Steffen1207
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Moin Leute,
ja, mein Sigma 2,8/28-70 durfte sich ne neue Anstellung suchen und hat sie auch gefunden. Um es gleich klarzustellen: Das hatte rein gar nichts mit seinen optischen Qualitäten zu tun. Vielmehr einem Umdenken bzw. einem Aha-Erlebnis bei mir. Bisher habe ich immer darauf geachtet, möglichst schwere Linsen anzuschaffen, da ich glaubte, so ein Trumm würde besser in der Hand liegen. Im letzten Urlaub aber habe ich sehr viel mit meinem Pancolar 1,8/50 fotografiert. Meine Halswirbel klatschten lautstark Applaus ob der viel geringeren Belastung durch die Kamera.
Das Sigma wurde aufgrund seiner Masse von knapp 800 Gramm immer unbeliebter bei mir. Hinzu kommt seine schlechte Bedienbarkeit: Der schmale Zoomring liegt direkt vor dem Bajonett. Da ich meine 5D ausschließlich mit Batteriegriff nutze, war der Zoomring schlecht erreichbar. Noch dazu kommt die Schwerpunktlage, die bei dieser Linse sehr weit vorne ist. In Verbindung mit der Lage des Zoomrings kommt es zu einer schlechten Masseverteilung.
Jetzt mußte aber ein neues "Standardzoom" gefunden werden für all die Aufnahmesituationen, in denen die Verwendung einer Festbrennweite nicht möglich ist, sprich wenn man nicht "zu Fuß zoomen" kann, also das Gehen von einigen Schritten zur Wahl des Bildausschnittes ausgeschlossen ist.
Gefunden habe ich jetzt das Canon EF 3,5-4,5/24-85 USM. Es wurde von 1996-2007? produziert und ist relativ günstig zu haben. Für ein gut erhaltenes Exemplar werden knappe dreistellige Eurobeträge verlangt, die "häßliche Variante" des Objektives mit silbernem Gehäuse ist mit etwas Glück sogar schon für unter 100 Euro zu bekommen. Die Fertigungsqualität ist als sehr gut zu bezeichnen.
Ja, es hat keine durchgehende Offenblende von 2,8 wie das Sigma. Aber 3,5-4,5 sind auch schon eine anständige Hausnummer. Für ein Zoom. Erst recht am KB-Format. Dafür wiegt die Linse nur knapp 400 Gramm bei einer sehr handlichen Bauform und sie ist scharf wie Chili. Außerdem sind die 4mm mehr Spielraum bei der Brennweite am kurzen Ende ganz schön viel Holz. Das dieses Mehr an Weitwinkel sich so bemerkbar macht, hätte ich nicht gedacht.:daumen: Die 15mm mehr am langen Ende dagegen fallen nicht so sehr ins Gewicht. Der Zoomring ist vorn angeordnet und auch mit angesetztem Batteriegriff optimal zu erreichen. So ist auch für eine sehr gute Lastverteilung gesorgt. :daumen:
Das I-Tüpfelchen ist der USM-Antrieb: Fast unhörbar, schnell und sehr präzise (Gleiche Technologie und daher gleiche Liga wie Nikons SWM, Tamrons USD oder Sigmas HSM).
Testbilder habe ich heute nicht gemacht, die gibt es hier schon zur Genüge:
http://www.bilderforum.de/t23774-test-canon-24-85mm-usm-an-der-eos-5d-mk-ii.html
Ich zeige hier viel mehr ein paar Bilder, um die Qualitäten der Linse im "Alltagsgebrauch" zu demonstrieren. Jeder, der für seine Canon ein leichtes, hochwertiges und scharfes "Standardzoom" vom Weitwinkel bis zum Porträtbereich (an KB-Format), bzw. vom unteren Normalbereich bis zum kurzen Tele (an APS-C Format) sucht, ist mit dem 24-85er wirklich bestens bedient.
Im eben verlinkten Fred wurde Eckunschärfe erwähnt. Ich emfinde sie keinesfalls als grausam. Klar ist offen Eckunschärfe sichtbar, was für ein Zoom an KB-Format imo aber völlig normal ist. Aber: Das fokussierte Hauptmotiv ist ja in 99% aller Fälle irgendwo rund um das Bildzentrum angeordnet. Wird jetzt offenblendig fotografiert, sinkt dabei logischerweise die Schärfentiefe und die Bildecken gehören damit sowieso mehr oder weniger zum unscharfen Bereich des Bildes. Damit ist eine Diskussion über Eckunschärfe imo überflüssig. Bei Motiven wie Landschaft oder Architektur hingegen wird meist mit Öffnungen zwischen 6,3 und 11 aufgenommen. Bei solchen Blendenwerten ist keine Eckunschärfe mehr sichtbar. Diskussion erledigt.
