Systemupdate: Selbst ins Knie geschossen...

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  • Systemupdate: Selbst ins Knie geschossen... Beitrag #21
Das neue LTS-Ubuntu 14.04. "Trusty Tahr" benötigt nach Installation MIT Firefox, E-Mail, LibreOffice, Brennprogrammen und und und (das wird alles gleich komplett mit installiert) etwa 3,5 GB Festplattenplatz.

Da man ja durchaus damit arbeiten und z.B. was abspeichern möchte, wäre etwas mehr zugeteilter Platz für Ubuntu natürlich hilfreich.

Generelle gilt bei vorhandenem Windows-Betriebssystem auf dem Rechner und dem Wunsch, Linux auch zu installieren eine eiserne Regel: IMMER als erstes das Win-System defragmentieren (auch wenn Win7 das -glaube ich- von Hause aus jede Woche einmal im Hintergrund machen soll) UND eine Datensicherung machen! Auch wenn ich noch nicht ein einziges Mal den Fall von Datenverlust beim Aufsetzen eines Dual-Boot-Systemes hatte, heißt das nicht, daß es nicht doch passieren könnte. Nur am Rande: Linux-Dateisysteme fragmentieren übrigens nicht...

Die sog. "Live-DVD" hast Du Dir vorher idealerweise hier:
heruntergeladen (Ubuntu 64-Bit Direktlink, der führt Dich auf einen gerade in der Welt befindlichen Spiegelserver, meistens sind das Server von Universitäten. Ich bin gerade einmal bei der TU Aachen und einmal bei der Uni in Halifax gelandet). Danach brennst Du Dir das sog. ISO-Image, undzwar bitte wirklich als ISO-Image und nicht anders. Ach ja: ubuntuusers.de ist DIE Anlaufstelle für alle Fragen rund um Ubuntu, insbesondere das hinterlegte Wiki läßt auch für einen Anfänger keine Frage mehr offen.

Danach überprüfen, ob das CD/DVD-Laufwerk bootfähig ist (sind sie von Natur aus alle, aber häufig ist das im Bios des PC auf "Disabled" gestellt). Am einfachsten DVD in das Laufwerk legen, Rechner neu starten. Entweder bootet er dann das sog. Livesystem von Ubuntu oder eben nicht. Wenn nicht, Bios des PC aufrufen, die Bootoptionen suchen und das CD/DVD-Laufwerk dort auf "Enabled" umstellen und die Änderungen bei Verlassen des Bootmenues abspeichern (Achtung, meistens gilt im Bootmenue ein amerikanische Tastaturlayout = Z und Y sind vertauscht. Und mit Y für YES bestätigt man die Änderungen im Bootmenue. Kann dann lustig werden...).

So, wenn er das Livesystem bootet, kannst Du (OHNE JEDE Systemveränderung) mit Ubuntu zum ersten Mal (wenn auch etwas träge, da nur von DVD) herumspielen. Da gibt es dann auch eine Auswahl, die eine direkte Installation auf der Festplatte möglich macht (wenn das nicht gewünscht wird, einfach den Rechner über Ubuntu herunterfahren, DVD entnehmen und nichts hat sich geändert).

Die Installation ist sprichwörtlich idiotensicher und fragt alle notwendigen Parameter ab (Dauer einer Komplettinstallation auf einem durchschnittlichen Rechner: 1 Stunde). Genauer Hinschauen solltest Du bei der Option, wieviel Platz auf der Platte Du Ubuntu zugestehen möchtest (da wird grafisch angezeigt, wie groß die Platte ist, wieviel das andere Betriebssystem belegt hat und wie es heißt und überhaupt). Je nach dem, wie groß Deine Platte ist und wieviele Daten schon drauf sind, würde ich nach Abzug des bereits verwendeten Speicherplatzes den gesamten freien Speicherplatz durch zwei teilen und das Ergebnis Ubuntu zugestehen (damit bleibt eigentlich noch genügend Platz für Win übrig, es sei denn, man sammelt Kinofilme im HD-Format auf der Festplatte).

