Hallo zusammen,
Danke für die schönen Photos oben ... gefallen mir sehr ... habe sehr ähnliche aus der Kompressorhalle.:klatschen::klatschen::klatschen:
Was ist eigentlich Koks (abgesehen von einem NIK für einen grässliche Droge)?
Koks ist ein Veredelungsprodukt von Steinkohle, wie sie im Ruhrgebiet viele Jahrzehnte lang in großen Mengen abgebaut wurde.
Da, wo die Steinkohle war, da war auch der Stahl bzw. die Roheisenproduktion als Basis für die Stahlproduktion.
Koks benötigt man nämlich als "Futter" für den Hochofen, der abwechselnd mit Möller (Eisenerz + Zuschläge zur Schlackebildung) und Koks "beschickt" wurde/wird.
Der Koks bildet zum einen die Energiebasis zur Eisenerz-Reduktion und zum anderen das Reduktionsmittel Kohlenstoff, das den Sauerstoff aus dem Eisenerz bindet und somit aus Eisenoxid Eisen reduziert.
Koks wird/wurde in sog. Kokereien hergestellt, indem (stark vereinfacht gesagt) Steinkohle unter Sauerstoffentzug bei ca. 1100 Grad Celsius "ausgegast" wurde/wird. Wasser Teer, Schwefel und einige Gase werden so entfernt (zum Großteil weiterverwertet) um fast sauberen Kohlenstoff zu erhalten.
Hinzu kommt, dass der Koks (im Gegensatz zur Steinkohle) mechanisch fest ist, sich daher porös und unter Druck stapeln lässt/ließ und so im Hochofenprozess gasdurchlässig bleibt/blieb.
Kokerei Hansa .....
Eine Kokerei ist leider in dem Moment hinfällig, wo Kohle (und in Folge auch Stahl gehen/gegangen sind). Es lohnt sich nie, Rohstoffe über weite Strecken anzuliefern bzw. Fertigprodukte über weite Strecken abzutransportieren. Hinzu kommt die Problematik mit den anfallenden Industriegasen, die man über Pipelines befördern musste/muss.
Kokerei Hansa ... ein Industriedenkmal des Ruhrgebietes .... Pott, wie wir hier sagten.
Hier mal Außenansichten ... CANON EOS 1Ds
Grüße und schöne Photos
Klaus