(Kunst & Kultur) Schmiedekunst

Diskutiere Schmiedekunst im Sigma Bilder besprechen Forum im Bereich Sigma Forum; Ach dort kommt das her : Mein Schul-Freund hatte auch ne Pouva-Start 6x6, ich durfte die Zeiss-Ikon-Balgenkamera meines Vaters benutzen, 6 x 9...
  • Schmiedekunst Beitrag #21
Ach dort kommt das her :
Mein Schul-Freund hatte auch ne Pouva-Start 6x6, ich durfte die Zeiss-Ikon-Balgenkamera meines Vaters benutzen, 6 x 9 cm Rollfilm einlegen, bring ich bestimmt noch, Hauptsache Rolle nicht locker lassen und so dunkel wie möglich..
Danke fürs OT
 
  • Schmiedekunst Beitrag #22
Auch wenn es off-topic ist, warum sollte man, wenn man quadratisch fotografiert, einen rechteckigen Beschnitt machen? Ich setze das Motiv halt ins Quadrat und fertig.

Gruß

Frankg

Ganz einfach desshalb, weil es (meiner Meinung nach) nur wenige Motive gibt, die sich quadratisch gut darstellen lassen.;) Wäre das nach Mehrheitsmeinung anders, wären sämtliche Kameras mit quadratischen Filmfenstern bzw. Bildsensoren ausgestattet.;)
Insbesondere bei DIAs hatte man bei 6X6 Dias diesbezüglich keine Gestaltungsmöglichkeiten. Hoch-bzw. Querformat war ja nicht, weil's eben quadratisch war.

Es hat (meines Wissens) nie quadratisches Photopapier gegeben ... zumindest habe ich's nie angeboten bekommen. Klar kann man das auch quadratisch schneiden ... nur ... mit teurem Verschnitt dann halt eben.

Wie gesagt ... man muss sich in einem 6X6 Sucherbild dann eben das Motiv hoch- oder querformatig denken ... was nie meine Sache war.

Mit einer 4,5 x 6cm Kamera gibt's das "Problem";) nicht und man spart auch noch Rollfilmmaterial dabei.;)

Grüße und schöne Photos

Klaus
 
  • Schmiedekunst Beitrag #23
Ganz einfach desshalb, weil es (meiner Meinung nach) nur wenige Motive gibt, die sich quadratisch gut darstellen lassen.;) Wäre das nach Mehrheitsmeinung anders, wären sämtliche Kameras mit quadratischen Filmfenstern bzw. Bildsensoren ausgestattet.;)
Insbesondere bei DIAs hatte man bei 6X6 Dias diesbezüglich keine Gestaltungsmöglichkeiten. Hoch-bzw. Querformat war ja nicht, weil's eben quadratisch war.

Es hat (meines Wissens) nie quadratisches Photopapier gegeben ... zumindest habe ich's nie angeboten bekommen. Klar kann man das auch quadratisch schneiden ... nur ... mit teurem Verschnitt dann halt eben.

Wie gesagt ... man muss sich in einem 6X6 Sucherbild dann eben das Motiv hoch- oder querformatig denken ... was nie meine Sache war.

Mit einer 4,5 x 6cm Kamera gibt's das "Problem";) nicht und man spart auch noch Rollfilmmaterial dabei.;)

Grüße und schöne Photos

Klaus

Ich habe im Quadrat nie eine Beschränkung der Motivauswahl gesehen.
Das rechteckige Bildformat hat seine Verbreitung erst nach den Leica-Kameras gefunden und diese verwendeten einen modifizierten Kinofilm. In Folge wurden Kameras für die Masse billiger, weil einfacher gebaut und das Format hat sich etabliert. Eine gestalterische Entscheidung war das nie.
Es ist purer Zufall.
Entgegen deiner geäußerten Vermutung gab und gibt es zahlreiche Fotografen, Diane Arbus beispielsweise, die quadratische Fotos bevorzugen. Das es nicht die Mehrheit ist, stellt nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal dar.

