Also ich hab jetzt hier mal nur mitgelesen und ein ganz klein wenig stehen mir - bezüglich der Arbeitsmethoden - doch die Haare zu Berge, ist jetzt nicht böse oder arrogant gemeint. Aber einige hier arbeiten auch mit PS - sogar CS5 - und Gimp kann das eigentlich auch (?).
Also Freistellen mit dem Radiergummi ist schon eine ziemlich derbe Methode und mag bei Duplikaten von Bildbenen funktionieren, elegant ist was anderes. Vor allem was macht Ihr bei Einstellungsebenen (Gradiationskurve, Farbton/Sättigung, Farbbalance,....) oder wendet Ihr diese direkt auf eine Bildebene an?
Wenn es jemanden interessiert, ein paar Tips, es steht jedem frei nachzufragen. Schwerpunkt natürlich CS3-5, andere Programme können ähnliches aber auch,heißt nur anders.
Tip 1 - Verwendung von SmartObjects
Aus dem ACR RAW Konverter wird ein Bild immer mit gedrückter ShiftTaste geöffnet, in der PS Datei habe ich dann anstelle einer einfachen Bildebene ein SmartObject. Der Vorteil, wenn ich im Laufe der Bearbeitung merke das die RAW Konvertierung anders sein müßte kann ich jederzeit durch Doppelklick aufs Ebenenbildchen zum RAW Konverter zurückkehren. Wenn ich eine derartige Ebene nicht einfach dupliziere, sondern als "Kopie als SmartObject oder so ähnlich" dupliziere kann ich beide Ebenen in ACR unterschiedlich einstellen.
Auch wenn ich ein NichtRAW Bild bearbeite wandele ich die Bildebene in einSmartObject um, Vorteil - alle auf diese Bildebene angewendeten Filter werden unterhalb der Bildebene im Ebenenmenü angezeigt. Jeder dieser Filter kann jederzeit wieder aufgerufen werden und neu eingestellt werden - dazu kommt pro Filter ein eigener Stärkeregler. Sehr praktisch bei USM, Hochpass, Tiefen/Lichter und diversen Effekt- und Rauschfiltern.
Die beiden Befehle für SmartObjects befinden sich in der Ebenenpalette,das kleine Kästchen rechts oben anklickken.
Tip 2 - Einstellungsebenen
Natürlich kann man Dinge wir Gradiationskurven, Farbton/Sättigung, Farbbalance, Tonwerte, Helligkeit/Kontrast, Schwarzweiß, Fotofilter, ..... direkt auf die Kopie einer Bildebene anwenden. Allerdings kann man Einstellungen nicht mehr ändern. Im Ebenenmenü befinden sich unten einige Symbole, klickt man den Kreis an öffnet sich ein Pulldown Menü mit obigen Befehlen. Wählt man jetzt zB Gradiationskurve aus, wird über der Bildebene eine Einstellungsebene Gradiationskurve angelegt. Auf diese Ebene kann ich jetzt jederzeit wieder zugreifen und die Einstellungen ändern. Einstellungsebenen werden direkt mit einer Maske (Weiss, alles eingeblendet) angelegt. Ebenso kann angegeben werden das diese Ebene nur auf die darunter befindliche Ebene wirkt und nicht aufs ganze Bild (Schnittebene, das Pulldownmenü wo sich auch die SmartObjects befinden)
Tip3 - Maskieren
Einstellungsebenen werden direkt mit Maske angelegt, für Bildebenen geht das genauso - nur muß ich es selbst machen (Pulldown Ebenen, oder Symbol im Ebenenmenü - bei mir ist das ein Tastatur Shortcut). Weisse Teile einer Maske lassen alles durch, Schwarze Teile einer Maske blenden aus - je nach Abstufung mehr oder weniger. Die einfachste Methode ist jetzt mit dem Pinsel in der Maske zu malen (Maske anklicken, erhält jetzt Doppelrahmen) und im Bild malen, der Effekt ist sofort sichtbar (darauf achten das die Maske aktiv ist, sonst malt man im Bild). Um jetzt nicht auf reines Weiss oder Schwarz beschränkt zu sein einfach die Deckkraft des Pinselwerkzeuges ändern.
Tip4 - Maskieren und Bildberechnung
Das war die einfachste Methode um Bildteile frei zu stellen, es geht aber auch - gerade bei komplexen Masken - noch einfacher. Da ich bisher noch jede Maske manuell nacharbeiten mußte (wegen der Details) spar ich mir die ganzen hochgelobten Freistellungstools (meistens) und verwende den Befehl Bildberechnung. Hierzu zunächst die Maske anklickenund dabei die ALT Taste drücken, ich bekomme jetzt nicht mehr das Bild sondern die Maske angezeigt (das Bild ist jetzt Weiss oder Schwarz). Nun den Befehl Bildberechnung aufrufen, der Dateiname der Quelldatei ist auf die aktuelle Datei vorgestellt (es geht aber auch jede andere, gleich große Datei), nun den gewünschten Kanal wählen (RGB ist voreingestellt bei RGB Dateien, - bei entsprechend konvertierten Quellen geht aber auch L, a, b, C, M, Y,K) und den Verrechnunsmodi wählen (Voreingestellt Normal, alle anderen Modi sind erst interessant wenn ich mehrere Durchläufe mit Bildberechnung machen will) und Return drücken. Bei RGB Normal hab ich jetzt als Maske das Bild als SW Bild. Als nächstes den Befehl Tonwertkorrektur aufrufen und mit den Schiebern unter dem angezeigten Histogramm die Tonwerte wie gewünscht einstellen (Schwarz blendet aus, Weiss bleibt sichtbar). Jetzt wieder mit ALT und Klick auf Maske auf den Bildmodus umschalten und ggf mit demPinsel inder Maske nacharbeiten. Vermutlich wird auf die Maske noch der gute alte Gauss angewendet werden müssen (weiche Übergänge), bei CS5 hat das Maskenmenü hier einen Regler für die Weichheit der Kante und (!) die Deckkraft der Maske kann eingestellt werden.
Das waren jetzt mal 4 (einfache) Tips für einfacheres, schnelleres und nondestruktives Arbeiten in CS3-5, inwieweit andere Programme ähnliche Werkzeuge und Wege bieten - keine Ahnung - aber oft wird das ganze nur anders benamst und bestimmte Vorgehensweisen gehen auch mit anderen Programmen (zB Gimp). Bevor ich jetzt allzuviel Verwirrung stifte hör ich jetzt auf, es gibt noch unendlich viele Wege und Methoden. Ansonsten hoffe ich das der eine oder andere etwas neugieriger geworden ist und sich vielleicht intensiver mit seiner EBV beschäftigt.