Treten die Probleme (so beobachtet) evtl. nur bei relativ kurzen Brennweiten und großen Blendenöffnungen auf??
Hallo Klaus,
bei relativ kurzen Brennweiten und kleinen Blendenöffnungen (stärker abgeblendet), treffen die Strahlen besonders "schief" auf den Sensor.
Wenn es etwas mit dem "schrägen" Auftreffen von Lichtstrahlen auf die Sensorwand zu tun haben sollte, dann würden Teleobjektive folglich kaum Probleme bereiten, weil ihr Strahlengang für annähernd lotrechte "Sensorbestrahlung

" sorgt.
Jou, so isses. Da sonnt sich dann der Merrill-Foveon im fast lotrechten Licht der gut(mütig)en 500er Beroflex-Tüte.
http://www.bilderforum.de/t17226-die-wundertuete-beroflex-500mm-an-der-sd1-m.html
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Für mich passt das Ganze recht gut zu den aktuellen Entwicklungen:
Die neuen Sigma-Premium-Designs sind im sensorseitigen Linsenbereich sehr aufwändig ausgeführt, um vermutlich (
oder besser: unter anderem) ein abbildungsseitig telezentrisches Design zu erhalten. Jedenfalls sind die schicken Teile auffällig länger gebaut als ihre Verwandten. Da werden jede Menge Linsen hinter der Blende verbaut
http://www.sigma-foto.de/produkte/objektive/18-35mm-f18-dc-hsm.html
Hier noch einmal zu einfachen Veranschaulichung der Wirkung telezentrischer Linsenkonstruktionen.
http://www.freepatentsonline.com/7102826.html
Aber so einen Aufwand betreibt Sigma sicher nicht, um den neuerdings hypersensiblen Foveon zu heilen, sondern auch, um den ebenfalls immer anspruchsvoller werdenden, "kleinen Rest"

des Kameramarktes anzusprechen.
Der Farbsaumzirkus in Verbindung mit alten (z.B. symmetrischen Linsendesigns) betrifft übrigens nicht nur den Foveon, sondern auch Bayer-Kameras mit besonders hoher Aufösung:
http://www.sonyalpharumors.com/shor...-fine-on-nex-cameras-without-lens-cast-issue/
Für diese leidgeplagte Gemeinde, gibt es wohl bereits ein Tool, dass die Prozedur, die ich händisch im Eingangsposting dargestellt habe, "automatisiert".
http://sourceforge.net/projects/cornerfix/
Nur braucht es DNG-Files als Input. Wie schön, dass man es nicht für die Merrils einsetzen kann.
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Ich vermute, die Angelegenheit beruht darauf, dass mit immer kleiner werdenden Pixeln (es muss ja immer mehr sein in unserer heutigen Zeit

), die Mikrolinsenkronstruktionen vor den Photodioden an ihre optischen Grenzen stoßen.
Andererseits frage ich mich, wozu man Mikrolinsen überhaupt noch braucht, wenn abbildungsseitig telezentrische Linsen zu einem zunehmenden "Muss" bei höher auflösenden Sensoren (und immer kleiner werdendem Pixelpitch) werden. Eigentlich dienen Mikrolinsen dazu, nicht-normal einfallendes Licht, lotrecht in die Photodioden zu bündeln...
Grüße,
Oz