Ich bin jetzt auf eine mögliche Erklärung gestoßen, nachdem das von mir beschriebene Phänomen auch in anderen Foren diskutiert wird, z.B. hier:
http://forums.dpreview.com/forums/read.asp?forum=1027&message=38322442.
Demnach hat das Problem augenscheinlich mit Sigmas
Analog Front End zu tun, einer Art der Signalverarbeitung, die Sigma mit der SD15 eingeführt hat (und wohl erst mit der DP1x und DP2x fortsetzt), und die zu besserem Rauschverhalten führen soll.
Es hat den Anschein, dass die daraus resultierenden Dateien andere Charakteristika haben, mit denen SPP4.2, sagen wir vorsichtig, nicht optimal zurechtkommt. Einer der Beiträge im oben erwähnten Thread äußert sogar die Vermutung, dass Sigma sich wohl nicht die Mühe gemacht habe, die Auswirkungen des AFE zu testen, bevor sie implementiert wurden.
Wie auch immer: Für mich ist es Tatsache, dass SPP4.2 aus den Dateien der
DP2 mit wenigen Klicks fantastische Ergebnisse liefert. Die Automatik funktioniert hervorragend, und die verschiedenen Farb-Einstellungen sind echte Optionen.
Bei der
SD15 hingegen kann ich ausschließlich die Farb-Einstellung "Neutral" verwenden und muss alles andere mühsam von Hand regulieren. Die Automatik führt, wie erwähnt, genauso zu unbrauchbaren Bildern wie etwa die Farb-Einstellung "Porträt", die geradezu lachhafte Farben liefert.