Darktable - Erkenntnis-Quasselthread zur Lernbegleitung

Diskutiere Darktable - Erkenntnis-Quasselthread zur Lernbegleitung im Bildbearbeitung unter Linux Forum im Bereich Bildbearbeitung; Hallo zusammen, ich arbeite ja schon länger fast ausschließlich mit Darktable, und trotzdem gibt es immer wieder neue Dinge zu entdecken oder...
  • Darktable - Erkenntnis-Quasselthread zur Lernbegleitung Beitrag #1
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Hallo zusammen,

ich arbeite ja schon länger fast ausschließlich mit Darktable, und trotzdem gibt es immer wieder neue Dinge zu entdecken oder ich habe kleine Erkenntnisse, die ich gerne teilen würde.
Sehr oft sind sie nicht so weltbewegend, dass sich dafür ein eigener neuer Thread lohnen würde, aber mich ein bisschen darüber unterhalten würde ich dennoch oft gerne.

Hier kann also alles rein, was wir gerade neu entdeckt haben oder womit wir uns gerade beschäftigen.
Falls wir wirklich wichtige Erkenntnisse haben, die für weitere Leser festgehalten werden sollten, weil sie nicht trivial sind, können wir sie ja in den posten.
Denn hier können wir auch frei sein, Dinge hineinzuschreiben, die vielleicht schon selbstverständlich für jemanden sind, der schon länger damit arbeitet.

Ich freue mich auf rege Beteiligung. :daumen:


Und jetzt freue ich mich erst einmal darüber, dass ich den Schritt gewagt habe, mir doch einmal das offizielle PPA zu installieren und jetzt neu mit Darktable 1.6.7 arbeite, vorher hatte ich Version 1.4.
Das hatte ich mich lange nicht getraut, weil das letzte Mal, als ich in den PPA-Quellen herumgepfuscht habe, ging danach nichts mehr auf meinem System zu installieren und ich hatte nur noch Fehlermeldungen. Muss ich irgendetwas falsch gemacht haben, ist auch schon einige Jahre her.
Jetzt hat es jedenfalls geklappt und der merklichste Unterschied scheint mir die Geschwindigkeit zu sein, wie ich Bilder exportieren kann.
Macht Spaß, die neue Version. :D
Aber irgendwie sind beim Equalizer nun weniger Presets drin? Warum wurden die rausgenommen?
 
  • Darktable - Erkenntnis-Quasselthread zur Lernbegleitung Beitrag #2
Hallo Helena,

gute Idee mit diesem Thema - und ein netter Titel, der hat mir spontan gefallen!

Wobei ich hier auch auf Erkenntnisgewinne für mich hoffe, weil ich doch einen erstens eher standartisierten Arbeitsablauf in darktable habe und zweitens dieses geniale Programm zwischenzeitlich etwas vernachlässigt hatte.

Seit ich vorwiegend mit den Samsung-Kameras arbeite, habe ich nach relativ kurzer Zeit festgestellt, daß mir RAW i.d.R. kaum noch einen Mehrwert bietet - die JPG-Engine der Samsungkisten ist für mich so gut abgestimmt, daß ich in vielen Fällen auf RAW komplett verzichten kann...aber immerhin hat mich das in der Folge zur Erkenntnis gebracht, das darktable auch prima für die JPG-Bearbeitung genutzt werden kann.

Sind tatsächlich Presets beim Equalizerwerkzeug verschwunden? Ich nutz' irgendwie meistens nur das Preset "Schärfen" und flach die Kurve dann i.d.R. beim Grobkontrast (also "links") deutlich wieder ab - sonst ist mir das Ergebnis fast immer zu knallig und überzogen.

Viele Grüße
Karsten
 
  • Darktable - Erkenntnis-Quasselthread zur Lernbegleitung Beitrag #3
Hallo Karsten,

freut mich, dass du dabei bist.

