Wellen großer Amplitude nicht beeinflusst
..es ist eine typische Eigenschaft von Wellen (aller Art, siehe z.B. auch Licht), dass sie sich ungestört gegenseitig durchdringen können. Die linearen großen Wellen kommen von einem Schiff, das weiter entfernt vorbeizog.
Aber jetzt die kurze Geschichte dieses Fotos:
Ich kam zum hohen Ufer, sah die filigranen Wellen um den Schwan und habe mit der Kamera sofort draufgehalten. Erst danach habe ich mir den optimalen Standort gesucht.
Und diese Taktik hat sich mal wieder bewährt. Denn obwohl ich mich mit dem Tier noch eine ganze Weile beschäftigt habe und noch einige Bilder versucht habe - die Wellenkreise hatten nie wieder diese schöne Feinstruktur. Die Wellen entstanden übrigens dadurch, dass der Schwan im seichten Wasser immer wieder mal kurz die Knie durchgedrückt hat und dadurch den Körper weiter aus dem Wasser gehoben hat.
Die erste Aufnahme erfolgte nun nicht exakt vom gegenüberliegenden Uferpunkt (da stand ausgerechnet auch noch ein Busch), sondern aus einer Schrägperspektive. Das hier ist das RAW-Bild:
Um nun eine Symmetrie in das Bild zu bekommen, habe ich ausgiebig die horizontale Perspektivkorrektur in Photoshop in Anspruch genommen - fast bis zum Anschlag.
Ich habe aber einfach das Gefühl nicht losbekommen, dass die korrigierte Perspektive irgendwie unglaubwürdig ist. So sind die Wellenellipsen von mir gefühlt von rechts oben etwas eingeplattet, was sie m.E. (ebenso gefühlt) nicht sein dürften, wenn die Aufnahme wirklich in senkrechter Richtung zur Uferlinie fotografiert worden wäre.
Kann ich mich da beruhigt fühlen?
Andreas
P.S.:
Wie der Schwan dieses fein ziselierte Wellenmuster hingebracht hat, ist sein Geheimnis geblieben. Es ist (außer der Perspektivkorrektur) nichts manipuliert an der Aufnahme.