Habe dazu mal in einem anderen Forum was geschrieben, was ich hier zitieren möchte:
"Welche Fotos sind schon "ehrlich"?
Jede Fotografie ist nur ein Ausschnitt aus einem Ganzen und schon von daher "unehrlich"...
z.B. die kleine, aber schöne Blume direkt an der dicht befahrenen Straße... nah ran, bißchen geschickte Standortwahl, und der Betrachter denkt, er ist inmitten der schönsten Natur - ist das "ehrlich"?
Und das was ich heute am PC verändern kann, das hab ich mir früher oft gewünscht aber mangels Heimlabor nicht gekonnt...
Wer damals schon die Möglichkeit hatte, der hat das damals halt auch schon genutzt.
Wenn man damals oder heute eine dunkle Passage im Bild aufhellt, weil die Technik (damals der Film, heute der Sensor) die Dynamik nicht verkraftet hat, dann ist das doch evtl. ehrlicher als wenn man es dunkel läßt - denn in Natura war es ja nicht dunkel, vielleicht etwas. aber nicht ganz dunkel -
Also die "normalen" Korrekturen, die z.B. technische Grenzen aushebeln (Verzeichnungen von Objektiven, zu dunkle Stellen, Farbsäume usw.) und auch die Korrekturen, die meine Bedienerfehler verbessern (unterbelichtet, falscher Schnitt usw.) - das finde ich völlig in Ordnung, das hätte ich früher auch gemacht, wenn ich denn gekonnt hätte.
Und "verfremdete" Bilder finde ich auch ok, wenn sie als solche deklariert werden. Ob ich sowas mag, ist wieder eine andere Frage...
Aber selbst sw ist unehrlich, weil eigentlich verfremdet...
Also, schwere Frage!
lg.
Pitt"