Klappbrücke über die Schlei in Kappeln

Diskutiere Klappbrücke über die Schlei in Kappeln im Technik & Industrie Forum im Bereich Bildbesprechungen; Um die Durchfahrt der Schiffe zu gewährleisten wird die Klappbrücke des öfteren geöffnet.
  • Klappbrücke über die Schlei in Kappeln Beitrag #1
orchidee
orchidee
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Um die Durchfahrt der Schiffe zu gewährleisten wird die Klappbrücke des öfteren geöffnet. dithmarschen 117 Kopie.jpg

dithmarschen 119 ä Kopie.jpg
 
  • Klappbrücke über die Schlei in Kappeln Beitrag #2
Vielleicht hilft Dir folgende Rückmeldung:
Rein technisch sind beide Bilder leider nicht in Ordnung. Jedes Aufzeichnungssystem hat Grenzen. Du kennst das vielleicht vom Tonband oder der Kassette: Ist die Aussteuerung zu gering, hört man viel Rauschen und die Musik ist leise. Steigert man die Aussteuerung ist irgendwann ein Punkt erreicht, wo die Musik "klirrt", verzerrt. Mehr geht nicht. Um wieder in den Bereich der Fotografie zurück zu kommen: Film hatte genau so einen Belichtungsspielraum. Zu wenig Licht bewirkte kaum eine Schwärzung des Negatives. Zu viel Licht hingegen bewirkte volle Schwärzung von Negativen, und die Abzüge davon zeigten keine Details mehr in diesen überstrahlten Bereichen.

Nicht anders verhalten sich digitale Bildaufzeichnungssysteme. Kommt zu wenig Licht auf den Sensor, ist das Fotografierte vollkommen verrauscht. Dann gibt es einen Bereich, wo eine Steigerung des Lichteinfalles vom Sensor gut in ein steigendes Signal umgesetzt und aufgezeichnet werden kann. Mehr oder weniger abrupt wird jedoch eine Grenze erreicht, wo mehr nicht mehr geht. Du kannst Dir das ganz bildlich vorstellen: Das Pixel im Sensor ist ein Eimerchen, welches Photonen fängt. Jemand steht daneben und schreibt den Füllstand auf. Irgendwann bei starkem Photonenfluss wäre das Eimerchen einfach voll. Mehr ginge nicht rein. Ein höherer Füllstand als voll ist somit auch nicht ermittelbar. Denkbar und wahrscheinlich in der Technik das Standard-Szenario ist auch Folgendes: Der Beobachter hat leider nur Wörter bis zum halbvollen Eimerchen. :eek: Alles was darüber liegt, füllt zwar noch den Eimer, kann mangels Worten aber nichtmehr notiert werden.

Diese Obergrenzen sind in der Digitalfotografie leider sehr abrupt und unschön. Das heißt, man sollte sie um jeden Preis vermeiden. Du erkennst das Überschreiten der Grenze in Deinen oben gezeigten Aufnahmen in den Bereichen, wo der Himmel keine Zeichnung mehr zeigt, sozusagen "ausgebrannt" ist. Wahrscheinlich ist die Aufnahme der Brücke gegen die Sonne mit keiner Digitalkamera der Welt wirklich technisch sauber machbar. Da bräuchte es spezielle Techniken (Mehrfachbelichtungen, die später zusammengerechnet werden, sogen. DRI oder HDR).

Den Bereich zwischen den untersten noch aufzeichenbaren Eindrücken und der Obergrenze bezeichnet man übrigens mit dem schönen Wort Dynamikbereich.



Herzlicher Gruß vom Waldschrat! :)
 
  • Klappbrücke über die Schlei in Kappeln Beitrag #3
Hmmm ... also Aufnahme #1 ist ja auch in den Lichtern noch durchgezeichnet .... bei #2 stimme ich der technischen Kritik schon zu.

Aus den EXIFs erschließt sich, dass Du die Belichtung mit (+0,3 EV) sogar noch angehoben hattest, was natürlich genau falsch war. Eine Minuskorrektur ist bei solchen Kontrasten oft besser, weil man die Schatten besser per EBV aufheben kann, als die Lichter zu dämpfen.

Naja ... es gibt natürlich auch Motive, die sich per HDR-Technik nicht umsetzen lassen (dynamische Motive eben), so dass man mit ausgebrannten Lichtern dann halt leben muss .... so ganz "schlimm" ist das dann IMHO auch wieder nicht. Eine ganz andere Methode ist auch, eine zweite Aufnahme vom Himmel zu machen und diesen dann per EBV auszutauschen ... auch schnell gemacht ...;)

Grüße und schöne Photos

Klaus
 
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