Hallo zusammen,
das Interessante an Rolands Nebelbildern ist, dass man etwas darin sucht, was man nunmal nicht sehen "darf" weil der Nebel nunmal (das liegt in seiner Art) den Durchblick verhindert.
Der Hintergrund also ... bleibt spekulativ.
Solche Bilder bieten im Gegensatz zu solchen, die eine "glasklare" Bildaussage schaffen, dann mal Raum für Spekulation.
Ich versuche ja meistens, das Motiv mit selektiver Schärfe, ausgereizten Tonwertverteilungen, maximal möglicher Schärfe, maximalem Detailreichtum und maximaler Durchzeichnung zu präsentieren.
Gelingt dem Photographen dieses, dann ist das Photo zweifelsfrei technisch in Ordnung und geht in aller Regel als "gute" Aufnahme durch ... sofern Motiv und Bildschnitt auch noch stimmen.
Vielleicht MUSS das aber gar nicht immer so sein?!
http://www.bilderforum.de/t940-scharf-auf-schaerfe.html#post9681
Dieses Photo kenne ich schon lange ... macht schon nachdenklich.
Kein Motiv?
Kein Fokus?
Vielleicht kann selektive Schärfe auch mal bedeuten, dass der Fokus nirgendwo liegt?!
Vielleicht kann man auf ein Motiv (im engsten Sinne) dann mal verzichten, wenn eine Stimmung wichtiger ist oder das Bild ausmacht?
Könnte doch auch mal sein, dass eine Tonwertverteiluing keine lehrbuchmäßigen Schwarz-und Weißpunkte für maximale Kontraste enthält.
Bei den Nebelbildern oben sollte das auch nicht so sein. Ich würde da auch keinen Kontrast schaffen, wo keiner ist.
Was man nicht sieht, bleibt der Phantasie überlassen. Die Bilder schaffen den Raum dafür.
Grüße und schöne (mal andere) Photos
Klaus