Wenn der Rechner bei der Installation über einen Internetzugang verfügt, macht es die Sache etwas einfacher (er zieht sich dann z.B. schonmal alle deutschen Sprachpakete). Nach der Installation wird sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die automatische Updateverwaltung von Ubuntu melden und einige GB nachziehen wollen. Dieser Updateverwaltung solltest Du erstens unbedingt trauen und zweitens auch die Vorschläge grundsätzlich installieren. Dabei kann man übrigens ganz entspannt weiter arbeiten, das interessiert Ubuntu nicht die Bohne (selbst wenn gerade z.B. Aktualisierungen zum Firefox gezogen werden, kann ich damit weitersurfen, kein Problem).

Und beim nächsten Neustart des Rechners wirst Du mit einer zunächst sehr unbekannten Auswahlmaske konfrontiert: Da kannst Du dann per Pfeiltasten der Tastatur und Enter festlegen, welches Betriebssystem (und falls es mal sog. Kernelupdates für Ubuntu gibt auch, mit welcher Kernelversion) Du starten magst. Wenn mal ein Kernel einen Fehler mitbringt (ist mir de fakto vor einiger Zeit passiert, da hat es dann Darktable nicht mehr funktionieren lassen), springt man beim Start einfach auf die Vorgängerversion und alles ist wieder gut. Die entsprechenden Bugfixes kommen dann meistens innerhalb der nächsten 48 Stunden über die automatische Updateverwaltung von Ubuntu (die übrigens Paketverwaltung genannt wird, weil alle Programme unter Ubuntu als sog. Pakete bereitgestellt werden).

Wie man unter Ubuntu an zusätzliche Programme kommt und warum es bei der Installation von darktable sehr sinnvoll ist, ein zusätzliches Repository (Paketquelle) freizuschalten und wie das geht, folgt dann bei Bedarf in der nächsten Bleiwüste. ;)

Viel Spaß!

VG
 
  • Systemupdate: Selbst ins Knie geschossen... Beitrag #22
... ubuntuusers.de ist DIE Anlaufstelle für alle Fragen rund um Ubuntu, insbesondere das hinterlegte Wiki läßt auch für einen Anfänger keine Frage mehr offen....
...

Stimmt, da gibt es jede Info und wird auch persönlich im Forum geholfen. :daumen: :daumen: :daumen:
 
  • Systemupdate: Selbst ins Knie geschossen... Beitrag #23
Das neue LTS-Ubuntu 14.04. "Trusty Tahr" benötigt nach Installation MIT Firefox, E-Mail, LibreOffice, Brennprogrammen und und und (das wird alles gleich komplett mit installiert) etwa 3,5 GB Festplattenplatz. ...

Nachgeschaut: Das gestern aufgesetzte LUBUNTU 12.04, jetzt mit GIMP, Darktable, SPP 2.5, und allem Nötigsten was ein Computer so drauf haben sollte, belegt derzeit 6 GB. Viel mehr wird das wohl nicht mehr werden. ;)
 
  • Systemupdate: Selbst ins Knie geschossen... Beitrag #24
Interessant auf alle Fälle.
Wenn ich am Wochenende dazukomme, werde ich mein Zweitnotebook mal neben Windows mit Ubuntu als zweitem System versehen. Mal schauen, ob ich damit klarkomme.;)
 
  • Systemupdate: Selbst ins Knie geschossen... Beitrag #26
Und wenn es hakt, haste jetzt ja mehrere Optionen zum Nachfragen! :cool:

Diese Optionen werde ich evtl. auch ziehen.;)
Mit Linux war ich nämlich nach einigen Testungen schon mal fertig. Allerdings mit openSUSE, was mir als ultimatives System eingeredet wurde, womit ich allerdings gar nicht zurechtkam.:eek:
 
  • Systemupdate: Selbst ins Knie geschossen... Beitrag #27
Die schnellste und sauberste Testversion für Linux im Live Modus ist mir bisher nur mit Linux Mint Mate gelungen.
Die jetzige Version 17 ist ein LTS OS mit 5 Jahre Update.
Multimedia Codecs sind mit an Board und die Grundausstattung an Software ist umfassend für die Internet Nutzung.
Für die Installation ist eine Swap Partition von 2GB ausreichend.
Die / Partition sollte, 8.5 GB werden empfohlen, bei etwa 10GB liegen.
Die home Partition kann man nach eigenen Ermessen wählen.
Bei Notebook das Netzteil anschließen.
Internetverbindung herstellen für die notwendigen Live Update und andere Pakete.
Vorsicht bei der Partitionierung.
Nicht die Möglichkeit "... ganze HDD nutzen" auwählen denn dann ist auch Windows weg.
Meist wird aber auch "... neben Windows installieren" angeboten.
Den Bootloader in den Bootsektor der HDD schreiben.