Gruß

Frankg
 
  • Schmiedekunst Beitrag #24
... und wenn Du mir jetzt noch erklärst, warum Maler (die wohl nie einer Manipulation durch einen modifizierten 35mm Kinofilm ausgesetzt waren) seit Jahrhunderten fast ausschließlich rechteckige Bilder malen, dann wäre ich mal auf Deine diesbezügliche Theorie gespannt.;)

Die Sectio Aurea ....



.... und die daraus abgeleiteten Bildseitenverhältnisse ...


Auch für den mathematischen Laien erkennbar wird die besondere Herausgehobenheit des Goldenen Schnitts: Die folgende Abbildung zeigt im Vergleich verschiedene Rechtecke mit prominenten Seitenverhältnissen in der Umgebung von Φ=1,618... . Angegeben ist jeweils das Verhältnis von Höhe zu Breite und der entsprechende Zahlenfaktor:
BILD-1.JPG

... lassen letztlich erkennen, dass rechteckige Bilder (ich persönlich präferiere das Seitenverhältnis 3:2 bzw 2:3 enorm) .. .mehrheitlich harmonisch empfunden werden und nicht auf einen Zufall zurückgehen, den die Leica-Kinofilm-Kleinbildkamera ursächlich bedingt hätte.

Dass es Künstler gibt, die anders empfinden bzw. schaffen, ist der Individualität Einzelner geschuldet. Es ist ebenso legitim, wie bereichernd aber eben nur eine Einzelmeinung ... wie ich oben schreibe, nicht die meine, womit ich eindeutig "Mainstream" denke und empfinde.;)

Grüße und schöne (gerne auch quadratische)

Photos

Klaus
 
  • Schmiedekunst Beitrag #25
Danke für Deine Erläuterungen zum Thema.
Als studierter Designer und Hochschuldozent sind mir die gängigen Proportionsverhältnisse bekannt. Es gibt für Deine Beobachtung eine einfache Erklärung. Das Quadrat ist die Sonderform eines Rechtecks und somit eben bei gleichwertiger Behandlung aller Varianzen selten. Dass es zahlreiche Beispiele aus der Kunstgeschichte für dieses Format aus jedem Jahrhundert gibt muss ich wohl nicht an Beispielen ausführen.
Es nur nicht so, wie Deiner Eingangseinlassung formuliert, dass ein quadratisches Bildformat zum Beschnitt zwingt, weil es nichts taugt. Es taugt sehr wohl, benötigt jedoch einen anderen Bildaufbau und eignet sich dann, vor allem unter dem Aspekt, dass es heute selten geworden ist, für vielerlei Motive, wenn auch nicht für alle.

Gruß

Frankg
 
  • Schmiedekunst Beitrag #26
Lieber Frank,;)

was ich hier schreibe, schreibe ich ja bitte für alle und nicht, um einen studierten Designer und Hochschuldozenten hinsichtlich meiner Erkenntnisse zu belehren .. es geht um die Sache und nicht um Deine Kompetenz, wenn ich das betonen darf.

Es nur nicht so, wie Deiner Eingangseinlassung formuliert, dass ein quadratisches Bildformat zum Beschnitt zwingt, weil es nichts taugt.
D'acord!;) genau das habe ich nie so formuliert, lies das bitte nach. Geschrieben habe ich, dass mich (subjektiv) das quadratische Sucherformat bei der Kameraführung hinsichtlich rechteckiger Motivformate gestört hat.

Ich habe weder geschrieben, dass ein quadratisches Bildformat zum Beschnitt zwingt, noch, dass es nichts taugt.;) Natürlich hat das auch nichts mit "Qualitätsmerkmalen" zu tun ... auch das habe ich weder gemeint, noch geschrieben.;)

Du schreibst wörtlich:

Das rechteckige Bildformat hat seine Verbreitung erst nach den Leica-Kameras gefunden und diese verwendeten einen modifizierten Kinofilm.
Sorry, aber das stimmt nun wirklich nicht. Das stimmt generell so nicht und noch nicht einmal für die historische Photographie so.



Schon lange, bevor die Leica den Kinofilm für photographische Zwecke zweckentfremdete gab es praktisch keine quadratischen Planfilm oder Rollfilmformate, auch wenn das problemlos möglich gewesen wäre, da jede Optik einen genau kreisförmigen Ausleuchtungskreis erzeugt.

