Klaus-R
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Hallo zusammen,
es ist ja kein Geheimnis mehr .... seit vielen Jahren durchstöbere ich gerne diverse Trödelmärkte ... einfach schön da, einfach nette Menschen da, einfach schöne alte Sachen, die immer schöner werden, je älter ich selber werde ... blabla blablabla .....

Auf dem Trödel bleibt die Zeit stehen! Eine andere Welt! Beschaulichkeit und Entspannung ... Wer's nicht kennt, sollte es probieren!
Ich war ja immer schon ein Sammler (und ich sammlele nicht nur Kameras ....
.... nein! Keine Briefmarken!!)
Für eine alte Kamera ist der Trödel zugleich beides .... Chance und Verderben!
Chance meint, dass die Kamera sehr zeitnah einen fachkundigen Liebhaber findet, Verderben meint, dass der FALSCHE sie kaputtfingert, sie nass wird, sie hinfällt usw..
Manchmal sind es sehr traurige Anblicke die sich einem da bieten, wenn empfindliches Gerät unter freiem Himmel nass wird oder sonstwie lieblos kaputtgemacht wird, nachdem die Sachen teilweise jahrzehntelang gut überlebt haben, weil sie in guten Händen waren ... bis ... naja .... Herrchen dann mal in die ewigen Jagdgründe überging und der Kram dann im Zuge von Haushaltsauflösungen bei einem Trödler landet.
Habe ich sie nun "gerettet"?? Naja ... ich denke schon .... zumindest bis auch mein Haushalt irgendwann aufgelöst wird .............
Heute habe ich für ein Taschengeld eine Zeiss IKON CONTINA IIa "gerettet" .... in einem wirklich museumstauglichen 1a Zustand, voll funktionstüchtig und (mal wieder!) mit einem Film 'drin.
Diesmal aber mit einem frisch eingelegten Film (sehr lange her!) auf dem mit Sicherheit keine historischen Aufnahmen sind und den ich auch nicht mehr verwenden werde.
Gucken wir mal:

Nachdem ich zu Hause erstmal herausfinden musste, was ich da geangelt habe kann ich jetzt sagen, dass das eine (sehr hübsche) Zeiss Ikon Contina IIa (1954-56) oder (1954-1958) ist .... die Quellen widersprechen sich da leider.
Nicht gedacht hätte ich heute Morgen noch, dass die Kamera mehr als einen ideellen Wert hat ... weit gefehlt .... einwandfreie Stücke (mit Funktionsgarantie bzw. Gewährleistung) kosten weit mehr, als nur ein Taschengeld.
Die Contina ist in einem wundervollen Zustand! Die "Anastigmat" F:3,5/45mm Optik ist glasklar, ohne Fungus, Kratzer, Staubeinschlüsse oder irgendwelche Beanstandungen.
Die Fokussierung läuft nach 65 Jahren so butterweich, wie neu, der PRONTOR-SVS Zentralverschluss läuft auf allen Zeiten (insbesondere den langen) wie eine Uhr und auch das kritische Vorlaufwerk (Zeitauslösung!) läuft durch, wie am ersten Tage. Die Kamera zeigt praktisch keine Gebrauchsspuren kommt in einer wunderschön erhaltenen Ledertasche und mit der "superseltenen" original Zeiss Gegenlichtblende, die ebenfalls in einer kleinen Ledertasche die vielen Jahre überstanden hat.
Das eigentlich Spannende aber ist der integrierte Belichtungsmesser, der ebenfalls die Zeit überstanden hat .... und das ist etwas sehr Besonderes .... soll folgen!
Flashback 1954 .... die junge Bundesrepublik, (Produktionsort Stuttgart) ... und eine solche Luxuskamera!
Ganz im Gegensatz zu dieser RELATIV günstigen Kamera ......
Kameraportrait ADOX GOLF 63 .... Eine Kamera erzählt ihre Geschichte!
... die für "nur" 49,75,-DM zu haben war .... kostete die CONTINA von Zeiss in 1954 ein wirkliches Vermögen von 225,-DM.
Sie nahm den sich schon damals abzeichnenden Nachkriegs-Trend zum 35mm Kleinbild-Film auf und hatte eine nun wirklich nicht selbstverständliche Besonderheit eines ungekoppelten eingebauten Belichtungsmessers, der erst einige Jahre später auch in andere Kameras Einzug hielt:

