Ich bin auch über dieses Ergebnis heilfroh
Mit welcher Software lässt Du es denn durchrödeln ?
Photoshop CS6 und HeliconFocus. Letzteres sind ja eigentlich 3 Programme in einem.
Die "Restfehler" können einmal davon kommen, dass man vielleicht nur die halbe Schärfentiefe stacken darf, was aber wiederum die Gefahr des Wegdriftens von Pflanzenteilen vergrößert. Zum andern ändert sich beim Stacken auch die Perspektive. Wenn man bei einem Motivabstand von 20 mm 2 mm stackt, dann ist dies, wie wenn man bei 10 m Aufnahmeentfernung einen großen Schritt nach vorne geht und nochmals auslöst - die beiden Bilder bringt kein Programm der Welt zur Deckung - je höher die Bildqualität, um so weniger. Insofern ist die retuschierende Nachbearbeitung nicht nur Zugabe, sondern häufig Notwendigkeit.
Solche Feinarbeiten spart man sich vorteilhafterweise aber auf, bis es wirklich nötig wird. Auf dem Bildschirm passt es - denke ich - auch so.
Achtung: es folgt ein wahrer "Dieter Bohlen"-Verriss - bitte nicht weiterlesen, falls sensibel ...
Sensibel, trotzdem weitergelesen, eine Nacht nicht geschlafen... und dann hat mich die Heftigkeit dieser Kritik nicht mehr in Ruhe gelassen. Letztendlich habe ich genau Deiner Abfuhr den technischen Stand zu verdanken, auf dem ich heute bin. Also: Ganz herzlichen Dank, Jens...
Etwas weniger nah/gross ist manchmal mehr
Es kommt darauf an. Wer sich seine Motive selber aussuchen kann, der findet auf jeden Fall genügend leichtere Kost, die genauso oder sogar noch besser wirkt.
Aber sobald man für andere fotografiert, gilt dieser Satz nur noch sehr bedingt. Jeden Tag kann jemand kommen, der einen Mikrochip in Schrägaufsicht oder die Spitze eines mikrochirugischen Instrumentes fotografiert haben möchte - und dann muss man die Technik beherrschen - und vor allem: Die Grenzen kennen.
Ich hätte nicht gedacht, dass das so schwierig ist, über den Maßstab von - sagen wir - 3:1 hinauszugehen. Insbesondere, wie viele Optiken man durchtesten muss, bis das Ergebnis wirklich optimal ist. Ja, die Hauptschwierigkeit ist eigentlich die, gar nicht zu wissen, wo das Ziel genau liegt. Ich habe noch viel mehr ausprobiert (ausprobieren müssen), als ich hier beschreiben konnte. Der Teufel steckt - wie so oft - im Detail.
Ohne Kritik von außen (und wenn sie heftig ist, egal) wäre ich mit weniger zufrieden gewesen. Wehe, der Verriss kommt dann vom Auftraggeber! So waren solche kleinen Blüten die idealen "Versuchskaninchen". Also: Vielen herzlichen Dank auch an Dich, Jan.
Andreas