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Oh.
Wow.
Ziemlich wow.
Eigentlich noch mehr wow.
Quelle: WAZ unbekannter Ausgabe bzw. Merkwürdig klingende HomepageDIE HAARD IST EINE HERRAUSFORDERUNG
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(Ein Artikel der WAZ , geschrieben von Rupert Joemann) Die Haard ist eine Herausforderung. Eine Herausforderung für Förster. Förster, die aus dem Sauerland kommen, werden hier nicht glücklich, witzelt Bruno Oelmann.
Zu arm an Nährstoffen sind die Böden hier. Dagegen erweist sich schon der Untergrund im Münsterland als blühende Wachstums-Grundlage. Und das Sauerland ist geradezu ein Nährstoff-Paradies. Trotz aller Schwierigkeiten war Bruno Oelmann 37 Jahre lang Förster im Revier Flaesheim. Und das mit viel Herzblut und großer Beliebtheit. Zum Abschied im Dezember 1999 haben sie ihm in der Haard ein kleines Denkmal gesetzt. Einen gravierten Stein aufgestellt und eine Linde gepflanzt: die Bruno Oelmann Linde.
Im Nachhinein erweist sich der Stein jedoch lediglich als Abschied vom KVR und der Haard, doch nicht von der Berufung als Förster. Es ist mir schon schwer gefallen, ganz aufzuhören, gesteht Bruno Oelmann. Da kam der Ruf eines privaten Waldbesitzers aus Olfen gerade Recht. Bereits kurz nach dem Gang in den offiziellen Ruhestand übernahm er einen Wald von rund 300 Hektar, dazu kommt noch einmal eine Jagd. Die Fähigkeiten des Flaesheimers haben sich in all den Jahren halt herumgesprochen.
Und das seit 1954. Da begann er bei der Stadt Haltern mit der Forstlehre. Später arbeitete er noch eineinhalb Jahre in der Eifel und drei Jahre in Kirchhellen, ehe er 1962 wieder nach Haltern kam.
In den fast vier Jahrzehnten hat Bruno Oelmann den Wandel der Haard intensiv begleitet und mitgestaltet. In den ersten Jahren wurden 90 Prozent der Flächen mit Schwarzkiefern bepflanzt. Denn die bringen schon nach zehn Jahren erste Erlöse. Während die Laubbäume rund 40 Jahre wachsen müssen. Zudem sind die Kosten für die Kultivierung von Laubbäumen doppelt so hoch wie bei Nadelbäumen.
Doch jetzt haben sich die Laubbäume durchgesetzt. Schon Oberförster Max Linke hat um 1910 erkannt, dass es in der Haard bei natürlicher Vegetation einen Laub-Mischwald geben würde. Linke pflanzte amerikanische Roteichen, die die Besitzer, die Herzöge von Arenberg, von ihren zahlreichen Reisen mitbrachten. Die wuchsen zwar schnell, vertrugen aber die Luftverschmutzung nicht. Die Erträge blieben hinter den Erwartungen zurück, so dass später auf Nadelbäume gesetzt wurde. Eine Änderung, die sich nicht durchsetzte.
Der Laub-Mischwald ist einfach ideal für die Haard, sagt auch Bruno Oelmann. Der Laubwald übernehme eine hohe Schutzfunktion. Das Wasser kann gut im Boden gespeichert werden und die Laubbäume sind nicht so anfällig gegen Windschäden. Außerdem ist der Erholungswert im Laubwald wesentlich größer, betont der Förster. Es herrscht eine natürliche Luftfeuchtigkeit, während im Nadelwald die Hitze steht. Das hat man gerade in diesem Jahr ganz deutlich gemerkt.
Gemerkt hat Bruno Oelmann auch in der Vergangenheit, dass sich das Bewusstsein für den Wald zum Positiven verändert hat. Gerade das Verhalten bei Rauchgefahr ist besser geworden. So habe es seit 1978 keinen nennenswerten Waldbrand in der Haard mehr gegeben. Doch nicht alles ist gut geworden. Die Achtlosigkeit hat zugenommen. Es liegt viel mehr Müll im Wald. Das zu ändern, dürfte eine weitere Herausforderung für die Förster bedeuten. (Rupert Joemann)
Die Achtlosigkeit hat zugenommen. Es liegt viel mehr Müll im Wald. Das zu ändern, dürfte eine weitere Herausforderung für die Förster bedeuten.
Tolle Bildwirkung.
Demnach ist es kein Grab, sondern ein Denkmal.![]()