Linux Mint Mate 17 ist klar in der Nutzung und im Desktop ähnlich Win XP strukturiert.
Fast alles ist selbsterklärend und übersichtlich.
Mit dem Treiber Manager kann man nach Treibern für die verbaute Hardware suchen.
Wer NVIDIA Grafik verbaut hat ist meist im Vorteil.
Mit ATI Grafik gibt es meist keine Unterstützung mehr.
In solchen Fällen wird der Standarttreiber genutzt.
Die Software wie Rawtherapee, Darktable, Ufraw für GIMP und XnView lassen sich bequem über die Paketverwaltung nachinstallieren.
XnView wird über deren Internetseite mit einem Klick installiert.

LM17 Mate macht auch noch z.B. auf einen IBM ThinkPad T60 eine gute Figur.









An die Hardware denken ob diese 32bit oder 64bit kann, danach dann das passende OS herunterladen.
 
  • Systemupdate: Selbst ins Knie geschossen... Beitrag #28
... Das Ganze gibt es mit verschieden pompösen Grafikoberflächen, von LUBUNTU (extrem schlank und spartanisch, dafür auf langsamen Rechnern noch flott) über XUBUNTU, dem Standard-UBUNTU, bis hin zum sehr ausladenden und damit auch ressourcenintensiven KUBUNTU...

... Die sog. "Live-DVD" hast Du Dir vorher idealerweise hier:
heruntergeladen (Ubuntu 64-Bit Direktlink, der führt Dich auf einen gerade in der Welt befindlichen Spiegelserver, meistens sind das Server von Universitäten. Ich bin gerade einmal bei der TU Aachen und einmal bei der Uni in Halifax gelandet)...

Dort finde ich Ubuntu, Ubuntu Gnome & Kubuntu (DVD-Images) - welches empfiehlt sich denn da für mich als Anfänger?
 
  • Systemupdate: Selbst ins Knie geschossen... Beitrag #29
...welches empfiehlt sich denn da für mich als Anfänger?

Schau Dir doch einfach mal den Klassiker, das Standard-UBUNTU an. (erste Option). Wenn Du daran Gefallen findest, gibt es ja später immer noch die Chance, Feinheiten und Unterschiede verschiedener GUI zu erkunden. ;)


Auch six.tl's Anregung ist bestimmt interessant. :daumen:
Mit selbst fehlt die Erfahrung mit "LINUX mint", aber eine nicht Computer-bewanderte Freundin hat es sich installieren (lassen), und scheint seitdem als Windows-Umsteigerin damit glücklich zu sein.
 
  • Systemupdate: Selbst ins Knie geschossen... Beitrag #30
Mann braucht bei den Live DVD nur von diesen zu booten und kann sich so von jeder Variante ein erstes Bild machen.
Die unterschiedlichen Desktop sind schon interessant.
Bei Linux Mint ist man als XP/Win7 Nutzer sofort zu Hause.

Bildschirmfoto-111.jpg

Für mich persönlich habe ich die Leiste nach oben gesetzt, Standard ist unten.
 
  • Systemupdate: Selbst ins Knie geschossen... Beitrag #31
Man kann unter Ubuntu, wie auch in den anderen Linux Varianten, sehr gut die täglichen Update selber installieren und braucht das Aktualisierungsprogramm nicht im Hintergrund laufen zu lassen.

Terminal öffnen

sudo su und mit Enter bestätigen

Passwort eingeben, welches man bei der Installation eingetragen hat, Enter.

apt-get update Enter

warten bis die Datenpakete aktualisiert sind

apt-get upgrade Enter

je nach Stand der Updatepakete wird einen jetzt eine Liste mit den zu aktualisierenden Paketen angezeigt.

diese mit einen j und Enter bestätigen.