Noch erstaunlicher!!! Dieser funktioniert nach 65 Jahren immer noch .... warum eigentlich?!
Es handelt sich um einen der damaligen batterieunabhängigen SELEN-Zellen Belichtungsmesser. Eine sog. SELEN-Photozelle erzeugt bei Lichteinwirkung Spannung, die ein Zeigerinstrument schlicht und einfach proportional zur einwirkenden Lichtmenge anzeigt. Fast alle Nachkriegs-Handbelichtungsmesser funktionieren genau so.
Selenmesser waren (und sind machmal auch heute noch) ganz exakte Lichtmesser, die das ungenaue "Schätzen", das vor dem Krieg noch Standard war, in viel genauere Lichtmessung überführten.
Das Problem (damals noch nicht bekannt!) war und bleibt, dass Selenzellen leider über viele Jahrzehnte altern und an Leistung verlieren, wenn sie permanent dem Licht ausgesetzt sind.
Die allermeisten integrierten Belichtungsmesser der damaligen Zeit waren permanent und ungeschützt dem Tageslicht ausgesetzt, wenn die Kamera nicht in einer Tasche oder sonstwie vor Dauerbeleuchtung geschützt wurde.
Kurz: die allermeisten dieser frühen Selen-Messer sind nach 70 Jahren aus dem genannten Grund einfach nur tot.
Die Zeiss Contina hat sehr gute Chancen, mit einem gut erhaltenen und funktionstüchtigen Belichtungsmesser überlebt zu haben .... aus einem ganz einfachen Grund:

Eine Klappe schützt die Selenzelle sicher vor Dauerbelichtung (insbesondere vor direktem Dauer-Sonnenlicht, was sie gar nicht mag).
Trotzdem muss auch ein funktionierender Belichtungsmesser einer solchen Museumskamera neu abgeglichen werden, denn ganz ohne die Zeichen der Zeit kann auch er nicht übrlebt haben.
Beim Abgleich mit modernem Gerät zeigt sich, dass der 67 Jahre alte Belichtungsmesser etwa ein 3/4 Belichtungsstufe nachgelassen hat .... kein Problem ... man muss es nur wissen ... stellt man jetzt die Filmempfindlichkeit einfach eine Stufe höher ein, dann stimmt wieder alles .... korrigiert man nicht, dann sind alle Aufnahmen etwa eine BELI überbelichtet ..... bei Negativfilm kein Beinbruch ... kritisch aber bei Umkehrfilm!
Wieder was gelernt:

Tja .... heute habe ich tatsächlich wieder was gelernt ..... Wenn ich mir nun den Belichtungsmesser der CONTINA mal genauer anschau' dann merke ich ja irgendwie, dass 24-DIN irgendwie nicht 80 ASA bzw. ISO sind???? Was ist denn jetzt schon wieder los??
ISO = ASA ... dachte ich doch immer und so ist das ja EIGENTLICH auch .... aber ... wie sich herausstellt erst ab 1960, als die ASA Norm geändert wurde!
Diese Skale kennen wir alle:
DIN / ASA / ISO - Kleine-Fotoschule.de | Entdecken Sie die faszinierende Welt der Fotografie
... aber sie gilt so erst ab 1960!
Filmempfindlichkeit – Wikipedia
Hier erfahre ich, dass es bis 1960 eine sog. "alte ASA Norm" gab, die sich um bis zu einer ganzen BELI-Stufe von der ASA AB 1960 unterscheidet und heute DRINGEND ignoriert werden muss.
Bei der CONTINA muss man also dringend wissen, dass man sich nach der DIN Skale richten muss, die auch heute noch proportional zur gültigen ISO Norm liegt:
18 DIN = ISO 50
21 DIN = ISO 100
24 DIN = ISO 200
27 DIN = ISO 400
30 DIN = ISO 800
33 DIN = ISO 1600
Jeweils 3 DIN machen eine Verdoppelung bzw. Halbierung der Filmempfindlichkeit aus ... das ist Verständlich und logisch ... die alte ASA-Norm ist für mich einfach nur kryptisch .... boaahh ... geh mir weg damit ... DIN habe ich noch im Kopf ... die alte ASA Skale wird ignoriert!!
Die Bedienung des Belichtungsmessers ist denkbar einfach! Er liefert die sog. "Lichtwerte", indem man den Zeiger des Drehspulenmessers manuell mit dem Kringel eines Schleppzeigers zur Deckung bringt.
Im Beispiel oben ergibt sich eben Lichtwert 10.
Ich könnte jetzt natürlich verlinken, was ein Lichtwert ist, man braucht das aber im Grunde gar nicht zu verstehen! Die CONTINA hat eine sog. Lichtwertkopplung, die ich für die Seagull 203 schon mal ausfürhrlicher erklärt hatte:
Kameraportrait Seagull 203 (6x6 /4,5x6 Faltkamera)
Du stellst nun einfach den gemessenen Lichtwert am Stellrad ein:

