Mit der Russentonne

Diskutiere Mit der Russentonne im Tiere Forum im Bereich Bildbesprechungen; Ich war diese Woche noch ein mal unterwegs mit der Russentonne. Eine Ausschnittvergrößerung Das Original Sichtfeld wird ca. 150 -200Meter...
  • Mit der Russentonne Beitrag #1
wappenstecher
Guest
Ich war diese Woche noch ein mal unterwegs mit der Russentonne.

kormoran1.jpg
Eine Ausschnittvergrößerung

kormoran2.jpg
Das Original Sichtfeld
wird ca. 150 -200Meter entfernt gewesen sein.
Der Kormoran war auf der gegenüberliegenden Seite vom Wasser
schwan.jpg

Gänse1.JPG

russentonne 3.JPG
Auf der anderen Seite in den Bäumen war der Kormoran

russentonne 1.JPG

Ich würde mich freuen wenn noch andere Forenmitglieder Bilder mit der Russentonne zeigen würden. Es gibt bestimmt noch einige!!:daumen:
Damit man mal einen Anhaltspunkt hat was aus ihr rauszuholen ist.
Mich würden auch Eure Erfahrungen mit der Scheinblende Interessieren.
 
  • Mit der Russentonne Beitrag #2
Moin Günter,

deine Bilder mit der Russentonne wirken allesamt ein wenig dunkel.

Im Gegensatz zu den Bildern von der Russentonne.:D
 
  • Mit der Russentonne Beitrag #3
  • Mit der Russentonne Beitrag #4
Moin Günter,

deine Bilder mit der Russentonne wirken allesamt ein wenig dunkel.

...

Sehe ich auch so. Du deckst offensichtlich den Sucher der Kamera nicht ab. Vielleicht führt Licht von hinten die Belichtungsmessung in die Irre? Oder bist Du im Moment des Fotografierens ganz dicht am Sucherokular?

Ansonsten interessante Schnappschüsse. Scheint Potenzial in dem Objektiv zu liegen ;)

Grüße vom Waldschrat!
 
  • Mit der Russentonne Beitrag #5
Hallo Oz,

Deine Amsel habe ich ja an anderer Stelle schon bewundert und bestaunt.
Das Bild ist so ziemlich das Beste, was ich je an Bildergebnissen von einem
Spiegeltele gesehen habe.

Es ist mir mit meinen Spiegel-Teleobjektiven nie gelungen, derart Brillantes zu zaubern.

Ich habe es dann irgendwann aufgegeben und bin im Langtelebereich nur noch mit den baulangen Linsentele unterwegs.

Meine Erfahrungen mit meinen Spiegeln waren ....

- oft wirklich unscharf (ich habe noch ein 300mm/6,3 Hanimex und ein SOLIGOR 500mm/8,0, die ich als bedingt scharf bezeichnen kann)

- sobald Spitzenlichtter auftreten ein eher unangenehmes Kringelbokeh "Donuts-Bokeh"

- Gar Keine Tiefenschärfe (zumal nicht durch Abblenden zu gestalten)

- schlechtes Kontrastverhalten (flaue Bildergebnisse)

Mein FAZIT:

Lass ein Linsentele schwerer und länger sein .... es lohnt sich doch!

Ich bin halt Wundertütenfan ...:D

-kostet einen Lachpreis

-knackscharf

-wirklich schönes und weiches Bokeh

-superleicht (650g die 67er 500er und 850g die 72er)

-fast gar keine Streulichtempfindlichkeit

-ein schon fast unglaublich gutes Kontrastverhalten

Naja ... üblicherweise kommt bei meinen Tütenschwärmereien ja immer der
Einwand "kein AF!" ... naja ... die Spiegel haben den zumindest aber auch nicht.;)