Das Quadrat ist das flächengrößte Rechteck (bei gegebener Kantenlänge).
Kein anderes Seitenverhältnis hätte jemals die Kreisfläche des Ausleuchtungskreises besser genutzt, als eben das Quadrat. Genau das hat aber aus den Gründen, die ich oben nenne, eben nicht stattgefunden. Die Negativformate waren traditionell (fast) immer rechteckig und damit im oben referenzierten Sinne "harmonisch", weil die Betrachter mehrheitlich so empfinden.

Übrigens ... Die Leica hätte den 35mm Kinofilm ebensogut auch quadratisch nutzen können ... nichts hätte dagegen gesprochen.;)

Grüße und schöne (gerne auch quadratische) Photos

Klaus
 
  • Schmiedekunst Beitrag #27
Hallo Klaus,

soweit ich mich erinnere waren alle Rolleiflex Mittelformatkameras und fast alle Hasselblad-Kameras auf ein quadratisches Format ausgelegt. Ebenso die Großformatkameras von Linhof.
Und wenn mich meine Erinnerung nicht völlig täuscht wurde das von der Mehrheit der damaligen Fotografen auch genau so genutzt.
Wenn ich mir die Fotoalben meines Vaters ansehe, der mit einer Agfa-Isolette fotografiert hat, sind die Bilder ebenfalls ausnahmslos quadratisch.
Wir können uns vielleicht drauf verständigen, dass es zumindest eine Zeit in den 50er bis 60ern gab in der dieses Format äußerst populär war. Ebenfalls in den 70ern, da aber eher wegen der aufkommenden Sofortbildfotografie, denn auch die Polaroidfilme waren mehrheitlich quadratisch.
Dass es „praktisch keine quadratischen Filmformate” gab, finde ich gelinde gesagt eine mutige Aussage.

Gruß

Frankg
 
  • Schmiedekunst Beitrag #28
Nun ... die Rolleiflex war, wie auch die Pentacon SIX eine Schachtsucherkamera!



Für diese Kamera gibt es keine Hochformat-Haltung .. sie kann nur in einer Lage eingesetzt werden, die ein Betrachten der Suchermattscheibe senkrecht von oben erlaubt. Von daher ist das quadratische 6x6 Aufnahmeformat eigentlich schon fast zwingend, wenn man auch Hochformat-Motive damit ablichten möchte. Hochformat-Motive ergeben sich logischerweise (ebenso, wie Querformatmotive) dann eben durch Beschnitt und so wurde es MEISTENS gemacht. Auch mit solchen Kameras wurden mehrheitlich rechteckige Bilder erzeugt .. zumindest dann, wenn der Photograph diese Gestaltungsmöglichkeiten selber genutzt hat.
Wenn natürlich ein Photolabor mit der Ausbelichtung der Photos beauftragt wurde, dann ergaben sich automatisch quadratische Bilder. Wer bitteschön hätte denn den Beschnitt entscheiden sollen. Kein Wunder also, wenn mit solchen Kameras auch einige quadratische Bilder erzeugt wurden ... wohl aber weniger aus gestalterischen Erwägungen, als aus den beschriebenen technischen Gründen. Künstlerische Absicht war das wohl oft weniger.

soweit ich mich erinnere waren alle Rolleiflex Mittelformatkameras und fast alle Hasselblad-Kameras auf ein quadratisches Format ausgelegt. Ebenso die Großformatkameras von Linhof.




Noch heute gehen manifestierte Ausbelichtungsformate (9x12cm oder 13x18cm) auf die klassischen Planfilmformate zurück. Die Positive wurden nämlich (ohne Vergrößerungsgerät) durch Kontakt-Ausbelichtung hergestellt, wenn man schnelle-Vorab-Ergebnisse haben wollte.

