Frage zu Objektiven wegen Brennweite

Diskutiere Frage zu Objektiven wegen Brennweite im Sigma Objektive Forum im Bereich Sigma Forum; Apropos Teleobjektiv 150-600: Welche Voraussetzungen (Wissen , Können) braucht man dafür? Das können dann nur Profis anwenden, oder? Bzw. wie...
  • Frage zu Objektiven wegen Brennweite Beitrag #21
Apropos Teleobjektiv 150-600:
Welche Voraussetzungen (Wissen , Können) braucht man dafür?

Das können dann nur Profis anwenden, oder?

Bzw. wie weit muss man geschult sein, um damit umgehen zu können und gelungene Fotos machen zu können?
 
  • Frage zu Objektiven wegen Brennweite Beitrag #22
Also Anton, mal Butter bei de Fisch!
Du bist garantiert ned auf der Brennsuppm dahergschwumma!

Genauso geht es doch den meisten: learning by doing! Das ist die beste Methode (auch wissenschaftlich abgesegnet; weiss wovon ich spreche ... arbeite im Weiterbildungssektor).

Menno, ich glaub nicht, dass dir deine Bekannten sagen, wieviel Fotos im Papierkorb gelandet sind, hergezeigt werden doch nur die besten ... kleines Beispiel: von 880 Fotos, die ich von fliegenden Adlern im Frühjahr gemacht habe, ist nicht ein einziges wirklich vorzeigbar geworden ...
Dann hab ich mir Tipps hier im Forum geholt und bei der nächsten Gelegenheit wusste ich, dass 1/800 Sekunde einfach noch zu lang ist, um ein klasse Foto von einem fliegenden Adler zu bekommen. Ergo habe ich dann mit 1/2000 Sekunde den zweiten Versuch gewagt und siehe da: sind ein paar echt geile dabei.

Stuttgart ist ja jetzt nicht gerade ein Dorf: guck mal online nach Fotoclubs. Hier bei uns suchen sie immer händeringend nach Leuten (auch Anfängern!), die sich anschliessen. Sag einfach vorher, dass du totaler Anfänger bist, der gerne lernen würde. Dann wird man dir schon sagen, ob du willkommen bist oder nicht.

Und mir rauchte auch oft der Kopf, hab Seiten mehrmals lesen müssen oder Videos mehrfach angeschaut, weil ich es 10 Min. später auch nimmer zusammengebracht habe.
Und ich habe mir auch jede Menge Notizen während des Lesens gemacht, bis ich es verinnerlicht hatte. Ich finde es auch nicht schlimm, jeder lernt eben auf seine eigene Art am besten :)
 
  • Frage zu Objektiven wegen Brennweite Beitrag #23
AAAAArghhhh, fang doch langsam an :ausrufezeichen::ausrufezeichen::ausrufezeichen:

Erstmal brauchst du ordentlich Muckis und einen Rucksack, in den das 600er passt. Ein Stativ, dass bei dem Gesamtgewicht nicht die Biege macht, ist auch sinnvoll. Weil lange ruhig halten kann ich es nicht ohne ...
Und dann solltest du dir vorher überlegen, für wieviele Gelegenheiten du es wirklich brauchst. Ich nehme meines nur dann mit, wenn ich wirklich weiss, wofür ich es hernehmen möchte ...

So, und um deine Frage zu beantworten, lies mal hier, aber bis zum Ende:

Auch Anfänger wie ich, können mit dem 600er mit ein paar Tipps ganz nette Bilder hinbekommen. :)
 
  • Frage zu Objektiven wegen Brennweite Beitrag #24
Also Anton, mal Butter bei de Fisch!
Du bist garantiert ned auf der Brennsuppm dahergschwumma!

Genauso geht es doch den meisten: learning by doing! Das ist die beste Methode (auch wissenschaftlich abgesegnet; weiss wovon ich spreche ... arbeite im Weiterbildungssektor).

Menno, ich glaub nicht, dass dir deine Bekannten sagen, wieviel Fotos im Papierkorb gelandet sind, hergezeigt werden doch nur die besten ... kleines Beispiel: von 880 Fotos, die ich von fliegenden Adlern im Frühjahr gemacht habe, ist nicht ein einziges wirklich vorzeigbar geworden ...
Dann hab ich mir Tipps hier im Forum geholt und bei der nächsten Gelegenheit wusste ich, dass 1/800 Sekunde einfach noch zu lang ist, um ein klasse Foto von einem fliegenden Adler zu bekommen. Ergo habe ich dann mit 1/2000 Sekunde den zweiten Versuch gewagt und siehe da: sind ein paar echt geile dabei.

