Hi Waldschrat,
über Deine spontane Reaktion habe ich mich sehr gefreut (was hätte ich ohne Dich..) - warst es doch genau Du, der mich durch seine letzten Altglas-Sammlungen inspiriert hat, selber mal zu kramen.
Erstaunlicherweise findet man im Netz kaum Informationen über dieses einzigartige Objektiv - ob es am exorbitanten Preis liegt, den es mal hatte (und hat - ich glaube, es gibt es immer noch), sei es - keine Ahnung. Hier mal ein Standfoto (selbst eine ordentliche Abbildung habe ich im Netz nicht gefunden):
Du hast natürlich sofort das Besondere am Bild entdeckt - der spezielle, imagon-typische Weichzeichnereffekt, der sich auf andere Weise - und auch nachträglich per Bildverarbeitung - nicht erzielen lässt (auch wenn ich gerade gesehen habe, dass es ein PS-Plugin gibt, das es angeblich doch können soll).
Das Foto ist mehr ein Schnappschuss ohne große Regie - ich wollte einfach mal sehen, was das Imagon an APS-C und speziell am Foveon-Sensor kann. Eigentlich ist das Objektiv für Mittelformat (4,5x6 und 6x6) berechnet und die Brennweite durch den Cropfaktor ebenso eigentlich zu lang für Porträts. Auch gibt es Digitalkameras, die die speziellen Abbildungseigenschaften als Sensorfehler detektieren, den sie versuchen zu korrigieren.
Zurück zum Porträt - meine bisherige Erfahrung mit diesem Motiv: An der dreieckigen Bildaufteilung scheinen sich die Geister zu scheiden
Andreas