Grüße und schöne Photos

Klaus
 
  • Mit der Russentonne Beitrag #6
Erst einmal Danke !
Die Scheinblende heißt eigentlich Scheinerblende ( hatte mich verschrieben)
Mit der Scheinerblende wird die Frontlinse zum Scharfstellen abgedeckt
Die Scheinerblende hat 2 oder mehreren Löcher.
Die Löcher sollten symmetrisch angeordnet sein - gleicher Abstand vom Mittelpunkt.
Bei der Russentonne sollten 2cm große Löcher gut sein. Zwei Löcher reichen eigentlich,
bei drei Löchern (Hartmann-Blende) muss der Winkel zwischen ihnen 120° betragen.
Beim durchsehen entstehen Doppelbilder . Es wird solange scharfgestellt bis ein einzelnes Bild entsteht. ( Mal Googeln)
Nach dem scharfstellen wird sie wieder entfernt.

Das die Bilder so Dunkel sind ist meine Schuld . Ich hatte die Mehrfeldmessung eingestellt.

Deine Fotos OZ 75 sind super.
 
  • Mit der Russentonne Beitrag #7
Das sieht gar nicht mal schlecht aus. Nur das Bokeh finde ich suspekt. Sieht so aus als würde der Hintergrund zittern. Ich kann es nicht beschreiben. Angenehm zum Anschauen ist aber was anderes.
 
  • Mit der Russentonne Beitrag #8
Die Scheinblende heißt eigentlich Scheinerblende ( hatte mich verschrieben)
Mit der Scheinerblende wird die Frontlinse zum Scharfstellen abgedeckt
Die Scheinerblende hat 2 oder mehreren Löcher.
Die Löcher sollten symmetrisch angeordnet sein - gleicher Abstand vom Mittelpunkt.
Bei der Russentonne sollten 2cm große Löcher gut sein. Zwei Löcher reichen eigentlich,
bei drei Löchern (Hartmann-Blende) muss der Winkel zwischen ihnen 120° betragen.
Beim durchsehen entstehen Doppelbilder . Es wird solange scharfgestellt bis ein einzelnes Bild entsteht. ( Mal Googeln)
Nach dem scharfstellen wird sie wieder entfernt.

Oh, das meinst Du. Was eine Scheinerblende ist, weiß ich wohl. :D
Die Scheinerblende oder auch die Bahtinovmaske sind für die Scharfstellung auf punktförmige Lichtquellen angewiesen und werden in der Astrofotografie eingesetzt.
Ich bezweifle, dass Dir das im herkömmlichen fotografischen Einsatz weiterhilft. Meine Motive habe ich mit einem 3,3x-Winkelsucher fokussiert.

- sobald Spitzenlichtter auftreten ein eher unangenehmes Kringelbokeh "Donuts-Bokeh"

- Gar Keine Tiefenschärfe (zumal nicht durch Abblenden zu gestalten)

- schlechtes Kontrastverhalten (flaue Bildergebnisse)

Mein FAZIT:

Lass ein Linsentele schwerer und länger sein .... es lohnt sich doch!

Ich bin halt Wundertütenfan ...:D

-kostet einen Lachpreis

-knackscharf

-wirklich schönes und weiches Bokeh

-superleicht (650g die 67er 500er und 850g die 72er)

-fast gar keine Streulichtempfindlichkeit

-ein schon fast unglaublich gutes Kontrastverhalten

Naja ... üblicherweise kommt bei meinen Tütenschwärmereien ja immer der
Einwand "kein AF!" ... naja ... die Spiegel haben den zumindest aber auch nicht.;)

Hi Klaus,
ich stimme Dir in vielen Belangen zu. Wobei...das Bokeh ist kein Bug sondern ein Feature (und lausige Tütenbilder habe ich auch schon zuhauf gesehen). ;)

Diese Brennweiten sind halt bauartunabhängig schwierig zu handhaben.

A propos: Es gibt ein AF-Spiegeltele auf dem Markt, das 500er Sony/Minolta f/8 Reflex. Die sind gar nicht so schlecht.

