Danke Birgitt, Uwe, Christine!
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Ich fand Birken schon als Kind spannend, ganz besonders die große Birke in
unserem Garten, deren unterster ziemlich kräftiger und gediegenerweise fast
waagerecht gewachsener Ast ihn zu unserem Kletterbaum gemacht hat...
Deine Geschichte berührt mich!
Es gibt auf einem Feld nahe der Kleinstadt, in welcher ich aufwuchs, so eine Art
"Naturinsel", wo über die Jahrzehnte (Jahrhunderte) durch das andauernde
Hereinwerfen von Feldsteinen durch die Bauern ein ganz besonderer
Steinhaufen-Biotop entstanden ist. Gekrönt wird diese "Insel" von einer
Birke, und einigen Holunderbüschen. Als Kinderbande entdeckten wie
diesen Ort wohl im Frühjahr 1981. Damals war ich 10 Jahre alt. Zeitgleich
begann ich, mit einer vom Taschengeld gekauften Knipse zu fotografieren.
Natürlich mussten wir die Birke alsbald erklimmen.

Der Ort wurde über die Jahre "unser" Ort. Herangewachsen zu jungen
Jugendlichen, zimmerten wir dort gar eine kleine Hütte aus Brettern.
Unzählige Male wärmten wir uns dort an kleinen wie größeren Lagerfeuern.
Holunderrauch rieche ich immernoch äußerst gern, und wenn sich die
Gelegenheit ergibt, wird gezielt Holunderholz für Lagerfeuer gesucht.
(Zuletzt auf einer Paddeltour Ostern 2014.

)
Von der Hütte zeugt jetzt nur noch ein Loch im Boden.
Unsere Lagerfeuer haben so manchen Findlings-Stein in der Kristallstruktur
verändert. Wenn dort mal Jemand in fünfzig tausend Jahren gräbt, können
sie dann tolle Theorien bilden, was Menschen im 20.Jahrhundert wohl an
diesem Kultplatz außerhalb der Siedlung getrieben haben mögen.
In den vergangenen Jahren reiste ich noch mehrfach die über 100km dort hin,
nur um mal "meiner" Birke "Hallo" zu sagen, auch mal eine Nacht im
Schlafsack zu schlafen, nochmal dort hoch zu klettern.
Daher weiß ich:

feil: Birken strecken sich schneller als Menschen.
Tritte von Astquirl zu Astquirl, welche ich als halbwüchsiges Kind locker
steigen konnte, sind jetzt für mich als Erwachsener schwierig, und sehr weit
auseinander.
Fotografiere nun erst seit gut 3 Jahren digital. Darum gibt es zwar eine 30-
jährige Dokumentation als SW-Foto und Farbdias, aber bisher fast keine
Digitalbilder jener Birke.
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