Meine ersten Portraitversuche - Stilsuche

Diskutiere Meine ersten Portraitversuche - Stilsuche im Menschen Forum im Bereich Bildbesprechungen; Wow, da ist ja doch noch eine Menge zusammen gekommen... Also, Dein Selbstportrait finde ich gerade wegen der "langweiligen" Wand sehr spannend...
  • Meine ersten Portraitversuche - Stilsuche Beitrag #21
Wow, da ist ja doch noch eine Menge zusammen gekommen...

Also, Dein Selbstportrait finde ich gerade wegen der "langweiligen" Wand sehr spannend, denn genau dieser Hintergrund, wie Reinhold es auch schon ansprach, lenkt auf die Person, die im Mittelpunkt des Bildes steht.

Ich habe Dein letztes mal in Photoshop in Schwarz- weiss überführt.

IMG_1457b1-8.jpg
 
  • Meine ersten Portraitversuche - Stilsuche Beitrag #22
Sehe gerade dass ich es versäumte, vor dem Einstellen das Bild noch einmal mit "Unscharf maskieren" leicht nachzubearbeiten.

Die Selbstportraits mit dem engen Anschnitt und der leichten Überbelichtung finde ich nicht schlecht. Insbesondere, wenn sie manuell fokussiert sind.
 
  • Meine ersten Portraitversuche - Stilsuche Beitrag #23
Danke dir :) Ich mag das Bild auch.

Wieso nimmst du zum Üben nicht das 18-55 :confused:
Irgendwie konnte ich mich damit noch nicht so ganz anfreunden, außer bei hellen Landschaften, wo ich auch den Weitwinkel brauche.

Ich mag es nicht von der Bildwirkung, da es den Hintergrund für meinen Geschmack viel zu wenig freistellt, und vor allem kann man in dunklen Schafställen oder auch drinnen in meiner Wohnung nur mit sehr hohem ISO oder Blitz überhaupt Fotos hinkriegen.
Ich war damit auch schon im Schafstall, habe aber nur miese Fotos hingekriegt, weil es zu dunkel war, der hässliche Hintergrund zu sehr sichtbar und mit der Scharfstellung funktionierte auch nicht wirklich, weil bis man mal mit dem Fokusfeld auf so einem Auge ist, ist das Schaf längst wieder weggelaufen.
Und auch von der Stimmung her mag ich die Bilder damit selten, die haben so gar keine Charakteristik, sondern sind einfach wie mit der kleinen Digicam, nur in etwas besserer Qualität.
Mit meinen manuellen Dingern kriege ich irgendwie, zumindest bei Pflanzen, mehr Stimmung transportiert.
Gut, mit Menschen mag es noch nicht so klappen, aber ich übe ja noch.

Wie macht man eigentlich Selbstportraits mit dem 18-55? Das fokussiert ja, sobald der Auslöser gedrückt wird, und dann nicht mehr, wenn ich also für Selbstauslösung ein paar Meter weggehe, dann ist es komplett unscharf. Da bräuchte ich also noch einen Fernauslöser, oder? Und müsste auch genau wissen, wo mein Auge ist, damit ich das entsprechende Fokusfeld aktivieren kann.
Kommt mir irgendwie komplizierter vor, als wenn ich manuell einfach so lange drehe, bis ich das scharf habe, was ich will.

Am liebsten ist mir ja mein 1,9er Objektiv, womit ich auch das Schaf aufgenommen habe. Das gefällt mir von der Qualität und vom Handling, bloß dummerweise ist es nicht adaptierbar, d.h. es gibt keine Adapter zu kaufen, weil es sich nicht lohnt wegen falschem Auflagemaß und deshalb fehlender Unendlichscharfstellung. Meins stellt trotzdem scharf, scheint wohl irgendwie ein positiv-Ausreißer zu sein, aber Adapter gibt es trotzdem nicht.
Deswegen habe ich ja jetzt das andere, was mir aber auch noch nicht so recht gefällt, da es etwas kontrastarm und unscharf ist, zumindest bei der bisher getesteten Offenblende. Vielleicht wird es ja besser, wenn ich damit abblenden kann. Mal abwarten.

Vielleicht nutze ich ja in der Zwischenzeit doch noch mal das Kit-Objektiv und vielleicht werden wir ja doch noch Freunde.