Ich speichere mittlerweile eigentlich alle Bilder in Raw+Jpg ab, ziehe mir aber oft nur das Raw auf den PC und das Jpg verschwindet dann irgendwann, wenn ich meine Speicherkarten formatiere. Wenn ich auf Raw verzichte, ärgere ich mich doch zu sehr, weil ich manchmal alte Bilder wiederfinde und es sehr schade finde, dass ich da nicht den Bearbeitungsspielraum habe.
Das schöne an den Raw-Dateien ist ja eben doch, dass da viel mehr Platz zum Spielen ist und ich mir ziemlich extreme Bearbeitungen leisten kann, ohne Bildfehler zu fabrizieren.
Die Bilder aus der Kamera sehe ich eher als Maßstab, wie gut ich schon bin im Bearbeiten. Manchmal sind sie besser als das, was ich so fabriziere, und dann ärgere ich mich und denke, wozu den Aufwand, wenn ich es nur schlechter mache.
Das kommt aber auf die Lichtverhältnisse an, manchmal geht es manuell doch auf Anhieb besser. Gut, dass ich die Bilder nur für mich mache und nicht darauf angewiesen bin, auf Anhieb abliefern zu müssen. :D

Verschwunden sind von denen, an die ich mich erinnern kann, "Klarheit (schwach)", das mir meist gefälliger vorkam als die doch recht brutale "Klarheit", und selbst da habe ich oft noch abgeschwächt. Und "Schärfen und Entrauschen (stark)", das ich aber nur selten benutzt habe, weil es für die meisten Bilder viel zu drastisch war.

Momentan benutze ich im Equalizer meist ein eigenes Preset, das eine Kombi aus "Klarheit" und "Schärfen und Entrauschen" ist. Bei Bildern, wo ich Vorder- und Hintergrund habe, wende ich das mit gemalter Maske nur auf den Vordergrund an.

Equalizer.jpg

Bei dem Preset habe ich mir auch schon eingestellt, dass das standardmäßig auf alle Bilder angewendet wird.

Bei High-Iso-Bildern nehme ich ganz gerne "Schärfen und Entrauschen", und wenn ich mal etwas stärker schärfen will, manchmal auch mal "Schärfen".


________________________________________


Wie funktioniert denn dein standardisierter Ablauf?
Meinen wechsele ich ja ständig, wenn ich wieder denke, ich habe eine neue Erkenntnis. :ups:
Deshalb bin ich schon neugierig, wie das bei anderen so abläuft.

Mein aktueller Ablauf ist:

Automatisch drüberlaufen lassen:
Basiskurve, Equalizer mit oben gezeigtem Preset, Farbkurve mit ganz schwacher S-Kurve (selber gemalt, das Preset ist mir zu stark) und im a-Kanal leichte Rot-Abschwächung, und Schärfen (wobei ich den Darktable-Standard modifiziert habe mit sehr wenig Stärke und hohem Schwellwert).

Dann den Equalizer mit Pinsel modifizieren, dass der nur auf Teilbereiche wirkt, Bild zuschneiden, Weißabgleich überprüfen, Belichtung schauen (und je nachdem mit "Belichtung", "Werte" oder manchmal auch "Schatten und Spitzlichter" nach meinem Geschmack anpassen), falls nötig Entrauschen (Profil Wavelet mit Überblendung Farbe, manchmal mit Maske nur auf notwendige Bereiche; wenn es stark rauscht, dann auch noch Profil nicht-lokales Mittel mit Überblendung Helligkeit, das aber definitiv nur mit Maske auf Bereiche beschränkt).
Anschließend oft schon fertig, jetzt nur noch optionale Spielereien. Hochpass-Schärfen, im Modul "Farbbereiche" herumspielen, in die Farkkorrektur-Matrix gehen, Lokaler Kontrast mit verschiedenen Überblendmodi, oder an allem drehen, was mir sonst noch so unterkommt. :psst:

Zum Abschluss den Demosaizing-Modus von "PPG (schnell)" auf "Amaze (langsam)" umstellen, zumindest, wenn ich in groß exportiere, in der Hoffnung, damit eine bessere Qualität zu erhalten.