Jetzt werden die Pakete heruntergeladen und installiert.

Nach Abschluß wird die Komandozeile wieder leer angezeigt.
Nun für das Kernelupdate

apt-get dist-upgrade eingeben und Enter

wenn Pakete gelistet sind mit j und Enter weiter.
Nach Abschluß dieses Upgrade das Terminal schließen und neu starten.

In den Einstellungen des Aktualisierungsprogramm unter Linux Mint lassen sich die Anwendungspaketquellen einstellen.
Aus den angezeigten Listen folgende

Haupt (qiana) auf http:/ftp-stud.hs-esslingen.de/pup/Mirror/packages.linuxmint.com

Basis (trusty) auf http:/de.archive.ubuntu.com/ubuntu

auswählen.

Diese Änderung bewirkt das das Upgrade schneller läuft.

Alles unter Linux Mint 17 Mate und 2000er Leitung.
Dies alles läuft hier sehr stabil ohne Probleme.
 
  • Systemupdate: Selbst ins Knie geschossen... Beitrag #32
Dort finde ich Ubuntu, Ubuntu Gnome & Kubuntu (DVD-Images) - welches empfiehlt sich denn da für mich als Anfänger?

Moin Robert,

na ja, UBUNTU 64-Bit (also der erste Link links oben). Hätte ich Kubuntu oder Xubuntu gemeint, hätte ich das geschrieben. 64-bit übrigens deshalb, weil z.B. darktable ansonsten extrem suboptimal in der Funktion wäre (die Entwickler empfehlen dringend 64-bit und mindestens 4 GB Ram). Und für den Einsatz von darktable muß der Prozessor die sog. SSE2-Befehlssatzerweiterung beherrschen (tun alle Prozessoren ab Pentium4 inklusive).

Ansonsten spricht natürlich nix dagegen, sich bei irgendeiner anderen Distribution umzusehen und diese zu testen. Linux auf den Rechner zu bekommen und damit zu arbeiten, ist heute definitiv kein Hexenwerk mehr.

Was Bildschirmfotos anlangt: Linux ist weitaus freier zu konfigurieren als andere Betriebssysteme. Ich könnte z.B. Ubuntu so aussehen lassen wie Win7, kein Problem. Nur will ich das erstens nicht (ich arbeite z.B. mit einer Arbeitsfläche, die überhaupt kein Icon auf dem Bildschirm hat) und zweitens ist Linux mit Sicherheit kein kostenloses Windows.

VG
 
  • Systemupdate: Selbst ins Knie geschossen... Beitrag #33
Man kann unter Ubuntu, wie auch in den anderen Linux Varianten, sehr gut die täglichen Update selber installieren und braucht das Aktualisierungsprogramm nicht im Hintergrund laufen zu lassen.

Terminal öffnen ....

Ich frag' mal freundlich an, was das insbesondere einem Linuxeinsteiger bringen soll bzw. ob so etwas nicht eher abschreckt (oh Gott, so ein Freaksystem, da muß ich kryptische Befehle eingeben). Klar, man kann sich auch den Linuxkernel speziell auf seine Rechnerarchitektur aus dem Quellcode selber kompilieren....

Muss man aber überhaupt nicht.

Die automatische Aktualisierung würde ich gerade als Einsteiger ums Verrecken nicht abstellen. Erstens fragt die nur (sofern sie einen aktiven Netzzugang entdeckt) die Updateserver an, ob was vorliegt und zeigt das dann in einem Fenster an. Dieser Vorgang frißt lediglich ein paar KB, denn bis zu diesem Zeitpunkt ist exakt null Software heruntergeladen worden.

Wenn sich dieses Fenster meldet (es erscheint dezent unten auf der Taskleiste und nicht -wie bei Win üblich- mitten auf dem Bildschirm), kann ich entscheiden, ob ich die Updates sofort ziehen will, später, gar nicht etc.. Ich kann den Hinweis auch komplett unbeachtet lassen, weiterarbeiten und den Rechner dann herunterfahren (meldet sich die Paketverwaltung halt das nächste Mal wieder, auch kein Beinbruch).