.... und kannst Dir eine beliebige Blende zu Verschlusszeit Kombination aussuchen:

Hier noch einmal die geniale Schutzklappe, die dafür sorgte / sorgt, dass fast alle der uralten Selen-messer der CONTINAs über die Jahre kamen:


Ob nun Zufall oder Vorahnung eines bedächtigen Ingenieurs .... die Nachfolgerin der CONTINA IIa (Contina III) hatte weniger Glück .... da wurde die Klappe weggelassen, so dass nur wenige der Lichtmesser überlebt haben ... eben die, die zufällig dunkel über die Jahre kamen bzw. die in dunkelen Taschen gelagert wurden.
Nun habe ich noch kein einziges Photo mit der CONTINA machen können, aber ich kann fast sicher sein, dass sie absolut in Ordnung ist. Man kann solche alten Schätzchen in wenigen Minuten komplett durchchecken, denn sie sind ja nunmal rein mechanisch (hier ausgenommen Beli-Messer).
Natürlich könnte der Fokus dejustiert sein .... hier praktisch ausgeschlossen, unverbastelt, wie sie ankommt ... und dass sie bei Zeiss IKON ab Werk nicht 100%ig justiert wurde, kann gar nicht sein .... Made in Germany (hier DDR) war damals unumstritten .... die CONTINA war trotzt des hohen Kaufpreises ein Welterfolg.
1954 hatte in Deutschland (insbesondere DDR) kaum jemand das Gald für so ein Stück "Wertarbeit" ... und so gingen fast alle Continas in den Export.
Bilder sollen natürlich folgen .... man kennt mich .... ich warte auf Gelegenheit .... Film liegt im Eisfach, Entwickler im Kühlschrank.
Ich hoffe, der Quatsch ist wieder interessant .... mich fasziniert der alte Kram einfach ... hoffe, das kommt rüber ....
Grüße und rettet Film....

Klaus
es ist ja kein Geheimnis mehr .... seit vielen Jahren durchstöbere ich gerne diverse Trödelmärkte ... einfach schön da, einfach nette Menschen da, einfach schöne alte Sachen, die immer schöner werden, je älter ich selber werde ... blabla blablabla .....
Auf dem Trödel bleibt die Zeit stehen! Eine andere Welt! Beschaulichkeit und Entspannung ... Wer's nicht kennt, sollte es probieren!
Ich war ja immer schon ein Sammler (und ich sammlele nicht nur Kameras ....
Für eine alte Kamera ist der Trödel zugleich beides .... Chance und Verderben!
Chance meint, dass die Kamera sehr zeitnah einen fachkundigen Liebhaber findet, Verderben meint, dass der FALSCHE sie kaputtfingert, sie nass wird, sie hinfällt usw..
Manchmal sind es sehr traurige Anblicke die sich einem da bieten, wenn empfindliches Gerät unter freiem Himmel nass wird oder sonstwie lieblos kaputtgemacht wird, nachdem die Sachen teilweise jahrzehntelang gut überlebt haben, weil sie in guten Händen waren ... bis ... naja .... Herrchen dann mal in die ewigen Jagdgründe überging und der Kram dann im Zuge von Haushaltsauflösungen bei einem Trödler landet.
Habe ich sie nun "gerettet"?? Naja ... ich denke schon .... zumindest bis auch mein Haushalt irgendwann aufgelöst wird .............
Heute habe ich für ein Taschengeld eine Zeiss IKON CONTINA IIa "gerettet" .... in einem wirklich museumstauglichen 1a Zustand, voll funktionstüchtig und (mal wieder!) mit einem Film 'drin.
Diesmal aber mit einem frisch eingelegten Film (sehr lange her!) auf dem mit Sicherheit keine historischen Aufnahmen sind und den ich auch nicht mehr verwenden werde.
Gucken wir mal:

Nachdem ich zu Hause erstmal herausfinden musste, was ich da geangelt habe kann ich jetzt sagen, dass das eine (sehr hübsche) Zeiss Ikon Contina IIa (1954-56) oder (1954-1958) ist .... die Quellen widersprechen sich da leider.
Nicht gedacht hätte ich heute Morgen noch, dass die Kamera mehr als einen ideellen Wert hat ... weit gefehlt .... einwandfreie Stücke (mit Funktionsgarantie bzw. Gewährleistung) kosten weit mehr, als nur ein Taschengeld.
Die Contina ist in einem wundervollen Zustand! Die "Anastigmat" F:3,5/45mm Optik ist glasklar, ohne Fungus, Kratzer, Staubeinschlüsse oder irgendwelche Beanstandungen.
Die Fokussierung läuft nach 65 Jahren so butterweich, wie neu, der PRONTOR-SVS Zentralverschluss läuft auf allen Zeiten (insbesondere den langen) wie eine Uhr und auch das kritische Vorlaufwerk (Zeitauslösung!) läuft durch, wie am ersten Tage. Die Kamera zeigt praktisch keine Gebrauchsspuren kommt in einer wunderschön erhaltenen Ledertasche und mit der "superseltenen" original Zeiss Gegenlichtblende, die ebenfalls in einer kleinen Ledertasche die vielen Jahre überstanden hat.
Das eigentlich Spannende aber ist der integrierte Belichtungsmesser, der ebenfalls die Zeit überstanden hat .... und das ist etwas sehr Besonderes .... soll folgen!
Flashback 1954 .... die junge Bundesrepublik, (Produktionsort Stuttgart) ... und eine solche Luxuskamera!
Ganz im Gegensatz zu dieser RELATIV günstigen Kamera ......
Kameraportrait ADOX GOLF 63 .... Eine Kamera erzählt ihre Geschichte!
... die für "nur" 49,75,-DM zu haben war .... kostete die CONTINA von Zeiss in 1954 ein wirkliches Vermögen von 225,-DM.
Sie nahm den sich schon damals abzeichnenden Nachkriegs-Trend zum 35mm Kleinbild-Film auf und hatte eine nun wirklich nicht selbstverständliche Besonderheit eines ungekoppelten eingebauten Belichtungsmessers, der erst einige Jahre später auch in andere Kameras Einzug hielt:

Noch erstaunlicher!!! Dieser funktioniert nach 65 Jahren immer noch .... warum eigentlich?!
Es handelt sich um einen der damaligen batterieunabhängigen SELEN-Zellen Belichtungsmesser. Eine sog. SELEN-Photozelle erzeugt bei Lichteinwirkung Spannung, die ein Zeigerinstrument schlicht und einfach proportional zur einwirkenden Lichtmenge anzeigt. Fast alle Nachkriegs-Handbelichtungsmesser funktionieren genau so.
Selenmesser waren (und sind machmal auch heute noch) ganz exakte Lichtmesser, die das ungenaue "Schätzen", das vor dem Krieg noch Standard war, in viel genauere Lichtmessung überführten.
Das Problem (damals noch nicht bekannt!) war und bleibt, dass Selenzellen leider über viele Jahrzehnte altern und an Leistung verlieren, wenn sie permanent dem Licht ausgesetzt sind.
Die allermeisten integrierten Belichtungsmesser der damaligen Zeit waren permanent und ungeschützt dem Tageslicht ausgesetzt, wenn die Kamera nicht in einer Tasche oder sonstwie vor Dauerbeleuchtung geschützt wurde.
Kurz: die allermeisten dieser frühen Selen-Messer sind nach 70 Jahren aus dem genannten Grund einfach nur tot.
Die Zeiss Contina hat sehr gute Chancen, mit einem gut erhaltenen und funktionstüchtigen Belichtungsmesser überlebt zu haben .... aus einem ganz einfachen Grund:

Eine Klappe schützt die Selenzelle sicher vor Dauerbelichtung (insbesondere vor direktem Dauer-Sonnenlicht, was sie gar nicht mag).
Trotzdem muss auch ein funktionierender Belichtungsmesser einer solchen Museumskamera neu abgeglichen werden, denn ganz ohne die Zeichen der Zeit kann auch er nicht übrlebt haben.
Beim Abgleich mit modernem Gerät zeigt sich, dass der 67 Jahre alte Belichtungsmesser etwa ein 3/4 Belichtungsstufe nachgelassen hat .... kein Problem ... man muss es nur wissen ... stellt man jetzt die Filmempfindlichkeit einfach eine Stufe höher ein, dann stimmt wieder alles .... korrigiert man nicht, dann sind alle Aufnahmen etwa eine BELI überbelichtet ..... bei Negativfilm kein Beinbruch ... kritisch aber bei Umkehrfilm!
Wieder was gelernt:

Tja .... heute habe ich tatsächlich wieder was gelernt ..... Wenn ich mir nun den Belichtungsmesser der CONTINA mal genauer anschau' dann merke ich ja irgendwie, dass 24-DIN irgendwie nicht 80 ASA bzw. ISO sind???? Was ist denn jetzt schon wieder los??
ISO = ASA ... dachte ich doch immer und so ist das ja EIGENTLICH auch .... aber ... wie sich herausstellt erst ab 1960, als die ASA Norm geändert wurde!
Diese Skale kennen wir alle:
DIN / ASA / ISO - Kleine-Fotoschule.de | Entdecken Sie die faszinierende Welt der Fotografie
... aber sie gilt so erst ab 1960!
Filmempfindlichkeit – Wikipedia
Hier erfahre ich, dass es bis 1960 eine sog. "alte ASA Norm" gab, die sich um bis zu einer ganzen BELI-Stufe von der ASA AB 1960 unterscheidet und heute DRINGEND ignoriert werden muss.
Bei der CONTINA muss man also dringend wissen, dass man sich nach der DIN Skale richten muss, die auch heute noch proportional zur gültigen ISO Norm liegt:
18 DIN = ISO 50
21 DIN = ISO 100
24 DIN = ISO 200
27 DIN = ISO 400
30 DIN = ISO 800
33 DIN = ISO 1600
Jeweils 3 DIN machen eine Verdoppelung bzw. Halbierung der Filmempfindlichkeit aus ... das ist Verständlich und logisch ... die alte ASA-Norm ist für mich einfach nur kryptisch .... boaahh ... geh mir weg damit ... DIN habe ich noch im Kopf ... die alte ASA Skale wird ignoriert!!
Die Bedienung des Belichtungsmessers ist denkbar einfach! Er liefert die sog. "Lichtwerte", indem man den Zeiger des Drehspulenmessers manuell mit dem Kringel eines Schleppzeigers zur Deckung bringt.
Im Beispiel oben ergibt sich eben Lichtwert 10.
Ich könnte jetzt natürlich verlinken, was ein Lichtwert ist, man braucht das aber im Grunde gar nicht zu verstehen! Die CONTINA hat eine sog. Lichtwertkopplung, die ich für die Seagull 203 schon mal ausfürhrlicher erklärt hatte:
Kameraportrait Seagull 203 (6x6 /4,5x6 Faltkamera)
Du stellst nun einfach den gemessenen Lichtwert am Stellrad ein:

.... und kannst Dir eine beliebige Blende zu Verschlusszeit Kombination aussuchen:

Hier noch einmal die geniale Schutzklappe, die dafür sorgte / sorgt, dass fast alle der uralten Selen-messer der CONTINAs über die Jahre kamen:

Ob nun Zufall oder Vorahnung eines bedächtigen Ingenieurs .... die Nachfolgerin der CONTINA IIa (Contina III) hatte weniger Glück .... da wurde die Klappe weggelassen, so dass nur wenige der Lichtmesser überlebt haben ... eben die, die zufällig dunkel über die Jahre kamen bzw. die in dunkelen Taschen gelagert wurden.
Nun habe ich noch kein einziges Photo mit der CONTINA machen können, aber ich kann fast sicher sein, dass sie absolut in Ordnung ist. Man kann solche alten Schätzchen in wenigen Minuten komplett durchchecken, denn sie sind ja nunmal rein mechanisch (hier ausgenommen Beli-Messer).
Natürlich könnte der Fokus dejustiert sein .... hier praktisch ausgeschlossen, unverbastelt, wie sie ankommt ... und dass sie bei Zeiss IKON ab Werk nicht 100%ig justiert wurde, kann gar nicht sein .... Made in Germany (hier DDR) war damals unumstritten .... die CONTINA war trotzt des hohen Kaufpreises ein Welterfolg.
1954 hatte in Deutschland (insbesondere DDR) kaum jemand das Gald für so ein Stück "Wertarbeit" ... und so gingen fast alle Continas in den Export.
Bilder sollen natürlich folgen .... man kennt mich .... ich warte auf Gelegenheit .... Film liegt im Eisfach, Entwickler im Kühlschrank.
Ich hoffe, der Quatsch ist wieder interessant .... mich fasziniert der alte Kram einfach ... hoffe, das kommt rüber ....
Grüße und rettet Film....
Klaus
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