Wenn jemand Fehler in dem Ablauf findet, gerne melden.
 
  • Darktable - Erkenntnis-Quasselthread zur Lernbegleitung Beitrag #4
CA-Korrektur erzeugt globale Farbverschiebung bei Nachtaufnahmen

Das Aktivieren der automatischen CA-Korrektur verschiebt bei
Nachtaufnahmen den Himmelsfarbton Richtung Lila.
Warum das passiert, ist mir theoretisch noch nicht ganz klar.
Vielleicht werden blaue Rausch-Anteile des Himmels als CA interpretiert
und abgemildert? Aber mit der selben Überlegung könnte man annehmen,
dass die lila Farbbröckchen des Rauschens genauso abgeschwächt würden. :confused:


ohne CA-Korrektur, 100%-crop, also Pixel 1:1 wie aus der EOS-M
IMG_0036_crop_ohne_DT_CA_Korrektur.jpg



mit CA-Korrektur, 100%-crop, also Pixel 1:1 wie aus der EOS-M
IMG_0036_crop_mit_DT_CA_Korrektur.jpg





Wie zu sehen ist, ist der Effekt nicht groß, aber m.E. doch bemerkenswert. ;)
So rein für's Auge sind mit falsch-lilane Sterne erstmal lieber als ein leicht
linaner Himmel.



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Zuletzt bearbeitet:
  • Darktable - Erkenntnis-Quasselthread zur Lernbegleitung Beitrag #5
Interessant.
Immer wieder für Überraschungen gut. :D

Nachvollziehen konnte ich das jetzt nicht bei irgendeinem meiner Bilder. Müssen wohl sehr spezielle Voraussetzungen sein, damit das Programm fehlinterpretiert.

Aber ein Versuch einer Erklärung:
Die Korrektur sucht vielleicht Bereiche, wo auf einer Seite ein roter Streifen ist, und auf der anderen Seite ein blauer Streifen, und schiebt dann beide näher zusammen.
Und rot und blau ergibt dann lila.
Und in diesem Fall hat die Korrektur wohl einen Reststreifen Dämmerung als CA in Richtung rot interpretiert, und den dunkelblauen Nachthimmel als Verschiebung Richtung blau.
Kann das sein, war das so ein entsprechend gestaltetes Bild?
 
  • Darktable - Erkenntnis-Quasselthread zur Lernbegleitung Beitrag #6
Hallo Helena! Interessante Deutung! :daumen:


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  • Darktable - Erkenntnis-Quasselthread zur Lernbegleitung Beitrag #7
Hotpixel finden und eliminieren?

Kann DT eigentlich auch Hotpixel finden und "killen"?
Die EOS-M wirft unzählige heiße Pixel aus.
Warum werden die eigentlich nicht von der Kamera selbst herausgerechnet? :confused:
Die Frage stelle ich wohl am Besten mal im Canon-Bereich des Forums! :idee:




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  • Darktable - Erkenntnis-Quasselthread zur Lernbegleitung Beitrag #8
Darktable hat ein Modul "Tote Pixel", das arbeitet eigentlich recht gut auch mit Hotpixeln, obwohl da ja technisch noch ein Unterschied ist.
Wie die beiden Regler spezifisch arbeiten, weiß ich nicht, aber je weiter nach rechts man die schiebt, umso mehr Pixel werden herausgerechnet.
Und das Häkchen bei "durch drei Nachbarpixel erkennen" findet noch mehr.