Wenn ich mich entscheide, die Updates der Paketverwaltung zu ziehen, kann ich bei 6oooer DSL z.B. parallel eine Naturdoku einer Mediathek in HD ruckfrei weiter schauen oder im Netz mehrere Seiten aufrufen und recherchieren - kein Thema.

Dann werkelt die Paketverwaltung im Hintergrund und zieht die Updates durch (davon bekommt man nur was mit, wenn man dem Fenster der Paketverwaltung zuschaut). Und dann ist die i.d.R. in kürzester Zeit fertig und das war es dann. Einfacher geht's wohl kaum noch.

Und ich denke, gerade jemand, der das erste Mal Schritte in die Linuxwelt wagt, möchte vermutlich nicht sofort mit dem Terminal Bekanntschaft schließen (das tut zwar gar nicht weh und ist manchmal auch enorm praktisch, aber eben nichts, was unbedingt sofort sein muß). Ein Linuxneugieriger wird vermutlich damit zu tun haben, daß es erstmal etwas anders aussieht und sich wohl freuen, wenn er z.B. mit Firefox in die Welt kommt und feststellt: Geht doch, kann ich ja genau so bedienen wie gewohnt (oder das Gimp unter Linux auch nicht anders funktioniert oder die Mails z.B. mit Thunderbird genau so schnell abgerufen werden und es dort tatsächlich auch einen Posteingangsordner gibt...).


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Falls das für die potentiell hier vertretenen "Testwilligen" nicht schon Abschreckung genug war, vielleicht noch mal ein paar ganz profane Anmerkungen:

Linux ist nicht Windows, und Linux ist erst recht kein kostenloses Windows. Wer das erwartet, sollte es besser gleich lassen.

Der Freak-Ruf, der Linux mal anhaftete, ist längst Vergangenheit (man kann als einfach "Nur-Nutzer" glücklich und zufrieden mit einer gängigen Linuxdistribution arbeiten. ohne jemals in die Tiefen des Systems zu müssen). Und mal ehrlich: Ich adminstriere beruflich Win-Rechner, das reicht mir dann mit dem PC-Gefrickele (nein, nicht weil es Win ist, das wäre bei Linux genau so), in meiner Freizeit möchte ich den Rechner anmachen und nutzen - Ende Gelände. Ich mag ja auch nicht erst den Motor zusammenschrauben, bevor ich mit dem Auto losfahre...

Die Oberfläche einer Linuxdistribution sieht anders aus als Windows? Na Gott sei Dank...im Ernst: WinXP sah auch anders aus als Win7 oder NT. Sollte jetzt nicht wirklich das Hindernis sein, oder? Zumal man das Aussehen ja problemlos ändern kann. Immerhin starten die Programme ganz unspektakulär durch Anklicken mit der Maus...

Was einen Umsteiger durchaus mal in den Wahnsinn treiben kann: Linux kennt keine Laufwerksbuchstaben (das ist auch weitaus besser und logischer als bei Win). C:\EigeneDateien\Bilder suchen? Jedenfalls nicht unter C:\ .... die werden einem ganz ohne Laufwerksbuchstaben einfach so angezeigt und heißen standardmäßig in Ubuntu dann sogar Bilder / Dokumente / Videos. Und man kann sogar ganz mutig einen neuen Ordner erstellen und den frei benennen .... eigentlich ganz einfach, oder?

Und ein Cardreader meldet sich bei eingelegter Speicherkarte nicht als G:\, H:\, Z:\ oder sonstwas, sondern ganz einfach mit dem Namen der Kamera...auch nicht wirklich kompliziert, oder? Und wenn die Bilder im Ordner zu klein angezeigt werden: STRG-Taste festhalten und das Scrollrad der Maus betätigen. Und wenn man mit der rechten Maustaste auf ein Bild klickt, kann man sich aussuche, mit welchem Programm man es öffnen möchte - ein Doppelklick öffnet das Bild automatisch im Bildbetrachter. Auch nicht so wirklich anders, oder?

Will sagen: Einfach mal ein Livesystem starten und ein wenig schauen (auch wenn es träge läuft, da nur von CD/DVD). Vielleicht macht es ja Lust auf mehr (Installation) oder schreckt ab (Rechner runterfahren, CD rausnehmen). Dann hätte man lediglich die paar Cent für einen Rohling in den Wind zu schreiben...