Klingt das komisch, dass ich mich erst mit meinen Objektiven anfreunden muss, bevor ich damit gute Bilder machen kann und will? Naja, wenn ja, dann bin ich halt freaky :p
 
  • Meine ersten Portraitversuche - Stilsuche Beitrag #24
fotom, deine S/W-Bearbeitung gefällt mir wirklich gut.
Was genau hast du da gemacht?

Und danke, dass du die Portraits nicht schlecht findest. Ich denke mal, als Anfängerin kann ich das wohl schon als ganz gutes Kompliment auffassen. :ups::)
 
  • Meine ersten Portraitversuche - Stilsuche Beitrag #25
Bitte sehr.

Ich habe das Bild von RGB in den LAB Farbraum überführt und dort alle Farbkanäle gelöscht. Anschliessend das Bild vom Kontrast her um -15 abgesenkt und von der Helligkeit her um +20 erhöht. Anschliessend zuerst in den Graustufen und dann RGB Farbraum zurück überführt und als jpg abgespeichert. Feddisch.

Um mit dem 18-55 unter Zuhilfenahme des AF ein Selbstportrait zu machen wirst Du wohl um einen Fernauslöser nicht drum herum kommen.
 
  • Meine ersten Portraitversuche - Stilsuche Beitrag #26
Genau - für Selbstportraits benötigt man einen Fernauslöser (sei es nun per Funk oder Kabel) oder einen sehr langen Arm! ;)

Ich verstehe deine Einstellung nicht wirklich und stimme da Alex voll und ganz zu:
Erstmal sollte das theoretische Know-How zur Kamera, Bildgestaltung, Freistellung und dann irgendwann mal zur Bearbeitung sitzen, eh man hohe Ansprüche an die Ausrüstung stellen kann. Mit der besten Ausrüstung kann man trotzdem keine guten Bilder schießen, wenn man keine Ahnung hat.

Und das 18-55 ist für den Einstieg einfach besser geeignet.

- Es stellt nicht richtig frei?

Stimmt, bei einer Blende von 1,8 oder weniger, ist die Freistellung natürlich viel einfacher zu erreichen, als mit einer 5,6.

Aber genau das ist der Punkt: Es geht nicht darum, sich auf die Technik zu verlassen à la: "Das Objektiv stellt schon frei für mich", sondern darum, sich um die Bildgestaltung Gedanken zu machen. Schauen, dass man eben keinen unruhigen Hintergrund hat, dass man das Motiv nicht in der Mitte platziert, etc. (natrülich bestätigen Ausnahmen die Regel, daber ich habe so oft gelesen "um die Regeln brechen zu können, muss man sie erst verstanden haben")

Ich habe einige meiner besten Bilder mit dem 18-55 gemacht, oder mit dem 55-250, das die gleiche Lichtstärke hat. Man muss nur üben, üben, üben und die Theorie lernen.

Und lernwillig bist du ja, sonst würdest du hier nicht fragen. :D

Das ist jetzt alles nicht böse gemeint, im Gegenteil, ich möchte nur helfen. :)
 
  • Meine ersten Portraitversuche - Stilsuche Beitrag #27
Ich habe das Bild von RGB in den LAB Farbraum überführt und dort alle Farbkanäle gelöscht. Anschliessend das Bild vom Kontrast her um -15 abgesenkt und von der Helligkeit her um +20 erhöht. Anschliessend zuerst in den Graustufen und dann RGB Farbraum zurück überführt und als jpg abgespeichert. Feddisch.

Hab ja kein Photoshop, würde das in RawTherapee ungefähr das hier sein?
Lab.png
Wenn man da die Sättigung rausnimmt, wirkt das jedenfalls schon mal wesentlich besser als wenn ich das unter dem Menü Belichtung mache.

Hach ja, bin irgendwie an Bearbeitungsexperimenten hängengeblieben.
Mein Profilbild habe ich auch noch mal geändert, das ist ebenfalls dasselbe Original wie das allererste Helle :D
Aus wenn es mir mit diesem Thread eigentlich nicht um die Bildbearbeitung geht, sondern um das Fotographieren und Sehen lernen an sich.