Zum Herausrechnen durch die Kamera antworte ich auch mal flott hier:
Im Menü sollte es irgendwo versteckt einen Punkt "Rauschreduzierung bei Langzeitbelichtung" geben, damit kannst du nach jedem Bild nochmal so lange mit geschlossenem Verschluss belichten und einen Dunkelbildabzug machen.
Geht eigentlich recht gut, ich weiß nicht, ob du die Funktion schon kennst?
 
  • Darktable - Erkenntnis-Quasselthread zur Lernbegleitung Beitrag #9
Wenn ich auf Raw verzichte, ärgere ich mich doch zu sehr, weil ich manchmal alte Bilder wiederfinde und es sehr schade finde, dass ich da nicht den Bearbeitungsspielraum habe.

Da sagst du was! Das ist für mich DAS Argument für RAW. Ich habe RAW Dateien die sind 10 und mehr Jahre alt. In der Zwischenzeit hat sich in der Bildverarbeitung extrem viel getan. Die Algorithmen sind stark verbessert und es sind auch neue hinzugekommen. Bsp. profil-entrauschen, equalizer, etc.

Ich kann heute mit Darktable (oder auch Lightroom oder rawtherapee) aus dem alten RAW ein JPG zaubern, das keine Kamera im Jahr 2005 so hingekommen hätte.

Matthias
 
  • Darktable - Erkenntnis-Quasselthread zur Lernbegleitung Beitrag #10
CA-Korrektur

Weil der Waldschrat hier etwas über CA-Korrektur gepostet hat. Sollte man folgendes Wissen was im Handbuch steht:

The module has no parameters. On activation it will automatically try to optimize away
visible CA's.

The underlying model assumes as input an uncropped photographic image. The module is
likely to fail when you zoom into the image, as in that case it will only receive parts of your
photograph as input in darktable's pixelpipe. As a consequence, chromatic aberrations do
not get corrected properly in the center view. This limitation only applies to interactive
work, not to file export.

This module currently only works for images recorded with a Bayer sensor (which is the
sensor used in the majority of cameras).
Soll heissen:

Das Bild muss im Ganzen dargestellt werden. Ein Zoom kann die korrekte Funktion verhindern.

Und es funktioneirt nur für Bayer Sensoren.

Gruß
Matthias
 
  • Darktable - Erkenntnis-Quasselthread zur Lernbegleitung Beitrag #11
Bezug:RAW
Bei mir ist es als immernoch relativer Anfänger so, dass ich selbst ein Jahr
später so viel fitter bin im genauen Treffen von EBV-Einstellungen, dass
warum-auch-immer wieder hervorgekramte Bilder aus früheren Jahren
*immer* eine frische RAW-Entwicklung kriegen, weil das damalige Ergebnis
aus 2014, 2013, 2012 mir jetzt einfach undiskutabel erscheint... :ups: :D



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  • Darktable - Erkenntnis-Quasselthread zur Lernbegleitung Beitrag #12

Das Bild muss im Ganzen dargestellt werden. Ein Zoom kann die korrekte Funktion verhindern.

Und es funktioneirt nur für Bayer Sensoren.

...


Danke, sehr interessant! :daumen:



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  • Darktable - Erkenntnis-Quasselthread zur Lernbegleitung Beitrag #13
Bezug:RAW
Bei mir ist es als immernoch relativer Anfänger so, dass ich selbst ein Jahr
später so viel fitter bin im genauen Treffen von EBV-Einstellungen, dass
warum-auch-immer wieder hervorgekramte Bilder aus früheren Jahren
*immer* eine frische RAW-Entwicklung kriegen, weil das damalige Ergebnis
aus 2014, 2013, 2012 mir jetzt einfach undiskutabel erscheint... :ups: :D



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Geht mir genauso. :D

Und dann denke ich auch für die Zukunft: Selbst wenn meine Ergebnisse zum derzeitigen Zeitpunkt noch verbesserungswürdig sind, nur wenn ich alles aus Prinzip selber entwickle, auch da, wo es nicht notwendig ist, kann ich dazulernen für Fälle, wo es einmal unabdinglich ist.
Und meine aktuell als Raw aufgenommenen Fotos kann ich vielleicht in 5 Jahren zu neuen Kunstwerken verbasteln.
 