Stuttgart ist ja jetzt nicht gerade ein Dorf: guck mal online nach Fotoclubs. Hier bei uns suchen sie immer händeringend nach Leuten (auch Anfängern!), die sich anschliessen. Sag einfach vorher, dass du totaler Anfänger bist, der gerne lernen würde. Dann wird man dir schon sagen, ob du willkommen bist oder nicht.

Und mir rauchte auch oft der Kopf, hab Seiten mehrmals lesen müssen oder Videos mehrfach angeschaut, weil ich es 10 Min. später auch nimmer zusammengebracht habe.
Und ich habe mir auch jede Menge Notizen während des Lesens gemacht, bis ich es verinnerlicht hatte. Ich finde es auch nicht schlimm, jeder lernt eben auf seine eigene Art am besten :)

Danke! Werde schauen, ob es in meiner Umgebung so was gibt. Für mich gilt auch "Learning by doing"- anders gar nicht machbar.
 
  • Frage zu Objektiven wegen Brennweite Beitrag #25
Menno, ich glaub nicht, dass dir deine Bekannten sagen, wieviel Fotos im Papierkorb gelandet sind, hergezeigt werden doch nur die besten ... kleines Beispiel: von 880 Fotos, die ich von fliegenden Adlern im Frühjahr gemacht habe, ist nicht ein einziges wirklich vorzeigbar geworden ...
Dann hab ich mir Tipps hier im Forum geholt und bei der nächsten Gelegenheit wusste ich, dass 1/800 Sekunde einfach noch zu lang ist, um ein klasse Foto von einem fliegenden Adler zu bekommen. Ergo habe ich dann mit 1/2000 Sekunde den zweiten Versuch gewagt und siehe da: sind ein paar echt geile dabei.

Da muss man erstmal hinkommen, um zu wissen, in welcher Situation und wo man an der Kamera 1/800 Sekunde auf einen anderen Wert umstellen soll und wie das dann in der Praxis funktioniert. Was bedeutet das eigentlich? Ist damit die zeit gemeint, die zwischen dem Abdrücken des Auslösers und dem Bild was die Kamera macht, ist? Also die Zeit die dazwischen liegt? Oder irre ich mich?
 
  • Frage zu Objektiven wegen Brennweite Beitrag #26
Ist damit die zeit gemeint, die zwischen dem Abdrücken des Auslösers und dem Bild was die Kamera macht, ist? Also die Zeit die dazwischen liegt?
Das ist die Zeit in der der Bildsensor belichtet wird !
Früher war es die Zeit mit der der Film (oder Negativ) belichtet wurde....so lang oder kurz öffnet sich der Verschluss in der Kamera und belichtet den
Sensor (oder früher Film) :p
Deshalb haste jetzt schon was gelernt : Belichtungszeit ist dasselbe wie Verschlusszeit, beides wird oft genannt, ist aber dasselbe gemeint :daumen:







Gruss
JAN

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  • Frage zu Objektiven wegen Brennweite Beitrag #27
Das ist die Zeit in der der Bildsensor belichtet wird !
Früher war es die Zeit mit der der Film (oder Negativ) belichtet wurde....so lang oder kurz öffnet sich der Verschluss in der Kamera und belichtet den
Sensor (oder früher Film) :p
Deshalb haste jetzt schon was gelernt : Belichtungszeit ist dasselbe wie Verschlusszeit, beides wird oft genannt, ist aber dasselbe gemeint :daumen:

danke, bin mir noch nicht sicher, ob ich das kapiere oder es falsch interpretiere und was anderes darunter verstehe als Du. Da bräuchte ich nun auch die Praxis, um direkt wahrnehmen zu können, was damit gemeint ist.
Wie stelle ich in der Praxis fest, was längere und kürzere Belichtungszeit ist? Kann ich das wahrnehmen? Gibt's ein anschauliches Beispiel? ZB was ist das? In manchen Situationen habe ich bei Blitzaufnahmen festgestellt, dass die Kamera länger braucht, bis sie das Bild macht bzw bis der Blitz ausgelöst wird, als sonst. Zwischen dem Drücken des Auslösers und dem MOment, wo die Kamera dann das angenommen hat bzw dem Blitzlicht lagen viel mehr Sekunden als sonst. Und bei diesem Fotos , wo es länger gebraucht hat, musste man höllisch aufpassen, dass in diesem Zwischenraum die Kamera kein bisschen wackelt, sonst war das Bild verschwommen.
 