Für "gängige" fotografische Anwendungen sind Linsenobjektive überwiegend überlegen (keine Fixblende). Sicher ist das auch ein Grund, warum die "Tonnen" überwiegend in der Astrofotografie genutzt werden. Durch die Maksutov-Cassegrain-Bauweise kommt es bei solchen Objektiven nicht zu chromatischen Aberrationen, die so typisch für einfache Linsenobjektive sind (siehe Fraunhofer-Refraktor). ED-Refraktoren sind dagegen sehr teuer und schwer.

Am deutlichsten sieht man die Schwächen der Tüten und simplen Fraunhofer am Mond, wo sich an den Rändern deutliche Farbsäume ausbilden. Schön bunt isser dann. :D

Auch mein 1800mm Maksutov ist ein f/12 Spielegtele. Die Ergebnisse bei der Planeten-, - und beobachtung/fotografie sprechen für diesen Einsatz solcher Konstruktionen.

Grüße,
Oz
 
  • Mit der Russentonne Beitrag #9
Ich bin mit der Russentonne eigentlich noch Neuling ohne Erfahrung. Das Scharfstellen empfinde ich als sehr schwierig. Es war mein dritter Ausflug mit der Russentonne.
Meine Mondaufnahmen gefallen mir schon für den Anfang.

Was die Wundertüten betrifft, ich habe eine 400mm von Beroflex , mit der ich auch gerne unterwegs bin.:daumen:
 
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  • Mond 18.3.2013 klein.jpg
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  • Mit der Russentonne Beitrag #11
@ Oz: ist das jetzt noch ein Kameraobjektiv oder eher für die direkte Beobachtung gedacht?

Von der Bauart unterscheidet es sich kaum von den Russentonnen.

Die Frage ist m.E. eher eine philosophische. Die Tonnen hatten, wenn ich nicht irre, ursprünglich einen militärischen Zweck (ich meine, sie waren u.a. Bestandteil von Panzeroptiken -- o. Gewähr).

Als Teleobjektive machen sie sich solala - als Teleskope "zweckentfremdet" (dafür wurden sie nie entwickelt), vorzüglich.

Den Skywatcher 1800 als "Tele" zu bezeichnen ist natürlich etwas vermessen. Es ist ein dezidiertes Teleskop. Grund genug, um es mal als "Tele" auszuprobieren. :D

Test 1: Der Pferdehof: (Übersicht mit der Lumix)
500k_P1000094-2.jpg

Mit dem Helios 44-2 (58mm) / EOS1000d
500k_IMG_5542.jpg

Mit dem Skywatcher 1800mm f/12 Mak
500k_IMG_5544.jpg

Skywatcher 1800mm f/12 Mak / EOS1000d
500k_IMG_5546.jpg

Test 2: Der Piepmatz auf der Baumspitze: (Übersicht mit der Lumix)
500k_P1000092-2.jpg

Skywatcher 1800mm f/12 Mak / EOS1000d
500k_IMG_5557.jpg

Ich möchte nicht behaupten, dass die Darstellungen jene mit einem 500er ED/APO mit 2xTC für 5000€ toppen. Sicher nicht. Nur...das dicke Tönnchen kostet nicht mal 1/10 davon. Ich hab's gebraucht mit Sonnenfiltern, Taukappe für 322€ gefischt.

Es gibt auch Planespotter, die mit Dobson-montierten(!) Newton-Teleskopen (visuell-astronomisch genutzte Spiegeloptiken) Flugzeugbilder aus Reiseflughöhe "einholen", die rasiermesserscharf sind.



Insofern sind die Übergänge Teleskop/Objektiv/visuell/fotografisch fließend. Man muss nur bekloppt genug sein, um Spaß daran zu entwickeln. :D

Grüße,
Oz
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Mit der Russentonne Beitrag #12
Donnerwetter - das sieht im Ergebnis mehr als nur brauchbar aus!

Ich hatte schon mal über die 1000er Russentonne nachgedacht, ein 600er Sigma-Spiegel habe ich bereits und bin auch recht zufrieden damit!

