".... dient EBV nur dem "Entwickeln" eines Digitalphotos""
Wer so etwas macht, verschenkt viel von den Möglichkeiten die in so einem schlichten Digitalphoto stecken - selbst ein "schlechtes" Bild ist immer zu irgend etwas zu gebrauchen. Aber letztendlich ist das kein Unterschied zum früheren Labor, entweder ich nehme das Bild wie es auf dem Film ist und habe ggf ein gutes Bild oder ich arbeite mit dem Material und erhalte vielleicht ein besonderes Bild. EBV macht das ganze nur schneller, dafür durchaus auch komplexer ..... auf keinen Fall einfacher.
"Experimente mit Filtern sind kritisch, weil sie oft zu Murks führen."
Das Problem von dem Murks ist der Filter an sich, es gibt einfach (nicht nur Freeware) zu viele auf die Schnelle zusammen geschusterte Filter und da kommt dann eben Murks raus. Die wenigsten machen sich die Mühe sich einfach mal mit den Basics zu beschäftigen um so das sicherlich vorhandene Krativpotential auszuschöpfen - viel einfacher ist doch etwas vorverdautes (im Prinzip genau wie beim Kochen)
"Dennoch gibt es immer wieder Maler (wie Richter) deren Bilder wie Photos aussehen und Photographen (wie Hockney), deren Photos wie Gemälde aussehen. Und sowas reizt mich ungemein."
Ja, gefällt mir auch, aber hier wird jeder seinen eigenen Stil finden müssen und Geschmäcker sind unterschiedlich. Bei mir ist es idR so das die wenigen von mir genutzten Basisbefehle heutiger EBV sehr häufig eigentlich in ganz anderem Zusammenhang eingesetzt werden und es gibt bei diesem "artfremden" Einsatz immer wieder positive Überraschungen - nur wie schon oben geschrieben, Voraussetzung ist das Beschäftigen mit den Basics.
Ein gutes Bild sind immer 50% Fotografie und 50% EBV, wobei die Gewichtung sehr variabel ist.
Gruß