  • Frage zu Objektiven wegen Brennweite Beitrag #28
Also

Ich weiss ja jetzt nicht, wie alt du bist, aber in grauer Vorzeit gab es mal Filme, die man in die analogen (Spiegelreflex-)Kameras einlegte. Wenn man nun auf den Auslöser drückte, hob sich der Spiegel und der Film wurde belichtet. Dann hat man den Film (manchmal noch mechanisch) weitertransportiert und man konnte das nächste Foto schießen. Wenn der Film voll war, hat man ihn zum Entwickeln gebracht.

In der digitalen Variante hat die Aufgabe des Films der sog. Sensor übernommen. Wenn du auf den Auslöser drückst, klappt der Spiegel der Kamera innen nach oben und lässt das (durch das Objektiv) einfallende Licht auf den Sensor treffen. Das Ergebnis ist dann halt nicht auf einem Film festgehalten sondern wird von der internen Kamerasoftware an die Speicherkarte übergeben.
Da muss also nix weitertransportiert werden, sondern du kannst sofort das nächste Bild schiessen usw.

Jetzt stell dir vor, du verklebst das einzige Fenster in einem Raum flächenfüllend mit schwarzer Folie, so dass kein einziger Lichtstrahl mehr den Raum erhellt.
Dann ist es zappenduster, soweit klar, oder?
Jetzt machst du ein Loch in die Mitte der Folie, sagen wir mal Durchmesser 1 cm.
Jetzt fällt ein sehr dürftiger Lichtstrahl in den Raum, vermutlich kannst du aber noch nichts im Raum erkennen, weil es einfach noch immer zu dunkel ist.
Ok, nun vergrösserst du das Loch auf 2 cm Durchmesser ... reicht noch immer nicht? Ok, dann mach schrittweise weiter, bis das Loch so gross ist, dass du die Gegenstände im Raum zumindest schemenhaft erkennen kannst.
Vermutlich würdest du aber immer noch gegen Stühle oder andere Gegenstände stossen, denn die Sicht ist noch immer nicht wirklich gut.

Damit du wirklich in dem Zimmer was machen könntest (aufräumen, staubsaugen, einen Brief schreiben ...), wird das Loch vermutlich auf eine Größe von mindestens 30-40 cm Größe anwachsen müssen.

Und wenn du das jetzt nachvollziehen kannst, hast du schon kapiert, wie die Blende funktioniert :daumen:

Also:
- große Blendenzahl = sehr kleine Öffnung = sehr kleines Loch in der Folie auf dem Fenster = sehr wenig Licht, das auf den Sensor fällt und "belichtet"
- kleine Blendenzahl = sehr große Öffnung = grosses Loch in der Fensterfolie = viel Licht, das auf den Sensor fällt und "belichtet".