VG
 
  • Systemupdate: Selbst ins Knie geschossen... Beitrag #34
Ich sage Dir mal freundlich das das nicht abschreckt.
Hat mit, Zitat
"Klar, man kann sich auch den Linuxkernel speziell auf seine Rechnerarchitektur aus dem Quellcode selber kompilieren...."
mit dem nun gar nichts zu tun.
Denn die Aktualisierungsverwaltung spielt nach der Erstinstallation nicht alle Upgrade ein.
Auch das Kernel Upgrade bleibt aus.
Mit diesen wenigen Einstellungen ist man sicherer unterwegs.

Nicht jeder hat eine 6000 Leitung das es locker vom hocker geht.
Bei Notebook so um die T60 Generation mit 1GB RAM sind die Reserven auch nicht so toll.


Was hat eine Desktop Aufnahme mit Deinem Arbeitsstil zu tun?
Es zeigt lediglich wie es unter Linux Mint auf dem Desktop aussieht und hat rein gar nichts mit - Zitat "..zweitens ist Linux mit Sicherheit kein kostenloses Windows" zu tun.

Du hast natürlich in allem Recht, wie konnte ich nur.
Linux Grüße aus LE
 
  • Systemupdate: Selbst ins Knie geschossen... Beitrag #35
six.tl,

ich hatte erstens nur gefragt und zweitens meine Ansicht kundgetan - mehr nicht. Ich habe nach vielen Gesprächen und aufgesetzten Dual-Boot-Rechnern für Neugierige jedenfalls den deutlichen Eindruck, daß so etwas sehr deutlich abschreckt. Das die automatische Updateverwaltung nicht alle erforderlichen Updates einspielt, ist mir neu. Bleibt für mich nur die Frage, woher ich hier bloß meine Kernelupdates beziehe...

Das Du den in meinem Beitrag deutlich per Querstrich getrennten zweiten Teil noch auf Deinen Beitrag beziehst und nicht als das verstehst, was ich auch geschrieben hatte, nämlich als ein paar ganz profane Anmerkungen (wörtliches Zitat) und meine Meinung, ist nun offensichtlich auch nicht mehr zu ändern bzw. letztendlich egal.

Viel Freude weiterhin mit Linux.

VG
 
  • Systemupdate: Selbst ins Knie geschossen... Beitrag #36
Ich finde Linux ist eine gute Angelegenheit. Allerdings verstehe ich nicht das man ständig vom teuren Windows redet.
XP hat knappe 70 Euro ( oder waren es noch Mark?) gekostet und ich habe es mindestens sechs Jahre genutzt. Was ist bitte daran teuer und vor allem wie will sich Microsoft da einen Wolf an mir verdienen?

Win7 habe ich etwa 4 Jahre oder etwas länger. billiger geht es nicht. Ich nutze es täglich und was ist da teuer wen ich 80 Euro ausgebe.

Die richtig guten Programme gibt es für Windows oder Apple. Über Sicherheit brauche ich nicht diskutieren, das ist ein persönliches Problem.

Nicht falsch verstehen ich will nur dem Einwand das Windows sooo teuer ist etwas erwidern.
 
  • Systemupdate: Selbst ins Knie geschossen... Beitrag #38
Wieviel Platz würde denn ein zusätzliches Linux benötigen? Vermutlich müsste ich ja die dann gewollte Software auch nochmal zusätzlich installieren. Entsprechende ISOs gibt's wohl im Web, oder?

Ich kann allen Test-Willigen nur empfehlen, zunächst eine Virtualbox mit Linux zu installieren. Das geht unter Windows problemlos. Man muss nicht am System rumfummeln und kann erstmal bequem alles ausprobieren. Und es ist auch hinreichend schnell.

Virtualbox gibt es hier:
Nicht vergessen anschliessend auch den "extension pack" zu installieren.