Aber 1800 bei f12? Ich glaube, ich werde mich da mal auf die Suche machen :D
 
  • Mit der Russentonne Beitrag #13
Ein Größenvergleichstest als ich die Tonne bekommen hatte


18 mm.jpg

50 mm.jpg

100 mm.jpg

200mm.jpg

270 mm.jpg

1000mm.jpg

Vom Wohnzimmer durch die Scheibe fotografiert. Leider hat das nichts mehr mit der Rubrik Tiere zu tun.
Wenn es stört dann bitte in die richtige Kategorie verschieben.;)
 
  • Mit der Russentonne Beitrag #14
Hallo Oz,
Wie schwer ist deine Skywatcher 1800mm f/12 Mak ?
Die sieht schon gewaltig aus. Macht aber gute Fotos. Man muss ja noch bedenken , das der Crop factor 1,6 bei Canon hinzu kommt.
 
  • Mit der Russentonne Beitrag #15
Hallo Oz,
Wie schwer ist deine Skywatcher 1800mm f/12 Mak ?
Die sieht schon gewaltig aus. Macht aber gute Fotos. Man muss ja noch bedenken , das der Crop factor 1,6 bei Canon hinzu kommt.

Der Mak wiegt nackt ca. 5,5 kg. Mit allem Schnickschnack ca. 6kg.

Ein perfektes Immerdrauf. :D
 
  • Mit der Russentonne Beitrag #16
Endgoil .... was Anderes geht mir direkt nicht durch den Kopf ...

mich überrascht die Schärfe, trotz dem Kugelkopf ...
 
  • Mit der Russentonne Beitrag #17
Habe Einiges über diese Spiegel-Optiken dazugelernt. :daumen: Zum Beispiel, dass man damit Pferde und Pferdepflegerinnen aus der Ferne ablichten kann. ;)

Gruß und Dank vom Waldschrat! :)
 
  • Mit der Russentonne Beitrag #18
Hallo zusammen,

Dies ist ein hochinteressantes Thema.
Wie ich sehe habt ihr die Russentonnen an Sigma oder Canon angeschlossen. Wie sieht es da mit Nikon aus ?

Sind die Russentonnen ( 500mm und 1000mm ) allesamt "immer" mit M42 Anschluss ? In diesem Falle hätten wir ja dann ein Problem mit Nikon wegen dem Aufliegemass , oder haben die Einiges an Ueberschuss im Fokus sodass sie über unendlich hinaus fokussieren, was uns dann wieder eine Hoffnung wäre diese Dingen doch an Nikon's anzusetzen und auch auf Unendlich fokussieren zu können.

Danke schonmal im Vorraus für eure Meinungen.
 
  • Mit der Russentonne Beitrag #19
@Dan:
Interessant was Du da in die Runde schmeisst.
Da bleibe ich dran. Bin schon neugierig auf die Antworten der Spezies.
 
  • Mit der Russentonne Beitrag #20
Wie sieht es da mit Nikon aus ?

Hallo Dan,

man muss die Tonnen etwas modifizieren. Konkret muss der Unendlichanschlag entfernt werden. Bei den 1000ern ist das zumeist eine Madenschraube, die herausgedreht wird. Dann kann man über unendlich hinausdrehen und sollte auch mit einer Nikon ohne größere Probleme in den Fokus kommen. Ohne irgendwelche fiesen Korrekturlinsen.

Jede Tonne ist konstruktiv anders. Für die allermeisten Modelle finden sich Anleitungen, wie der Unendlichanschlag zu entfernen ist. Zumeist ein Kinderspiel.

Sind die Russentonnen ( 500mm und 1000mm ) allesamt "immer" mit M42 Anschluss ?

Nicht, dass Dir das jetzt mit Deiner Nikon weiterhelfen würde: Nein, nicht alle sind M42. Das alte MTO 500 (der pummelige Vorgänger des 3M-5CA) hat ein M39 Aufmaß.

Grß,
Oz
 
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