So. Und abhängig von der eingestellten Blende ergibt sich (jetzt etwas vereinfacht erklärt) auch die Belichtungszeit.
Wenn ich sehe, dass die Sonne runterknallt, ist es heller, als wenn wir einen trüben, nebelverhangenen Novembertag haben.
Also muss ich mir vor dem Foto überlegen, mit welcher Blende (und Verschlusszeit) ich fotografieren muss, damit das Foto nicht unter- oder überbelichtet wird.
Um beim Beispiel mit den Adlern zu bleiben: es war sonnig, also hell; Adler bewegen sich deutlich schneller als bspw. eine Schildkröte. Also muss ich, um die Flugbewegung eines Adlers auf dem Foto einzufrieren, eine möglichst kurze Verschlusszeit (=ist die Zeitspanne, in der der Spiegel hochklappt und damit Licht auf den Sensor trifft und der Spiegel wieder runterklappt) nehmen.
Eine achthundertstel Sekunde ( 1/800 Sek.) war zu lang bei meinem ersten Versuch: die Adler waren im Flug nicht scharf abgebildet. Mit einer Verschlusszeit von 1/2000 Sek konnte ich den Flug einfrieren und die Bilder wurden weitgehendst scharf.
Aber logisch ist auch, dass je kürzer die Verschlusszeit ist, auch weniger lange Licht auf den Sensor fällt. Ergo muss ich noch andere Parameter ändern, damit das Bild nicht kohlrabenschwarz (weil unterbelichtet) wird.
Hier kommen die ISO ins Spiel: früher hatten die Filme auch immer eine Angabe, wie empfindlich sie sind, hieß ASA.
Wenn du meinen Thread mit den Adlern liest, schau mal bei den besseren Fotos, da habe ich die Einstellungen immer mit dazu geschrieben: "xxx Sek, f xxx (steht für die Blende), xxx ISO".
Wenn du die ISO hochschraubst, erhöhst du die Empfindlichkeit des Sensors. Hat aber zur Folge, dass die Bilder u. U. dann hohes Rauschen (also so grieselig) aufweisen. Aber bei sehr kurzen Belichtungszeiten (=Verschlusszeiten) kann man u. U. eben mit den entsprechenden ISO-Werten doch noch korrekt belichtete Bilder zustande bringen. Da muss man sich rantasten :)

Die Blende ist auch verantwortlich für die Schärfentiefe (= Tiefenschärfe), aber das sprengt jetzt den Rahmen.

Ich hoffe, dir ein wenig geholfen zu haben und bitte alle anderen, mich zu korrigieren, falls ich was komplett falsch erklärt habe :)
 
  • Frage zu Objektiven wegen Brennweite Beitrag #29
ja, Janni kanns auch kürzer erklären als ich :D:D:D
 
  • Frage zu Objektiven wegen Brennweite Beitrag #30
@bini, vielen Dank, das ist Lehrstoff, der ist anschaulich, den lass ich in mich einsacken.
Eine Frage, die mir wichtig ist : Wo am Objektiv stelle ich die Blende auf offen und auf geschlossen? Ist das das Drehrad, auf dem unter dem transparenten Plastik Zahlen angegeben sind von klein bis unendlich? Bedeutet "unendlich" eine offene Blende? Oder irre ich mich und verwechsle was? Oder ist das das Rad, wo man die Schärfe manuell einstellt? Dann gibt es das Rad, wo man bei einem Zoom wie bei meinem von 18-200 einstellen kann. Das ist doch nur dafür zuständig, wie nah (oder umgekehrt weiter weg) man das Objekt im Bild haben möchte, oder?

und wenn ich drin fotografiere, wo es nicht so hell ist, muss ich die Blende mehr öffnen, ist das richtig? Also je nach Lichtverhältnissen? Das muss man dann irgendwie abschätzen oder im Gefühl haben, wie man es einstellt, oder?
Und bei Sonnenuntergang muss sie auch weiter geöffnet sein? Das ist die Frage, weil die Sonne an sich, die als Hauptmotiv aufs Foto mit drauf kommt, ja noch hell ist- nur außen herum zum Bildrand hin ist es schon dämmrig.

Und wie macht man eigentlich Nachtaufnahmen? Das würde mich ja auch interessieren. Sind bei mir nie was geworden, und die Objekte darauf waren verzogen, der Mond mit Schleier und allgemein unklar/verschwommen (ohne Stativ fotografiert).
Probefoto , missglückte Aufnahme von vielen (allerdings mit der Kompaktkamera ohne Stativ im Sommer gemacht, da hatte ich noch keine Spiegelreflex):


Bei Nachtaufnahmen müsste die Blende ganz weit offen sein, oder? Was ich festgestellt habe, dass es bei versuchten Nachtaufnahmen sehr lange gedauert hat, bis die Kamera nach Drücken des Auslösers endlich das Foto gemacht hat.

Beispiel: wie müssen die Einstellungen sein und wie weit geöffnet muss die Blende sein, damit man solch ein Foto machen kann:



ja, die Filme von früher kenn ich noch, hatte selbst so eine Kamera, da hat man Filmrollen eingelegt und wenn sie voll waren, zum Entwickeln ins Fotogeschäft gebracht. Da konnte man selbst kein Foto nachbearbeiten, weil es noch keinen PC gab und keine solchen Programme. Musste die Fotos so nehmen wie sie waren. Hatte früher auch eine Kamera mit Automatikprogramm, weil ich das manuelle nicht geblickt habe, und bis 2005 mit so einer alten Kompakt-Kamera fotografiert.

