Einnordung der Stundenachse ab. Die Stundenachse muss
exakt auf den
Himmelsnordpol ausgerichtet werden. Ansonsten beginnen die Sterne im Sucherbild umherzuwandern. Schmierige Sternenspuren sind bei der Aufnahme (mit längerer Nelichtungszeit) die Folge.
Zur Einnordung gibt es ganze Philosophien. Vom Einscheinern, über die Kochab-Methode...bis zu Apps.
Selbst bei einer weitgehend exakten Einnordung gehen die Sterne aufgrund unvermeidbarer Ungenauigkeiten (Schneckenantrieb Stellmotor, o.ä.) auf Drift. Wirklich lange Belichtungszeiten, wie sie z.B. Andreas benötigt, um seine Meisterwerke zu komponieren, wären gerade bei langen Brennweiten unmöglich.
Hier gibt es dann ein ergänzendens Hilfmittel: Guiding.
Eine zweite Kamera (Videokamera), parallel zum Hauptinstrument, nimmt mit geeigneter Elektronik/Software einen Leitstern aufs Korn (ins Fadenkreuz) und sendet an die Stellmotoren entsprechende Kommandos, damit der Leitstern nicht wegläuft (im Fadenkreuz bleibt)
Beim Guiding nach o.g. Methode hat das zur Folge, dass man neben sein "Haupt-"Teleskop ein sogenanntes Leitrohr parallel schaltet, was diese Videokamera versorgt.
Eine Alternative hierzu ist, dass man sich auf ein Teleskop beschränkt, in den Strahlengang ein kleines Prisma einsetzt und eine winzige Portion des gesammelten Lichts um eine rechtwinkling zum Okularauszug angeordnete Guiding-Kamera zu versorgen. Das Prinzip nennt sich dann Off-Axis-Guiding (OAG). Andreas nutzt es, wenn ich nicht irre.
Grüße,
Oz