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ja, mein Sigma 2,8/28-70 durfte sich ne neue Anstellung suchen und hat sie auch gefunden. Um es gleich klarzustellen: Das hatte rein gar nichts mit seinen optischen Qualitäten zu tun. Vielmehr einem Umdenken bzw. einem Aha-Erlebnis bei mir. Bisher habe ich immer darauf geachtet, möglichst schwere Linsen anzuschaffen, da ich glaubte, so ein Trumm würde besser in der Hand liegen. Im letzten Urlaub aber habe ich sehr viel mit meinem Pancolar 1,8/50 fotografiert. Meine Halswirbel klatschten lautstark Applaus ob der viel geringeren Belastung durch die Kamera.
Jetzt mußte aber ein neues "Standardzoom" gefunden werden für all die Aufnahmesituationen, in denen die Verwendung einer Festbrennweite nicht möglich ist, sprich wenn man nicht "zu Fuß zoomen" kann, also das Gehen von einigen Schritten zur Wahl des Bildausschnittes ausgeschlossen ist.
Gefunden habe ich jetzt das Canon EF 3,5-4,5/24-85 USM. Es wurde von 1996-2007? produziert und ist relativ günstig zu haben. Für ein gut erhaltenes Exemplar werden knappe dreistellige Eurobeträge verlangt, die "häßliche Variante" des Objektives mit silbernem Gehäuse ist mit etwas Glück sogar schon für unter 100 Euro zu bekommen. Die Fertigungsqualität ist als sehr gut zu bezeichnen.
Ja, es hat keine durchgehende Offenblende von 2,8 wie das Sigma. Aber 3,5-4,5 sind auch schon eine anständige Hausnummer. Für ein Zoom. Erst recht am KB-Format. Dafür wiegt die Linse nur knapp 400 Gramm bei einer sehr handlichen Bauform und sie ist scharf wie Chili. Außerdem sind die 4mm mehr Spielraum bei der Brennweite am kurzen Ende ganz schön viel Holz. Das dieses Mehr an Weitwinkel sich so bemerkbar macht, hätte ich nicht gedacht.:daumen: Die 15mm mehr am langen Ende dagegen fallen nicht so sehr ins Gewicht. Der Zoomring ist vorn angeordnet und auch mit angesetztem Batteriegriff optimal zu erreichen. So ist auch für eine sehr gute Lastverteilung gesorgt. :daumen:
Das I-Tüpfelchen ist der USM-Antrieb: Fast unhörbar, schnell und sehr präzise (Gleiche Technologie und daher gleiche Liga wie Nikons SWM, Tamrons USD oder Sigmas HSM).
Testbilder habe ich heute nicht gemacht, die gibt es hier schon zur Genüge:
http://www.bilderforum.de/t23774-test-canon-24-85mm-usm-an-der-eos-5d-mk-ii.html
Ich zeige hier viel mehr ein paar Bilder, um die Qualitäten der Linse im "Alltagsgebrauch" zu demonstrieren. Jeder, der für seine Canon ein leichtes, hochwertiges und scharfes "Standardzoom" vom Weitwinkel bis zum Porträtbereich (an KB-Format), bzw. vom unteren Normalbereich bis zum kurzen Tele (an APS-C Format) sucht, ist mit dem 24-85er wirklich bestens bedient.
Im eben verlinkten Fred wurde Eckunschärfe erwähnt. Ich emfinde sie keinesfalls als grausam. Klar ist offen Eckunschärfe sichtbar, was für ein Zoom an KB-Format imo aber völlig normal ist. Aber: Das fokussierte Hauptmotiv ist ja in 99% aller Fälle irgendwo rund um das Bildzentrum angeordnet. Wird jetzt offenblendig fotografiert, sinkt dabei logischerweise die Schärfentiefe und die Bildecken gehören damit sowieso mehr oder weniger zum unscharfen Bereich des Bildes. Damit ist eine Diskussion über Eckunschärfe imo überflüssig. Bei Motiven wie Landschaft oder Architektur hingegen wird meist mit Öffnungen zwischen 6,3 und 11 aufgenommen. Bei solchen Blendenwerten ist keine Eckunschärfe mehr sichtbar. Diskussion erledigt.
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