Schärfentiefe Tiefenschärfe.... versteh ich auch noch nicht. Hat das was mit Räumlichkeit auf dem Foto zu tun?

eigentlich bräuchte ich für jede verschiedene Situation (zb tags Tiere, oder Nachtaufnahmen, oder Landschaften bei tag und in der Dämmerung, oder Innenaufnahmen bei Tag/Nacht, Sonnenuntergänge usw.) einen Lehrgang für die Kameraeinstellungen in der Praxis, und jedesmal alles Einstellungen aufschreiben, damit es nicht vergessen wird.
 
  • Frage zu Objektiven wegen Brennweite Beitrag #31
AAAAArghhhh, fang doch langsam an :ausrufezeichen::ausrufezeichen::ausrufezeichen:

Erstmal brauchst du ordentlich Muckis und einen Rucksack, in den das 600er passt. Ein Stativ, dass bei dem Gesamtgewicht nicht die Biege macht, ist auch sinnvoll. Weil lange ruhig halten kann ich es nicht ohne ...
Und dann solltest du dir vorher überlegen, für wieviele Gelegenheiten du es wirklich brauchst. Ich nehme meines nur dann mit, wenn ich wirklich weiss, wofür ich es hernehmen möchte ...

So, und um deine Frage zu beantworten, lies mal hier, aber bis zum Ende:

Auch Anfänger wie ich, können mit dem 600er mit ein paar Tipps ganz nette Bilder hinbekommen. :)

Fotorucksack ist schon vorhanden.
Die Fotos in Deinem Link sind schön, der kleine Fuchs obersüß!
 
  • Frage zu Objektiven wegen Brennweite Beitrag #32
Nein, das mit unendlich ist die entfernungseinstellung, also wie weit du vom zu fotografierenden Motiv entfernt bist. Bei den DSLRs stellst du die Blende meist über das Display ein. Aber halt nur im Manuellen Modus.
Die Kameras haben heut ja auch mehrere Halbautomatik-Programme: eines, in der du nur die Blende selber regelst und die Kamera errechnet automatisch die richtige Belichtungszeit (wobei die Kamera natürlich nicht weiß, was genau im sucherbereich du nun korrekt ausgeleuchtet haben wolltest).
Das zweite halbautom. Programm ist die Zeitvorwahl: hier sagst du meinetwegen 1/60 Sek. und die Kamera nimmt dann die Blende, die sie für richtig hält, um ein korrekt belichtetes Foto zu erstellen.
Die Blendenzahl ist die komische Zahl (manchmal mit Punkt) zB f2.8 oder auch f11.

Mit dem nah und fern Drehring stellst du die Brennweite des Objektivs ein, also wie bei deinem 18-200: 18 mm Brennweite hast du viel auf dem Foto, bei 200 mm weniger aber dafür größer und näher.

Genau! Siehst, hast es schon verstanden: wenn wenig Licht herrscht, Blende weit auf, damit möglichst viel Licht auf den Sensor fällt. Nennt man auch Offenblende.
Offenblende bedeutet aber auch gleichzeitig, dass der Bereich vor und hinter deinem Motiv nur auf einen relativ kurzen Bereich scharf abgebildet wird. Ein Beispiel: du möchtest jemanden frontal mit Offenblende (= kleine Blendenzahl) fotografieren (zB Blende f2.8) und stellst auf die Augen scharf. Dann kann es passieren, dass die Nasenspitze ((die von dir aus gesehen ca 4 cm vor den Augen liegt) und die Ohren (die ca 4 cm hinter den Augen liegen) bereits unscharf sind.
Man spricht dann von geringer Schärfentiefe (oder Tiefenschärfe).
Wenn du die Blende nun ein wenig schließt, zB Blende f5.6 werden sowohl die Nasenspitze als auch die Ohren scharf. Du hast damit mehr Tiefenschärfe erreicht.
Probier es doch daheim mal aus: leg ein Lineal auf den Tisch, benutze am besten ein Stativ und stelle auf eine bestimmte Zahl scharf. Dann guckst du weiterhin durch den Sucher und beobachtest, wie sich der schärfebereich mit veränderter blendenzahl ebenfalls verändert: bei kleiner Blendenzahl wirst du gerade mal 3 zahlen scharf erkennen, mit grosser Blendenzahl dagegen irgendwann alle Zahlen auf dem Lineal.

