(Nacht) nightshots

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  • nightshots Beitrag #21
Du weichst aus!
 

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Re: nightshots
  • nightshots Beitrag #22
Schön wär´s.
Aber wir befinden uns längst im zweiten Teil des Zitats von Wittgenstein: "...wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.“

Schau Dir einfach die Photos an und lasse sie auf Dich wirken.
Tut sich nichts: O.K.
Tut sich was: um so besser.

Und was das Ausweichen betrifft: mache auch mal ein paar Statements und laß mich hier nicht alleine abrackern... :rolleyes:


P.S.
Zu unserem "Mondo":
Das Wort "Sophist" hast Du sicher schon als Rückmeldung über Dich selbst gehört. Da bin ich mir sicher.
 
  • nightshots Beitrag #23
Das Interessante an "lightwriting" ist imho der Spannungsbogen zwischen der Suche nach einem geeigneten Motiv sowie der Vorplanung und dem Endergebnis, welches erheblich von Zufallseinflüssen beeinflußt wird.

Zu viel nachdenken ist nicht gut.

Hier noch ein Beitrag: einfach während einer Autofahrt als Beifahrerin durch die staubige Windschutzscheibe fotografiert;) Die geringe Tunnelbeleuchtung führte zu automatischer Langzeitbelichtung und das Auf und Ab der Straße schrieben Lichtkommas. Ein effektives Ad-hoc-Konzept.

Komma.jpg


Grüße, Ferula
 
  • nightshots Beitrag #24
Ich habe da auch was:
Düsseldorfer Funkturm bei Nacht :)

lichtmalen.jpg
 
  • nightshots Beitrag #25
@Ferula:
Zu viel nachdenken ist nicht gut.
:klatschen:
Schön übrigens der Fluchtpunkt in Deinem letzten Photo mit blauen Ende des Tunnels.
--------------------

@Saturn:
Sehr gelungen, Dein Photo!
Darf man fragen: wieviel gezielte Gestaltung - wieviel Zufall?
 
  • nightshots Beitrag #26
@Pedro: Also gut, dann zum Inhaltlichen, zur Aussage:

Ich habe mir die Szene bewußt ausgesucht. Eine einsame Straße in der Nähe des Bahnhofs.
Meine Intention war "Einsamkeit", "Verlorenheit", Melancholie" etc. darzustellen.
Ich habe acht Versuchsphotos gemacht, von denen nur drei bis vier brauchbar waren.​

Aus jetziger Sicht würde ich nur noch dieses eine Photo vorstellen, weil es meinen Absichten am nächsten kommt:

1-IMG12815-korrigiert.jpg

Man kann sich das verwischte Licht meinetwegen als verzerrte Wahrnehmung eines Betrunkenen oder den getrübten Blick durch ein verweintes Auge vorstellen.
Das weiße und rote Licht kann symbolisch für blitzartig auftretende quälende Gefühlsimpulse stehen.
Im Gegensatz zum Licht wirkt die Fläche der Straße und der Häuser leer und verlassen.​


.
 
  • nightshots Beitrag #27
@Pedro: Das Ganze hat auch etwas von dem Photo:

17006412.jpg

Dabei ist der "Sepia / Lithprinteffekt" unter anderem das Verfremdungselement.


.
 
  • nightshots Beitrag #28
@Saturn:
Sehr gelungen, Dein Photo!
Darf man fragen: wieviel gezielte Gestaltung - wieviel Zufall?

Das war gezielt gemacht,
4 Fotos waren sehr unscharf, das gezeigte hat dann wunderbar geklappt.
2 Sekunden habe ich belichtet.

Ich finde hier alle Bilder interessant!
Macht Spaß zu gucken
 
  • nightshots Beitrag #29
@Saturn: Beim Betrachten Deines Photos kommt mir immer wieder der Titel "Kathedrale" in den Sinn (Ich weiß, Du hast es "lichtmalen" genannt).
Die Lichtbögen zeichnen dabei sehr schön die architektonischen Elemente des Bauwerks nach.
.
 
  • nightshots Beitrag #31
Hallo zusammen,

habe diesen Thread mit einigem Interesse gelesen, mir auch Zeit genommen, einiges nachzulesen, leider nicht alles verstanden ... wirklich leider.
Im Bereich antiker Mythologie oder Philosophie bin ich zu wenig sattelfest, als dass mich das beim Verständnis einer Bildaussage weiterbrächte.... nochmal leider.