Die Agfa Isolette gab's übrigens ebenfalls in 4,5x6cm Ausführungen.
genau dann waren die Bilder rechteckig, wenn ein Labor mit der Serien-Ausarbeitung beauftragt wurde.;)

Dass es „praktisch keine quadratischen Filmformate” gab, finde ich gelinde gesagt eine mutige Aussage.
Diese Aussage ist vielleicht mutig, aber nicht von mir.:ausrufezeichen: Bitte nachlesen.
Ich hatte behauptet (und bleibe dabei) dass nicht die LEICA am rechteckigen Photo "schuld" ist.:D

Ich hatte lediglich hinsichtlich "6X6" Beschnitt (und so kamen wir darauf) angemerkt, dass ich Motive mehrheitlich rechteckig sehe und dass mich ein quadratischer Sucher hinsichtlich der aufnahmeseitigen Kameraführung diesbezüglich nicht befriedigt. Wer sich Quer- oder Hochformat in einem Quadratischen Sucherbild gut vorstellen kann, hat das Problem sowieso nicht, weil sich (rein technisch) beides mit einem quadratischen Aufnahmeformat problemlos realisieren lässt.
Ferner hatte ich behauptet, dass die weite Mehrzahl aller Photos und Bilder rechteckig sind ... was unbestreitbar so ist.
Dass es keine Berechtigung auch für quadratische Bilder geben soll ist natürlich Unfug ... form follows function ... da haben wir doch wohl alle Freiheiten.;)

Grüße und schöne quadratische Photos

Klaus
 
  • Schmiedekunst Beitrag #29
Moin zusammen,
wieder mal eine hochinteressante Diskussion hier, welche geführt wird, ohne in Kloppe auszuarten. Das gibt es wahrlich nicht überall.:daumen:


... lassen letztlich erkennen, dass rechteckige Bilder (ich persönlich präferiere das Seitenverhältnis 3:2 bzw 2:3 enorm) .. .mehrheitlich harmonisch empfunden werden und nicht auf einen Zufall zurückgehen, den die Leica-Kinofilm-Kleinbildkamera ursächlich bedingt hätte.

Hier bin ich ungefähr bei Klaus. Ich bin ebenfalls der Meinung, daß eine rechteckige Abbildung harmonischer wirkt. Das könnte aber auch naturgegebene Ursachen haben und mit dem menschlichen Gesichtsfeld zusammenhängen. Dieses ist ja nun mal nachweislich eher breit als hoch, also keinesfalls quadratisch. Für mich sind genau deswegen Bilder im Querformat auch deutlich entspannter zu betrachten als solche im Hochformat. Auch ein Grund dafür, daß ich meine Bilder zu nahezu 100% im Querformat anfertige.
Übrigens nehmen beide Augen zusammen einen Bildausschnitt wahr, der in etwa dem eines 50 mm Objektivs an KB-Format gleichkommt. Vielleicht ist das ja genau deswegen so eine beliebte Brennweite.:fragezeichen:
 
  • Schmiedekunst Beitrag #30
Hallo Klaus,

wenn Du unbedingt Recht behalten möchtest, dann sei es so.

Schöne Grüße

Frankg
 
  • Schmiedekunst Beitrag #31
... most philosophic ....

Naja ....,

hier der Beweis, dass ich von 6X6 Mittelformat die ganz fette Ahnung habe...meine Mittelformat-Ausbildung begann schon ca. 1969 mit dieser
Schachtsucherkamera.

ICH_1.jpg


;);).. sehr schade, dass Du mich jetzt auch noch in die Rechthaber-Ecke schieben möchtest. Ich denke, dass ich sachlich geblieben bin und weitgehend Fakten referenzieren konnte.
Dich von irgendetwas zu überzeugen lag mir von Anfang an fern.
Für mich war es zeitlebens immer wertvoller, selber von anderen überzeugt zu werden ... das hat mich jedesmal weitergebracht. Der "Rechthaber" hat eigentlich nie selber etwas davon, macht sich am Ende noch unbeliebt. :eek:
Insofern ist es im Grunde egoistisch, wenn der, der was weiß, die Klappe hält.

Liebe, Frieden und quadratische Photos für alle:daumen:

Klaus

P.S. jedesmal, wenn ich anschließend sagen konnte .. "Ich habe doch wohl Recht gehabt", war es eigentlich immer sowieso zu spät ... das Ding war gelaufen und das Leben ging weiter ...fragt meine liebe Frau, die wird das bestätigen. :eek::D
 
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