Magnum66
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Hallo zusammen
Wie ja schon bekannt ist, interessiere ich mich für Denkmäler - historisch und prähistorisch - aller Art. Auch der eine oder andere von euch hat das ja schon geschrieben. So dachte ich, man könnte ja mal zum Thema einen Fred aufmachen.
Unter "Denkmal" verstehe ich dabei sowohl Gebäude als auch sogenannte Bodendenkmäler, wie z.B. Grabhügel. Interessant wäre dazu natürlich etwas über die Geschichte des jeweiligen Denkmals.
Dazu mal als Anfang:

Bildstöcke wurden in der Regel als Dankesgabe für Errettung aus Not oder als Gedenk- oder Sühnesteine gestiftet. Dieser hier stammt laut Inschrift aus dem Jahr 1753. Die Stifter werden genannt, aber nicht der Grund für die Errichtung. Die Metallumfassung dürfte aber nicht original sein.


Nur wenige Meter dahinter im Wald liegt ein Bodendenkmal:

Hügelgräber gab es in vorgeschichtlicher Zeit in verschiedenen Epochen. Die meisten von ihnen stammen aus der letzten Periode der Jungsteinzeit oder aus der Bronzezeit. Interessant ist in diesem Zusammenhang, das Oberfranken in der Bronzezeit eine der Etappen auf einer der "Bernsteinstrassen" war. Damals wurde baltischer Bernstein auf weiten Wegen und vielen Etappen von der Ostsee bis in den Mittelmeerraum gehandelt, um im Gegenzug dafür die im Norden kaum erhältliche Bronze zu erwerben. (Bronze ist eine Kupferlegierung. Kupfer kommt im Baltikum und an der Nordsee nicht vor).
Dieser Hügel hier ist nur aus dieser einen Perspektive noch (fotografisch) als Hügel erkennbar. Leider ist er bereits "angetrichtert", was ihn wohl etwa 1/4 seiner Höhe gekostet haben dürfte. (Als "antrichtern" bezeichnet die Archäologie die im 18. und 19. Jhd. übliche "Technik" des Ausgrabens von vorgeschichtlichen Grabhügeln. Dabei wurde der Hügel von der Spitze her trichterförmig angegraben und meist mehr zerstört als geborgen.)
Hinsichtlich möglicher Funde habe ich noch kein Ergebnis.

Knappe 2km Luftlinie entfernt befindet sich eine weitere Gruppe von Hügeln. Erkennbar sind noch die Reste von dreien, es können aber auch viel mehr gewesen sein. Auch diese wurden angetrichtert und sind schon fast eingeebnet.
Auch das folgende Gebäude ist als Baudenkmal eingestuft und mit ihm die gesamte Anlage:

Das ist die ehemalige Kommandantur des Munitionsdepots Breitengüßbach. Erbaut Mitte der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts im Rahmen der "Wiederbewaffnung" als Hauptdepot der in Bamberg stationierten Wehrmachtstruppen. Nach Kriegsende von den Amerikanern übernommen, war dort auch das Hauptquartier des Kampfmittelräumdienstes, bei dem mein Großonkel als ziviler Sprengmeister diente. (So kam meine Familie - ursprünglich aus Pommern - nach Breitengüßbach.)
Nach der Gründung der Bundeswehr kam das Depot wieder in deutsche Hand und diente während des kalten Krieges als Bereitschaftsdepot der 12. Panzerdivision und als Lager für die Sprengmittel der Wallmeistertrupps.
Vor etwa 10 Jahren schließlich endete die militärische Nutzung der Anlage. Die Kommandantur ist heute die Kreiskommandantur des THW.
Isch danke für heute für Ihre Aufmerksamkeit
lg und allzeit gutes Licht
Uwe
Wie ja schon bekannt ist, interessiere ich mich für Denkmäler - historisch und prähistorisch - aller Art. Auch der eine oder andere von euch hat das ja schon geschrieben. So dachte ich, man könnte ja mal zum Thema einen Fred aufmachen.
Unter "Denkmal" verstehe ich dabei sowohl Gebäude als auch sogenannte Bodendenkmäler, wie z.B. Grabhügel. Interessant wäre dazu natürlich etwas über die Geschichte des jeweiligen Denkmals.
Dazu mal als Anfang:

Bildstöcke wurden in der Regel als Dankesgabe für Errettung aus Not oder als Gedenk- oder Sühnesteine gestiftet. Dieser hier stammt laut Inschrift aus dem Jahr 1753. Die Stifter werden genannt, aber nicht der Grund für die Errichtung. Die Metallumfassung dürfte aber nicht original sein.


Nur wenige Meter dahinter im Wald liegt ein Bodendenkmal:

Hügelgräber gab es in vorgeschichtlicher Zeit in verschiedenen Epochen. Die meisten von ihnen stammen aus der letzten Periode der Jungsteinzeit oder aus der Bronzezeit. Interessant ist in diesem Zusammenhang, das Oberfranken in der Bronzezeit eine der Etappen auf einer der "Bernsteinstrassen" war. Damals wurde baltischer Bernstein auf weiten Wegen und vielen Etappen von der Ostsee bis in den Mittelmeerraum gehandelt, um im Gegenzug dafür die im Norden kaum erhältliche Bronze zu erwerben. (Bronze ist eine Kupferlegierung. Kupfer kommt im Baltikum und an der Nordsee nicht vor).
Dieser Hügel hier ist nur aus dieser einen Perspektive noch (fotografisch) als Hügel erkennbar. Leider ist er bereits "angetrichtert", was ihn wohl etwa 1/4 seiner Höhe gekostet haben dürfte. (Als "antrichtern" bezeichnet die Archäologie die im 18. und 19. Jhd. übliche "Technik" des Ausgrabens von vorgeschichtlichen Grabhügeln. Dabei wurde der Hügel von der Spitze her trichterförmig angegraben und meist mehr zerstört als geborgen.)
Hinsichtlich möglicher Funde habe ich noch kein Ergebnis.

Knappe 2km Luftlinie entfernt befindet sich eine weitere Gruppe von Hügeln. Erkennbar sind noch die Reste von dreien, es können aber auch viel mehr gewesen sein. Auch diese wurden angetrichtert und sind schon fast eingeebnet.
Auch das folgende Gebäude ist als Baudenkmal eingestuft und mit ihm die gesamte Anlage:

Das ist die ehemalige Kommandantur des Munitionsdepots Breitengüßbach. Erbaut Mitte der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts im Rahmen der "Wiederbewaffnung" als Hauptdepot der in Bamberg stationierten Wehrmachtstruppen. Nach Kriegsende von den Amerikanern übernommen, war dort auch das Hauptquartier des Kampfmittelräumdienstes, bei dem mein Großonkel als ziviler Sprengmeister diente. (So kam meine Familie - ursprünglich aus Pommern - nach Breitengüßbach.)
Nach der Gründung der Bundeswehr kam das Depot wieder in deutsche Hand und diente während des kalten Krieges als Bereitschaftsdepot der 12. Panzerdivision und als Lager für die Sprengmittel der Wallmeistertrupps.
Vor etwa 10 Jahren schließlich endete die militärische Nutzung der Anlage. Die Kommandantur ist heute die Kreiskommandantur des THW.
Isch danke für heute für Ihre Aufmerksamkeit
lg und allzeit gutes Licht
Uwe
