  • Darktable - Erkenntnis-Quasselthread zur Lernbegleitung Beitrag #14
So, und wieder neue Schritte in der Erkenntnis, Thema Basiskurven und Farbprofile.

Bei Farbprofilen bin ich bisher eher spartanisch vorgegangen.
Ich war der Ansicht, für mich spielt das keine Rolle, da kann man sicher ohne höhere Ansprüche keinen Unterschied sehen und das ist nur für Enthusiasten, die sowieso alles kalibrieren und perfekte Drucke vorbereiten wollen. :ups: (Ich lag falsch damit.)
Was ich einmal eingestellt hatte, war nur Ausgabe und Anzeige auf sRGB, weil ich vorher das Problem hatte, dass mir die Bilder nach Exportieren völlig anders angezeigt wurden als im Darkroom und nach hochladen im Internet wieder anders.

Das Spielzeug meines Interesses waren dann zunächst einmal die Basiskurven.
Je nachdem, welche ich eingestellt hatte, sah das Bild völlig unterschiedlich aus.
Genutzt hatte ich von den voreingestellten:
EOS-artig als Standardeinstellung (war auch von DT so vordefiniert für meine Kamera).
EOS-artig Alternative schien die Rohdaten rauschärmer zu interpretieren, also hatte ich die bald für High-Iso Bilder verwendet.
Leica-artig fand ich spannend und habe festgestellt, dass ich mit sehr sauberen Ausgangsdaten (gut belichtet, nicht zu harte Kontraste) recht "edle" Ergebnisse erreichen konnte, dafür sahen viele Bilder damit übertrieben aus.

Naja, und dann habe ich mal wieder festgestellt, dass die Basiskurven ja auch sehr in die Farben und Kontraste eingreifen, und habe versucht, mir eine idealere Basiskurve zu erstellen, die mir noch besser die Wunschergebnisse bringt, die ich haben wollte.
Und bin dabei auch darauf gestoßen, dass man die eigene Kamera (und deren Jpegs) analysieren könnte, um die spezifische Basiskurve zu erstellen.
Im Zuge dieser Anleitungen bin ich dann auch wieder auf Farbprofile gestoßen, die man ebenfalls spezifisch machen kann.

Und plötzlich habe ich gemerkt, dass es sehr wohl einen sichtbaren Unterschied macht, welches Eingabeprofil ich wähle. :idee:
Mit der Einstellung "Erweiterte Farbmatrix" hatte ich sehr bunte Bilder, bei denen die Farben hart an der Grenze zum Überschnappen waren. Und war eigentlich ständig am Korrigieren und die Sättigung einzelner Bereiche zurückzunehmen, damit die Bilder nicht matschig wurden.
Jetzt habe ich das Ganze versuchsweise auf lineares Rec709-RGB umgestellt.
Ergebnis: Sehr klare, eher blasse Bilder, die sich mit ein bisschen Velvia und Farbkurven-Anwendung prima auf ein akzeptables Niveau hochziehen lassen und nicht so kaputtbearbeitet aussehen.
Scheint mir ein besserer Ausgangspunkt für die praktische Bearbeitung, weil mir dann nicht mehr alles entgegenknallt und ich bei den ganzen Gegenkorrekturen völlig das Gefühl für Farbe verliere und mich ständig frage, ob das jetzt noch ok ist.

Damit ist mein ganzes Basiskurven-Rumgebastle vorerst ad acta gelegt, denn die Grundeinstellung reicht mir nun.