Mit Sonnenuntergängen kenne ich mich nicht wirklich aus....
aber ja: es ist ein herantasten und immer wieder probieren.
Und manchmal bringt es auch viel, sich am Rechner zuhause die verwendeten Einstellungen beim Foto anzusehen. Oft merkt man dann selber, dass man beim nächsten mal eine andere Kameraeinstellung verwenden muss.

Das verlinkte Bild mit dem Sternenhimmel ist eine Langzeitbelichtung, vermutlich mit einer Astrokamera. Da ist der Sensor noch empfindlicher als bei einer herkömmlichen DSLR. Gut möglich dass man sowas auch mit einer normalen DSLR hinbekommt, aber da kenne ich mich nicht aus. Es gibt hier aber einen Sammel-Astro-Thread.

Dein Mond wäre mit einem Stativ sicher was geworden. Und das Bild hätte ich gar nicht schlecht gefunden mit dem Wasser im Vordergrund :)

Klar dauert es ewig, bis die Kamera bei Nachtaufnahmen das Foto macht. Vor allem im Automatikmodus: die Kamera denkt sich "oh shit! Ist das dunkel hier! Da mach ich mal eine laaaaange Belichungszeit, damit das Foto nicht unterbelichtet ist!". Dass du in der Zeitspanne der Belichtung nicht stillhalten kannst, ist klar.
Deswegen: Stativ. Und ggf. Fernauslöser.

Ja, im Prinzip brauchst du für jedes Motiv und jede Lichtsituation eine neue Einstellung. Aber das hat man sehr schnell raus, glaub mir. ;) und wenns trotzdem danebengeht, weiß man es beim nächsten mal besser :daumen:
 
  • Frage zu Objektiven wegen Brennweite Beitrag #33
@ Bini, vielen Dank, das hilft mir weiter und ist einfach und anschaulich (ich sage dazu: idiotensicher) erklärt. Werde mir das ausdrucken und in meinen Ordner legen. Morgen hab ich es wahrscheinlich wieder zur Hälfte vergessen (kenn mich doch) und muss es nochmal lesen. Ich muss jetzt nur noch das manuelle Programm finden, wo ich die Blende einstellen/verändern kann und dann mal ausprobieren, Fotos miteinander vergleichen von verschieden eingestellter Blende, so check ich das am ehesten.
Hab in meinem letzten Kommentar die Einstellung der Blende an der falschen Stelle gesucht...nun ja, das ist was, wo man über sich selbst lachen kann.

Kuck mal , mit dem DSLR Jumpstart, den ich hier von Thomas bekommen habe, habe ich im Internet noch eine Lektüre gefunden, was leichter sein dürfte zu kapieren als das komplizierte Kamera-Handbuch:

KOMMERZIELLER LINK GELÖSCHT.


Und ich habe festgestellt, dass ich dieses umfangreiche Thema in ruhigen Zeiten angehen muss, nicht in Streß und Zeitdruck zwischen Tür und Angel, da hab ich keine Nerven und Aufnahmefähigkeit dafür, da es völliges Neuland für mich ist. Und es geht auch nicht alles auf einmal zu kapieren (hätt ich ja gern) , leider- geht nur eins nach dem anderen.

also nochmal herzlichen Dank für all die Bemühung und Zeit, die Du investiert hast!
danke auch allen anderen
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • Frage zu Objektiven wegen Brennweite Beitrag #34
  • Frage zu Objektiven wegen Brennweite Beitrag #35
@ Janni,

Na hoffentlich kann ich mir das mit der Wurst nun endlich auch merken :D
Aber das Beispiel ist einleuchtend :daumen:
 
  • Frage zu Objektiven wegen Brennweite Beitrag #36
...habe ich im Internet noch eine Lektüre gefunden, was leichter sein dürfte zu kapieren als das komplizierte Kamera-Handbuch:

KOMMERZIELLER LINK GELÖSCHT.

Interessant, dass jemand hier mit kostenlosen Tipps und Anleitungen überhäuft wird, sich faktisch nicht mit ihnen beschäftigt, um dann einen Kurs für 122€ zu verlinken.
 
Thema:

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