Dann kann man ein ganz normales Linux ISO installieren oder einfach mit einem LIVE image herumspielen. Ich würde Anfängern empfehlen mit kubuntu zu starten:

Viel Spass
Matthias
 
  • Systemupdate: Selbst ins Knie geschossen... Beitrag #39
Ich verschiebe den Thread mal in den Linux-Bereich ;)



Wie muss ich mir (ebenfalls völliger Linux-Analphabet :D) das denn bei Linux vorstellen? Sind da - ähnlich wie bei Windows - ständig neuere Betriebssysteme in der Pipeline? Wieso gibt es überhaupt so viele "Distributionen" :confused:

also ich vergleiche das immer mit der Autoindustrie:
Microsoft ist der Hersteller und Windows das Antriebskonzept.
Office, Outlook und alles was da sonst noch so kreucht und fleucht ist Zubehör das für teuer Geld dazu gekauft werden muss.

Bei Linux ist das Ähnlich.
Die Distributoren sind Hersteller (SuSe, OpenSusE, RedHat, Ubuntu, Debian und viele mehr). Linux ist das Antriebskonzept. Alles was die Hersteller als nützliches oder unabdingbares Zubehör erachten wird in Paketen zusammen mit dem Antriebskonzept gleich mit geliefert. Das sind dann die Distributionen.
Weiteres Zubehör ist meist kostenfrei im Internet erhältlich.

Ich sage ja nicht, dass Linux einfach ist.
Es ist halt ein ganz anderer Ansatz als bei den Kollegen aus Redmond.
Und einarbeiten muss man sich bekanntlich in jedes System.
Für mich ist Linux seit Jahren jedenfalls die erste Wahl

Grüße
Manfred
 
  • Systemupdate: Selbst ins Knie geschossen... Beitrag #40
Ich verschiebe den Thread mal in den Linux-Bereich ;)
Wie muss ich mir (ebenfalls völliger Linux-Analphabet :D) das denn bei Linux vorstellen? Sind da - ähnlich wie bei Windows - ständig neuere Betriebssysteme in der Pipeline? Wieso gibt es überhaupt so viele "Distributionen" :confused:

Zu Linux, genauer GNU/Linux, können tausende von freien Programmen gehören. Gäbe es keine Distributionen, müsste man sich alle Softwarepakete selbst zusammensuchen, kompilieren und installieren. Um diesen Prozess zu vereinfachen werden Distributionen zur Verfügung gestellt. Sie werden entweder von Freiwilligen zusammengestellt (zB Debian) oder von Firmen (zB Redhat).

Zwei Dinge zeichnen eine Distribution aus: #1) Die Softwareauswahl und #2) Der Paketmanager

Bei der Softwareauswahl gibt es nur sehr geringe Unterschiede. In der Regel unterscheiden sich die Distros in den Versionsnummern der Software aber nicht in der Software ansich.

Der Paketmanager ist das Herzstück einer Distribution. Mit ihm wird Software aus den online Repositories installiert und deinstalliert. Also verwaltet. Die zwei wichtigsten Paketmanager sind "apt" von debian oder Ubuntu und rpm von redhat und Suse.

Aus einer existierenden Distribution können neue Distributionen hervorgehen sofern sich jemand findet, der mit der Paketierung und Konfiguration nicht einverstanden ist und was eigenes bereitstellt. So ist bsp. Ubuntu aus Debian hervorgegangen. Oder auch die Distro Mint. Sie ist eine optisch ansprechend aufgearbeitete Distro basierend auf Ubuntu oder auch Debian.

In diesem Sinne ist Debian sicher die wichtigste aller Distribution, weil sie für viele andere Distros als Basis dient. Siehe dazu auch diese sehr schöne Grafik (ist im svg format und wird im IE womöglich nicht korrekt angezeigt. Bitte mit FF öffnen):


Die Release Zyklen der einzelnen Distros unterscheiden sich. Es gibt Distros mit festen Zyklen, wie beispielsweise Ubuntu. Dort kommt alle 6 Monate ein neues Release raus, das die installierte Software auf den neuesten Stand bringt bzw. neue features nachrüstet. Bei Debian gibt es keinen festen Zyklus, stattdessen sagt man dort: Released wird, wenn es fertig ist.

Außerdem gibt es noch Distros mit "rolling releases". (bsp. debian testing). Dabei wird neue software unabhängig von bestimmten Zyklen eingespielt sobald sie verfügbar und hinreichend stabil ist.

Ich hoffe das hilft dir ein wenig die Dinge besser zu verstehen.

Gruß
Matthias
 
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