Das ist ja so gar nicht meine Art zu photographieren ... aus einem fahrenden Auto durch eine verschmutzte Scheibe ... usw..:eek::fragezeichen:;):ausrufezeichen: ....
Dennoch sehe ich hier sehr Interessantes und Kreatives ... stelle mir die Frage, ob die vermeintliche technische Perfektion ... die glasklare Bildaussage ... eines Bildes, die ich eigentlich immer anstrebe, das einzig glücklich machende sein muss?!

Mein Ansatz muss also der pragmatisch-analytische eines Technikers sein...:eek:

ich "sehe" hier grundsätzlich zwei Arten von "Lightscribing" Bildern.

1) Ich kann erkennen, wie die Lichtschrift zustande kommt, kann ihre Herkunft und Ursache zurückverfolgen. Extrembeispiel ... die referenzierten Picasso Bilder. Auch die Photos von Reinhold, Ulli usw..

2) Ich sehe eine Lichtschrift, die ich ursächlich NICHT zuordnen kann.

Werden Bilder/Photos zu abstrakt ... losgelöst also vom Erkennbaren/Greifbaren, dann überfordern sie mich schlicht. Ich kann also mehr mit den Lichtschriften nach Typ 1) anfangen.;)

Grüße und schöne Photos

Klaus

P.S. Ich verstehe schon den Reiz, (Bild)aussagen zu machen, die nicht jeder verstehen kann ... auch wenn ich selber in diesem Fall mal draußen stehe;)
 
  • nightshots Beitrag #32
@Klaus-R:
stelle mir die Frage, ob die vermeintliche technische Perfektion ... die glasklare Bildaussage ... eines Bildes, die ich eigentlich immer anstrebe, das einzig glücklich machende sein muss?!
Solange Du solche:

attachment.php


oder solche:

attachment.php


Photos machst, ist das doch gar keine Frage: weitermachen, die sind herrlich! :klatschen:

Ich verstehe schon den Reiz, (Bild)aussagen zu machen, die nicht jeder verstehen kann ...
Mir geht es keineswegs darum, Aussagen zu machen, die keiner verstehen kann. :eek:
Vielmehr geht es mir um Aussagen über Themen, die am Rand unserer bewußten Wahrnehmung liegen.

„If the doors of perception were cleansed
everything would appear to man as it is, infinite.


(Aldous Huxley bzw. William Blake)​

.
 
  • nightshots Beitrag #33
Hallo Roland,

das war wirklich keine Kritik .... allenfalls Selbstkritik. ;)

Mir macht es zuweilen wirklich Spaß, mal meinen Wissenshorizont zu erweitern ..... wobei man größere Lücken leider nicht mit 'ner 3/4h Stunde googlen schließen kann....:eek:;)

Grüße, schöne, interessante und nachdenklich-machende Photos

Klaus
 
  • nightshots Beitrag #34
@Klaud-R:
Das ist ja so gar nicht meine Art zu photographieren ... aus einem fahrenden Auto durch eine verschmutzte Scheibe ... usw.. ....
Dazu fielen mir noch ein paar Bemerkungen ein. Ohne Kant und Wittgenstein (@Pedro... ;) ).

Nehmen wir zum Beispiel das letzte Photo von Ferula:

stadtautobahn.jpg


> Aus dem fahrenden Auto, durch die verschmutzte Scheibe photographiert.
Ist das nicht die geeignete Art, den "Joyride" von Jugendlichen darzustellen?
Die Technik spiegelt ideal die Sorglosigkeit unf Spontaneität einer Spritztour wieder.
Die Wiedergabe "subjektiver Wirklichkeit", statt objektiver Verhältnisse.
Ein handwerlich präzises Photo würde diesen Eindruck imho zerstören.
Bei einer Naturaufnahme oder einem Makro wäre das aber nicht angemessen.


.
 
  • nightshots Beitrag #35
Ich sehe IMHO nicht die Notwendigkeit, hier überhaupt etwas darzustellen. Das Foto von Ferula ist auf der Berliner Stadtautobahn entstanden, ich saß daneben.

Solche Fotos zu machen, ist eigentlich zuallererst nur ein Experiment mit ungewissem Ausgang und ich glaube auch Ferula würde den Teufel tun und ein solches Bild auf eine Geschichte hin vorzudenken.