Mal sehen, wie lange ich zufrieden bin. :psst:
Mein Workflow ist jetzt also umgestellt auf standardmäßig Basiskurve und Eingabeprofil laden lassen, und dann manuell zwischen verschiedenen Farbkurven wählen (habe mir zusätzlich zu den vorgegebenen noch "schwache Kontrasterhöhung/-absenkung" definiert), Velvia einstellen, Schärfe und Equalizer mit etwaigen Masken anpassen, und dann nach Bedarf noch an lokalem Kontrast und Farben basteln.
Wie schon erwähnt, ich stelle ständig alles um. :eek:

Und mal sehen, wie lange ich noch mit der sRGB-Ausgabe zufrieden bin, bevor ich auch da mehr will und mich mit größeren Farbräumen befasse. :D

Im Zuge meiner Recherchen bin ich dann auch noch gestoßen. Also gibts hier noch jemanden, der sich noch viel intensiver damit befasst hat und tatsächlich diese ganze Profilierungssache durchgezogen. :daumen:
Falls ich das doch mal machen möchte, weiß ich also, an wen ich mich wenden kann. :)
 
  • Darktable - Erkenntnis-Quasselthread zur Lernbegleitung Beitrag #15
Und noch ein bisschen weiter in der Erkenntnissammlung.

Durch den Hinweis von Waldschrat, dass das Modul Velvia nur auf die Mittentöne wirkt, habe ich es endlich mal verstanden, wofür das gut ist, und mittlerweile nutze ich Velvia sehr gern und häufig.

Außerdem habe ich mich generell mal mit der Wirkung auf Mitteltöne beschäftigt. Das kann man nämlich sehr gut mit einer parametrischen Maske nachahmen, siehe auch unten im Screenshot, indem man die Regler Richtung Mitte schiebt, aber die Maske weich zum Rand auslaufen lässt.
Das nutze ich nun mit Erfolg auch beim Equalizer oder Lokalem Kontrast.
Zudem nehme ich da meist die Überblendung "Lab Helligkeit", um das Farbrauschen nicht zu verstärken.

In der letzten Zeit habe ich mich ein bisschen mit Beauty-Retusche befasst.
Dabei haben sich für mich zwei Anwendungen herauskristallisiert, die ganz interessante Ergebnisse liefern.
Ob das nun immer sein muss, bleibt natürlich dahingestellt, weil so eine "Weichspülung" oft den Charakter eines Fotos zerstört.
Es prinzipiell zu können, kann aber nicht schaden.

Als Versuchsobjekt habe ich mal mich selber genommen.

Um die Haut glatter zu bekommen und einen weichen natürlichen Farbton zu erzielen, habe ich einmal Weichzeichnen mit Überblendmodus "HSV-Helligkeit" gewählt. Um hier gezielt arbeiten zu können, habe ich Pinsel mit unterschiedlicher Deckkraft genommen und dann auf der Haut herumgemalt und natürlich Augen etc ausgelassen.
Der Screenshot zeigt links von der dünnen Linie das Bild ohne diesen Effekt, rechts mit. Die genauen Einstellungen stehen rechts in der Leiste.

Weichzeichnen.jpg

Dann habe ich noch den Tiefpassfilter für mich entdeckt.
Er macht die Farben etwas satter und klarer, hebt gröbere Strukturen hervor und bügelt feinere Strukturen glatt. Dadurch werden auch die Kontraste etwas erhöht.
Den Tiefpass habe ich mit Überblendmodus "Lineares Licht" genommen und mir zwar vorbehalten, herumzumalen (Bildteile von diesem Effekt auszunehmen), es aber in diesem Beispiel doch gelassen. Dafür habe ich die oben genannte paramterische Maske für Mitteltöne genutzt, weil sonst die dunklen Teile zu schwarz und strukturarm geworden wären, bzw die hellen Teile überstrahlt und ohne Zeichnung.
Wie oben: Der Screenshot zeigt links von der dünnen Linie das Bild ohne diesen Effekt, rechts mit. Die genauen Einstellungen stehen rechts in der Leiste.

Tiefpass.jpg
 
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