Hm, und ich kann eure Meinung bezüglich 18-55er trotzdem nicht so ganz teilen.
Am Anfang habe ich so oder so viel Ausschuss, egal mit welchem Objektiv, wieso soll ich dann nicht mit dem üben, was mir mehr zusagt?
Und ja, natürlich sollte man den Hintergrund einigermaßen sinnvoll auswählen, aber manchmal, wie z.B. im Schafstall, geht das eben nicht, da sind nun mal dreckige Wände etc, und die versuche ich lieber schon beim Fotographieren unscharf zu kriegen als hinterher beim Bearbeiten.
Und der Lerneffekt sollte doch auch nicht zu verachten sein, wenn ich es schaffe, mein 1,7er scharf einzustellen, dann bin ich doch schon mal einen guten Schritt weiter, oder?
Und ich soll mich nicht auf die Technik, dass es freistellt verlassen, aber auf die Technik, dass es fokussiert?

Naja, vielleicht ist das auch ein gutes Stück persönlicher Geschmack, ich mag die eher sanfteren Kontrast- und Schärfeverteilungen von lichtstarken Objektiven bei sehr vielen Motiven lieber als wenn die mich so grell und scharf anknallen. Und meinen Mittelweg habe ich eben noch nicht ganz gefunden.
Ich denke mal, das kommt auch noch durch ein bisschen üben.
Bin ich auch schon fleißig bei.
Hab gestern ein Kuscheltier porträtiert, mangels sonstiger Modelle. Schön mit Drittelregel (die gefällt mir besser als goldener Schnitt) und freistellen und passenden Farben und so :ups::D Sogar mit beiden Objektiven zum Vergleich. Aber obwohl das Kit etwas schärfer war, gefiel es mir persönlich von der Bildwirkung her nicht so gut.

Ab wann wäre ich denn eurer Meinung nach so weit, dass ich mir auch über Ausrüstung Gedanken machen könnte?
Also meine Kamera kann ich mittlerweile recht gut und schnell bedienen, weil ich ständig Juxfotos mache, nur um das zu trainieren, meinen Papierkorb und Mülltüten und Kuscheltiere und Bücher und so, von der Theorie her weiß ich auch schon viel zu viel (im Verhältnis zu meinen praktischen Fähigkeiten), weil ich ständig im Internet rumgucke und zusätzlich noch in einem Buch stöbere, was mir fehlt, ist also "nur" die Praxis an echten Motiven. Und zur Bildgestaltung habe ich halt auch irgendwelche theoretischen Ideen im Kopf, von denen ich aber noch nicht ausprobiert habe, inwiefern sie umsetzbar sind. Bis eben auf Drittelregel, die ich meistens versuche, anzuwenden, wenn mir nichts in die Quere kommt (ich selber mit absoluter Modeluntauglichkeit, das sich einfach nicht brav so dreht, wie es gut aussehen soll; Fotos auf einer Messe, wo ich froh bin, dass ich die Zielperson überhaupt erwische).



Soo, setzen wir mal den Fall, ich finde jemanden, der sich brav ablichten lässt, wie würde ich dann am Besten anfangen? Drinnen, draußen?
Einen Hintergrund (altes Bahnhofsgebäude, Baum) mit in Szene setzen, oder eher versuchen, komplett freizustellen?
Spätnachmittags rausgehen wegen schön goldenem Licht?
Nur das Gesicht, Oberkörper, Ganzkörper?
Was wäre denn so eine schöne Anfängeraufgabe, der ich mich stellen könnte?

Ja, ich hab schon wundervolle Szenen mit dem alten Bahnhof im Kopf, also ich bin nicht ganz einfallslos, weiß bloß nicht, ob das nicht für den Anfang zu kompliziert wäre und ich erstmal tiefer stapele?
Oder einfach mal alles, auch wenns schwierig scheint, inklusive Gegenlicht, ausprobieren, und mich dann hier konkret anhand der entstandenen Fotos beraten lassen? Und bei Nahfotos und Fernfotos alle Versionen durchtesten? Dass ich einfach eine breitere Übung kriege, was echte Menschen angeht?
 
  • Meine ersten Portraitversuche - Stilsuche Beitrag #28
Ich bin der Meinung, dass zwei ganz wichtige Regeln gelten:
"Schön ist, was gefällt"

&

"Learning by Doing"

Wenn du schon so viel übst, dann üb weiter, irgendwann kommt der Rest dann doch von allein. :D
 
Thema:

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