Die Linienführung der Lichter hat durch die Dynamik und Bewegung und den Bildaufbau eine eigene Sprache, die nicht in irgendwelche menschlichen Kategorien übersetzt zu werden braucht.

Wenn nun ein Begriff wie Joyride assoziiert wird, ist das natürlich legitim, denn die Reaktion gehört dem Betrachter. Natürlich spiegelt ein solches Foto eine Stimmung wieder, aber muss die "verwortet" werden?

"Der Traum ist, das Sprechen zu überwinden und die Dinge für sich selbst sprechen zu lassen. Durch Form, Licht und Farbe."

Wenn man schon abstrakt arbeitet, sind Menschengeschichten nicht mehr von nöten, die sind ohnehin darin verwoben.

2c

pedro

Wozu Worte, wenn man Bilder hat?

papel1.jpg


papel2.jpg
 
  • nightshots Beitrag #36
Wenn nun ein Begriff wie Joyride assoziiert wird, ist das natürlich legitim, denn die Reaktion gehört dem Betrachter.
Puh, good grief - Schwein gehabt... smilie-schwitz.gif
Immerhin habe ich auch die Philosophie und Weltreligionen nicht mehr bemüht! :psst:

But to be serious: Ich finde Deine Ausführungen interessant und im Großen und Ganzen zutreffend. :klatschen:



@Pedro: Wozu Worte, wenn man Bilder hat?
Ich denke da an Deine Anregung:

@Pedro: Methodisch wäre es übrigens viel besser gewesen, wenn du in deinem ersten Posting den Bildern einen kleinen Aufsatz beigesellt hättest.





;)
.
 
  • nightshots Beitrag #37
Albernes, eitles Verdrehspiel!

Wenn ich will, dass Bilder diskutiert werden, ist es immer sinnvoll, meine Methode zu erklären und dann die Bilder zu liefern.

Das gilt insbesondere dann, wenn ich mit einer Methode arbeite (oder meine, zu arbeiten), die da, wo ich gesehen werden will, unbekannt ist. Und wenn die Ergebnisse nicht für sich selbst sprechen. Was ja offensichtlich der Fall war.

Wo es klatscht, bestimmt die Luft.
 
  • nightshots Beitrag #38
So war es wirklich nicht gemeint.:eek:

Das Problem kennt man doch schon lange auch in der Malerei: Eigentlich soll ein Bild für sich selbst sprechen. Da aber Zuschauer oft Bedarf nach Erklärungen haben, gibt man sie und stellt dann ungewollt die eigenständige Aussagekraft des Bildes selbst in Frage (siehe mein Zitat oben: "...Doch wenn sich herausstellt, daß das Konzept hätte besser vermittelt werden können - zum Beispiel durch wenige Worte und nicht durch eine aufwendige Installation -, kann sich der Betrachter getäuscht fühlen...").

Es gab Künstler, die haben daher jedes Wort und sogar einen Titel für ihr Werk verweigert.

Aber zum Glück sind wir keine Künstler :)rolleyes: ) und sind daher ganz frei, etwas Ergänzendes zu sagen - oder eben auch nicht.
 
  • nightshots Beitrag #39
Es geht doch nur darum, selbstverständlich zu sein und zu handeln. Das ist Kunst.

Grüße

pedro
 
  • nightshots Beitrag #40
Es gab Künstler, die haben daher jedes Wort und sogar einen Titel für ihr Werk verweigert.
Nachtrag: Richtig beeindruckend finde ich aber Künstler, welche ihr Werk nicht signiert haben, beziehungsweise keine Rückführung auf ihre Person wollten. Solche Menschen treten mit ihrem Ego ganz hinter dem Werk zurück.

Es geht doch nur darum, selbstverständlich zu sein und zu handeln. Das ist Kunst.
Dann frage mal common people, was sie von einem kubistischen Bild halten.
So ganz selbstverständlich erleben sie zum Beispiel diese Kunstform nicht.
Und auch hier dreht sich dann wieder das Karussell:
"Sage ich nichts, lasse ich den Anderen im Regen stehen - sage ich etwas, birgt es die Gefahr, mißverstanden zu werden".

Wobei wir wieder bei Wittgenstein wären... :eek:


.
 
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